SP-Gartlehner: "Breitband"-Honig für die Telekom

04.04.2012 | 13:53 |   (DiePresse.com)

Das Magazin "News" will über E-Mails verfügen, in denen der Ex-SP-Telekomsprecher der Telekom Honig für Marketingzwecke verkaufen will. Diesen wollte er im Rahmen des Internet-Ausbaus in Umlauf bringen.

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Der SP-Abgeordnete Kurt Gartlehner kommt nicht aus den Schlagzeilen. Wie das Magazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll der frühere Telekommunikationssprecher auch private Geschäftskontakte zur Telekom Austria gehabt haben. Demnach soll er versucht haben, der Telekom im Jahr 2007 den von ihm hergestellten Honig als "Breitband-Lebenselixier" für Marketing-Zwecke im Rahmen des Internet-Ausbaus zu verkaufen.

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Erst in der Vorwoche musste Gartlehner seine Sprecher-Funktion ruhend stellen, nachdem bekannt wurde, dass er über 100.000 Euro vom Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger erhalten hatte. Gartlehner betonte es habe sich dabei um Einkünfte wegen der Beratung bei Windpark-Projekten gehandelt. Ermittelt wird von den Wiener Staatsanwälten trotzdem - nämlich wegen des Verdachts der Bestimmung zur Untreue sowie allenfalls wegen Geldwäsche. Dafür wurde am Donnerstag Gartlehners Immunität aufgehoben.

"Innovatives Bienenwirtschaftsprojekt"

"Ich habe vor einigen Wochen erwähnt, dass ich ein innovatives Bienenwirtschaftsprojekt (...) betreue. Dabei stellte sich heraus, dass unser Blütenpollen aus dem Nationalpark ein einzigartiges 'Breitband-Lebenselixier' höchster Güte darstellen", heißt es demnach in einem E-Mail Gartlehners an die Telekom. Die Frage der Vertriebsabteilung, ob das Angebot etwas für die Telekom sei, entschied der Vorstand demnach mit dem Hinweis: "Ist NR-Abgeordneter der SP".

Hinweise gibt es laut "News" auch, dass Gartlehner Hochegger (entgegen seiner eigenen Aussage) sehr wohl auch in Telekom-Fragen beraten haben dürfte: In bei Hochegger sichergestellten E-Mails gehe es nämlich unter anderem um den Telekomregulator und die Positionen der SPÖ zur Telekom.

(APA/Red.)

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36 Kommentare
 
12
Gast: Reiner G
05.09.2008 14:06
0

Kling wie ein Märchen

Den hat wohl eine Killerbiene gestochen!

Worin resultiert nun "ist NR-Abgeordneter der SP"?

In einem Kauf, oder in einer Abweisung des Angebotes?

Gast: ROTFRONT
04.04.2012 23:22
1

Was auch da immer daherdazählt wird: die Ständestaatler der ÖVPhaben 1934 mit dem Bundesheer auf Arbeiterkinder schießen lassen!

Und wie wollt Ihr denn das wegleugnen?
Jede rote Korruption ist da soooooooo unwichtig!

Re: Was auch da immer daherdazählt wird: die Ständestaatler der ÖVPhaben 1934 mit dem Bundesheer auf Arbeiterkinder schießen lassen!

Was?? Der Schutzbund hat Kindersoldaten kämpfen lassen? Feige Bande!

Antworten Gast: Brotfront
05.04.2012 08:32
0

Re: Was auch da immer daherdazählt wird: die Ständestaatler der ÖVPhaben 1934 mit dem Bundesheer auf Arbeiterkinder schießen lassen!

Als jedoch in den Morgenstunden des 12. Februars 1934 die Polizei im Linzer Parteiheim der Sozialdemokraten, dem „Hotel Schiff“, nach Waffen suchen wollte, um die Entwaffnung der Sozialdemokraten fortzusetzen, widersetzten sich die Schutzbündler unter dem lokalen Schutzbundkommandanten Richard Bernaschek. Vor dem Parteiheim eröffneten Schutzbündler das Feuer.
Quelle: Wikipedia
Also haben doch die Schutzbündler zuerst gefeuert

Re: Was auch da immer daherdazählt wird: die Ständestaatler der ÖVPhaben 1934 mit dem Bundesheer auf Arbeiterkinder schießen lassen!

Das war ein zutiefst trauriges Ereignis, aber es ist KEIN Freibrief für Korruption.

Gast: TripppleA1
04.04.2012 22:05
3

Ah geh', da schau her ...

... es geht immer noch ein bissel primitiver!

Und das Entsetzliche: es muß jemand geben, der / die ihm zu gehört und ihn nicht gleich bei der Tür hinaus befördert hat (im Falle des Mail-Verkehrs eignet sich auch ein Spam-Filter ganz großartig!).

Gast: Lassies Mohr
04.04.2012 20:23
0

Bienenzüchter ...

... ins BZÖ!

Gast: b754
04.04.2012 20:03
1

so ein övpler


Dass die Roten korrupter sind als die ÖVP das ist sowieso jedem klar

Nur ich persönlich habe keine Lust mehr mich darüber aufzuregen, wenn dann "großkoalitionäre" ÖVPler erst wieder alles tun um die roten Skandale zu vertuschen nur damit sie ihre Posten, Privilegien und Subventionen vertuschen in einer sozialistischen Regierung.

Eines muss man der SPÖ nämlich lassen: die steht wenigstens noch zu ihren Werten - auch wenn es ganz und gar nicht meines sind -, zu ihren vergangen Kanzlern von Kreisky bis Vrantitzky und verkauft nicht wegen jedem Amterl ihre Wähler, würde nie einen Schüssel verschmähen wie Pröll/Raiffeien nur damit sie noch ein bisschen mehr Steuergeld abraffen können.

Re: Dass die Roten korrupter sind als die ÖVP das ist sowieso jedem klar

Super, vollkommen richtig. Die beste Analyse über die VP, die ich gelösen habe.

Gast: 14 Words
04.04.2012 19:05
2

Habts schon recht, kümmerts euch ruhig um die korrupte Telekom während die Arbeitslosigkeit von Tag zu Tag steigt..... Nur weiter so, dann werdets bald euer (dunkel)blaues Wunder erleben!!!


Re: Habts schon recht, kümmerts euch ruhig um die korrupte Telekom während die Arbeitslosigkeit von Tag zu Tag steigt..... Nur weiter so, dann werdets bald euer (dunkel)blaues Wunder erleben!!!

Gehen Sie wegen der Arbeit zur Arbeit? Oder wegen des Geldes?

Ich wette, alles würde ihnen egal sein, wenn Sie nicht mit dem erwirtschafteten Einkommen Ihre Bedürfnisse befriedigen könnten.

Wenn die Wirtschaft das, was sie produziert, bereits für alle herstellt und dabei lediglich 90 % der Arbeitskraft braucht, dann ist das ein Vorteil und lediglich ein Arbeitsverteilungsproblem.

Wir sollten also nicht nach Arbeit lechzen, sondern nach Gütern. Und wenn wir die haben, ist die Vollbeschäftigung absurd bzw. sollte die notwendige Arbeit nur gerechter aufgeteilt werden (Stundensenkung). Ein Rückgang der Güter, die man sich um das scheinbar gesenkte Einkommen kaufen kann, ist eigentlich nicht notwendig, da der Gegenwert der Gesamteinkommen ja immer den produzierten Gütern entspricht und somit die Güter pro Kopf gleich bleiben.

Ich weiss, das klingt alles sehr kompliziert, aber ich erkläre es halt jedesmal anders, wenn es mir wieder die Haare am Rücken beim Arbeitslosenaufschrei aufstellt.

Die ehrenwerten Bediener des Parteischmier-Bankomaten der Telekom

Ein Schelm der nun mutmaßt der ehrenwerte Hr. Gartlehner, Telekomsprecher der SPÖ, habe eifrig den Parteischmier-Bankomaten der Partie Telekom/Hochegger bedient. Ebenso einer der zur Meinung gelangte sein schwarzes Gegenstück eine ebenso ehrenwerte Person namens Hackl passe genau zu der Partie.

Denn auch sie ist voll von ihrer Unschuldsvermutung überzeugt und baff darüber das ihr Persönlichkeitswahlkampf mit Rechnungen über mehr als 20.000 Euro von der Telekom gesponsert wurde. Oder drängte sich Hochegger wegen Druckkostenbeiträgen nicht geradezu auf?


Gast: Die Tante Jolesch
04.04.2012 18:05
2

Schon Abba sangen doch: Honey, Honey, Honey

Must be funny
In the rich man`s world
honey, honey, honey
Always sunny

Deshalb: Achtung, Honey kann süchtig machen!

Auf einer Breitband-Schleimspur ...

... rutscht es sich viel besser. Täglich aufs Neue bewiesen. Honig schlecht, weil klebt.

Honey Gartlehner - honest Gartlehner?

Wer hat hier wem den Honig ums Maul geschmiert?

Österreich ist ein Land, wo Milch und Honig fließt - zumindest in den gierigen Rachen einiger.

Gast: TT1
04.04.2012 15:38
4

Das ist halt das Niveau der SPÖ

Der einfache Hakler der SPÖ durchschaut komplexe Wirtschaftssysteme einfach nicht...
Der ÖVPler macht daraus Millionen, offensichtlich gerne illegal an Steuer und Justiz vorbei...

Gast: Himmel Hoch und Zwirn
04.04.2012 15:38
5

Muttertag haben wir schon, Vatertag auch. Aber was wir endlich durchsetzen müssen, ist ein Politikertag. Bei den vielen Tätigkeiten, die ein einziger Politiker für das Wohl aller Österreicher zu erledigen hat.


Nur ein einzelner Mann wurde nicht müde darauf zu achten,

Dass wir gesund leben. Deshalb der Honig.
Dass wir genug erneuerbare Energien haben. Deshalb grübelte er - für läppische 100 000 - auch gerne über Windparks nach.
Dass wir auch weiter mobil telefonieren können. Deshalb seine aufopfernde Tätigkeit als Telekommunikationssprecher der SPÖ.
Dass was weitergeht im Parlament. Deshalb stimmte er auch emsig ab.

Ein so tüchtiger Mann hat sicher auch Vorbilder. Sein Kanzler böte sich da an. Der war bei der ÖBB so fleißig, dass die Staatsanwaltschaft alles gegen ihn einstellen will. Vielleicht weil sie vor lauter Rechnungen nicht mehr die Korruption sieht?

http://kurier.at/nachrichten/4491115-bankomat-oebb-und-keiner-weiss-was.php


Gast: Gfrast
04.04.2012 15:25
1

Nach der Jagd ...

... ist jetzt die Imkerei dran :-)

Gast: ADAK
04.04.2012 15:25
0

Naja. ...

Es passieren tagtäglich viel dramatischere Skandale mit viel größerer Tragweite, als dass so eine Aktion überhaupt einen Artikel wert ist. Ich find das eher amüsant. Wer versucht nicht, seine Kontakte zu nutzen.

Re: Naja. ...

Ah, weil's ein Roter ist. Da kann man schon mal wegschauen. Bei einem Schwarzen wäre das ein Fall für's Gefängnis und bei einem Blauen für den Strick, nicht wahr? Ein Grüner bekäme noch das Bundesverdienstkreuz ob seiner Verdienste um die Volksgesundheit.

San's jetzt alle deppad woan?


Gartlehner

Er ist ein typischer Volksvertreter,der jeden Bezug zum (zahlenden ) Volk verloren hat.Raffgier und Lügen sind sein Credo.
Dieses Verhalten geht quer durch alle Parteien,die sich ungeniert an teilverstaatlichten Betrieben bedient haben und bedienen-eine Schande!
Wir sind das VOLK!

Dieser Mann muss:

1. aus der Partei ausgeschlossen werden.

2. sein Nationalratsmandat zurücklegen

Dasselbe gilt im Übrigen für Amon!

Oh wie einfallsreich

A: Ich bin Nationalratsabgeordneter und habe Einfluss auf die Bundesregierung, willst du mir Honig zum Preis von 1.000 Euro/Kilo abkaufen?

B: Sicherlich. Schick mir 200 kg und richt dem Bundeskanzler einen schönen Gruß aus, dass wir uns wieder an vielen Ausschreibungen beteiligen und dass wir den Werner sowieso so mögen.

A: Super, so machmas ;-)

B: Passt, seas ;-)

So oder anders könnte es abgelaufen sein. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung!

 
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