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Bucher: Stronachs Polit-Initiative ist auf BZÖ-Linie

02.05.2012 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Der BZÖ-Chef hegt Sympathie für den Industriellen Frank Stronach und sein am 1. Mai vorgestelltes Programm. Eine Kooperation bahne er nicht an. Die ÖVP und die SPÖ reagierten verhalten.

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Das politische Sendungsbewusstsein des Industriellen Frank Stronach stößt beim BZÖ auf positives Echo. Parteichef Josef Bucher bezeichnete die über eine Broschüre verbreiteten Positionen als "grundvernünftig". Dass man deshalb eine Zusammenarbeit versuchen werde, heiße das aber noch lange nicht, so der BZÖ-Chef. Bei einem persönlichem Treffen der beiden vor rund eineinhalb Monaten sei diese Frage auch kein Thema gewesen.

Die jüngste Broschüre des Frank Stronach Instituts - am 1. Mai Beilage in der "Kronen Zeitung", am Mittwoch Mantel der Gratiszeitung "Heute" - habe ihn sehr überrascht. Es gebe Deckungsgleichheit bei vielen Positionen, die er schon seit Jahren vertrete und auch gegen innerparteiliche Widerstände im BZÖ durchgesetzt habe. "Ich hoffe, dass er daraus etwas macht", meinte Bucher. Er signalisierte Sympathie und bezeichnete Stronach als "großen Österreicher".

Regierung per Zufallsgenerator?

Stronach beklagte in seiner Broschüre, dass die Regierung aus Politikern besteht, er wünschte sich per Zufallsgenerator ausgewählte Bürgervertreter. Weitere Forderungen betreffen Staatsschulden- und Verwaltungsabbau, die Einführung einer Flat Tax, Mitarbeiter-Gewinnbeteiligung in den Firmen und ein Ende der europäischen Währungsunion.

Dem Vernehmen nach versucht Stronach, bei aktuellen und ehemaligen Proponenten verschiedenster Parteien anzudocken, um bei der Nationalratswahl 2013 seine "Revolution für Österreich" einzuleiten. ÖVP-Chef Michael Spindelegger zeigte sich davon am Mittwoch am Rande des Ministerrats unbeeindruckt. "Du kannst dir mit Geld keine Stimmen kaufen", sagte er. Bei der SPÖ sagte lediglich, dass man die jüngsten Aktivitäten Stronachs interessiert registriere.

(APA)

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11 Kommentare

Wahlbeteiligung!

Es liegt auf der Hand, dass der Großteil der österreichischen Bevölkerung, kein Interesse für die Innenpolitik zeigt, sonst hätten diese abgehobenen, im Hohen Haus Sitzenden, sinnlosen und komplett überflüssigen Personen keinen Halt mehr.
Eine Koalition die überhaupt kein Interesse zeigt irgendetwas zu verändern, geschweige irgendetwas zu Gunsten der Bevölkerung zu verbessern, ist einfach überflüssig.
Sollte der Stronach eine Partei gründen und diese mit 2 Prozent den Einzug in den Nationalrat verfehlen, dann werden diese Stimmen erst wieder auf die anderen Parteien verstreut.

Gast: Ist es so?
03.05.2012 10:30
2 0

Wie käiuflich ist Östereichs Demokratie`?

Herr Stronach ist bestimmt ein verdienter Auslandsösterreicher. Um aber in die österreichische Innenpolitik einsteigen zu dürfen, sollte er zumindest zwei Grundsätze erfüllen: Er sollte seiner "Goldenen Regel" abschwören, nach welcher jener die Regeln mache und bestimme, der über "das" Geld verfüge. Gekaufte Demokratie haben wir bereits bisher bis zu Erbrechen. Und ausserdem schaut es in meiner Einschätzung sehr sehr schlecht aus, wenn ausgerechnet jemand in die Innenpolitik einsteigen und dort offensichtlich seine Interessen vertreten möchte, der bisher nicht bereit war, auchnur einen EUR oder Schilling an Einkommenssteuern in seinem neuen Zielland zu bezahlen und nicht besonders zurückhaltend stets darauf verwiesen hat, nur ein Steuerwohnsitz in einem Steuerparadies mache ihn persönlich glücklich.
Und außerdem ist es doch nicht erlaubt, Parteien in Österreich mit Geld aus dem Ausland zu unterstützen - also mit nicht in Österreich versteuertem Einkommen.
Oder täusche ich mich ?
Es gibt ja auch eine Geschichte zu den poltischen Aktivitäten von Hrn. und Fr. Stronach in Kanada. Hoffentlich wird da nicht wie im Fussball und bei ähnlichen Aktivitäten ein Strohfeuer entfacht und dann bei Nachlassen des Interesses einfach wieder eine "Bauruine" hinterlassen. Deshalb sollte jedermann nachdenken, der sich überlegt, mit den Millionen eines Gönners in die Politik einsteigen zu wollen - Politik sollte nicht einfach ein weiteres Geschäftsfeld im Portfolio Wohlhabender werden.

Gast: commonSense
03.05.2012 07:54
6 2

Stronach, ist einer der großen Österreicher,

. . . einer der Welt erfolgreichsten Unternehmer, bekannt in Europa könnte der Wirtschaftsgemeinschaft zum Durchbruch verhelfen.
Der Clue jeder Ökonomie ist Vollbeschäftigung. Stronach müsste ein europ. Unternehmerkonsortium schaffen, welche erst in den Ländern mit grösster Arbeitslosigkeit investieren.

Gast: machmuss verschiebnix
02.05.2012 20:59
5 1

F.Stronach soll "mit Geld keine Stimmen kaufen",

sondern die Stimmung in der öffentlichen Meinung wieder in Richtung
Vernunft zurück-kippen. Also das Gegenteil davon, was Faymann betreibt (!)

Und wenn die SPÖ meint, diese Aktivitäten interessiert zu registrieren,
dann heißt das nur, daß sie hier dem Geschehen absolut planlos entgegen
sehen, weil ihr einziges Muzik-Instrument - die Antifa-Keule - partout
nicht zu Stronach's Tönen dazupaßt.

Wenn Stronach es schafft, die Richtigen - also die letzten vertrauenswürdigen
Leute - um sich zu scharen, dann könnte sich das sogar zur Basis für eine
Experten-Notregierung entwickeln. Die Altparteien werden unter Garantie
nichts Besseres zuwege bringen, als bislang, ganz im Gegenteil, ein
noch nie da gewesener Absturz ist denen gewiß .


Gemeinsame Wahlbewegung wäre sinnvoll

Auf die Liste sollten dann neben BZÖ-Politikern auch Experten wie Franz Fiedler (Korruptionsexperte und Ex-RH-Präsident), Bernd Felderer (IHS), Claus Raidl (Ex-Chef Böhler-Uddeholm) oder Josef Moser (RH-Präsident) kommen um der ÖVP zu zeigen, wer die wahre Wirtschaftspartei ist!

Antworten Gast: alatheus
02.05.2012 22:46
1 1

Re: Gemeinsame Wahlbewegung wäre sinnvoll

Fiedler, Felderer, Raidl und Moser sind zwar auf ihren Gebieten Spitze und an Glaubwürdigkeit kaum zu überbieten, aber diese genießen sie teils aufgrund ihrer Eigenschaft als UNABHÄNGIGE Experten.

Sobald sie in die Politik gehen, ist es aus mit der Seriosität, unabhängig davon wie fundiert und sauber sie ihre Arbeit machen. Die Medien und die politischen Gegner würden, wie bei jedem anderen Politiker, ihre Privatleben auseinandernehmen und Vorwürfe in den Raum stellen, um sie zu diskreditieren. Da stellt sich die Frage nach dem Durchhaltevermögen. Dieses Gewerbe verlangt geradezu nach einer eher "miesen" Persönlichkeit - zumindest in Österreich.

Antworten Antworten Gast: @ast
03.05.2012 18:51
0 0

Re: Re: Gemeinsame Wahlbewegung wäre sinnvoll

Unabhängig? Fiedler, Felderer und Raidl sind eindeutig der ÖVP zuzurechnen und Moser ist ein Blauer.

Frank stronach hat Erfolg

und mit dem BZÖ kann er auch die Zukunft Östererichs mitgestalten, BRAVO

Gast: NichtschwarzinWien
02.05.2012 17:39
3 1

Ja Stronach hat nicht unrecht

aber ,dass BZÖ sitzt im Vergleich zu Ihm im Parlament und kann bei Gesetzen mitstimmen.
Daher bleibt meine Wahl Orange, weil lieber der Spatz in der Hand als die Taube am Dach.

Gast: nahdran
02.05.2012 15:28
1 2

Spindis Aussagen :-))

ÖVP-Chef Michael Spindelegger zeigte sich davon am Mittwoch am Rande des Ministerrats unbeeindruckt. "Du kannst dir mit Geld keine Stimmen kaufen", sagte er.
Und das sagt der Chef jener Partei die am stärksten in die Korruptionen verstrickt ist. Einfach lächerlich!!!

Re: Spindis Aussagen :-))


Wenn es um Korruption geht kann weder die ÖVP noch eine andere Partei in Österreich mit dem BZÖ mithalten. Glaubwürdige Kämpfer gegen Korruption sehen jedenfalls anders aus als Bucher, Petzner und Co. Wenn Stronach für die Umsetzung seines Programms auf das BZÖ setzt, hätte er sich gleich ein Ticket auf der Titanic kaufen können, denn der Eisberg (NR-Wahl 13) ist schon in Sichtweite.