Rudas: "ÖVP kommt im U-Ausschuss zu hart dran"

13.04.2012 | 18:36 |   (DiePresse.com)

Die Bundesgeschäftsführerin der SPÖ verteidigt den Koalitionspartner und kritisiert die FPÖ scharf. Diese habe in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen, "um sich zu bereichern".

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SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas stellt sich in einem Interview mit dem "Standard" (Samstag-Ausgabe) im Zusammenhang mit dem laufenden Korruptions-U-Ausschuss schützend vor den Koalitionspartner. Die ÖVP komme im Vergleich zu den Freiheitlichen "viel zu hart dran", erklärte sie. Ablehnend äußerte sie sich zu einer zeitlichen Deadline für den U-Ausschuss. Man solle jedoch "auf das Wesentliche fokussieren".

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FPÖ "wollte sich bereichern"

"Ich bin nicht ÖVP-Pressesprecherin, aber ich finde auch, dass die ÖVP im Vergleich zur FPÖ viel zu hart dran kommt. Die Machenschaften der FPÖ waren wirklich grausig. Dass die sich jetzt so abputzen können, versteh ich nicht", so Rudas in der Zeitung.

Über FP-Chef Heinz-Christian Strache sagte sie: "Er war damals im Parteivorstand der FPÖ und war bis 2004 sogar gemeinsamer Gesellschafter zweier Firmen mit Gernot Rumpold. In der Aufarbeitung kommt die FPÖ eindeutig zu kurz. Die FPÖ hat systematisch politische Entscheidungen getroffen, um sich zu bereichern. Da wurden Privatisierungen beschlossen, die nur den Sinn hatten, dass sich einzelne bereichern konnten."

Koalitionspartner verstehen sich "ganz gut"

Angesprochen auf den Streit um von der Opposition geforderte Zeugenladungen meinte sie: "Ich wäre offener", und wies gleichzeitig darauf hin, dass man sich aber in einer Koalition befinde.

Abgesehen vom U-Ausschuss und das dortige gemeinsame Auftreten gegen die Opposition hielt sie auch fest: "Die Koalitionspartner verstehen sich sowieso ganz gut, das hat mit dem Ausschuss nichts zu tun."

(APA/Red.)

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169 Kommentare
 
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Gast: Tutenchamun
18.04.2012 09:43
0 0

Sie nimmt niemand ernst, Frau Rudas.


Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
25.04.2012 08:28
0 0

Re: Sie nimmt niemand ernst, Frau Rudas.

Das Fräulein Rudas wäre ja selbst gerne zur ÖVP gegangen, wenn man sie genommen hätte? Offenbar hat sie Beweise für ihre Aussagen, die sie der Öffentlichkeit wie immer vorenthält.

Gast: radius
16.04.2012 20:08
0 0

Aber ja doch, wenn man selbst kassiert hat, dann ist es nicht mehr so schlimm.

Stimmt es, Frau Rudas.

Gast: gast45
16.04.2012 19:43
0 0

??? :-):-):-)

"Ich wäre offener",

Gast: nikoP
16.04.2012 17:42
0 0

Der SPÖ kann niemand mehr helfen

Es scheint, als ob Rudas völlig taub und blind ist. ÖVP-Klubobmann Kopf beschimpft sie immer als korrupte Politikerin und sie verteidigt ihn noch. Scheint so, als ob sie eine Masochistische Vorliebe habe.

Der SPÖ kann man nicht mehr helfen. Wie das österreichische Nationalteam verschiessen sie jeden Elfmeter. Schade eigentlich.

Gast: zierfahndlerstattveltliner
15.04.2012 17:55
0 0

und am 1. mai

winkt sie von der tribüne den vorbeiziehenden arbeiterscharen zu. irgendwie peinlich für die roten

Sprichwörter

"Wenn's der Eselin zu bunt wird, geht sie aufs Eis" und "Hochmut kommt vor dem Fall". Wohl nicht vorstellbar, dass diese Sentenzen in diesem Falle außer Kraft gesetzt werden würden...
Solch billiger Zynismus wäre in vielen ernstzunehmenden Staaten der Welt nicht denkbar. Und schon gar nicht auf rosa Zeitungspapier: Aber bei uns...

Gast: globetrotterneu
15.04.2012 14:26
0 1

Und wie so oft kann all das Bashing


nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rudas Recht hat.

Die FPÖ -mit Figuren, die 10 Millionen (!!!) Provision bekommen haben- kommt viel zu billig davon!

Wer bezahlt eigentlich die vielen blaubraunen Parteiposter?!

Antworten Gast: zierfahndlerstattveltliner
15.04.2012 19:48
0 0

Leider

völlig richtig

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Jetzt begreift es auch die Rudas,

dass die bisherige rot-grüne Kriminalisierungs-Kampagne fast ausschließlich gegen die ÖVP zwar keine Unschuldigen trifft, aber den bisherigen, pflegeleichten Großkoalitionspartner so stark dezimiert , dass sich keine ROT-schwarze Regierung mehr ausgeht, und eine Rot-Grüne erst rechtg nicht, sodass wir in Österreich wohl eine Rot-Grün-Schwarze Einheitspartei-Regiereng bekommen wird. Und davor fürchten sich auch realpolitisch denkende, auch für Österreich und nicht nur für die Partei einstehenden Sozialdemokraten.

Gast: man fragt sich ja
15.04.2012 02:11
8 0

als normal denknder staatsbürger

was denn das für eine "organisation" sein muß,die eine derart unterbelichtete person als mega-bezahlte "bundesgeschäftsführerin" einstellt...

Gast: Luzifer
15.04.2012 00:13
2 0

Die ÖVP ist leider "schmähstad".

Ein bißchen Show und Populismus würde den Spitzenpolitikern der ÖVP sicherllich nicht schaden. Noch besser wäre es, man würde sich insbes. von den Grünen punkte "Aufklärung" eine Scheibe abschneiden. Offenbar hat die ÖVP-Führung noch immer nicht kapiert, daß man unter dem Schutze der "beruflichen Immunität" eines Abgeordneten ungestraft seine Kollegen nach Strich und Faden verleumden kann.

Die Ruddas hat es unseren viel zu seriösen ÖVP-Pollitikern wieder gezeigt, daß man ohne "Insider-Information" im politischen Wettkampf nicht bestehen kann. Man sollte sich halt etwa einen Privatdetektiv zur Aufklärung angangieren. Woher hat sie wohl ihre Informationen (oben wiedergegeben) über Strache?


Gast: Univ-Prof HS
14.04.2012 22:18
0 4

Da hat Frau Rudas endlich einmal wirklich recht, danke!

Man mag von Frau Rudas halten, was man will, und vielleicht entspringt ihr Statement nicht nur edlen Motiven, aber in der Sache hat sie verdammt recht: Da werden -sicher nicht unproblematische - Sponsorings von Parteizeitungen wochenlang dramatisch diskutiert und die unverschämten und verbrecherischen ums 100-fache höheren Einnahmenfürs private Vermögen ("Wo war mei Leistung...") gehen völlig unter. Die blauen. orangen (und braunen) Heuchler, die die große Desaster verursacht und sich persönlich bereichert haben, gehören endlich aus dem Verkehr gezogen!!
Es gäbe dabei eine einfache Lösung: Von den großen Bestechungssummen nach unten abarbeiten, wenn die großen Schwe... dann eingezogen sind, kann man dann die auch nicht appetitlichen "Kleinigkeiten" abarbeiten

... Das die ÖVP daneben offenbar so dumm ist, in Panik alle Pfeile auf sich zu ziehen, ist allerdings wirklich traurig!

Antworten Gast: qaywsx
15.04.2012 15:45
0 0

Re: Da hat Frau Rudas endlich einmal wirklich recht, danke!

ein volk zwei krankheiten blind und taub.

10 1

Wenn sich die intellektuelle Lichtgestalt Rudas Sorgen um die ÖVP macht dann...


muß er der angstgetriebenen SPÖ schon sehr, sehr dreckig gehen.

Und das ist gut so .-)

Gast: Durchsichtigesglas
14.04.2012 20:56
2 0

Tu das. Rudas.

Wirst schon sehen, dass das auch die Roten Stimmen kostet :-)

Gast: total crash
14.04.2012 19:58
7 0

Frau Rudas,

die allermeisten Staatsbürger Österreichs wissen genau wer Korrupt ist ,war, Dreck am Stecken hat und versucht die Leute für blöd zu verkaufen.

Ich bin überzeugt das noch nicht einmal "alles" bekannt ist,da gibt`s sicher noch einige unentdeckte Leichen im Keller , die der Regierungs-Koalitions-Partei zuzurechnen sind;o)

Haben Sie da eine Vorahnung und, wollen deshalb vorsichtig intervenieren um den Schleier des Vergessens über hypothetische Ungenauigkeiten zu breiten, so das nicht das gesamte Schlamassel bekannt wird?

Ja, böse Gehirne könnten auf so einen Gedanken kommen :o)

Also kein Mitleid und heucheln,wir können schon unterscheiden wer eine Art politischer Ganovenehre in Österreich salonfähig machte ;o)

Antworten Gast: freund?
14.04.2012 20:40
3 0

Re: Frau Rudas,



GENAU !

die spövp. mit grünem beiwagerl-quietschquietsch.

Rudas ist wieder am Mikrophon

Rudas Worte entspringen nicht dem Begehren nach politischer Gerechtigkeit für den Koalitionspartner. Ihre Huldigung für die ÖVP kann von dieser nur als Demütigung empfunden werden. Wenn Rudas wirklich Sorge um das politische Überleben ihres Koalitionspartners hegt, sollte sie das tun, was ihr am besten bekommt. Schweigen, so wie sie es in den letzten zwei Monaten geschafft hat.

Gast: liebe Laura
14.04.2012 18:49
3 0

Schade, dass sich die SPÖ so billig hergibt - und das v.a. deshalb, weil sie weiß, dass

sich die ÖVP 2013 zwischen zwei ihr zur Macht verhelfenden Koalitionspartnern entscheiden kann, die SPÖ nicht, weil sie eine Zusammenarbeit mit der FPÖ von vorneherein ablehnt.
Leider ist das genau die falsche Strategie - nämlich jene, die die SPÖ noch mehr schwächt und sie daher noch abhängiger von der ÖVP macht. Eine Abwärtsspirale.

Lauretanische Litanei reloaded


An die neue Schutzmantelmadonna der ÖVP

Du Sitz der Weisheit - bitte für uns
Du Spiegel der Gerechtigkeit - bitte für uns
Du Kelch des Geistes - bitte für uns
Du geheimnisvolle Rose - bitte ...
Du Pforte der Löwelstrasse - ...
Du elfenbeinerner Turm Werners - ...
Du Bundeslade der Partei - ...
Du Zuflucht der Sünder - ...
Du Trösterin der Betrübten - ....
Du barmherzige Fürsprecherin - bitte für uns.

Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen ;-)

Das Mädel ist einfach köstlich.

Um es mit Buseks Worten sinngemäß zu sagen: "wenn Politik nichts tut und zusätzlich zum Kabarret wird....."

zu fesch

die Rudas ist einfach zu jung, zu fesch und zu intelligent für die politik.

so wie viele anderen ex-poliziker...

0 0

Re: zu fesch

sie schmeichler, sie !

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Rudas und das Politbüro haben gesprochen.

Also die Rudas ist so wie ihr Vater so penetrant Linientreu das einem schlecht werden kann.

Antworten Gast: globetrotterneu
14.04.2012 17:57
7 2

Re: Rudas und das Politbüro haben gesprochen.

die hat die rote probagander schon mit der muttermilch abbekommen.

 
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