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Nationalrat: Fekter soll bei Telekom Steuern nachfordern

10.04.2012 | 06:07 |   (DiePresse.com)

Die Opposition hat aus Protest gegen das Verhalten der Koalition im U-Ausschuss für heute eine Sondersitzung zur Causa Telekom einberufen. Die FPÖ stellt eine dringliche Anfrage an die Finanzministerin.

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Nach einer kurzen Osterpause geht der Konflikt um den Korruptions-Untersuchungsausschuss kommende Woche in die nächste Runde: Den Auftakt macht am Dienstag die erste von der Opposition einberufene Sondersitzung des Nationalrats. Die Opposition protestiert damit gegen die Weigerung von SPÖ und ÖVP, für sie wichtige Zeugen zu den Parteienfinanzierungsvorwürfen gegen die ÖVP und ihren Arbeitnehmerbund ÖAAB in der Telekom-Affäre zu laden.

Argument der Oppositionsparteien: Wenn SPÖ und ÖVP die Debatte auf der kleinen Bühne des U-Ausschusses verweigern, dann werde man das Thema eben auf der großen Bühne des Nationalrats-Plenums abhandeln. Den Vortritt hat heute die FPÖ, die VP-Finanzministerin Maria Fekter in einer dringlichen Anfrage zu ihrem Krisenmanagement in der Telekom-Affäre befragen will. Fekter ist als Eigentümervertreterin der Republik für die Industrie-Holding ÖIAG zuständig, die den Staatsanteil der Telekom Austria (28,42 Prozent) verwaltet.

FPÖ will Steuerverfahren gegen Telekom

Die FPÖ fordert Fekter auf, Steuerrückforderungen gegen die Telekom einzuleiten. Der Konzern habe über eine Million Euro an verdeckten Parteispenden geleistet. Dieses Geld müsse nun nachträglich versteuert werden.

Walter Rosenkranz, FP-Fraktionschef im Untersuchungsausschuss, verweist darauf, dass die Telekom-Gelder als Beraterhonorare für den Lobbyisten Peter Hochegger getarnt an die Parteien bzw. für sie tätige Werbeagenturen geschleust wurden. In seiner Steuererklärung habe der Konzern die Zahlungen daher als Betriebsausgaben geltend machen können. "Wenn die Telekom direkt an die ÖVP oder den ÖAAB bezahlt hätte, dann hätte sie dafür keine Steuerbegünstigung bekommen. Das ist ein reines Umgehungsgeschäft und daher steuerrechtlich verboten", so Rosenkranz.

Der SP-Fraktionschef im U-Ausschuss, Hannes Jarolim, bekräftigte indes den Plan, die Untersuchung der Telekom-Affäre nach zwei weiteren Sitzungen am Mittwoch und Donnerstag bis auf weiteres ad acta zu legen.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: nuaibis
10.04.2012 13:51
0 0

Baugesetz für Politiker

Untersuchungsausschuss, Steuern nachzahlen usw. bringt uns doch alle nichts außer das sich wieder Gutachter zusammensetzten und Steuergelder kassieren. Als Demokratie sollten wir noch ein Baugesetzt dazu fügen. Da wir alle die Arbeitgeber der Politiker sind, könnten wir ja gemeinsam bestimmen in wie weit man als Politiker Geld kassieren darf. Es kann aber nicht sein das wieder durch Streit wer die bessere Partei ist (gar keine), was alles falsch gelaufen ist,...wieder Geld aus dem Fenster geschmissen wird!

Wir sollten alle in Kenntnis nehmen das wir das Geld nicht mehr sehen. Besonders sollten wir uns selber auch die Schuld geben, da wir immer nur Sudern. Bei den Wahlen gehen immer weniger. Ich hab auch für keine Partei was über darum Kreuz ich 2 Parteien an. Ob das was bringt? Mir schon, man kann mir nicht nachsagen das ich mich nicht dafür intressiere!

Gast: nkerl
10.04.2012 12:23
0 0

unverständlich,

das liegt doch nicht im Ermessen der Fekter, hat die Verwirrung nun schon die letzten ergriffen, das steht im Gesetz.Gabs da nie eine Betriebsprüfung und wenn ja, wo haben denn da die Prüfer hingeschaut, beim Fenster raus ?
Die Telekom hat sich an den Beteiligten schadlos zu halten, das ist doch klar.

Gast: gradermichl
10.04.2012 10:46
0 4

Geschmaklos die FPÖ

wer denkst. glaubst zahlt eine Steuernachforderrung der Telekom? Die Kunden Natürlich. Nur der Telekom Kunde.

Wer Geld kassiert hat von der Telekomm soll er das dreifache mit Zinsen zurückzahlen an die Telekom. Davon sollen die Ihre Steuern abgeben.

Verdammt schwer irgendwem ein(X) zu geben.

Re: Geschmaklos die FPÖ

Ich glaube, an diesem Gedanken müssen Sie noch feilen.

Ist nämlich eine gute Argumentation dafür, sämtliche Steuerbelastung aller Betriebe aufzuheben.
Man kauft ja noch andere Dinge und bitte wie komm ich dazu, die Steuern von Spar & Co zu zahlen?

Antworten Antworten Gast: Korl-Ludwig
10.04.2012 17:48
0 0

Re: sie werden dagegen nix tun können

als diese Steuern zu bezahlen. Am Ende wars keiner. Also zahlt alles der Steuerzahler. Die Prozesse und das verschwundene Geld. Ist seit den 70er Jahren so. Richtig Wählen. Ned rot oder schwarz weils der Opa auch gewählt hat.

Ja klar ... nachzahlen ....

Die Rechnung dafür zahlen dann die Endverbraucher, sprich, die Kunden.

Danke meine Herrn Politiker für diesen weisen Vorschlag.

Jene die über die Österreichischen Preise meutern, können sich ja mal über die Preisangebote in unserem Nachbarland Deutschland erkundigen.

Dann werden sie erkennen, auf welcher preiwerten Insel sie in Österreich surfen und telefonieren dürfen.

Re: Ja klar ... nachzahlen ....

Super Argument. Also befreien wir alle Mineralölkonzerne von der Steuerpflicht. Benzin/Diesel ist bei uns ja billiger als im EU-Durchschnitt.

Nicht bös sein, aber Ihre Argumentation ist Unsinn. Die Steuerpflicht von Unternehmen trägt (solange das Geld nicht im eigenen Keller gedruckt wird) *immer* der Kunde, der die Produkte kauft. Warum soll die Telekom bitte eine Ausnahme sein?

Re: Ja klar ... nachzahlen ....


Nein, nicht die "Endverbraucher", sondern die anderen Endverbraucher, nämlich die begünstigten Parteien!


Gast: mow
10.04.2012 10:07
0 0

Kultur

In A ist Korruption Kultur.Es wird sich nichts aendern solange keine Harten Strafen durch und umgesetzt werden.Nur das Resultat zaehlt alles andere koennen wir vergessen.

Wie kommt eigentlich

Herr Jarolim darauf zu glauben die Telekom-Untersuchung sein abgeschlossen?

Der Hausverstand sollte einem sagen die Telekomaffäre ist dann abgeschlossen wenn es alle unklarheiten ausgeräumt sind. Gerade wenn die Politik so schlecht wie noch nie da steht sollten alle Politiker ein bisschen eigeninteresse daran haben nichts unter den Tisch zu kehren.

na klar

jetzt wo schön langsam die telekomnehmer seitens der spö drann wären wird vom herrn jarolim ein abdrehen des untersuchungsausschusses gefordert,- so weit so durchsichtig.

Das Parteiensystem ist am Ende

Politik, die auf eine Spielwiese für Eitelkeiten und Machtgeplänkel reduziert ist, haben die Wähler in zunehmender Zahl satt:

http://www.format.at/articles/1214/692/324261/a-lampl-formatiert-das-parteiensystem-ende

Gast: Tutenchamun
10.04.2012 07:42
4 0

Es müssen auch die kleinen Fische systematisch verfolgt werden

Nur dort liegt das "System Telekom".

Geld zurück!

Alle die Geld von der Telekom genommen haben, sollen es wieder zurück zahlen!

Dann würde sich das Betriebsergebnis auch wieder verbessern!


Nur das Volk kann den Sumpf trockenlegen

Durch Bürgerentscheid Oppositionsrechte stärken damit Aufklärung und Transparenz keine reinen Lippenbekenntnisse bleiben. Wir müssen verhindern, dass die Regierungsparteien, wenn es für sie unangenehm wird ALLES JEDERZEIT abdrehen können. Setzen wir ein gemeinsames Zeichen für echte Bürgermitbestimmung. Nachzulesen in der Wiener Zeitung unter "Macht bzw. Ohnmacht der Wähler" bzw. "Das Diktat der leeren Kassen" bzw. im Krone-Forum. Einfach Titel im Google eingeben und sich selbst ein Bild machen.