Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft hat anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstags von der Politik "größere Solidarität" gefordert. De Republik Österreich werde ihrer historischen Verantwortung gegenüber Israel in immer geringerem Maße gerecht, heißt es in dem Aufruf vom Donnerstag.
"Die historische Mitverantwortung Österreichs an den Gräueltaten des Nationalsozialismus ist heute von Historikern wie Politikern unbestritten. Umso mehr bestürzt es uns, feststellen zu müssen, dass sich die vom Bundespräsidenten, Bundeskanzler und Außenminister gemeinsam getragene österreichische Außenpolitik in den vergangenen Jahren immer stärker von Israel abgewandt zu haben scheint und guten Beziehungen zu autoritären arabischen Staaten sowie dem Terror-Regime des Iran, dessen Atomrüstung Israel in den Lebensgrundlagen bedroht, offenbar stärkeres Gewicht gibt", schreibt die Gesellschaft.
Die Unterzeichner fordern von den Repräsentanten der österreichischen Außenpolitik "ein klares und in der Praxis gelebtes Bekenntnis zur sicheren Existenz des Staates Israel". Unterschreiben haben unter anderem der Künstler André Heller, die Unternehmerin Patricia Kahane, der Wiener Ex-Vizebürgermeister Sepp Rieder und Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, sowie Ulrich Habsburg-Lothringen.
(APA)
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