ÖVP: Hakl stellt Funktion als Telekomsprecherin ruhend

27.03.2012 | 16:02 |   (DiePresse.com)

Die Telekom soll 2008 den Wahlkampf von Karin Hakl mitfinanziert haben. Nun soll sie als Telekomsprecherin abgelöst werden. Am Dienstag gab es ein "klärendes Gespräch".

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Die Tiroler Abgeordnete Karin Hakl stellt ihre Funktion als Telekomsprecherin der ÖVP ruhend. Das gab sie am Dienstag bekannt. Wie die „Presse" am Montag berichtet hatte, hatte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter die Abgeordnete zum Rücktritt aufgefordert. Nach einem "klärenden Gespräch" am Dienstag gab Hakl schließlich bekannt, dass sie "aus Verantwortung und Loyalität gegenüber meiner Partei" ihre Funktion als Bereichssprecherin für Innovation und Telekommunikation ruhend stelle - "bis zur endgültigen Klärung der gegen mich erhobenen Vorwürfe". 

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Zugleich betonte Hakl, "dass die Vorwürfe, die in den letzten Tagen gegen mich in meiner Funktion als Nationalratsabgeordnete, ÖVP-Bereichssprecherin und Parteiobmann-Stellvertreterin in Tirol erhoben wurden, jeder Richtigkeit entbehren und ich zu keiner Zeit unrechtmäßig zum eigenen Vorteil gehandelt habe." Von den im Raum stehenden Beschuldigungen gegen sie würde ohnehin "nichts überbleiben".

Der Hintergrund: Die Telekom soll für Hakls Nationalratswahlkampf im Jahr 2008 rund 20.000 Euro beigesteuert haben - über den Lobbyisten Peter Hochegger. Die Abgeordnete bestreitet das. Josef Geisler, ÖVP-Klubobmann in Tirol, forderte sie dennoch auf, als Telekomsprecherin zurückzutreten.

Auch SP-Telekomsprecher "ruhend"

Im Februar hatte bereits der SP-Abgeordnete Kurt Gartlehner seine Funktion als Telekom-Sprecher ruhend gestellt. Gegen ihn will die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestimmung zur Untreue sowie allenfalls wegen Geldwäsche ermitteln, sagte Schnell. Hintergrund des Verdachts sind Zahlungen der Valora im Umfang von rund 100.000 Euro an eine Gartlehner zuzurechnende Firma in den Jahren 2007 und 2008. Auch Gartlehner bestreitet die Vorwürfe.

(Red.)

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46 Kommentare
 
12

Hakl abtreten

Hakeln gehen!

Gast: I(ch bin der Meinung
28.03.2012 11:10
0

"Ruhend" ist der passende Ausdruck

aber da hat sich seit der Bestellung eigentlich nichts geändert. Oder habt Ihr je schon was von ihr gehört?

Wetten, dass

die beiden Regierungsparteien bei der nächsten Wahl eine dritte Partei brauchen um wieder regieren zu können. 18 plus 19 Prozent reichen eben nicht aus!

Falsch, regiert haben sie nicht, sie haben sich nur bereichert. Und was tut Strache? Nichts! Braucht er auch nicht. Seine besten Wahlhelfer sind die Regierung!

Was es alles gibt!

"Telekomsprecherin"
Was soll man dazu sagen?
Ein Narrenhaus dieses Österreich!

Gast: Verehrer
27.03.2012 18:04
0

SCHADE

Frau Hackl saiehtaus, wie eine "Nicht-Politikerin", wie die nette Frau von sebenan, die kin Wasser trüben kann.
Dass das alls Schein und Irrtum war, tut mir seehr, sehr leid!

Die gehören alle weg

Aber warum sollte die Hackl wegen der paar Tausender gehen wenn der Werner sich nicht einmal von Millionen beirren lässt. Dieses ganze Gezücht gehört weg, nicht ruhend sondern ins Gefängniss. Welche Farbe die Schlange hat ist mir da vollkommen piepegal.

Gast: Der solide Bolide
27.03.2012 15:33
2

Hakl wird genauso hockenbleiben...

... wie ihre Parteifreundin Marek, die Erfolglose. Auch so eine, die ihren Mangel an Kompetenz mit Dreistigkeit ausgleicht.

Frau Hakl..

.. hätten Sie Anstand würden Sie auch Ihr Mandat zurücklegen. Aber so etwas kennen Sie nicht als Politikerin, den legt man auch vor Amtsantritt ab - wie es scheint
Hätten Sie was gescheites gelernt, dann bräuchten Sie nicht vom Geld einer Mandatarin abhängig sein...

Abloese als Telekomsprecherin ...

das hat ja wohl nur symbolischen Wert fuer die naechste Nehmerin ohne Schuldbewusstsein!

Gast: weg mit den Falotten
27.03.2012 14:12
3

Nicht nur Hakl, auch Platter gehörte rasch abgelöst

jedoch unter Verlust aller Parteiämter und nicht wie die bei Hakl effektuierte Arbeitsentlastung zur Belohnung, die eine Verhöhnung der Steuerzahler darstellt, denn immerhin genießt sie nun nahezu arbeitslos ihr Spitzeneinkommen weiter, bis zum nächsten Coup.

Die uns immer als so toll dargestellten arbeitsentwöhnten verwöhnten Herrschaften sollten endlich einmal echt arbeiten gehen. Ohne Parteiprotektion müßten sie dann hochfroh über monatlich 1.000 Euro brutto sein.

Na, tragisch ...

den 8000 Euro-Job darf sie weiter behalten, (sitzt eh erst seit 12 Jahren im NR) - das "Ehrenamt" Telekom-Sprecher gibt sie ab.

Fr. Hackl.

Wieder eine "lupenreine" Politiklerin mehr.

Gast: pächter der wahrheit
27.03.2012 10:45
1

Als TelekomsprecherIn tritt sie zurück

Aber dem Parlament wird sie erhalten bleiben. Wohl als "Stütze" der parlamentarischen Demokratie. Dort wo ich herkomme wird eine Stütze auch als "KRÜCKE" bezeichnet.

Geschenkt. Bei unseren Parlamentsinsassen kommts auf eine mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Gast: JägerInnen
27.03.2012 10:29
1

Oh diese pöhsen, pöhsen Jagdeinladungen mit Geheimabsprachen im Flüsterton von Hochstand zu Hochstand!

...als nächstes sollte man Golfrunden beleuchten, da wird in freier Natur unter Vogelgezwitscher sogar laut gesprochen (da hier wird kein Wild verscheucht wird)

Und erst die Einladungen zu Geburtstagsfeiern - ein Hort von Geheimabsprachen wo man mit Getränken und Buffet angefüttert wird.

Gast: alterio1
27.03.2012 09:22
0

Malaun als Täter (Abwickler) und Ankläger...

... gegen Hakl. Wer kann das erklären.

Vermutlich hat Hakl wirklich lediglich das Einverständnis zur Durchführung und der Verwendung ihres Fotos und Namens gegeben.

Die Details haben sie gewiss nicht interessiert, hat alles die PArtei erledigt.

Oder ist das anders zu sehen?

Auch Frauen korruptionsanfällig?

Stimmen die Vorwürfe dann hat Hakl nicht nur der ÖVP einen Bärendienst erwiesen.

Bisher galt ja die Meinung mehr Frauen in die Politik da sie sensibler und nicht so korruptionsanfällig wie Männer seien.

Gast: Fatalist
27.03.2012 07:36
3

Ablenkungsversuche

Das sind doch nur Ablenkungsversuche von den großen Gaunern, wenn ich hier lese "20.000, 10.000", dann kommen mir die nur als "Bauernopfer" vor, aber was ist mit den Landeskaisern?
Wer bezahlt zum Beispiel einen Erwin Pröll die ganzen Inserate in den Tageszeitungen oder seinen Personenkult vor den Wahlen, seine Wahlplakate pflasterten alle Hauptstraßen?!
Wenn man die Verbindung Raiffeisen-Novomatic-Landesregierung durchleuchten würde, dann würden viele in den Knast kommen, davon bin ich überzeugt, da geht es um Millionen!

Platter

war schon als Innenminister eine große Belastung seiner Partei und ist es bis heute geblieben.

Ein selbstüberschätzender Egomane ohne jedes Gespühr, ein Abbild der großteil zur Zeit agierenden Politiker/innen.

ÖVP-Tirol vernebelt Abwehrkampf

Die Telekom soll für Hakls Nationalratswahlkampf im Jahr 2008 rund 20.000 Euro beigesteuert haben.
Die Abgeordnete Hakl (ÖVO) bestreitet dies, Josef Geisler, ÖVP-Klubobmann in Tirol, fordert sie dennoch auf, als Telekomsprecherin zurückzutreten. Ihr Mandat könne sie behalten.

Was soll das?

Wenn Hakl für ihren NR-Wahlkampf Geld von der Telekom erhalten hat, hat diese Frau ihr Mandat abzugeben. So einfach ist das.

Daher, Aufklärung der Vorwürfe und danach entscheiden, wie mit der Abgeordneten Hakl umzugehen ist!


Gast: naservas
27.03.2012 06:57
1

eine verkommene moral in diesem land

"Es kann nicht sein, dass ein Landeshauptmann keine Chance mehr auf Freizeitvergnügen im eigenen Land hat".
Natürlich hat der die Chance, ABER BRENNEN MUSS ER DAS ERLEGTE BÖCKLEIN - wie jeder andere Mensch.
Die Nichtbezahlung ist die Schweinerei !!!!!!!!!

Zu Frau Hakl erübrigt sich jeder Kommentar..........

Daher : 2013 - ÖVP ABWÄHLEN !!!!!!!!!

„Tatsache ist, dass ich 2011 die Jagdprüfung gemacht habe."

"gemacht habe" ... ist gut; den Jagdschein haben ihm "seine Lehrprinzen" in die Stube gehängt - nur: jetzt ist er angepatzt und bezieht trotzdem (s)ein Gehalt als "Ermittler", wenn auch nur als ehemaliger Graurock der Gendarmen?

Ihr Mandat dürfte Hakl aber behalten:

... is's ist doch wurscht, die Dienste für die Paddei hat sie erbracht und damit ist auch ihre Versorgung gesichert!

Gast: tirolerknödel
27.03.2012 03:15
6

Platter - ein Fall für den Psychologen

In seinem Interview behauptete Platter, Österreich sollte ihm dankbar sein.

Für was: für seine Abschüsse, für seinen korrupten Tiroler Ex-Finanzlandesrat und für seine skandalöse Ministerienführung in der schwarz-blau/orange Zeit.

Herr Landeshauptmann, leiden Sie eigentlich unter Realitätsverlust?

kennt noch jemand einen Politiker der nicht

korrupt ist?

S.g. Herr Platter

natürlich dürfen Sie Freizeitvergnügen in der freien Natur nachgehen. Aber nicht kostspieligen, zu denen Sie (wegen Ihrer Funktion) eingeladen werden. Sowas kostete bereits einem bundesdeutschen Präsidenten seinen Joh und wird hoffentlich auch bald bei Ihnen so sein.

Antworten Gast: nasenbär
27.03.2012 07:02
2

Re: S.g. Herr Platter

Genauso ist es.
Die Einladung ist das Problem und moralisch verwerflich.
Ich werde 2013 die ÖVP NICHT mehr wählen.
Auch nicht die SPÖ, denn Gusenbauers Diner um € 5.500.- im Gourmetlokal "Kim" auf Einladung der Telekom liegt mir noch sehr im Magen. Ist im Grunde genommen dasselbe Szenario wie bei Platter.
E gibt keine Moral mehr in diesem Land !!!!

 
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