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Plech im U-Ausschuss: "Ich möchte mich nicht belasten"

02.05.2012 | 18:08 |   (DiePresse.com)

Vier Stunden lang wurde Immobilienmakler Plech befragt. Der hatte sich "nichts vorzuwerfen" und entschlug sich 30 Mal der Aussage. Von Provisionszahlungen habe er nicht profitiert.

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Der Korruptions-Untersuchungsausschuss hat am Mittwoch mit zwei Stunden Verspätung begonnen. Der Lobbyist Peter Hochegger war wegen eines Spitalsaufenthalts nicht im Parlament erscheinen. Danach wurde der Immobilienmaklers Ernst Karl Plech über vier Stunden lang zur Affäre rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen im Jahr 2004 befragt. Dabei betonte Plech von Beginn an seine Unschuld: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe in all diesen Verfahren immer die Wahrheit gesagt." Mehrmals entschlug er sich der Aussage: "Mein Problem ist, dass ich ein Strafverfahren am Hals hab."

Weiters bestand er darauf, lediglich Mitglied der Vergabekommission gewesen zu sein, die für die technische Abwicklung des Verkaufs zuständig war. In jener Kommission, die in weiterer Folge über den Verkauf der Bundeswohnungen entschied, sei er nicht vertreten gewesen. Im Übrigen weigerte er sich, alle Aussagen seiner mittlerweile neun Beschuldigtenvernehmungen wiederholen zu müssen: "Sie haben, meines Wissens, ohnehin die Akten."

Profitierte Plech von Provisionszahlungen?

Bei der Provisionsaffäre geht es um den Verdacht, dass das siegreiche Konsortium rund um Immofinanz und Raiffeisen Landesbank (RLB) Oberösterreich von den Lobbyisten Walter Meischberger und Hochegger erfahren haben soll, wie hoch es bieten musste, um den Konkurrenten CA IB auszustechen. Dafür sollen Meischberger und Hochegger 9,9 Millionen Euro Provision kassiert haben. Beide weisen die Vorwürfe zurück. Auch Plech und Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sollen Gelder erhalten haben. Weiters war Plech für zwei der Konten, auf denen die Provision landete, zeichnungsberechtigt. Plech und Grasser bestreiten die Vorwürfe.

Von den Privatisierungsplänen habe der frühere Buwog-Aufsichtsrat im Jahr 2000 von Grasser erfahren. Dass das Konsortium rund um die Immofinanz sich bei dem Deal der Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger bedient haben soll, will Plech erst im Jahre 2009 erfahren haben, "lange nach dem Verkauf selbst". Da habe ihm Meischberger nach und nach gestanden, was damals abgelaufen sei.

Ob es richtig gewesen sei, Treuhandkonten in Lichtenstein zu eröffnen, auf denen schließlich Teile der Buwog-Provision landeten, wollte Plech nicht beantworten. Er verwies auf eine Befragung bei der Finanzbehörde zu diesem Thema und entschlug sich. Immerhin bestätigte Plech, dass seine Frau und sein Sohn bei einem der Konten zeichnungsberechtigt waren. Mehrere Immobilieninvestment-Verträge, die belegen sollten, dass das Geld auf dem Konto Meischberger gehörte, kamen laut Plech "schon lange davor mündlich" zustande. Wann sie tatsächlich verschriftlicht wurden, wollte Plech nicht sagen, "weil ich der Urkundenfälschung beschuldigt werde".

Abgehörte Telefongespräche

In einem dem Ausschuss vorliegenden Telefongespräch zwischen Plech und Meischberger vom Jänner 2010 wurde darüber diskutiert, wie man den von der Immofinanz irrtümlich zu viel überwiesenen Provisionsbetrag von 300.000 Euro von Hochegger zurückfordern könne. Meischbergers Frage, "wie wir das machen" interpretierte Peter Pilz (Grüne) als Bestätigung dafür, dass auch Plech bei der Provision mitkassieren wollte. Plech dementierte: "Das Wort wir impliziert nichts anderes, als dass ich ihn bei einer eventuellen Klagsforderung unterstützen würde." Auf weitere Details wollte sich Plech nicht einlassen: "Ich möchte mich hier nicht belasten."

Dass Meischberger sich der Gefahr eines Lauschangriffs durch die Polizei bewusst war, zeigt ein weiteres Abhörprotokoll aus dem Jahr 2010. Darin klärte Meischberger seinen Freund Plech über die Tücken des iPhones auf, über das man bei einem geheimen Treffen auch geortet werden könne, wenn man nicht telefoniere.

Kuraufenthalt lediglich zur Verjüngung

Bei einem gemeinsamen Kuraufenthalt in Tirol will Plech mit Meischberger und Hochegger nicht über die Buwog-Provisionen gesprochen haben. Er sei nur hingefahren, weil Meischberger gemeint habe, "dass wir alle davon zehn Jahre jünger zurückommen werden". Seine Geschäftsbeziehung zu Meischberger schilderte Plech als durchwachsen: Meischberger sei nicht gerade in Geld geschwommen und er habe immer wieder aushelfen müssen. Erst als Meischberger Hochegger kennengelernt habe, hätte es konstante Einkünfte gegeben. "Ab diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr unbedingt nur seine Bank."

Bei angeblichen Verhandlungen über die Höhe der Provision von Meischberger sei er nicht zugegen gewesen, so Plech. Hochegger hatte dies in seiner Darstellung behauptet. Plech dementierte. Er sei nur für Besprechungen über das "Seitenblicke Magazin" im Hotel Intercontinental gewesen. Bezüglich eines Treffens bei dem Meischberger-Anwalt Gerald Toifl entschlug Plech sich. Die Staatsanwaltschaft vermutet das bei der Zusammenkunft - bei der auch Grasser zugegen war - die Verteidigungslinie besprochen wurde, um Provisionszahlungen an Plech zu verschleiern.

Vergabe an Lehman ist strittiger Punkt

Plech wurde außerdem zur technischen Abwicklung des Buwog-Verkaufs an Lehman Brothers befragt. Vorwürfe, wonach er einen Wunsch Grassers erfüllt habe indem dafür ausgesprochen habe, Lehman mit der technischen Abwicklung des Verkaufs zu beauftragen, bestritt Plech. Er sei immer für Lehmann gewesen, habe damals aber gemeint, dass es gut wäre, wenn die CA IB als österreichische Bank in irgendeiner Form an der Ausschreibung beteiligt wäre.

Den Vorwurf des Grünen Peter Pilz, mit seiner ursprünglichen Leugnung eines Treffens mit Grasser die Unwahrheit gesagt zu haben, wies Plech zurück. Er hätte sich nach zehn Jahren eben nicht mehr an den Termin erinnern können. Pilz hatte ihm zuvor mit Einträgen aus seinem Kalender konfrontiert. Demnach hat Plech Grasser nur wenige Tage vor der Buwog-Entscheidung getroffen.

Grassers Ex-Kabinettschef Michael Ramprecht hatte im U-Ausschuss behauptet, Plech hätte ihm vor der entscheidenden Sitzung der Vergabekommission am 6. September 2002 den Wunsch Grassers übermittelt, einen Zuschlag an Lehman zu erreichen. Plech war damals nicht anwesend, delegierte seine Stimme für Lehmann aber an Ramprecht. Letztlich erhielt Lehmann den Zuschlag mit 6 zu 3 Stimmen des Vergabegremiums. Lehman sei ohnehin der Sieger gewesen, darüber sei in der entscheidenden Sitzung am 5. September gar nicht mehr diskutiert worden, so Plech. "Wozu soll ich ihm sagen, der Minister will Lehman, wenn es schon Lehman ist?"

Plech entschlägt sich der Aussage

Lehman nahm in weiterer Folge die CA IB als Subunternehmer für den Auftrag an Bord. Der damalige CA IB Geschäftsführer Klaus Requat hatte am 24. April im Ausschuss ausgesagt, dass man von Lehman an Bord geholt worden wäre, um eine Anfechtung der Auftragsvergabe zu verhindern.

Verfahrensanwalt Klaus Hoffmann musste Plech im Laufe der Befragung wiederholt darauf hinweisen, dass eine Aussageverweigerung nur dann zulässig wäre, wenn man Gefahr laufen würde, sich durch die Aussage strafrechtlich zu belasten.

Plechs Auftritt im Ausschuss hatte ursprünglich gewackelt - und zwar wegen einer ebenfalls am heutigen Mittwoch angesetzten strafrechtlichen Befragung durch die Finanz. Die Behörde hatte sich laut Ausschuss-Vorsitzender Gabriela Moser (Grüne) aber bereit erklärt, die Einvernahme zugunsten des U-Ausschusses zu verschieben.

Causa Buwog
Im Jahr 2004 wurden die Buwog (Bauen und Wohnen GmbH) und vier weiterer Wohnbaugesellschaften des Bundes mit rund 62.000 Wohnungen an die Immofinanz verkauft. Von dieser erhielten der Lobbyist Peter Hochegger und der frühere FPÖ-Politiker Walter Meischberger - beides Vertraute von Ex-Minister Karl-Heinz Grasser - eine Provision von fast zehn Millionen Euro für „Vermittlungstätigkeiten". Der Verdacht: Sie könnten Insiderinformationen von Grasser bekommen und an die Immofinanz weitergegeben haben. Grasser weist dies vehement zurück.

(APA)

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26 Kommentare
 
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Nur bei Gericht wird ohne Ansehung der Person entschieden.

Nicht weniger die Medien bzw. die Verfasser von Artikeln die hier gerne ihre Wunschvorstellungen äußern.

„…Erst in der Vorwoche hat ihn sein einstiger Kabinettschef belastet….“ Sichtweisen ohne tatsächlicher strafrechtlicher- und gerichtsrelevanter Basis. Lari Fari.

Sollten tatsächlich gerichtsrelevante Indizien vorliegen, so wird es Sache des Gerichts sein diese zu bewerten und zu prüfen inwieweit sie glaubwürdig sein könnten und dann feststellen ob Strafwürdigkeit vorliegt.

Klappe die 1.128. Bravo. Gefällt mir. Klar strukturierte Aussagen.

„….Der hatte sich "nichts vorzuwerfen" und entschlug sich 30 Mal der Aussage. Von Provisionszahlungen habe er nicht profitiert…..“

„…..Im Übrigen weigerte er sich, alle Aussagen seiner mittlerweile neun Beschuldigtenvernehmungen wiederholen zu müssen: "Sie haben, meines Wissens, ohnehin die Akten….."

Dieser 18. UA ist genauso wie alle vorgehenden 17 UA größtenteils nur für den Aktionismus und Populismus einiger politisch handelnder Personen bzw. Parteien.

Es gibt anhängige Strafverfahren und nur dort wird sachlich juristisch entschieden was für strafrechtliche und gerichtsrelevante Tatbestände sich aus den Ermittlungen und Untersuchungen entwickeln, bei der dann die STA entscheiden wird ob Anklage oder Einstellung zu verfügen ist.

Vorurteile, Vermutungen, Annahmen und Wunschvorstellungnen gehören in das Reich der politischen Phantasien.

Zu Grasser sehe und höre ich immer nur Geschichtenerzähler die von Dritten und Vierter gehört haben wollen und keine strafrelevanten oder gerichtsrelevante Beweise.

Gast: Luzifer
03.05.2012 09:26
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Piech hat doch hauptsächlich mit den Roten "gemauschelt"!

Warum kreiert die ÖVP über ihre Medien nicht dazu eine "auflagenträchtige Story", wie es ein Pilz geradezu genial gelingt?

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Entscheidungen aus dem Bauch heraus

Wenn es heißt, er (Plech) sei "immer für Lehman gewesen", fragt man sich, wie eigentlich Entscheidungsprozesse in solchen Gremien ablaufen. Es gibt wahrscheinlich keinen mittleren Gewerbebetrieb (schon gar nicht Industriebetrieb), bei dem wesentliche Entscheidungen von derartiger Tragweite "aus dem Bauch heraus" getroffen werden. Es gibt wohl einigermaßen objektivierbare Kriterien, die in einer (dokumentierten, schriftlichen) Analyse nachvollziehbar sein müssten; und gegebenfalls auch heute noch abrufbar sein müssten. Herr Plech kann von mir aus Type und Farbe seines Dienstwagens spontan entscheiden - derartige fundamentale geschäftspolitische Entscheidungen sollten SO NICHT GETROFFEN WERDEN DÜRFEN ! Oder gibt´s die Unterlagen, und Herr Plech muss sie einfach nicht herausgeben, weil das seine "Privat-Dossiers" sind ? Das Bild der "Bananenrepublik" (als die wir uns manchmal empfinden müssen) verschwindet leider nicht aus dem Kopf.....

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...

tja wenn justiz und polizei blind sind und die opfer nie geboren heisst es recht... ich mag das nicht!

Gast: total crash
02.05.2012 17:38
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Haben`s halt ah bissl gmauschelt,die Herren ...

Ohne echte Beweise für vorsätzliches betrügerisches Handeln im weitesten Sinne,kommt nix raus.
Keine Anklagen,keine Verurteilungen.

S´ is so ;o(

Gast: Sprachloser
02.05.2012 16:41
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Bogner

hat einem Zehnpunkte System zugestimmt, weiß aber von nichts.
Nebenbei ein Hausfreund von Grasser.

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dei Zenzi ist hier aber sehr tolle und fleissig unterwegs ?!


Gast: Sprachloser
02.05.2012 15:28
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Meischberger ein Vorbild

für die Jugend. Meischi und Grasser gehen mit Plech auf Kur und das im jungen Alter(ich hoffe das haben die wenigstens selber bezahlt). Das nenne ich Vorbeugung.Die Rentenkasse oder IV-Pensionisten sollen sich ein Beispiel von diesen Leistungsträgern nehmen.
Zwar gegen Alzheimer hilft auch die beste Kur nichts,eigentlich schade.

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U-Ausschuss: Plech beteuert seine Unschuld

ich schwör, dass ich mit 52 immer noch Jungmann bin ;-)

So könnte man Plechs, Flöttels und anderer Aussage wohl werten.

Dafür braucht es einen derartigen zudem teuren Ausfluss der sich dafür selbst gerne medial ins Rampenlicht stellt, medizinisch aber ebensowenig wie politisch behandelbar ist und sein will ?

Mir wär da eine wirklich unabhängige Justiz wichtiger und lieber, welche derarte Gestalten auch verurteilt statt zu schonen weil per Weisung dazu gedrängt wurde !

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er ist natürlich

völlig unschuldig. Das viele Geld ist ihm quasi zufällig in die Taschen gesprungen.

Gast: otti wills wisen
02.05.2012 14:58
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Agenturmeldung getürkt

Die Einvernahme Plechs läuft noch immer. Nur die APA hat offenbar ihre Kristallkugel ausgepackt und weiß was Plech alles erzählen wird -

- Wie wärs mit ernsthaftem Journalismus und keinen vorbereiteten Schmarrn, der auch den Titel Journalismus trägt?

Gast: Sprachloser
02.05.2012 14:34
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Dieser Plech lügt wie gedruckt

Schwach. Einfach schwach.
Plech,Grasser-meischberger,Hochegger. Genau so nach der Reihenfolge.
Und alle immer noch auf freiem Fuß.

Gast: Strafvollzug
02.05.2012 14:18
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Gewinnwarnung

Wäre die Staatsanwaltschaft gewillt das österreichische Korruptionsvolumen einer rascheren Aufklärung zuzuführen,
würden die bestehenden Infrastrukturen in unseren Zuchthäusern darauf nicht vorbereitet sein.

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In den BUWOG-Wohnungen saßen

zu 70 Prozent mittlere und höhere rote Bundesbeamte zu Mieten und Kosten, die rund 40 Prozent normaler, marktüblicher Mieten ausmachten.
Und deshalb werden sie dem Grasser die BUWOG-Privatisierung nie verzeihen.

Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

man sollte schon etwas ahnung von dem thema haben, wenn man hier seine meinung kund tut

Re: Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Wenn Sie Mieter sind dann ersuche ich höflich mir Punkt für Punkt zu widersprechen. Haben Sie gedacht dass Ihre Mitmenschen dumm oder blöd sind? die Verträge und die Bedingungen sind bekannt und offen liegend. Fakten.

Die Mieten liegen vorsichtig ausgesprochen durchwegs zwischen 20-30% unter dem ortsüblichen Preis. Die Mietverhältnisse sind unbefristet (nahezu unkündbar durch eingeschränkte gesetzliche Möglichkeiten) und können auch unter bestimmten Voraussetzungen von Nachfolgern (u.a. Kinder die dort wohnen) genutzt werden.

Allein nur aus dieser Tatsache hat sich verständlicherweise kein Käufer von *außen* nicht einzeln noch *en bloc* gefunden, *****da die Wohnungen nicht freigemacht werden konnten****. Nur ein kleiner Teil der Mieter hat die Wohnungen angekauft. Aber mit Konditionen die weit über das handelsübliche Maß hinausgehen. Nachzulesen.

Wie hätte eine einzelne Wohnung verkauft werden können, wenn der Mieter nicht kündbar ist? Wo wäre der Gewinn des Käufers. Bei einzelnen Personen könnte hier *Eigenbedarf* geltend gemacht werden, aber beim *en bloc* Kauf nicht mehr. Es geht hier um 60.000 Miet- Wertobjekte die für einen *en bloc* Investor Renditen abwerfen sollten (u.a. 3-5%). Das geschieht aber in diesem Fall nicht.

Um einen Erfolg zu erzielen versuchte man dann alle *Kunstgriffe* anzuwenden. Zu trennen ist dabei der Gefälligkeitsverkauf/kauf und die angeblichen Provisionszahlungen.

Antworten Gast: gggast
02.05.2012 15:12
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Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Na, wenn Sie das sagen, wird das erstens stimmen.

Und zweitens rechtfertigt das natürlich alles!

Man braucht nur irgendwas von Roten und Sozis zu faseln und schon ist jede Gaunerei plötzlich eine ehrenhafte Tat. Und findet natürlich den Beifall hier in diesem lustigen Forum.

Antworten Antworten Gast: Freiheit
02.05.2012 15:55
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Re: Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

sie leben hinter dem mond. sie haben schon recht, dass dies nicht die aktionen von grasser&co rechtfertigt aber der wahre grund warum hier die rote justiz so fleissig ist, ist dass die roten a) durch den buwog verkauf billig mieten fuer ihre genossen verloren haben und viel wichtiger b) stimmenkauf und stimmendruck verloren haben. persoenlich habe ich mehrfach miterlebt (meine grosseltern hatten eine buwog wohnung) wie vergaben von buwog wohnungen und mieten durch rote genossen gesteuert und erpresst wurden. brauchst a wohnung? kommt doch mal zu einer veranstaltung, schau wir roten schauen auf unsere leute... buwog=roter aktionismus. wenn man sich aufgeregt hat hiess es, das machen die ja schon seit eh und jeh.... natuerlich sind die roten sauer auf grasser (nicht wegen der korruption das ist ihnen egal) sondern weil er ihnen eines ihrer stimmenerpresserinstrumente entwendet hat. wahrscheinlich war dies ja auch das eigentliche ziel......

Antworten Antworten Antworten Gast: gggast
02.05.2012 17:03
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Re: Re: Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Jössas!

Da wagt es die Justiz, Machenschaften, die zum Himmel stinken, zu untersuchen. - Und schon ist der erste da, der schreit: "rote Justiz!"

Und wenn die Justiz rote Machenschaften, schreien dann die anderen: das ist die "schwarze Jusitz"?

Lächerlicher gehts nicht! Dieses Gleichgewicht des Schreckens macht jede Aufklärung unmöglich. Und der Steuerzahler hat immer das Nachsehen.


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Re: Re: Re: Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Der Steuerzahler musste für mehr als die Hälfte der Mietkosten in den BUWOG-Häusern aufkommen. Sie waren ein Wohn-Privilegienstadel für mittlere und höhere Bundesbeamte. Und jetzt schreien sie natürlich. Übrigens wurden die Wohnungen zuerst ohnehzin den Mietern zum KKauf angeboten, aber nicht einma jeder Zehnte wollte das Angebot annehmen. Aber diese Urgründe für die längst fällig gewesene BUWOG-Privatisierung wird natürlich nie erwähnt. Damit will ich nicht Provisionen oder sonstwas rechtfertigen, aber die BUWOG musste längst privatisiert werden.

Re: Re: Re: Re: Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Lesen Sie meinen Beitrag 3.5. 10:16. Fakten.

Aber jeder Mieter müsste geistig behindert sein, wenn er diese Wohnung selbst kaufen würde?

Er und seine anspruchberechtigten Nachfolger sitzen in einem unkündbaren Mietverhältnis bis zum jüngsten gericht deren Mietpreis ca. 20-30% unter dem ortsüblichen Mietpreis liegt.

Wir *wissen* es doch. Es war die mittige Machtpolitik die Millarden für die Stimmenmaschine verbrannt und mißbraucht hat.

Objekte und Unternehmen für eine privilegierte Klientel die der Steuerzahler mit Mrd. und spezifischen Vereinbarungen finanzieren musste.

Darum war auch die *vertaatlichten* Unternehmen am offenen Markt nicht zu verkaufen.

Antworten Gast: Sprachloser
02.05.2012 14:50
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Re: In den BUWOG-Wohnungen saßen

Meine Ex-Frau als Mieterin sicher nicht.
Die verteufelt den Grasser. Dazumal hätten wir unsere Wohnung um 16.000 Euro sofort gekauft. Mit Handkuss.

Ich denke, dass sich niemand....

...von diesem Mann ein reumütiges Geständnis erwartet hat. Richtig?

Re: Ich denke, dass sich niemand....

Hier stehe ich leidenschaftlos Gegenüber. Was sollte er gestehen? Kennen Sie die Akten- Gerichtslage?, kennen Sie die tatsächlichen Umstände? der Großteil der Verdächtigten und Angklagte hat *wissend um die Tatsachen s.o.* eine andere Sichtweise als Sie und Ich.

Erst im Ermittlungs- und Untersuchungsverfahren können gerichtsrelevante Beweise Indizien erfaßt werden. Daher gibt es dann oft erst im Gerichtsverfahren in dem ein Angeklagte von seiner tatsächlichen Schuld überzeugt werden kann Schuldeinsicht und ein Geständnis.

Re: Re: Ich denke, dass sich niemand....

Richtig ist, dass ich die Sachlage nicht bzw. nur aus den Medien kenne. Aber: ich kenne Plech persönlich und habe über seine Persönlichkeit eine gewisse (subjektive) Meinung. Und es ist für mich ob seiner Art im Geschäftsleben zu agieren schwer vorstellbar, dass er die sich damals bietenden Gelegenheiten sich in irgendeiner Weise zu bereichern nicht genutzt haben soll. Natürlich gilt aber auch für ihn die allseits beliebte und bekannte Unschuldsvermutung. Wäre ich in diesem Verfahren Richter hätte ich mich übrigens für befangen erklärt.

 
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