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Fall Kampusch: Amon in Bedrängnis

19.03.2012 | 18:21 |  Von Regina Pöll und Thomas Prior (Die Presse)

Die Grünen fordern jetzt, dass der ÖVP-Abgeordnete Werner Amon aus dem parlamentarischen Unterausschuss zum Fall Kampusch abgezogen wird. Der ÖAAB will unterdessen seine Finanzen transparenter machen.

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Wien. Werner Amon steht nicht mehr nur als ÖVP-Fraktionsführer im Korruptions-U-Ausschuss unter Druck. Die Grünen verlangen jetzt auch, dass er sich aus dem parlamentarischen Unterausschuss zum Fall Kampusch zurückzieht. Dort führt Amon immerhin den Vorsitz.

Für den grünen Fraktionsführer Peter Pilz ist das nicht mehr tragbar: „Wenn die ÖVP halbwegs vernünftig ist, muss sie ihn aus beiden Ausschüssen ausschließen“, sagt er im „Presse“-Gespräch. Denn Amon geriet vor Kurzem selbst ins Visier der Justiz: Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche. Über die Firma Valora des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger bekam der Arbeitnehmerbund der ÖVP, der ÖAAB, im Jahr 2007 10.000 Euro. Generalsekretär war damals Amon.

Dass er nun als Beschuldigter geführt wird, nennt Amon „Politjustiz“: Die Staatsanwaltschaft Wien sei insofern „befangen“, als der ÖVP-Abgeordnete vor Kurzem die Ermittlungen derselben Staatsanwaltschaft im Fall Kampusch kritisiert und die Einzeltätertheorie bezweifelt hatte. Die Anklagebehörde wehrt sich heftig gegen die Vorwürfe, sie wolle sich mit den Ermittlungen an Amon rächen: Das seien „Untergriffe“ und keine sachliche Kritik, sagte die Erste Oberstaatsanwältin in Wien, Vrabl-Sanda, am Sonntag im ORF-Fernsehen.

Auch für Pilz sind die Vorwürfe unbegründet: „Es gibt keine Hinweise.“ Würde Amon seine „Verschwörungstheorie“ selbst glauben, müsste er seinen Verdacht wohl im (für Ende April geplanten) Endbericht des Kampusch-Ausschusses festhalten. „Dann würde Unsinn drinstehen. Damit würde sich das Parlament ja lächerlich machen.“ Bleibt Amon im Kampusch-Ausschuss, könne man dort nicht „vernünftig weiterarbeiten“.

 

FPÖ: „Sehr gute Vorsitzführung“

Die anderen Parteien sehen es weniger problematisch: FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky findet, es liege „im höchstpersönlichen Gewissensbereich des Herrn Amon“, ob er den Kampusch-Ausschuss verlässt. Gemessen an dessen „sehr guter“ Vorsitzführung gebe es aber keinen Grund dafür. Peter Westenthaler vom BZÖ sagt zu einem möglichen Rückzug: „Da bin ich dagegen, weil er die Vorsitzführung bisher fehlerfrei macht.“ Beim Koalitionspartner SPÖ hält man sich heraus: „Es ist Sache der Fraktionen, wen sie in die Ausschüsse schicken“, sagt Otto Pendl, Vizechef im Kampusch-Ausschuss.

Amon selbst war am Montag nicht für die „Presse“ erreichbar. Wie es im ÖVP-Klub hieß, kämpft er aber weiter darum, dass nicht die Staatsanwaltschaft Wien, sondern eine andere Anklagebehörde mit den Ermittlungen gegen ihn betraut wird. Bei der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte man der „Presse“, dass ein entsprechendes Schreiben von Amons Anwälten vorliege. Nun werde der Antrag an die Oberstaatsanwaltschaft, danach zur Generalprokuratur weitergehen. Eine Entscheidung werde in wenigen Wochen fallen. Außerdem prüft Amon laut ÖVP-Klub gerade eine Klage gegen die Staatsanwaltschaft Wien wegen Amtsmissbrauchs: Der Verdacht gegen ihn sei zu schwach, um ihn als Beschuldigten zu führen.

Der ÖAAB zog inzwischen seine Schlüsse aus der Causa Amon: Ein Arbeitskreis, dem auch Experten wie Ex-Rechnungshofpräsident Franz Fiedler angehören werden, soll ein Modell erarbeiten, das die Finanzen des Arbeitnehmerbundes der ÖVP transparenter macht. Denn der Bürger habe „ein Recht darauf, über die Ressourcen der politischen Arbeit informiert zu werden“, erklärte Generalsekretär Lukas Mandl der „Presse“.

 

ÖAAB „kooperationsbereit“

Wann und inwieweit der Arbeitnehmerbund der ÖVP Einblick in sein Budget gewähren wird, lasse sich seriös noch nicht beantworten. „Wir wollen keinen Schnellschuss produzieren.“ Warum nicht einfach alles offengelegt werde? Weil auch die Werbekunden, etwa des Magazins „Freiheit“, eingebunden werden müssten, sagte Mandl.

Zu den Vorwürfen gegen seinen Vorvorgänger Werner Amon im Zusammenhang mit der Telekom-Zahlung wollte sich der ÖAAB-Generalsekretär am Montag nicht äußern: „Das werden die zuständigen Behörden klären. Wir sind kooperationsbereit.“

Auf einen Blick

Werner Amon ist ÖVP-Fraktionsführer im Korruptions-Untersuchungsausschuss und auch Leiter des Kampusch-Ausschusses im Parlament. Nachdem er selbst als Beschuldigter zur Telekom-Affäre – ein Thema des U-Ausschusses – geführt wird und als solcher über „Politjustiz“ geklagt hat, sei er auch für den Kampusch-Ausschuss untragbar, sagen die Grünen. Andere Fraktionen sehen keinen Grund für einen Rückzug Amons.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2012)

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273 Kommentare
 
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Als ob Staatsanwälte nicht geschoben politisch und menschlich wären ...

... es ist nicht nur lächerlich nazunehmen, dass insb. die Wr. Staatsanwaltschaft keinen bias hat, es ist grotesk!

Gast: Tutenchamun
19.03.2012 13:27
5 2

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist wirklich eigenartig

wie die mediale Darstellung. Boris Nemsic (Zitat: Mir ist Geld sehr wichtig (wem nicht?)) wird völlig aus der diskussion genommen, obwohl er der alleinverantwortiliche Telekom Manager über alle Jahre gewesen ist. Für ihn genügt: Ich war gerade an dem Tag, als der Kussprung passierte in Cannes und habe daher ein Alibi (Wurde das schon geprüft?)

Wer sind die Hintermänner rund um Boris Nemsic? Wer war aller im inneren Kreis? Wer hat Aktien Insiderhandel betrieben?

die namen sind doch klar ....

sundt, fischer, colombo,

und noch ein fischer, der direkt aus der övp-parteizentrale in management der telekom wechselte (public affairs manager).

Antworten Antworten Gast: Tutenchamun
19.03.2012 21:11
0 1

Re: die namen sind doch klar ....

Das müssen sehr viel mehr gewesen sein. Auch ich wusste vom Insider-Handel habe mich selbst aber nicht daran beteiligt.

6 4

untersuchung

darf jetzt eine partei bestimmen, wann und gegen wen untersucht wird?
da gabs wohl schon fälle, wo das so gelaufen ist, nicht wahr?

liebe ÖVPler ihr seit selber schuld, wenn eine parteizugehörigkeit ausschlaggebend für untersuchungen ist.

hättets gescheite gesetze verabschiedet, welche das eindeutig regeln. aber das will man ja gar nicht, denn dann kann man selber nicht mehr einfluss nehmen, stimmts?

Gast: hugo1221
19.03.2012 13:12
4 8

Nur als Parteisoldat ...

kann jemand mit handelsschulabschluss so viel verdienen wie hr. amon.


Antworten Gast: Tutenchamun
19.03.2012 13:30
5 2

Re: Nur als Parteisoldat ...

Welche Ausbildung hat denn der Herr Nemsic, wenn er "so intelligent" rüberkommt?

Antworten Antworten Gast: Mariajohanna
19.03.2012 14:46
3 0

Re: Re: Nur als Parteisoldat ...

http://lmgtfy.com/?q=Nemsic

War das so schwer?

5 9

wie kommt Frau Kampusch dazu?

Sie wird von allen möglichen Leuten benutzt so wie es denen paßt
Die ÖVP ist wirklich das Letzte

Re: wie kommt Frau Kampusch dazu?

Es geht nicht um die Frau Kampusch, sondern ob hinter ihrer Entführung eine Ring von Kinderschändern dahinter war, so wie damals am Willhelminenberg, im von der roten Gemeinde Wien geführten Kinderheim.

0 3

Re: Re: wie kommt Frau Kampusch dazu?

für so einen blödsinn so viel grün bekommen , auf diepresse.at nicht selten.

övp-partie halt

Re: Re: Re: wie kommt Frau Kampusch dazu?

Wenn Sie nachstehenden Clip ansehen, werden Sie vielleicht vieles verstehen.

Ich bin zwar kein BZÖ-ler, halte aber Stadler für einen geradlinigen Mandatar, der auch als Volksanwalt durch seine präzise Recherche und Rechtsauslegung positivst hervorgestochen ist.

http://www.youtube.com/watch?v=icmm3lwN8Qw

Und die Mega-Verbrechen an wehrlosen Kindern im Kinderheim Willhelminenberg ist ja mehrfach bestätigt worden.

0 0

Re: Re: Re: Re: wie kommt Frau Kampusch dazu?

selbst wenn es so ist, so kann man doch nicht die Korruption der ÖVP dem Kindesmißbrauch gegenüberstellen und dann sagen: unentschieden, die Einen sind halt korrupt und die Anderen Kinderschänder. Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit Amen.

Gast: kellerassel
19.03.2012 13:11
5 10

Wo

nehmen denn die ganzen braven,aufrechten ÖVP'ler die ganze Zeit her um hier Kampfposts zu verbreiten ?

Gehört ihr alle nicht zur Leistungsgesellschaft die den Staat am Leben erhält ?
Müsst ihr nicht 24/7 schuften und werdet nur ausgebeutet damit die anderen ein Sozialstaatleben führen können ?

Hahahaha die Elite im Forum hahahaha.
Die ärgsten Dampfplauderer aus dem Parteifilz hahahaha.

Gast: Bürger1
19.03.2012 13:02
2 0

Produktives Verhalten

Natürlich könnes sich Politiker und Staatsbedienstete in unserem Land permanent auf Staatskosten die Köpfe einschlagen, nur wird damit halt nur Steuergeld vernichtet.

Ich erwarte mir von allen Beteiligten produktives Verhalten, das der Allgemeinheit nützt, schließlich werden die handelnden Personen auch von der Allgemeinheit bezahlt!

In ein paar Jahren, wenn Arabische, Indische, Chinesische und andere Staatsfonds unser Land aufgekauft haben, wird die Absurdität des gegenwärtigen Verhaltensmusters erst wirklich deutlich werden...

Frau Vrabl-Sanda macht Stimmung und sägt an der Volksintelligenz

' "Die Frage ist, was bezweckt man mit so einer Kritik", so Vrabl-Sanda weiter. Sie habe den Eindruck, hier gehe es vor allem darum, "Stimmung zu machen": '
Die Chronologie der Ereignisse war ja folgendermaßen: Amon wünscht eine Untersuchung des Falls Kampusch (und der Wiener Staatsanwaltschaft) mit ausländischer Hilfe, vor allem durch das FBI, weil er meint, es könnte in diesem Fall einen zweiten Täter geben und weil es offensichtliche Ermittlungspannen ohne Ende gab.
Einige Tage später entdeckt man bei Amon Ungereimtheiten bei einer Rechnung über 10.000 Euro, am selben Tag Ungereimtheiten bei SPÖ Gartlehner über 100.000 Euro, über den man im Weiteren nichts mehr hört. Der Staatsanwalt schreit, "Amon! Geldwäsche! ÖVP!". Amon will sein Recht in Anspruch nehmen, die Befangenheit des Staatsanwalts prüfen zu lassen und die Grüne Vorsitzende Moser schreit "Die ÖVP sägt am Rechtsstaat."
Vielleicht, Frau Vrabl-Sanda, bezweckt man mit so einer Kritik einfach nur professionelles Arbeiten der Justiz. "Stimmung machen" - das bleibt also vom Vorwurf übrig, die ÖVP "säge am Rechtsstaat", weil ein ÖVP-ler sich ein staatsbürgerliches Recht, das jedem Menschen in Österreich zusteht, herausnimmt? Hetzerischerischer Linkssprech, Hauptsache es klingt nach Vorwurf, nach Verbrechen und man kann die ÖVP damit in Zusammenhang bringen. Stimmung machen, gell, Frau Vrabl-Sanda.

Antworten Gast: Facepalm
19.03.2012 15:04
1 4

Schön zu sehen ...

... wie einige Leute sich hier selbst demontieren und beweisen, dass sie weder die Grundzüge des Strasverfahres und der Arbeit der Staatsanwaltschaft noch die Prinzipien eines Rechtsstaates verstanden haben.

Ich warte bis heute noch auf eine Erklärung, wie man sich die Arbeit einer Bundespolizeibehörde eine Drittstaates auf dem souveränen Staatsgebiets Österreich vorstellt und vor allem rechtlich begründen will - ohne Rechtshilfeersuchen der österreichischen Anklagebehörden.

Ein ähnliches Informationsdefizit orte ich, wenn sie tatsächlich glauben, dass Ermittlungen "innerhalb weniger Tage" in einen Auslieferungsantrag münden (können).

Aber ich darf Ihnen gratulieren - sie sind ein repräsentativer Österreicher: alles wissen, keine Ahnung, aber erst einmal die sprichwörtliche "Pappn" schön weit aufreißen.

Die restlichen Österreicher denken sich nur eines: wie tief muss diese ÖVP in den Korruptionssumpf versunken sein, damit man nun dermaßen auf die Justiz einschlagen mussen.

Ich freue mich - da kommt noch einiges.

Der Ton macht die Musik ...

und genauso sehe ich das staatstragende Verhalten der ÖVP in dieser Causa. Es ist ein Unterschied ob Amon oder Kopf sagen:

A -- Ich bin mit der Vorgangsweise überhaupt nicht einverstanden und werde rechtliche Schritte einleiten
oder
B -- Das ist Politjustiz und ein Racheakt der Staatsanwälte.

Selbst dem Fall, dass es tatsächlich einige rachsüchtige Staatsanwälte gibt, kann ich als eine der führende Persönlichkeit einer Regierungspartei nicht pauschal einer Behörde Verschwörung vorwerfen!

Mal abgesehen, dass er sich und seine Partei lächerlich macht, ist der Imageschaden den er sowohl der Justiz als auch der Politik damit zugefügt hat katastrophal!

2 4

Also wenn man Gartlehner 100000 googelt kommt als erstes dieser Link

http://derstandard.at/1331779898506/Telekom-Beziehungen-SPOe-Gartlehner-wird-aus-disziplinaeren-Gruenden-nicht-mehr-aufgestellt

zusammengefasst: Gartlehner verliert die Immunität, die Staatsanwaltschaft ermittelt und die SPÖ stellt ihn nicht mehr auf.

Man hört nix mehr? Weil der Gartlehner offenbar nicht rumwinselt wie Amon und die Staatsanwaltschaft in Frage stellt und die SPÖ einfach konsequenzen zieht...

Bin jetzt kein SPÖ-Fan und hab selber googeln müssen, aber Amons Winslerei ist ja echt unerträglich. Und dass der Hasch Absolvent u Bildungssprecher mit dem Pseudopostgraduate ohne Matura plötzlich der Österreichische Verbrechensaufklärer Nr 1 (Kampusch) wird glaubt auch nur er selbst und ein paar verkorkste Verschwörungsteoretiker!

Re: Also wenn man Gartlehner 100000 googelt kommt als erstes dieser Link

maluco, finden Sie vielleicht einen ähnlich aktuellen Link zu "Faymann 7 Millionen für den Werner"? Mei, da wäre ich Ihnen dankbar. Meiner verweist auf den 20.9.2011.

http://derstandard.at/1316390078431/OeBB-Inserate-Sieben-Millionen-fuer-Faymanns-Image-reserviert


Gast: oweiowei
19.03.2012 12:46
6 11

wahltag ist Zahltag

die Antwort auf die övp machenschaften kann nur lauten:

ÖVP 2013 abwählen !!!!!!!!!!!!

ps: die spö ist auch nicht besser, siehe gusenbauers Diner bei kim, auf kosten der telekom um 5.500 €.......

also soll strache zeigen, was er kann, schlimmer kanns wahrlich nicht mehr werden.....

0 0

Re: wahltag ist Zahltag

Sicher kann's schlimmer werden und Strache wählen ist ein Schritt in diese Richtung. Blöd ist nur, ÖVP und SPÖ sind ebenfalls unwählbar, BZÖ sowieso und die Grünen, obwol mit Abstand am wenigsten in die ganzen Korruptionsgeschichten involviert - so ehrlich muss man sein - kann man auch nicht wählen, die gendern sich zu Tode anstatt auf grüne Kernthemen wie Bildung und Ökologie zu setzen.

Man hat es nicht leicht als reflektierter Österreicher.

Re: Re: wahltag ist Zahltag

Lieber zu Tode "gendern" als gegen Minderheiten zu polemisieren!

2 3

Re: wahltag ist Zahltag

Na was die FPÖ/BZÖ/FPK/BZK und wie sie alle heißen können habens ja eh schon gezeigt, oder? Oder glaubens dass das Gsindel plötzlich anders handelt weil der Zahntechniker als Haiderklon die Truppe anführt?

Re: wahltag ist Zahltag

Sorry, aber wie kommen Sie auf die naive Idee, dass es unter Strache nicht schlimmer werden kann.
Die zur Zeit laufende Vergangenheitsbewältigung beruht zum Teil auch auf den Zuständen der damaligen Schwarz/Blauen-Regierung.
Es gibt absolut keine Anzeichen dafür, dass Strache wirklich gewillt ist den korrupten Sumpf trocken zu legen...

Re: Re: wahltag ist Zahltag

Warum denn in die Ferne schweifen:

Glauben Sie, dass die Roten besser sind als die Blauen?

Nie auf Rachefeldzug

Stimmt - meistens ist eine politische Absprache dabei, die "in the long run" (Neusprech dieser Kaste) doch erhebliche Karrierevorteile bringt.
"Junge Überzeugungstäter", die ohne Rücksicht auf die Person des Beschuldigten handeln wollen, müssen damit rechnen auf einer unteren Sprosse der Leiter stecken zu bleiben.
Vrabl-Sanda hatte komischerweise bei den AKH Vorfällen keine wirklichen politischen Interventionen feststellen können, also wird es sie auch bei W. Amon nicht geben.
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Dame möcht doch nur unser Vertrauen in die unabhängige Staatsanwaltschaft stärken.
Sehen sie sich die AKH Untersuchungen an - vertrauen sie ihr!
Ich traue ihr zwar nicht, aber ich bin ja befangen.

Gast: Anderl74
19.03.2012 12:17
15 0

"niemals auf Rachefeldzug" natürlich nicht...

und die komplette Wiener Staatsanwaltschaft, inklusive StA-Sprecher Jarosch gehört auch nicht dem BSA (Bund sozialistischer Akademiker) an..... Die Auswahl der 'Ermittlungsthemen', die gezielte Zuschanzung an diverse Medien geschiet selbstverständlich völlig unabhängig. Genauso unabhängig, wie 'Österreich', HEUTE, News, Profil, Falter und der ORF sich geben. Natürlich.

Staatsanwälter küsst man nicht;-)


Antworten Gast: b754
19.03.2012 14:43
1 6

Re: Staatsanwälter küsst man nicht;-)

dafür küsst du ständig der övp den a

Benennen wir sie um!

Ich schlage vor, wir benennen die Wiener Staatsanwälte um.
Staatsanwältler und Staatsanwältlerinnen. Triffts gut.

Gast: Baptist
19.03.2012 12:11
1 1

Es gilt die Unschuldsvermutung

Ich lese daraus daß bei einer benannten Person bei der ermittelt wird die Vermutung besteht daß sie unschuldig ist. Nun frage ich: ist die ÖVP damit nicht einverstanden weil: a) ermittelt wird oder b) jene Person unschuldig ist. Sollte Punkt a) zutreffen, so erinnert das an Zeiten wo die Wege geebnet wurden zum Niedergang der Demokratie in Österreich, mit allen bekannten Folgen. Wenn sie dies in "Geschichte" nachlesen werden sie erschrecken und Zusammenhänge erkennen, über die heute noch immer der Mantel des Schweigens ausgebreitet wird. (Staatsanwälte und Richter dürfen an keine Weisungen der Politik gebunden sein). Es müßte in der Politik endlich einmal heißen: "wir haben nichts zu verbergen".

Jeder Bürger hat ein Recht auf ein faires Ermittlungsverfahren ....

... und keine Vorverurteilung durch Medien im Vorfeld, weil die Justiz nicht dichthält.

Dies sei allen ins Stammbuch geschrieben, die glauben das Recht an sich ziehen und die Demokratie aus den Angeln heben zu wollen.

Gast: zuhulu
19.03.2012 11:57
2 0

Den Sumpf trockenlegen?

Wie soll das bitte funktionieren? Wie man sieht ist inzwischen unser gesamtes Politisches System korrumpiert. Die beiden großen Parteien sind schon so lange an der Macht, dass sie es sich recht bequem dort eingerichtet haben und sich das nicht freiwillig nehmen lassen werden.
Wer soll da glauben dass sich unsere Politiker da selbst beschränken werden?
Man wird an ein paar Stellschrauben drehen um sagen zu können: 'Wir haben ja was gemacht', aber wirklich ändern, daran hat niemand von denen ein Interesse.

Das einzige was helfen würde, wäre beide Regierungsparteien bei der nächsten Wahl zu pulverisieren (so wie es die Slowaken gemacht haben) und eine neue Partei an die Macht zu schicken die ordentlich aufräumt. Mehr Parteien braucht das Land, jetzt wäre eine historische Chance dazu!

Gast: docori
19.03.2012 11:47
3 4

Unter jeder Würde

Amon bzw. seine Partei sollte von sich aus seine Funktion vorübergehen aussetzen, bis die Vorwürfe geklärt sind. Aber leider haben unsere korrupten Politiker keinen Funken Anstand und Würde.

Gast: ginster
19.03.2012 11:41
2 10

Die Verschwörung

Die Sta ist komplett rot.
Das Justizministerium ist komplett rot.
Der ORF ist komplett rot.
Die WKÖ ist komplett rot.
Die Kirche ist komplett rot.
Die Medien sind komplett rot.
Die ÖVP Parteizentrale ist komplett rot.
Der U-Ausschuss ist komplett rot.
Die Polizei ist komplett rot.
Die Gerichte sind komplett rot.
Die User hier sind alle komplett rot.
.
.
.
.
.
.
alles komplett rot und nur mit dem einzigen Ziel die letzten verbliebenen ehrlichen,aufrechten ÖVP'ler welche mittlerweile im Untergrund leben müssen und für das Volk arbeiten zu vernichten.
Das ist alles so traurig.

Re: Die Verschwörung

Der Ginster schlägt heuer schon vor dem Mai aus;-)


Gast: harkon
19.03.2012 11:32
2 0

Das unschuldige Lämmlein vom Land ist auch die

Justiz in diesem Lande nicht, andernfalls müsste diese von Göttern vollzogen werden, aber dass ausgerechnet diese Staatsanwältin hinsichtlich der VP-Kritik, vom Schaden für die Gerichtsbarkeit und den Säulen des Staates spricht, die die Bezeichnung "Gauner" für einen Politiker mit Meinungsfreiheit argumentiert, womit das Diskussionsniveau sicher nicht gehoben wird oder wenn es in dieser Justiz möglich ist, seitens der SPÖ zu überlegen "wie sich die Partei noch mehr als bisher einbringen kann" und so konstatiert: "Der Ansatzpunkt wären die Rechtspraktikanten. Hier wäre ein vernünftigeres Auswahlverfahren zu treffen und auch junge Genossinnen und Genossen zu ermutigen, in den Richterdienst zu gehen".

Was sollen "Genossen" in der Justiz? Ist solches parteipolitisches Ansinnen nicht viel mehr zum Schaden des Staates bzw. einer Justiz, die nicht nur äußere Unabhängigkeit bedarf, sondern bei der auch innere Unabhängigkeit vorauszusetzen ist!?

Wenn Parteipolitik derart nahe an der Justiz ist, wenn es nicht eine Unvereinbarkeit gibt zwischen Parteipolitik und Justiz und das Wechseln von und zur Politik/Justiz, dann darf man sich nicht wundern, wenn nicht nur das Ansehen, sondern auch die Justiz im Kern erschüttert wird, denn die Justiz sollte nicht nur politischem "Druck standhalten", sondern selbst bereits den Anschein einer parteipolitischen Unterwanderung vermeiden und erst recht nicht von GenossInnen oder sonstigen parteipolitischen Personen aufgefüllt sein!

Gast: Ägyptischer Seniorenbund
19.03.2012 11:30
0 3

Tutanch-amon

Tutanchamun bezweifelte auch die Einzeltätertheorie, belegte aber die Störenfriede seiner Grabesruhe mit einem unschönen Fluch.

Antworten Gast: Einer aus dem inneren Kreis schreibt selbst:
19.03.2012 13:40
1 0

Re: Tutanch-amon

Er wird gewusst haben warum.

Staatsanwälte an ÖVP: "Sind niemals auf Rachefeldzug"

Aber die ÖVP!!!

Götterdämmerung der ÖVP?

Warum werde ich seit Wochen das Gefühl nicht mehr los, dass die ÖVP neu gegründet werden müsste? Mit Minister Töchterle (alt, erfahren, geradlinig) und Staatssekretär Kurz (jung, intelligent, clever, eloquent) wäre das zu machen.
Vor den Trash-;edia (Krone, Fellner) braucht man keine Angst zu haben. Die Krone wird überschätzt und News hat jahrelang ihre Auflagenzahlen nach oben geschönt, wie man neuerdings vernehmen kann.
Also: ÖVP neu gründen! Es gibt genug gute Leute, man muss sie nur holen und vorne hinsetzen.

0 3

Re: Götterdämmerung der ÖVP?

und was soll das bringen? Wer braucht eine Neugründung einer korrupten Partei? Ist bei BZÖ/FPK/FPÖ/BZÖK irgendwas gscheites rausgekommen außer dass die ganzen Vögel selber nicht mehr gewusst haben zu welcher Partie sie jetzt gehören?

Re: Götterdämmerung der ÖVP?

Kurz hat ja bereits eine Wahlreform vorgelegt: Vielleicht können Sie ihn und Töchterle das nächstemal schon direkt wählen;-)

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Hätte gestern auch gern Herrn Amon oder Herrn Kopf in der Sendung im Zentrum gesehen

Diese Herren hätten sich gestern öffentlich äußern und die Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft darlegen können.
Leider fehlt ihnen jegliches Rückgrat und Herr Kohl musste sie verteidigen, welch armseliges Zeugnis für diese Politiker!

Antworten Gast: MR
19.03.2012 13:30
2 0

Re: Hätte gestern auch gern Herrn Amon oder Herrn Kopf in der Sendung im Zentrum gesehen

Die wurden nicht eingeladen!

Re: Hätte gestern auch gern Herrn Amon oder Herrn Kopf in der Sendung im Zentrum gesehen

Der Kohl war bei weitem die beste Wahl, denn jeder aktiven ÖVP Politiker hätte mit dieser Sendung seine Polit-Karriere begraben ...

Gast: Mitdenker
19.03.2012 11:22
2 0

Interessanter Kommentar der Oberstaatsanwältin

"Dass man denjenigen, von dem man eine Gefahr für den eigenen Standpunkt befürchtet, in ein schlechtes Licht rückt".
Wie kommt sie auf die Idee?

Gast: Wer streut Sand in die Augen?
19.03.2012 11:14
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Verhältnismäßigkeit

Wieso kann ich nirgends Artikel über den anderen Politiker lesen, dessen Auslieferung beantragt wurde?

Schon vergessen, da war doch noch ein SPÖ-Politiker, bei dem es um rund 100.000 Euro gehen soll. Ich finde weder 10.000 noch 100.000 richtig.

Aber ich finde es genauso wenig richtig, über den 2.Fall den Mantel des Schweigens zu breiten.

 
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