Rudas: "ÖVP kommt im U-Ausschuss zu hart dran"

Die Bundesgeschäftsführerin der SPÖ verteidigt den Koalitionspartner und kritisiert die FPÖ scharf. Diese habe in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen, "um sich zu bereichern".

Presse Streitgespr�ch Laura Rudas, SP�, Sylvia Fuhrmann, �VP Foto: Clemens Fabry
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Laura Rudas – (c) (Fabry Clemens)

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas stellt sich in einem Interview mit dem "Standard" (Samstag-Ausgabe) im Zusammenhang mit dem laufenden Korruptions-U-Ausschuss schützend vor den Koalitionspartner. Die ÖVP komme im Vergleich zu den Freiheitlichen "viel zu hart dran", erklärte sie. Ablehnend äußerte sie sich zu einer zeitlichen Deadline für den U-Ausschuss. Man solle jedoch "auf das Wesentliche fokussieren".

FPÖ "wollte sich bereichern"

"Ich bin nicht ÖVP-Pressesprecherin, aber ich finde auch, dass die ÖVP im Vergleich zur FPÖ viel zu hart dran kommt. Die Machenschaften der FPÖ waren wirklich grausig. Dass die sich jetzt so abputzen können, versteh ich nicht", so Rudas in der Zeitung.

Über FP-Chef Heinz-Christian Strache sagte sie: "Er war damals im Parteivorstand der FPÖ und war bis 2004 sogar gemeinsamer Gesellschafter zweier Firmen mit Gernot Rumpold. In der Aufarbeitung kommt die FPÖ eindeutig zu kurz. Die FPÖ hat systematisch politische Entscheidungen getroffen, um sich zu bereichern. Da wurden Privatisierungen beschlossen, die nur den Sinn hatten, dass sich einzelne bereichern konnten."

Koalitionspartner verstehen sich "ganz gut"

Angesprochen auf den Streit um von der Opposition geforderte Zeugenladungen meinte sie: "Ich wäre offener", und wies gleichzeitig darauf hin, dass man sich aber in einer Koalition befinde.

Abgesehen vom U-Ausschuss und das dortige gemeinsame Auftreten gegen die Opposition hielt sie auch fest: "Die Koalitionspartner verstehen sich sowieso ganz gut, das hat mit dem Ausschuss nichts zu tun."

(APA/Red.)

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