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Jugendvertreterin: "Politik agiert dumm und kurzsichtig"

29.03.2012 | 18:41 |  Maria Kronbichler (DiePresse.com)

Rodaina El Batnigi, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, kritisiert im DiePresse.com-Interview mangelnde Angebote der Politik an die Jugend.

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DiePresse.com: Die Bundesjugendvertretung (BJV) nennt als ihre Aufgabe, „Interessen junger Menschen zu bündeln und ihnen bei der Politik Gehör zu verschaffen". Schenkt Ihnen die Politik wirklich Gehör?

Rodaina El Batnigi: Die BJV ist die gesetzliche Interessenvertretung und hat Sozialpartnerschafts-Status - also eigentlich müsste sie es. Unserer Ansicht nach müsste die Politik uns bei jeder Entscheidung einbeziehen und unsere Expertise nutzen. In der Realität ist es aber nicht ganz so. Jugendangelegenheiten an sich werden als eher untergeordnet gesehen, die Politik kommt wenig auf Jugendliche zu und fragt nach ihrer Meinung.

Die Seniorenvertreter haben da ungleich mehr Einfluss.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir junge Menschen von 0 bis 30 Jahren vertreten. Das sind zwar 2,9 Millionen Menschen, es sind aber nicht alle davon wahlberechtigt. Es ist eine kleinere Wählergruppe als die Pensionisten. Außerdem sind die Pensionistenvertreter nach langer politischer Karriere besser vernetzt und haben bessere Connections als wir. 

Waren Sie in der Verhandlungen über das aktuelle Spar- und Steuerpaket eingebunden?

Nein. Wir konnten nur eine Stellungnahme zum Gesetzesentwurf abgeben, in dem wir Kritik an den geplanten Maßnahmen geübt haben. Ziel als Interessenvertretung ist es natürlich, schon früher den Prozess mitzugestalten.

Was sagen Sie inhaltlich zu dem Paket?

Wir fordern, dass bei Jugendlichen nicht eingespart wird. Bei der Bildung brauchen wir eine Strukturreform, weil die eingerosteten alten Strukturen viel Geld verschlingen. Dann könnte das Geld woanders besser investiert werden. Das jetzige Sparpaket ist nicht nachhaltig. Man müsste zunächst schauen, wo Geld versickert und man wirklich einsparen kann.

Glauben Sie, dass Ihre Generation später noch eine ausreichende Pension bekommen wird?

Ich hätte zwar gerne eine, aber ich glaube nicht, wenn die Politik hier nichts ändert.

Jugendliche sind keine billigen Stimmen

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier charakterisiert die heutigen Jugendlichen als „individualisierte pragmatische Einzelkämpfer, die ihre Energie für Familie und Freunde verwenden und nicht für die großen Dinge der Welt". Ein korrekter Befund?

Ich schätze das ganz anders ein. Ich bin davon überzeugt, dass sich Jugendliche sehr wohl auch für die „großen Dinge" einsetzen möchten. Das Problem ist aber, dass Politiker heute zu wenig Jugendangebote haben, zu wenig auf die Jugendlichen eingehen, eigentlich gar keine Jugendpolitik betreiben. Sie starten zwar öfter Alibiaktionen, wo sie viel heiße Luft reden und Wahlkampfparolen von sich geben. Aber Jugendliche sind keine billigen Stimmen, sie wissen, wann sie wirklich ernst genommen werden und auf sie eingegangen wird. Und das passiert heute einfach viel zu wenig. Es wird ja viel über Politikverdrossenheit geredet, aber eigentlich ist es eine Distanzierung von der Politik. Die Jugendlichen können sich nicht mit den Politikern identifizieren. Sie brauchen starke Persönlichkeiten, die sich für ihre Angelegenheiten einsetzen. Daran mangelt es.

Wenn Politiker heute keine Jugendpolitik machen, warum rebellieren die Jugendlichen nicht?

Sie tun es schon. Im Rahmen der „Uni Brennt"-Proteste haben Jugendliche klar aufgeschrien und auch bei den Sparpaket-Protesten im Rahmen der Plattform Zukunftsbudget sind 2010 über 13.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Das ist aber auch schon wieder ziemlich lange her.

Man fragt sich halt auch, wo der Protest hängen bleibt. Im Endeffekt ignorieren ihn die Politiker ja.

Im Vorsitzteam der BJV sitzen Sie zusammen mit Vertretern von Katholischer Jugend, Sozialistischer Jugend und Junger ÖVP. Kommt man bei so unterschiedlichen Gruppen überhaupt auf einen Nenner?

Sicher gibt es ab und zu Reibereien, aber in einem demokratischen Prozess ist es ja auch wichtig, dass verschiedene Meinungen eingebracht werden. Wir versuchen immer, im Sinne der Kinder und Jugendlichen auf einen Nenner zu kommen. Bei umstrittenen Themen entscheidet die Mehrheit.

Wie ist die Position der BJV zu Studiengebühren?

Wir sind dagegen, weil Bildung offen für jeden sein sollte, unabhängig vom finanziellen Hintergrund.

Es existieren noch Klischees über Musliminnen

Sie sind als Vertreterin der Muslimischen Jugend Österreich in der BJV. Auf welche Probleme stoßen muslimische Jugendliche im Vergleich mit anderen Jugendlichen?

Grundsätzlich sind es dieselben, die jeder andere auch hat. Darüber hinaus haben muslimische Jugendliche aber auch das Problem, dass es in der Gesellschaft noch nicht ganz angekommen ist, dass sie auch Teil dieser Gesellschaft sind. In den Köpfen der Menschen wird noch zu sehr unterschieden zwischen dazugehörig und nicht dazugehörig. In den Medien überwiegen bei dem Thema ja auch die Negativschlagzeilen. Positive Beispiele werden kaum erwähnt.

Sie tragen ein Kopftuch. Laut einer Umfrage vom Februar sehen die Österreicher das Kopftuch als größtes Hindernis für die Akzeptanz von Migranten. Hat das Kopftuch für Sie schon einmal ein Hindernis dargestellt?

Es existieren in den Köpfen schon noch Klischees über Musliminnen. Es sorgt im Alltag oft für Verwunderung, wenn man dem Klischee nicht entspricht. Für mich ist das Kopftuch einfach Teil meiner religiösen Ausübung.

Kritiker sehen das Kopftuch als Zeichen des Islamismus und fordern etwa ein Verbot in Schulen, damit Mädchen nicht zum Tragen gezwungen werden können.

Mit Islamismus habe ich genau Null am Hut. Ich kenne auch niemand, der zum Tragen des Kopftuchs gezwungen worden ist. Ich habe in meinem Umfeld bisher nur Fälle erlebt, wo man quasi dazu gezwungen wurde es auszuziehen, indem man im Alltag Ablehnung von der Gesellschaft erlebte. Es gibt aber sicher auch Fälle, wo Frauen zum Tragen gezwungen werden. Da bin ich strikt dagegen.

Stehen Sie einer Partei nahe?

Nein, ich bin parteineutral.

Eine Karriere in der Politik streben Sie nicht an?

Ich könnte mir das schon vorstellen.

Dazu bräuchten Sie eine Partei im Rücken.

Wenn es eine Partei gibt, mit der ich mich identifizieren kann und wo ich etwas einbringen und bewegen kann, dann werde ich zu dieser Partei gehen. Vielleicht gibt es das ja in Zukunft, im Moment haben alle bei der Jugendpolitik noch Nachholbedarf.

Wenn Sie als Politikerin drei Dinge ändern könnten, welche wären das?

Das fängt bei der Bildung an. Man müsste die Situation auf den Schulen und den Unis verbessern. Die Unis sind ausgehungert und haben zu wenig Kapazitäten. Außerdem würde ich prekäre Arbeitsverhältnisse beseitigen. Es sollte keine unbezahlten Praktika mehr geben. Und schließlich die Gleichberechtigung der Frauen: Durch eine bessere Kontrolle würde ich die Einkommensschere schließen.

Was erwarten Sie sich von der nächsten Nationalratswahl?

Ich kann schwer einschätzen, wie sie ausgehen wird. Ich würde den Politikern aber nahe legen, anzufangen, Jugendpolitik zu betreiben. Wir jungen Menschen sind ja auch die Wähler der Zukunft und wenn die Parteien es nicht schaffen, jetzt für uns ein Programm zu machen, werden sie uns auch in Zukunft nicht haben. Wie die Politiker momentan agieren, ist eigentlich sehr dumm und kurzsichtig. Wenn das so bleibt, werden junge Menschen weiterhin eher Oppositionsparteien wählen.

Zur Person
Rodaina El Batnigi ist eine von vier Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung (BJV), der gesetzlich verankerten Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in Österreich. Sie ist außerdem Vorstandsmitglied der Muslimischen Jugend Österreich. El Batnigi wurde 1988 in Wien geboren und studiert Pharmazie und Internationale Entwicklung.

UNO-Jugenddelegierte
Die Bundesjugendvertretung ruft zur Bewerbung als Jugenddelegierte/r zur UNO-Generalversammlung im Herbst 2012 auf. Bewerben können sich österreichische Staatsbürger zwischen 18 und 24 Jahren. --> weitere Infos

 

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200 Kommentare
Antworten Gast: Karl Huber
30.03.2012 18:44
7 3

Re: über 38

Habens schon recht. Nur bin ich mir fast 100% sicher des Dirndl gehört auch nicht zu denen die unsere PolitikerInnen bezahlen. Wie fast 100% der Genossen und GrünossenwählerInnen!
Wenn nichts geschafft haben diese Politparasiten. Eines habens wundervoll hingebracht. Die die des alles zahlen sind eine Minderheit und die Nettobezieher sagen den Zahlern WAS, WO, WANN, WIEVIEL hinzahlen dürfen.. müssen.. sonst gehts in Häfn...

Re: über 38

Hat sie es auch als religiöses Symbol getragen?

Antworten Antworten Gast: schwarzseher
30.03.2012 16:40
15 2

Re: Re: über 38

alls religiöses symol trug sie ein kreuz. das kopftuch trug sie bei der harten bäuerlichen arbeit.

Re: Re: Re: über 38

Trug Sie das Kreuz wie eine Monstranz, weithin sichtbar, also groß genug, vor sich her ?

Gast: Gerlinde Weiß
30.03.2012 15:55
58 6

.

Mit 24 ist man kein(e) Jugendliche(r) mehr, da sollte man eigentlich selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen und nicht immer nur Forderungen stellen!

Antworten Gast: fast-mediziner
31.03.2012 00:20
6 2

na dann rechne doch mal nach!

ich bin 26, mir wurde soeben die familienbeihilfe gestrichen, weil ich doch, wie sie so schön sagen, auf eigenen beinen stehen können muss.

WIE SOLL ICH DAS ANSTELLEN??

ich bin im letzten jahr meines medizinstudiums und habe wirklich rein gar keine zeit zum arbeiten gehen oder so. warum so langsam? nun, das hat mit zwei dingen zu tun: meinem geburtstag und meinem geschlecht:

ich habe im september geburtstag, also de facto ein jahr später in die schule und damit auch erst mit 19 maturiert - und dann musste ich noch ein dreiviertel jahr zivildienst machen (wenn schon, dann wenigstens eine sinnvolle tätigkeit habe ich mir gedacht) - also studium mit 20 begonnen.

und mindestzeit 12 semester also 6 jahre. da liege ich noch drin - nur bin ich leider völlig pleite momentan.

20 + 6 = ??

ganz schön schwer, nicht?

25 1

Re: .

Interessant finde ich, daß Jugendliche immer früher körperlich reifen, aber sich immer länger für jugendlich - und nicht erwachsen - halten wollen.

Re: Re: . Werner...

...Amon war bis zu seinem 32. Lebensjahr Chef der "Jungen ÖVP"! Wie erwachsen er jetzt ist sollen andere beurteilen...

Gast: Scheuermittel mit 4 Buchstaben
30.03.2012 15:43
53 3

eine Frage sei erlaubt

Wer sind die Hintermänner der forschen Aufsteigerin?

Bitte vor den Vorhang:

Ibrahim

Registriert seit: 03.09.2007
Abgegebene Kommentare: 48 Kommentare
Erhaltene Antworten: 82 Antworten
Kommentar-Bewertung: 216 Bewertungen
Positive Bewertung: 10%
Negative Bewertung: 90%

Auffallend aktiv in diesem Thread.

Antworten Gast: El Pfanno
31.03.2012 13:50
1 2

Re: Bitte vor den Vorhang:

Na und?

Gast: Don Quichote
30.03.2012 15:38
46 3

Die junge Frau ...

... klingt ganz nach einer astreinen Vertreterin der Forderungsgeneration, die noch keinen Cent in das Sozialsystem eingezahlt hat, aber so tut, als hätte sie keine Pflichten, aber jede Menge Ansprüche auf die Steuerleistung jener, die jeden Tag neu ihre Existenz verdienen müssen.

Gast: TA
30.03.2012 15:35
20 3

Gewöhnt euch dran!

Da wurde geliefert wie von der demokratischen Mehrheit bestellt.
Wer sich über die Zukunft Österreichs unklar ist, der möge einen Blick in die Schulklassen werfen. Dort werden die Erwachsenen von morgen unterrichtet.
Ja, solange es darum ging, billige Arbeitskräfte auszunützen ohne sichtbare Konsequenzen auf das eigene Leben zu spüren, hat die demokratische Mehrheit mitgespielt und ist mit 50 in die wohlverdiente Frühpension.
Langsam dämmert es aber selbst den dümmsten unter den Alt-Österreichern: Game over. Denn wie jede Generation vor ihr wird auch diese neue Generation in vielen Bereichen die Spielregeln neu festlegen. Wohlerworbene Rechte hin oder her.

Gast: Otto Car
30.03.2012 15:34
15 5

Die Barbapapas im Jahre 2012

Nur leider ist die Ideologie "etwas" unangenehmer für die anderen.

22 4

Die Kernbotschnaft der Frau El Batnigi ist,

dass sie gleich zum Anfang ihres Gesprächs den Gegensatz der Generationen, also Jung gegen Alt, verstärkt, vom Staat und deer Gesellschaft fordert anstatt anzufügen, was sie für sie leisten will und jammert, dass sie einmal keine Pension bekommen wird.
Damit würde sie, was ihre offenen politischen Ambitionen betrifft, sowohl zur Jungen Wirtschaft/Junge VP als auch zu den Roten Falken passen.

2 0

Re: Die Kernbotschnaft der Frau El Batnigi ist,

Aber auch nicht übel zu den jungen Grünen.
Wenn es die gäbe.

Gast: Walter Isegrimm
30.03.2012 15:05
38 5

In Österreich wird zu wenig für die Jugend getan?

In muslimischen Ländern ist es natürlich viel besser, besonders für Mädchen. Im übrigen muss man erst mal arbeiten, bevor man eine Pension erhält, Frau El Batnigi!

Vorzeigemuslimin

An der komplett gescheiterten Integrationspolitik ändern eine Handvoll Vorzeigemoslems kein Iota.

Gast: linkskritik
30.03.2012 14:55
36 7

wer ist die BJV

und warum ist eine kopftuchfrau ihre vorsitzende??

Gast: einfachirr
30.03.2012 14:32
30 12

eine

kopflappenträgerin als vertreterin der öst jugend.

gehts bitte noch Irrer ?? scheinbar ist dem linken wahn keine grenze gesetzt


Ein Blick in die Zukunft ...

Immer wieder gut, zu sehen, wie die Zukunft Österreichs aussehen wird. Das erleichtert die innere Distanzierung von diesem Land.

Politik agiert dumm

sollte die Vorsitzende nicht irgendwie die mehrheit zu repräsentieren? und vor allem gleich so arrogant... die wird kariere machen...

Ich verstehe

Kommentare, die nach der Legitimität dieser "Vertretung" fragen, sind also nicht erwünscht.

entspricht nicht der "political correctness" der Presse Zensur


Gast: Nameless
30.03.2012 14:11
10 29

1

Die Kommentare zu diesem Beitrag sind (großteils) völlig verfehlt. Im Beitrag geht es darum, dass Jugendliche (vor allem im Vergleich zu den übermächtigen Vertretern der Pensionisten) von der Politik kaum wahrgenommen werden. Das kritisiert Frau El Batigni mE völlig zu Recht. Den meisten Kommentarschreiberlingen geht es aber darum, zu schreien: "Hilfe Kopftuch!" Wie hasserfüllt, verklemmt und mit Minderwertigkeitskomplexen beladen muss man sein, sein ganzes Dasein auf eine einzige Angelegenheit zu reduzieren. Diese Ganze Islamfeindlichkeit (zur Klarstellung: ich bin kein Moslem) erinnert mich an den Antisemitismus des ausgehenden 19 Jhdts.; die Argumente in dieser Zeit waren letztlich die Gleichen, nur ist halt die Opfergruppe eine Andere. Wo das in Deutschland und Österreich im 20. Jhdt letztlich hingeführt hat, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.


Antworten Gast: Imam
31.03.2012 13:44
5 0

Re: 1

Den Koran zu lesen hilft Ihnen zweifellos weiter.......

8 19

Re: 1

danke für ihr Kommentar, sie sprechen mir aus der Seele. Egal was ein andergläubiger Mensch hier vorzubringen hat, er wird doch "leider" immer auf seine Religion reduziert. Und da natürlich nur auf die negativen Aspekte.

Antworten Antworten Gast: estoc
30.03.2012 16:04
24 5

wer sich selbst ...

... auf seine religion reduziert, darf sich nicht darüber wundern, wenn er darauf reduziert wird.

Re: wer sich selbst ...

Hat sich diese Dame mit irgendeinem Wort auf ihre Religion reduziert? Oder haben das etwa Sie selbst getan, in dem sie ihr Kopftuch vor ihrer Meinung bewertet haben?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: kpax
30.03.2012 17:10
8 5

Re: Re: wer sich selbst ...

Wer sich mit dem Kopftuch für ein Interview mit einer österreichischen Zeitung mit mehreren hunderttausenden Lesern ablichten lässt, sagt ohnehin schon seine Meinung.

Antworten Gast: Young and good
30.03.2012 15:04
8 19

Re: 1

Gebe ihnen vollkommen recht: Den Ewiggestrigen geht es nur ums andere Menschen verächtlich machen, weil sie selber voller Minderwertikeitskomplexe stecken.

20 2

die Erbärmlichkeit der SPÖ

Die SPÖ war einmal vor langer Zeit eine Partei, die sich als marxistisch verstand. Wer allerdings durchschnittliche SPÖ Funktionäre der letzten Jahrzehnte kennenlernen konnte, der weiß, daß von der urspünglichen weltanschaulichen Basis der SPÖ eigentlich nur mehr ein oft agressiver Antiklerikalismus übrig geblieben ist. Wir werden in den nächsten Jahren erleben, daß zugunsten des Postenerhalts einiger FunktionärInnen , diese Partei ihren Frieden zumindest mit einer ganz bestimmten Religion wird machen müssen. Das hindert übrigens viele linke SPÖ Mitglieder nicht daran, hinter vorgehaltener Hand oft sehr massiv über vor allem moslemischen Zuwanderer und deren Religion herzuziehen. Freilich, derlei ist nur was für das stille Kämmerlein. Nach Außen dringt darüber nichts, denn die FunktionärInnen wissen nur zu genau, daß nur die Emigrantenstimmen verhindern, daß die SPÖ infolge ihrer totalen Erfolglosigkeit bei der Vertretung der Interessen ihrer ursprünglichen Stammwählerschaft (überwiegend Menschen, die man als Angehörige der unteren Mittelschicht bezeichnet) schon längst im politischen Orkus verschwunden wäre.

Gast: xefo
30.03.2012 13:16
47 11

Ich hoffe, es gibt bald endlich eine Moslem-Partei in Österreich

Dann wären die Fronten endlich geklärt und wir können zu Phase II übergehen.

DIese parallelgesellschaftliche Kopftuchträgerin als Vorsitzende einer österreichischen Jugendorganisation ist ja nur ein schlechter witz...

Gast: H. C. bitte kommen
30.03.2012 13:02
35 10

Beileid! Ein Lebenlang mit einer blue nappy am Haupt herumzulaufen stell' ich mir nicht gerade angenehm vor.


und keiner fragt sie

warum sie ohrenstechen hat

ich mag solche halbfertigen interviews nicht

Gast: Vogel Strauss
30.03.2012 12:26
59 8

Die FPÖ braucht gar nix mehr tun, ...

... die etablierten Parteien sind gerade beim kollektiven Selbstmord. Na bumm, 2013 wirds ordentlich krachen im Land!

Re: Die FPÖ braucht gar nix mehr tun, .../Vogel Strauss

Wie dieses Land "gebaut" ist, wird's auch ordentlich nach hinten losgehen!

Gast: Retro G.
30.03.2012 12:12
46 5

EU latent dem Sozialismus zugewandt?

Gibt es keine Italiener, Franzosen, AsiatenGriechen, Kroaten, Ungarn, Südamerikaner, Polen, Deutsche, Schweizer in Österreich?
Warum wird denn immer nur die eine Gruppe gepampert, "integriert" (?) und hofiert??
Gibt es etwa Parallelen zwischen beiden Ismen?

Gast: SV3
30.03.2012 12:11
59 6

Zum Thema Kopftuch und Akzeptanz:

Mal von einer anderen Warte gesehen:

Wenn ich mit Lederhosen und Karo-Hemd zu einem Bewerbungsgespräch - sagen wir im Bankensektor - gehen würde, da wird mich der Personaler auch deppert anschauen und von mir verlangen das ich's ausziehe und was vernünftiges zur Arbeit trage!

So ist's halt mit folkloristischen Trachten und Kopftücher gehören für mich da halt dazu!

Antworten Gast: Detusche Schreibe schwere Schreibe für die Nabelgucker
30.03.2012 12:26
8 32

Re: Zum Thema Kopftuch und Akzeptanz:

Wenn ein "Peronaler" dich beim Bewerbungsgespräch auffordert, dich auszuziehen, ich denke mal, da bist du irgendwo anders hingeraten, hast dich wohl in der Adresse vertan :-))

Verfassung schützt, was die Religion nicht trennen soll

"Für mich ist das Kopftuch einfach Teil meiner religiösen Ausübung." Warum muss die junge Frau ihr Religionsbekenntnis immer vor sich her tragen? Ich will doch gar nicht wissen, welcher Religion sie angehört. Religion ist doch von der Verfassung geschützte Privatsache. Die Verfassung kann doch die Religionfreiheit nur garantieren, wenn sie über der Religion steht.

17 0

Re: Verfassung schützt, was die Religion nicht trennen soll

Fragen sie einen Moslem was zuerst kommt: Das Grundgesetz oder der Koran.

Je nachdem ob sie dem Lager der üblichen Islamfreunde zu zurechnen sind, oder nicht, wird sie die Antwort erschrecken oder freuen.

Gast: ehschowurscht
30.03.2012 12:07
26 2

schönes neues Foto liebe Redaktion

und auch sehr rasch, hat euch mein Kommentar nicht gefallen??


54 3

Bitte nicht die Opfer-Rolle!!

Frau El Batnigi, bitte nicht schon wieder die "Opfer"-Karte ziehen! Integrationsfähigkeit ist primär eine Anforderungseigenschaft an den Muslim und nicht primär an die aufnehmende "Gesellschaft". Warum gelingt die Integration zB polnischen, ungarischen, serbischen oder indischen Kindern problemlos?

PS: ich habe eine Kollegin, die als Jugendliche von den Eltern zum Kopftuch gezwungen wurde - kein Einzelfall, bitte informieren!

13 5

Welche Opposition?

"Wie die Politiker momentan agieren, ist eigentlich sehr dumm und kurzsichtig. Wenn das so bleibt, werden junge Menschen weiterhin eher Oppositionsparteien wählen.

welche Oppositionsparteien wollen sie wählen frau El batnagi? die FPÖ oder das BZÖ?

Ich bin unter 30

warum bekam ich nie einen Wahlzettel um meine Vertretung zu wählen?

PS: Ich hätte die Frau mit dem Kopftuch nicht gewählt.

0 0

Re: Ich bin unter 30

Die Bundesjugendvertretung wird von der Vollversammlung des National Youth Council gewählt, in welchem Vertreter von ca 30-40 Kinder- und Jugendorganisationen Stimmrecht haben. Unter www.bjv.at kann man diese auch nachlesen. Dabei sind neben parteipolitischen und konfessionellen/religiösen Organisationen genauso der Pfadfindebund oder der Bund Europäischer Jugend etc. Der Vorstand der BJV besteht derzeit aus jeweils einem Vertreter der JVP, Jungen Sozialisten, Katholischen Jugend und eben der Muslimischen Jugend.
Das Problem an der BJV ist, dass sie sich zu wenig um ihre politische Aufgabe - das Mitgestalten von Gesetzesentwürfen und die Vertretung der Interessen der jungen Österreicher bis 30 (und ja, so weit reicht die offizielle Definition von Jugend) in politischen Entscheidungsprozessen -kümmert, sondern zu sehr selbst Projekte umsetzt, was eigentlich Aufgabe der Mitgliedsorganisationen wäre.

Antworten Gast: Huch
30.03.2012 12:10
7 51

Re: Ich bin unter 30

Warum nicht? Sie ist attraktiv, sie ist gescheit, was sie sagt, klingt vernünftig. Solch eine Jugendvertreterin finde ich sehr gut.

7 54

Re: Ich bin unter 30

Unter 30 und schon Islamophob?

warum wählen sie menschen auf grund ihre kopfbedeckung und nicht aufgrund das was sie im kopf haben. sie sollten nachdenken bevor sie etwas von sich geben.

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
30.03.2012 14:45
9 1

Re: Re: Ich bin unter 30

sie sollten auch kopftuch tragen.

Weil besagte Kopfbedeckung

wenn freiwillig getragen, ein Indiz für mangelnden Inhalt ist.