Ein „einzigartiges Breitband-Lebenselixier" wurde der Telekom im September 2007 angeboten. Der Honig aus der Region Nationalpark Kalkalpen wäre „bestens für Marketing-Aktivitäten geeignet, z. B. für Ihre Geschäftskunden". Der Mann, der sein Produkt derart anpries, war der damalige SPÖ-Telekomsprecher Kurt Gartlehner.
Der Versuch, seine Kontakte für private Geschäfte zu nutzen, schlug allerdings fehl. Doppeltes Pech für den Nationalratsabgeordneten: Erstens reagierte die Telekom nicht auf sein Angebot, obwohl er in trotzigem Ton nachbohrte: „Sind diese Konzeptideen für die Telekom Austria ein Thema, ansonsten muss ich anderweitig nach Vermarktern suchen. Bitte um Rückantwort." Und zweitens wurden seine E-Mails über vier Jahre später im Magazin „News" veröffentlicht.
Verglichen mit den Vorwürfen, die sonst noch gegen Gartlehner erhoben werden, handelt es sich bei der „Honig-Affäre" freilich nur um eine Peinlichkeit am Rande. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn bekanntlich wegen Zahlungen von insgesamt 106.000 Euro des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger. Gartlehner beteuert seine Unschuld: Es habe sich nur um Einkünfte für Beratung bei Windpark-Projekten gehandelt. Seine Funktion als Telekom-Sprecher musste er aber „ruhend" stellen.
Gartlehner hat zuletzt eine Seite mit all seinen Geschäften und Projekten ins Internet gestellt. Hier kann nachgelesen werden, womit sich der Abgeordnete neben Wind- und Bienen-Projekten noch ein Zubrot verdient.
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(Red.)
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