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Kurswechsel: Ein Kapitän für die Piraten?

10.05.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Die Piraten überlegen jetzt, einen Parteivorsitzenden zu wählen und ein eigenes Musik-Label zu gründen, das Künstler unter Vertrag nimmt. So sollen die Verwertungsgesellschaften umgangen werden.

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Wien/M.l. Bald könnten die Piraten statt des Bundesvorstandes einen richtigen Parteichef haben, denn die Partei will ihre Satzungen ändern. „Die aktuellen sind nicht mehr zeitgemäß, sie müssen der wachsenden Mitgliederzahl angepasst werden“, sagt Stephan Raab aus dem Bundesvorstand.

Konkret soll das in zwei Punkten geschehen: Erstens gibt es innerhalb der Partei die Idee, wie in Deutschland einen Vorsitzenden zu wählen – wohl auch im Hinblick auf die Nationalratswahlen 2013, bei denen die Piraten antreten wollen. Aktuell besteht der Bundesvorstand aus fünf Personen. Ob es bald einen Kapitän geben wird, „entscheidet zwar die Basis, aber es gibt die interne Überlegung“, erklärt Raab.

Zweitens könnte sich das Verhältnis zu den Landesorganisationen ändern. Die Bundespartei hebt derzeit einen Mitgliedsbeitrag von zwei Euro ein, das Geld bleibt beim Bund. Die Landesorganisationen können davon unabhängig ebenfalls Beiträge einheben, in Niederösterreich sind es zum Beispiel weitere zwei Euro. In Zukunft könnte aber auch Geld von der Bundespartei in die Länder fließen. Die basisdemokratischen Landesorganisationen würden also jedenfalls finanziell vom Bund abhängig werden. Auch strengere Regeln, wie eine Landesorganisation gegründet werden kann, soll es geben.

 

Ein eigenes Piraten-Label

Auch im Bereich Urheberrecht werden die Piraten aktiv. Sie wollen ein eigenes Label gründen, das Künstler unter Vertrag nimmt. So sollen die Verwertungsgesellschaften umgangen werden. „Es kann nicht sein, dass ein Künstler von einer 9,90-Euro-CD nur zehn Cent bekommt“, kritisiert Raab.

Ganz ausgereift ist die Idee allerdings noch nicht. „Uns ist schon klar, dass der technische Aufwand hoch ist“, sagt Raab. Dass die Künstler ständig mit der Partei in Verbindung gebracht würden, sei aber kein Problem. Auch Geld wolle die Piratenpartei durch das Label nicht verdienen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.05.2012)

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7 Kommentare
Gast: Wir hier
14.05.2012 15:36
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kein Kapitä nötig

Bei einem Floß bringt auch der beste Kapitän nichts.

Gast: An die Piraten!
11.05.2012 09:41
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Der Unterschied!

Klassische Parteien(inklusive der Grünen die sich nur mehr durch die Farbe von den anderen Unterscheidet) haben eine Kurs(der wie es scheint momentan direkt in den Abgrund führt) für ihr Schiff(das Sardinenbüchsen eher gleichkommt) , einen guten Kapitän (der meist nicht weis was seine Offiziere machen) und gute Offiziere (die nicht wissen von was sie reden) so wie eine gut ausgebildete Mannschaft (die stolz sind ein Lebens als Hampelmänner und Hampelfrauen gestalten zu dürfen).

Es wäre also sehr schön, wenn das Schiff der Piraten nicht unbedingt einen Kurs oder Ziel hat (funktionierte bisher mehr schlecht als recht), und der Kapitän(ohne grauen Nadelstreifanzug sich wohler fühlt) sich in die Handlungen(wenn es den welche gibt, aber noch immer besser als Handlungen) der Offiziere nicht einmischt, derartiges nennt man Chaos, ich würde mich unter dieser Führung dennoch wohler fühlen, den schließlich will sowohl der Kapitän als auch die Offiziere nicht das das Ziel der Abgrund ist.

Das beste Ziel ist doch eine Südseeinsel, bei Palmen, Sonne und Sand am Strand auf der Suche nach der Schatztruhe, oder?

Gast: organisatorenbeobachter
11.05.2012 09:13
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jessasna

die san ja auf zack, zack und ruck zuck wie die deutschen piraten.

Gast: Ga(r)st
11.05.2012 08:46
0 1

Hirnr(sch)iss

... einfach nur geistiger Darmwind! Diese Spaßpartei hat weder etwas mit Politik zu tun, noch ernsthafte Beiträge zu IRGENDEINER Thematik abzugeben. Diese "Digital Natives" sind einfach nur ein Haufen postpubertärer Facebook - Junks!

Wahnsinn. Keinen Plan von nichts, keine Tendenz nach nirgends - aber wir machen ja Politik. Es ist ja "charmant", geradezu "putzig" diesen Politneulingen zuzuhören. Das blanke Brechen kommt mir da!

Für frischen Wind bin ich dankbar, jedoch erwarte ich mir von einer Organisation, welche sich "Partei" schimpft, einfach sowas wie einen groben Fahrplan - und "Welt retten" zählt dabei kaum.

Danke


Antworten Gast: Die Überschrift paßt zum Kommentar!
11.05.2012 10:04
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Re: Hirnr(sch)iss

Man gehört zu jenen Menschen die nichts zu verstecken hat, in jedem Geschäft gerne seine Kundenkarte vorweißt, die Kontonummer im Gesichtbuch veröffentlicht, kein Problem sieht in den Antiterorgesetzten und der Generalverdächtigung einer ganzen Nation, Europa, verwendet PC's und Co. bei dem der Kunde die Kontrolle gerne der Industrie überläßt, ist stolz auf eine Videosammlung, bei der wenn es schon mal passiert das eine Kaputt wird, gerne sein gutes Geld dafür hergibt es nochmals zu kaufen für eine Lizenz ohne rechte!

Selbstverständlich hat man auch kein Problem mit ACTA, das einem ja ohnedies nicht schadet weil Mensch ja total korrekt ist, und gerne die Kontrolle anderen überläßt.

Und sollte man zufälligerweise mit dieser Art von Politik und Wirtschaft nicht im einklang sein, weil die Verwendung von WC Papier Mensch als Privatsphäre betrachtet, dann gibt es eine wunderbare Möglichkeit das jetzt auch auszudrücken, bei der Wahl die Stimme so zu setzten, leibe Parteien (von Grün bis Blau) mit eurer Politik und der totalen Überwachung bin ich schlicht nicht einverstanden!

"Die Piraten überlegen jetzt,"

sich einen ehrlicheren namen zu geben: chaoten.

Gast: pour le mérite
10.05.2012 21:21
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Für einen Kurswechsel,

muß man aber zuerst einmal einen Kurs haben...