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Budgetdefizit deutlich niedriger als erwartet

29.03.2012 | 12:42 |   (DiePresse.com)

Das Budgetdefizit 2011 ist um zwei Milliarden Euro niedriger ausgefallen als budgetiert. Damit rückt das Ziel der Regierung, 2016 ein Nulldefizit zu erreichen, näher. Finanzministerin Fekter ist "gedämpft euphorisch".

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Österreich hat im Vorjahr ein deutlich niedrigeres Budgetdefizit erreicht als bisher angenommen. Laut den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen der Statistik Austria lag das gesamtstaatliche Defizit bei 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Damit ist es, entgegen der Erwartungen, um ganze zwei Milliarden Euro niedriger ausgefallen als budgetiert wurde. Auch die Maastricht-Grenze von drei Prozent wurde deutlich unterschritten.

Über das Ergebnis zeigte sich VP-Finanzministerin Maria Fekter am Donnerstag "gedämpft euphorisch". Der Abschluss 2011 sei zwar sehr gut, die Belastungen, die dem Staat aus der Griechenlandkrise entstanden sind, seien jedoch erst dem Budget 2012 zuzurechnen. Hier dürfte es sich um eine Größenordnung zwischen etwa 800 Millionen und einer Milliarden Euro handeln. Wifo-Chef Karl Aiginger und IHS-Chef Bernhard Felderer zeigten sich am Donnerstag skeptisch. Sie würden die gesunkene Neuverschuldung zwar begrüßen, ihre eigenen Erwartungen für das Defizit 2012 wollen sie aber nicht in Frage stellen. Das Wifo erwartet heuer 3,0 Prozent Neuverschuldung, das IHS 2,9 Prozent.

„Sehr zuversichtlich" war die Ministerin auch hinsichtlich des Steuerabkommens mit der Schweiz und der Finanztransaktionssteuer. Diese waren bei der Budgetdebatte am Mittwoch heißt diskutiert worden. Zwar erhielt das von der Regierung vorgelegte Sparpaket samt den beiden Maßnahmen den Segen des Nationalrats, allerdings stimmten nur die Koalitionsfraktionen SPÖ und ÖVP dafür. Die Kritik der Opposition wurde nicht berücksichtigt, verzögerte aber die Abstimmung. SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder wertete die Defizit-Reduktion als "gute Nachricht", betonte aber sogleich: "Das Wichtigste ist aber, dass wir sparen."

Defizit ein Drittel unter Prognose

Im Frühjahr 2011 war die Regierung noch von 3,9 Prozent ausgegangen. Bei ihrer Budgetrede hatte VP-Finanzministerin Maria Fekter ihre Erwartungen dann auf 3,6 Prozent korrigiert. Noch im Jänner 2012 ging man im Finanzministerium von 3,3 Prozent Defizit aus, was sich nun angesichts der 2,6 Prozent als deutlich zu hoch angesetzt erwies. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 war das Defizit bei 4,5 Prozent des BIP gelegen. Der Schuldenstand liegt bei 217,4 Milliarden Euro bzw. 72,2 Prozent des BIP und damit etwas geringer als noch im Frühjahr des Vorjahres budgetiert (73,6 Prozent). Zum Vergleich: 2010 lag die Staatsschuldenquote bei 205,7 Milliarden Euro oder 71,9 Prozent.

Hauptverantwortlich für die deutliche Defizit-Reduktion ist laut Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer die gute Konjunktur-Entwicklung des Vorjahres. Dadurch entwickelten sich die Steuereinnahmen besser als prognostiziert. Auch die Staatsausgaben erhöhten sich 2011 weniger stark als erwartet. Ein weiterer Grund für das Ergebnis ist der bessere Budgetsaldo bei Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen. Pesendorfer warnte aber vor zu viel Euphorie: "Der Konsolidierungspfad hat noch einige Hürden zu nehmen", es gebe "noch keine Entwarnung" - auch wenn dadurch das Ziel, 2016 ein Nulldefizit zu erreichen, näher gerückt sei.

144,3 Milliarden Euro an Einnahmen

Auf der Einnahmenseite konnte der Staat im Vorjahr insgesamt 144,3 Milliarden Euro verbuchen, ein Plus von 6,5 Milliarden Euro gegenüber 2010. Gut 91 Prozent der Einnahmen entstammten aus Steuern und Sozialbeiträgen. Einen Anstieg um 7,1 Prozent verzeichneten die Einnahmen aus Einkommens-und Vermögenssteuern. Eine Zunahme gab es auch bei den SV-Beiträgen sowie den Einnahmen aus der Mehrwertsteuer.

Die Staatsausgaben, rund 152 Milliarden Euro, wuchsen mit insgesamt einem Prozent deutlich geringer als die Einnahmen. Bei den Förderungen verzeichnete man sogar einen Rückgang um 1,3 Prozent. Betrachtet man die Teilsektoren, so zeigt sich, dass alle Verwaltungsebenen ihr Defizit verringern konnten. Der Bund erzielte ein Defizit von 7,1 Milliarden Euro, die Landesebene kam auf 900 Millionen Euro Defizit. Die Gemeinden konnten das Defizit um 1,1 Milliarden Euro reduzieren.

Die endgültigen Daten für das Jahr 2011 werden im September vorliegen, vor allem bei den Daten von Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen kann es noch zu Änderungen kommen.

Sparpaket

Mit dem Sparpaket, das aus 98 Gesetzesänderungen besteht, will die Regierung bis 2016 knapp 28 Milliarden Euro durch Einsparungen und neue Einnahmen hereinbringen. Das Paket wurde dafür in zwei Teile gegliedert: Jener mit den Erhöhungen soll per 1. April in Kraft treten, die Sparmaßnahmen per 1. Mai.

(APA/Red.)

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104 Kommentare
 
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... Selbständig machen ...

... Unternehmer werden ... bringt auch einen Rucksack voll Geld, wenn man es geschickt macht und die grundlegenden Regeln beherzigt...

http://www.diary-of-a-future-millionaire.blogspot.com

go for the max!

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Verrückte headline -

trägt Die Presse jetzt auch schon aktiv zur Volksverdummung bei! Seit wann bedeutet weniger Schulden wie ursprünglich geplant einen "Rucksack voll Geld". Der österr. Journalismus ist großteils so absurd. Ihr solltet die Leute aufklären und nicht noch mehr verblöden!

Re: Verrückte headline -

tschuldigung? ... sie werden wohl aufklärung und wahrheiten nicht in der zeitung suchen???

Gast: Ausguck
30.03.2012 10:53
3 0

Mir wird schlecht

Wie kann man weniger Defizit als "Rucksack voller Geld" bezeichnen?

Solche Ansichten sind der Grund für unseren Schuldenberg!

Mann, da sieht man wieder, für wie dumm die uns halten.......


.....die Argumente dafür sind hier schon hinreichend gepostet.

Was mich aber wirklich ankotzt, ist dieses permanente Schönreden eines absolut schlechten Zustands.

Und da tun sich gerade die ÖVP-Ministerinnen hervor, die uns für naive Deppen halten:

Mikl-Leitner: Sicherheitslage-alles super

Karl: Justizwesen-alles super

Fekter: Budget-allles super

Alles super zu Speib´n!

Re: Mann, da sieht man wieder, für wie dumm die uns halten.......

Faymann: alles super

Gast: Hans Berger
30.03.2012 10:35
3 0

Na dann ist ja der Weg frei für Faymanns nächste Nacht-Sitzung der verbrannten Milliarden (und Gehirne)

Auch 2008 hat man Molterer "vorgeworfen", auf einem "Sack voll Geld" zu sitzen, welches "dem (sozialistischen) Volk zustünde".

Die Folge war eine "nachtsitzung der wahnsinnigen Geldverbrennung", in der sich Rot-Blau-Grün in einer Allianz der wirtschaflichen Blödheit fanden und unter Faymanns Haupttäterschaft bis heute ca. 6 Milliarden Euro verplemperten. Und das Universitätssystem ruinierten.

Genau das Gleiche steht auch für die nächste Wahl zu erwarten. Denn der dumme Durchschnittswähler setzt "weniiger Defizit" mit "mehr Geld vorhanden" gleich, und ein dummer Unterdurchschnittskanzler wird alles daran setzen, dies auszunutzen.

Ein Rucksack voller Geld?!?

Also wenn wir weniger Schulden machen bleibt doch kein Geld übrig!

Wenn ich vom Bäcker anstelle von 5 Semmeln die ich nicht kaufe, nur 3 nicht kaufe bleiben mir auch nicht 2 Semmel übrig!

Wie sollen 2 MRD die Ö nicht als Kredit genommen hat jetzt übrig bleiben?

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Steuerhoch!

Das war ja wohl klar, das angesichts des zuende gehenden "Crack-up Boom´s" auch die Steuereinnahmen sprudeln. Dazu noch die hohen Spritpreise, wo ebenfalls die Steuereintreiber fett abkassieren. Also so überraschend sollte das für wirtschaftlich interessierte nicht sein.
Die Frage, die sich jetzt aber stellt, ist vielmehr, wie es nach Ende dieser Hausse ("krieg keine Zinsen bzw. bevor das Geld umfällt, geb ich es lieber aus!") wohl aussieht?
Auf wieviel Sparguthaben kann den die Masse der österr. Bevölkerung wohl zurückgreifen? Und was passiert, wenn das beschlossene Sparpaket so richtig "angekommen ist"?

Und was bringt wohl Europa, angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von rd. 30-50% bei den Südländern. Und auch im "gelobten" Vorzeigeland Deutschland nehmen die McJobs zu. Bereits jeder 4te Deutsche arbeitet im Bereich Billigjobs.
Ja, da wird dann die Konjuktur schon ordentlich angekurbelt..

Aber halt - das ist ja wieder kritisch!
Nur nicht die rosa Brille abnehmen.
Alles wird gut, egal ob Europa brennt....

crack-up Boom:
http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophenhausse

was für ein schöner anlass für das motz-forum,

wieder mal zu sudern und schwarz zu malen.

bitte um ein dacapo: nichts darf unversucht gelassen werden, um diesen mitbürgern ein anderes ventil als tablettenschlucken zu geben!

leute, ich kann eure negative grundeinstellung zu allem und jedem ja verstehen: wer von niemandem gemocht wird, der kann nicht anders. allerdings ist der grund für eure unbeliebtheit: euer motzen und sudern über alles und jeden....

Antworten Gast: walti
01.04.2012 11:19
0 0

Re: was für ein schöner anlass für das motz-forum,

Sie haben ja so RECHT !!!
Wir sollten uns über die neuen Belastungen der Regierung ""FREUEN ""

Re: was für ein schöner anlass für das motz-forum,

nicht die Grundeinstellung ist negativ, sondern das budget

Gast: Hemingway
30.03.2012 08:42
0 0

Ich glaube nichts (mehr) mehr - und ich lasse mich auch nicht verarschen....


Gast: FREIDENKER
30.03.2012 08:29
4 0

Schlecht für Österreich

Diese positive Meldungen werden die SOZIS dazu veranlassen wieder mehr Geld auszugeben. Das ist alles andere als gut für Österreich.

Antworten Gast: Eisbär 4711
30.03.2012 11:45
0 0

Re: Schlecht für Österreich

Die Sozis gebens wenigstens aus ! Die schwazen stecken es in die eigenen Taschen !!

Steuern wir vorgezogenen Neuwahlen zu?

Eigentlich ein idealer Zeitpunkt für Neuwahlen. Angedrohte Blockaden der Opposition bei Verfassungsgesetz somit hat man schon die Schuldigen, Hurra das Vorjahr war besser als prognostiziert, usw.

Wählen wir heuer bevor nächstes Jahr der Hammer kommt, Griechenlanddesaster, Portugal braucht nächstes Sparpaket, usw.

Setzen wir ein gemeinsames Zeichen für echte Bürgermitbestimmung:

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/446198_Macht-bzw.-Ohnmacht-der-Waehler.html

http://www.krone.at/forum/board11-nachrichten/board15-österreich/1083684-macht-bzw-ohnmacht-der-wähler-oder-wie-wir-den-machthabern-eins-auswischen-können/

Hama Konjunktur? Kein Problem!

Die wird man schon mit dem Sparpaket killen.

Naja,


bei einem gefälschten BIP und einer gefälschten Staatsverschuldung kommen eben solche Zahlen raus!


Gast: Seppl aus Kärnten
30.03.2012 00:41
1 0

Bravo an die Bundesregierung!

Die sind aber fleißig und jetzt können wir das Sparpaket lockerer schnürren.

Hurra, zusammen mit dem Belastungspaket ...

... ist wieder genug Geld da, um aufs Sparen zu vergessen.

Es ist in diesem lande ein jeder ein Tro....l der sein Geld noch selbst verdient.

Antworten Gast: ydrive
30.03.2012 00:43
0 1

Re: Hurra, zusammen mit dem Belastungspaket ...

dann gebens die Landwirtschaft, Frühpensionisten, Politiker wieder aus!

Was ich nicht verstehe: Frühpensionisten und sterbenskrank und gehen auf die Jagd?????

Sprudelnde Steuereinnahmen ...

... aufgrund der hohen inflation.
warum steht das nicht im artikel?
Projekt: "entschuldung per inflation" ist gestartet.
man liest aber nicht viel davon.
man viel halt die sparer nicht verunsichern.

Re: Sprudelnde Steuereinnahmen ...

Das war auch mein erster Gedanke. Die Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer sprudeln wie nie zuvor durch die eklatant hohe Inflation auf die Grundbedürfnisse: Energie und Nahrung.

Die Presse ist ein Systemblattl, gekauft und eingefärbt wie alle Medien des Landes. Deswegen erfährt man die Hälfte nicht mehr und wenn, dann manipulativ verniedlichend oder aufbauschend.

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Re: Die Presse ist ein Systemblattl, gekauft und eingefärbt wie alle Medien des Landes. Deswegen erfährt man die Hälfte nicht mehr und wenn, dann manipulativ verniedlichend oder aufbauschend.

wohl deshalb liest man auch nur falls überhaupt noch einen Schellhorn, der hier qualitativ sehr gute Artikel brachte in welchen allerdings so gut wie nie zens uriert wurde !?

Die Leser werden das sicher eines Tages begreifen, und darauf entsprechend reagieren.

Sauberes, nachhaltige Staatswirtschaft sieht so aus :


http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweiz_bund_kanton_gemeinde_finanzen_1.15344128.html

Doch solange Erzengel Fritz mit dem Streikschwert in der Hand u. Khol samt Blecha über ihrer "vom Arbeitsleid" gezeichneten Klientel schweben, wird NICHTS geschehen !!

Das KINDER-AUSPLÜNDERUNGSPROGRAMM wird bis "Griechenland" fortgesetzt.

Da kann Fekter "schuhplattln" u. NICHTS rührt sich.

Re: Sauberes, nachhaltige Staatswirtschaft sieht so aus :

das werden nicht "die kinder" ausbaden
wie sie sagen.

das passiert in kürze.

es ist nachhaltig erwiesen
dass schuldenschnitt im durchschnitt
alle 70 jahre passiert:
kollaps schuldgeld-system.

beschleunigt noch per a n t i - no-bailout
wie schon bekannt:
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39386/

und die anderen pii[g]s staaten [gr. schon zuvor erwähnt]

werden ja medial
quasi unterdrückt.
fällt das keinem auf???

sind also """schläfer""" in finanzexplosion...


 
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