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Spindelegger will Parteienförderung abschaffen

24.03.2012 | 14:20 |   (DiePresse.com)

"Wir müssen ein System überlegen, wo es nur private Finanzierung gibt", sagt der VP-Chef. Seine Partei sieht er in einer "schwierigen Phase".

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ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat am Samstag erneut dafür plädiert, über eine Abschaffung der öffentlichen Parteienförderung nachzudenken. "Wir müssen ein System überlegen, wo es nur private Finanzierung gibt", sagte er im Ö1-"Journal zu Gast". "Wir müssen ein System überlegen, wo es nur private Finanzierung gibt", meinte er. In einem solchen "völlig neuen System" würde es dann auch keinen Graubereich mehr geben, meinte er.

Betreffend eines neuen Parteienfinanzierungsgesetz erhofft er sich zwar einen baldigen Abschluss, ist aber skeptisch: Denn hier würden die Vorstellungen noch "völlig auseinander" gehen. Teile der Opposition wollten Parteispenden "völlig kriminalisieren", damit jene, die keine Spenden haben, keine Nachteile hätten, meinte er.

"Ich will eine saubere Partei"

Seine Partei sieht Spindelegger in einer "schwierigen Phase". Er verzweifle angesichts der Korruptionsvorwürfe aber nicht, denn "ich bin ein positiver, optimistischer Mensch, aber es belastet mich, wenn ich sehe, was da und dort in der Vergangenheit passiert ist"

Seinen Vorschlag nach einem Verhaltenskodex für die ÖVP begründete er damit, dass er "eine wolle. Es habe sich gezeigt, dass es einen Graubereich gebe - etwas, das "heute vielleicht auch anders als vor fünf oder zehn Jahren betrachtet wird". Er wolle mit dem Kodex ein "glasklares Konzept für ÖVP-Politiker - was man tun darf und was nicht - " schaffen.

Als Beispiel nannte er das Verhalten des ehemaligen EU-Parlamentariers und Innenministers Ernst Strasser in der sogenannten Lobbying-Affäre. Derartiges sei in Österreich gar nicht strafbar - für Spindelegger "unfassbar". Daher brauche es eine "Guideline" für ÖVP-Politiker.

SPÖ gegen Anschaffung der Parteienförderung

Spindeleggers Vorschlag einer kompletten Abschaffung der öffentlichen Parteienförderung stößt auf teils heftige Ablehnung bei den anderen Parteien. Auch für den Koalitionspartner SPÖ kommt ein derartiger Plan nicht infrage: "Die öffentliche Parteienfinanzierung bleibt", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter in einer Aussendung. FPÖ und Grüne sprachen von einem "Anschlag auf die Demokratie". Nur das BZÖ wies die Überlegungen nicht völlig vom Tisch, Voraussetzung sei aber "völlige Transparenz".

(APA)

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118 Kommentare
 
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Gast: Wanderer.
26.03.2012 11:53
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Er hätte schon längst für eine saubere ÖVP sorgen können, der Herr Spindelegger

Und warum hat der Schüssel ("Großkanzler der FPÖ-ÖVP-Korruptionsallianz") nicht für Sauberkeit gesorgt?

Und nachher der Molterer?
Und dann der Pröll?


Gast: Frechheit
26.03.2012 10:54
0 1

Kleiner Tipp an den Spindi...

wie wäre es damit, sich einfach als ersten Schritt an die Gesetze zu halten, da hätte man doch mal eine gewisse 'guideline' ......

Antworten Gast: Gerold Z.
26.03.2012 11:59
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Re: Kleiner Tipp an den Spindi...

Die großen Verbrechen wurden ja von den FPÖ-lern begeangen.

Aber für alle gilt:
Korruption ist ohnehin strafrechtlich verboten. Nur muß man die Sache auch konsequent verfolgen. Die Strafen gehören aufs Doppelte angehoben.


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Parteienfinanzierung

Die in Österreich äusserst üppige staatliche Parteienfinanzierung ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Parteien einschliesslich ihrer Nebenorganisationen über keine sonstigen Einkünfte verfügen. Und haben sie derartige sonstige Einkünfte, sind diese völlig transparent offen zu legen wie in anderen entwickelten Demokratien auch, damit der in Österreich herrschende Korruptionssumpf endlich trocken gelegt werden kann. Und dazu gehört auch ein entsprechend scharfes Antikorruptionsgesetz, womit sich parteiinterne "Verhaltensvorschriften" erübrigen würden.

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Privatfinanzierung der Parteien

Wie in Amerika?
Da Spendet die Wirtschaft so Allerhand.
Zum Wohle Aller.
Sieht man an der armen Bevölkerung.
Wer Privat zahlt hat auch ein bestimmtes Interesse.

Sehr guter Vorschlag Herr Spindelegger!

Zeigt gleichzeitig auch die Doppelzüngigkeit der SPÖ auf (die der Grünen und Blauen sowieso).

Auf der einen Seite ein Untersuchungsauschuss, der nichts anderes ist als ein heuchlerischer politischer Anklageverein, der fast nur mit Verdächtigungen arbeitet, auf der anderen Seite will man sich von Steuergeldern ein feudales Leben genehmigen und dabei noch Sauberkeit vortäuschen.

Antworten Gast: bürgerlicher Grün-Wähler
26.03.2012 12:00
0 0

Re: Sehr guter Vorschlag Herr Spindelegger!

Wo ist da bei den Grünen eine Doppelzüngigkeit?

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Glaubwürdig

Auf dem Weg der glaubwürdigkeit kann man nur gelangen wen man die Parteifinanzierung ,die Spendeneingänge Auskunft über Nebeneinkünfte
gibt.Das wehren die Anfänge.
Hinzu sollen alle Politiker wärend ihrer Politischen LLaufbahn keine Nebentätigkeiten ausführen und oder in Ausschüssen von Versicherungen Unternehmen u.s.w. sitzen.
Ich weiß es ist leider nur ein Traum aber auch dieser muss Erlaubt sein.
Wäre es Sinnvoll eine neue Partei zu gründen?

Schwierige Lage

ist wohl etwas untertrieben.

Das Thema ist generell - jeder muss mehr haben als die anderen, übernimmt Funktionen die ein paar Nummern zu groß sind.

Das Dilemma ist ein anderes - es fehlt am Gespür - was ist in Ordnung - und was nicht.........

Sofortige Offenlegung alle Parteienfinanzierungen, Parteispenden ab einem Betrag von € 10,--, ich glaub auch, dass sich unsere Politiker ihr Essen, ihren Eintritt zum Schirennen oder wo auch immer selbst leisten können sollten.......

Andere Probleme sind, dass das Eigen- und Fremdbild nicht übereinstimmt.

Hoffentlich macht Stronach da etwas - nämlich eine Partei mit Vertretern, wo nicht nur "geschwiegen" wird oder die "Unschuldsvermutung" gilt und vor allem, sich Leistung wieder lohnt.

Die SPÖ und ihre Vorfeldorganisation ist da nämlich genauso am Holzweg wie der ÖAAB....

Politiker sind mal da, um, wenn auch unangenehm, die richtigen Entscheidungen zu treffen und unser schönes Land zukunftsfit zu machen

Gast: darfdochnichtwarhsein
25.03.2012 19:33
1 0

der helle wahnsinn wäre das

"Wir müssen ein System überlegen, wo es nur private Finanzierung gibt", sagt der VP-Chef. Seine Partei sieht er in einer "schwierigen Phase".

es wird immer wahnsinniger, auf dass dann milliardäre und millionäre die politiker gleich ganz offen kaufen dürfen - warum sagt er nicht dass er die demokratie abschaffen will und durch eine ständediktatur ersetzen will

die privaten parteispenden gehören verboten und die öffentliche parteienfinanzierung ist derzeit mehr als ausreichend, wer mit dem geld nicht auskommt, dem sollte man den staatshaushalt erst recht nicht anvertrauen

Ja Ja

man merkt das die Wahlen anstehen.
Wie immer reden dann die Politiker das etwas geschehen wird/soll.
Ein sicheres Zeichen das euch langsam die Hose vollläuft.
Aber ihr habt es zu weit getrieben - ihr griegts eure Rechnung.

Gast: Gasti
25.03.2012 14:32
1 0

"Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen."


Gast: berzelmaier
25.03.2012 14:32
4 3

Gut Parteienförderungen senken aber $teuern nicht?

Die ÖVP hat ihre Grundwerte (Familie, Leistung muss sich lohnen, Niedrige Steuern) verraten.
Sie ist einfach nicht mehr wählbar.

Leider steuert allein das BZÖ gegen neue Steuern und tritt für gerechte Steuern mittels "Modell faire Steuern-Modell": http://www.bzoe.at/unsere-politik/konzepte/steuerrechner.html
ein.
Außerdem ist das BUCHER BZÖ die ERSTE Partei welche es gewagt hat in Zuge der STEIGENDEN SPRITPREI$E(obwohl der internationale Rohöl-Preis eigentlich sinkt) eine Anzeige bei der Bundeswettbewerbsbehörde einzubringen (passt auf wies zu Ostern wieder steigen werden die Spritpreise).

Leider wollen ja die Grünen ,SPÖ, FPÖ (alle 3 für Reichensteuer und Bankensteuer) an den sich steigenden Belastungen für die Bürger nichts ändern.

Deshalb warte ich die ganze Nacht(schwarz) während ich in den dunklen Horizont entgegenblicke, nur auf eines den Zeitpunkt an dem man wieder Hoffnungschimmer erkennen kann und das helle Tageslicht (Orange) erblickt.

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Re: Gut Parteienförderungen senken aber $teuern nicht?

Hier sieht man wie schnell man Wähler ködern kann !
Als ob der Spritpreis das einzige Problem in in diesem Land ist.

Gast: ibins35
25.03.2012 14:22
1 1

Genau

Parteine sollen nur mehr Schmiergeldfinanziert werden.

ERSTAUNLICH

WIE SICH DIE HERRN ANTSRENGEN, WEN ES ZUM PRÖCKELN BEGONNEN HAT.
WARUM NICHT FRÜHER, JETZT IST ES ZU SPÄT FÜR ABSOLUTE MEHRHEITEN FÜR DIE GROSS PARTEIN. VIELLEICHT SOLL DER SPIN DENN SCHÜSSERL UM RAT FRAGEN.

Gast: belcanto
25.03.2012 13:36
2 0

was sagt denn der

grosse Staatsmann, der seinen Nach- Nachfolger
so schön im Morast sitzen lässt,dazu.Der Mini-
Macchiavelli,der die Haider- Partei so nachhaltig
zerschmettert hat,dass ihm heute noch die Trümmer um die Ohren fliegen? Das hatte er ja fein im Griff und dabei keine Ahnung.Intelligent ,wie er ist,hat er wohl den Grasser bis heute nicht durchschaut.Bei dem kann sich die ÖVP bedanken,das ist sein Werk.

Gast: jajajaja
25.03.2012 12:40
2 1

solange es keine offenlegung von parteispenden gibt

ist der vorschlag sinnlos. auch die zuwendungen der industriellenvereinigung gehören offengelegt.

parteienförderung ist ja tw. ok. warum wir aber absolut gerechnet mehr geld als deutschland in die parteienförderung stecken ist mir ein rätsel. dieses geld könnte woanders besser verwendet werden.

Gast: polly
25.03.2012 12:32
4 2

Wenn man bedenkt, dass das kleine Österreich ihre Parteien mit Unsummen fördert, ist dieser Vorschlag der richtige Schritt.

Der Index of Party Spending wird jährlich von Karl-Heinz Naßmacher (Uni Oldenburg) erstellt. Dafür werden die durchschnittlichen Ausgaben der Parteien pro Wahlberechtigten im Verhältnis zum BIP herangezogen.
Verglichen mit Deutschland belasten Österreichs Parteien ihre Bürger finanziell dreimal so stark, verglichen mit der Schweiz sogar sechsmal.
Warum wehren sich die anderen Parteien?

Haben sie dann kein Geld mehr für Wahl- Inserate im Boulevard?

Gast: b754
25.03.2012 12:27
0 3

Erstaunlich ...

... wie sich hier die ganzen Kampfposter darüber empören, dass Spindelegger hier massiv Geld sparen will. Angst, dass dann die Genossen kein Geld mehr fürs Posten zahlen können??

Re: Erstaunlich ...

Gast: b754

spindi spart geld? du meinst, sein eigenes. unseres sicher nicht.

"die övp ist durch und durch korrupt",
sagen 78 prozent der bevölkerung.

Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

... der die Parteien wohl dazu motivieren würde wieder auf die Wähler einzugehen! Das derzeitige System führte ja zu einer abgehobenen Politikerkarste, die in sich selbst geschlossen ist und keinen Bezug mehr zu den Wählern hat. Das Volk darf nur mehr die Steuern zahlen, die dann von den Politikern ausgegeben werden! Ist ja schon fast so wie bei der Monarchie ... der Adel (heute Politker) lebt auf Kosten des Volkes ... aber Bezug dazu ist Null!

Erstaunlich nur, wie sehr sich da die anderen Parteien wehren. Haben diese wohl Angst, dass ein paar Versorgungsposten für Günstlinge wegfallen? Vielleicht sollten auch die Parteien mal anfanhen sich zu fraen woher das Geld kommt, das sie ausgeben?

Antworten Gast: Trollblume
25.03.2012 12:19
3 1

Re: Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

Parteien, finanziert von der Wirtschaft - das ist doch gekaufte Politik in Reinkultur!

Re: Re: Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

Wenn jede Spende offengelegt ist, dann ist es wengigstens transparent! Außerdem steht es jedem frei zu spenden ... und außerdem - letztendlich ist das Volk, dass wählt .. und nicht nur die Konzerne ... glücklicherweise ist bei uns ja jede Stimme gleich viel wert ....

Antworten Antworten Antworten Gast: naivitätistschlecht
25.03.2012 19:28
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Re: Re: Re: Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

ja es würde jedem frei zustehen zu spenden, nur ein normaler Arbeiter kann wohl kaum so viel spenden wie ein Milliardär, und wer mehr spendet schafft an

aha jede Stimme ist gleich viel wert? na du bist naiv

du kannst nur Parteien wählen und nicht Personen, also bestimmt dann die Kapitalelite, wer wo auf der Liste steht und deine Stimme ist im Prinzip nichts mehr wert

Re: Re: Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

Bei Offenlegung aller Spender? Glauben Sie immer was die größten Vernaderer, Kräuter und Strache von sich geben.

Die haben doch nur Angst, um ihre vom Steuerzahler gefüllte Kassen.

 
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