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Spindelegger-Rede: "Jeder kann ein Mateschitz werden"

14.05.2012 | 12:08 |   (DiePresse.com)

Der VP-Chef fordert in seiner "Österreich-Rede" mehr Eigenverantwortung der Bürger und eine "Steuerdiät" für das Land. Seiner Partei verordnet er zehn Gebote.

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ÖVP-Chef Michael Spindelegger ist am Montag in den Vorwahlkampf gestartet. "Wir müssen die Ideenbringer sein, die Treiber", forderte Spindelegger seine Partei zu Beginn seiner "Österreich-Rede" in der Hofburg auf. Für Zukunftsprojekte brauche es aber auch ein Fundament aus Werten. Hier gab Spindelegger zehn Gebote vor: Ehrlichkeit und Anstand, Vertrauen und Respekt, Verantwortung, Tatkraft und Fleiß, Offenheit und Zusammenhalt sowie Freiheit.

Zum Punkt „Ehrlichkeit und Anstand" sagte der VP-Chef, er könne die Vergangenheit nicht ändern. Es habe Fälle von Korruption gegeben. Er werde aber mit „aller Konsequenz" dafür sorgen, dass „wir in solche Verhaltensweisen nie wieder verfallen". Dazu brauche die ÖVP „keine Figuren" wie Peter Pilz (Grüne) oder Stefan Petzner (BZÖ). Diese „Moralapostel" sollten vor der eigenen Tür kehren.

Die Menschen hätten viel Vertrauen in die Politik verloren, sagte der VP-Chef. Das sei der Nährboden für "Populisten" wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und "Politclowns wie die Piraten". Mit den in den vergangenen Wochen präsentierten Vorschlägen seiner Partei für mehr direkte Demokratie könne man das Vertrauen wieder gewinnen.

"Eigenverantwortung ist verloren gegangen"

Die Österreicher müssten aber auch Verantwortung für ihr eigenes Leben tragen: Früher hätten die Menschen - wie etwa auch seine Eltern - Die Dinge selbst in die Hand genommen und „verstanden, dass es nicht der Staat ist, der Geschenke macht".

„Sie haben Eigenverantwortung übernommen. Dieses Denken ist verloren gegangen", sagte Spindelegger. Jungen Menschen müssten dieses Denken wieder lernen. Außerdem müsse man „die unterstützen, die mit Tatkraft und Fleiß ihr Leben und das unseres Landes in die Hand nehmen."

(c) AP

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"Jeder in diesem Land kann ein Mateschitz werden, wir müssen ihnen nur die Flügel verleihen", betonte Spindelegger. Er forderte einen Fonds für Jung-Unternehmer, gespeist mit Dividenden aus Unternehmensbeteiligungen des Staates - „oder gehen wir einen mutigen Schritt nach vorne in der Privatisierung." Außerdem brauche das „Hochsteuerland Österreich eine „Steuerdiät", um den Mittelstand zu entlasten. Dafür müsse man aber erst einmal "runter mit den Schulden". Hier habe man mit dem in der Koalition ausgehandelten Sparpaket schon eine „große Leistung" erreicht.

Kritik übte Spindelegger am AMS. Dort werde Arbeitslosigkeit oft nur "verwaltet", teure Kurse würden nicht nur "die Zahlen kaschieren". Das müsse sich ändern, forderte der Vizekanzler und schlug ein Anreiz-System für AMS-Berater vor.

"SPÖ ist zukunftsängstlich"

Zum Thema Pensionen forderte der Vizekanzler „Schluss mit der Frühpensionierungsmentalität". Er wünscht sich eine Neudefinition der Stellung älterer Menschen in der Gesellschaft und will einen "Generationenbeauftragten" installieren.

In seiner rund einstündigen Rede versuchte der VP-Chef auch, sich vom Koalitionspartner SPÖ abzugrenzen. So erteilte er einer Gesamtschule und einer Erbschaftssteuer erneut eine Absage. Die SPÖ sei "zukunftsängstlich" und rede den Menschen ein, dass man nur auf Geschenke des Staates warten müsse.

"Ich muss nicht aus einem Flugzeug springen"

Er lese oft, er sei „zu brav, zu angepasst", meinte Spindelegger. "Ich muss nicht aus einem Flugzeug springen, um euch meinen Mut zu beweisen."

Für das Jahr 2025 wünscht sich Spindelegger, dass Österreich dann Weltmeister bei den erneuerbaren Energien ist, es 100.000 zusätzliche "green jobs" gibt und die Forschungsquote bei sechs Prozent liegt (derzeit sind es drei Prozent).

Zu der Rede waren 1200 Gäste gekommen, unter ihnen sämtliche Spitzen der ÖVP, Spindeleggers 93-jähriger Vater und der Apostolische Nuntius in Österreich, Peter Stephan Zurbriggen. Die Inszenierung begann mit einer Balletteinlage zu den Klängen von Tschaikowskys "Dornröschen Walzer". Vor dem VP-Chef durfte noch Sport-Manager Ronnie Leitgeb, früherer Mitschüler von Spindelegger, auf die Bühne. Er erinnerte sich an Spindelegger als „Langstreckenläufer" und „grundsoliden Linienspieler". Er sei nie laut oder besonders risikofreudig gewesen. Heute sei Spindelegger ein "guter Kapitän in stürmischen Zeiten".

Die ÖVP startet auch mit neuen Plakaten und Inseraten in den Vorwahlkampf. Ein "Update" des 17 Jahre alten Parteiprogramms soll rechtzeitig vor der Nationalratswahl 2013 vorliegen.

(Red.)

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361 Kommentare
 
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Gast: Ich habe die Nase voll von der lächerlichen ÖVP
15.05.2012 15:04
1 0

quatsch, quatsch war das alles

Die meisten können nicht Mateschitz werden, sondern kämpfen jeden Tag ums Überleben.
Typischer ÖVP_quatsch, könnt auch aus dem Mund von Schüssel und Grasser stammen

Gast: Kläfffff
15.05.2012 13:55
0 0

Ich beiß ihn, er hat meine Wurst gestohlen

und dem Mateschitz gegeben.....

das lustigste war trotzdem der Verhaltenskodex

da gibts bei den schwarzen einen Korrputionsskandal nach dem anderen, dann erfinden sie einen Verhaltenskodex und sagen (bevor sich dieser Kodex noch 1 Tag bewährt hat), dass sie jetzt viel sauberer sind als alle anderen Parteien, weil die den nicht haben...

Politik bleibt Kabarett. Wie zum Geier soll ich da noch wen ernst nehmen, oder mich für Politik interessieren, wenn ich dauernd belogen, oder für dumm verkauft werd.

Ich interessiere mich nicht dafür belogen zu werden.

Und für alle, die (hoffentlich dafür bezahlt) daran glauben, dass der Herr in Blau auch nur um einen Deut besser ist... schau mas uns an, die dodeln tun eh alles dafür, dass er seine chance bekommt. Ich glaub, er kann das Theater sogar noch toppen. Kann man nur hoffen, dass er nicht mehr mist baut, als wir nachher wegräumen können.

Gast: mayerz
15.05.2012 09:48
0 0

taten

Auf Worte sollten bekanntlich Taten folgen. Dann wäre die ÖVP wieder glaubwürdiger.

0 0

Dumm, dümmer... Spindelegger

Es hat den Anschein als könnte dieser Mann sagar unser Faymanderl schlagen!!!

Gast: ein schwarzes Schaf unter den roten
15.05.2012 05:11
6 0

immer wieder, auf Dödelfang

. . . Volk begnadetes Stimmvieh!

Gast: gasti
14.05.2012 23:13
2 0

ich glaub der wird noch tiefer fallen als gusenbauer


Gast: R_Fu
14.05.2012 21:45
3 0

"Heimat bist Du vieler Mateschitzens"

Solange man dem Buerger ein virtuelles Wuerstchen vors Gesicht baumeln kann, wird er sich nicht mit struktuellen Dingen wie Milliardenverschwendung in einer Mehrfachverwaltung oder Milliardenverschwendung bei den Ruhegenuessen/Pensionen der Beamten/Fruepensionssuechtigen befassen.

Liegt auf der Ebene von K.H.Grasser-Bashing oder Bundeshymnen-Gendering !!

Typische Luftblase eines "Ferngesteuerten" !!

Gast: Waldemar Wuroz
14.05.2012 21:03
7 0

"Jeder kann ein Mateschitz werden" - Die ewige Lüge des Kapitalisten

Abgesehen davon, dass die allermeisten Menschen davon durch verschiedenste Hindernisse ausgeschlossen sind und somit nicht jeder reich werden kann, kann nicht JEDER reich werden.

Dieses System braucht eine arme Masse, die für den Reichtum gewisser Weniger arbeitet. Einige Wenige können nur dann durch Nichtstun reich bleiben, wenn andere sich für deren Zinsen und Profit ihr Leben lang abrackern.

Aber es dient jenen, die schon reich sind, wenn das Volk an das glaubt, denn dann werden sich immer Leute finden, die eigentlich ihren luxoriösen Lebensstil durch ihren 60h Job finanzieren.

Gast: freund?
14.05.2012 19:35
1 0

bei DEM echo hätte er lieber halsentzündung haben sollen



der große vorsitzende der kleinen paddei !

Rücktritt

normal müßte Spindelegger für den Mist was er da verzapft hat, zurücktreten. Es ist eine Schande, dass so einer das Recht hat, in der Regierung zu sitzen. Wir sind wirklich arm dran
mit solchen ....... in der Regierung

VP - voll peinlich


Gast: b754
14.05.2012 18:54
7 8

Der einzig wählbare Politiker ist nur noch Strache

2013 x

Antworten Gast: röhrerbruch
15.05.2012 17:18
1 0

Re: Lugner statt Strache!

Im Zweifelsfall besser ein lustiger Dolm, als ein verbitterter.

Antworten Gast: Michi Austria
14.05.2012 20:06
4 3

Re: Der einzig wählbare Politiker ist nur noch Strache

Kann mich nur anschließen!

Antworten Gast: ösi
14.05.2012 19:31
5 4

Re: Der einzig wählbare Politiker ist nur noch Strache

Finde ich auch

des is jetzt aber schon a bissl peinlich, oder?


Gast: Reflector
14.05.2012 18:44
3 0

Herr VBK bitte zum Dienstantritt melden!


Sie haben die Ehre zusammen mit

57 SPÖ Mandataren
51 ÖVP Mandataren
20 Grüne Mandataren

und ihren Kollegen aus der Regierung

eine Elitetruppe zu bilden, welche die Ehre hat die kolportierten 3 Mrd. € GR Schuldenzahlung durch Ö, die aber höchstwahrscheinlich eher 7 Mrd. ausmachen werden, für das in diesen Kreisen so geliebte Österreich, abarbeiten zu dürfen.

Der Vorschlag wurde mehrheitlich mit Begeisterung angenommen.

Wir freuen uns für sie, dass ihnen und Ihren Kollegen diese verantwortungsvolle Aufgabe übertragen wurde.

Auch sind wir glücklich ihre Erfahrung und Weisheit die sie uns auf diesem schönen Event nur allzu gütig zukommen liessen, gleich im Praxistest sehen zu dürfen.

Lächerliche 50 Millionen € + Zinseszins + Gebühren pro Kopf für diese ca. 140 Personen umfassende Eliteeinheit wird da doch kein Problem sein, wenn jeder von euch ein Mateschitz wird.

Alles Gute!

Gast: Fragensteller2
14.05.2012 18:34
1 0

wieviel Steuer zahlt der Herr Mateschitz

im Jahr? Oder seine diversen Firmen? Wär ganz interessant zu wissen.

Re: wieviel Steuer zahlt der Herr Mateschitz

`wenn er es gscheit macht weniger als 10 %

Antworten Gast: Taschlovitz
14.05.2012 18:46
5 0

Re: wieviel Steuer zahlt der Herr Mateschitz

Wieviel Steuern Herr Mateschitz zahlt, ist für Herrn Schwindelegger nicht relevant. Wieviel er der ÖVP spendet, das zählt und nichts anderes.

Gast: Die Reichen sind sooo arm...
14.05.2012 18:31
3 2

Mit 1,3 Millionen Euro Vorstandsgage verdienen ATX-Manager wieder das 48-fache von durchschnittlichen Arbeitnehmern. Das ist so viel wie im Rekordjahr 2008. Im Jahr 2000 war es noch das 20-fache.

Das sagt Spindelegger:

"Eigenverantwortung ist verloren gegangen"
Die Österreicher müssten aber auch Verantwortung für ihr eigenes Leben tragen: Früher hätten die Menschen - wie etwa auch seine Eltern - Die Dinge selbst in die Hand genommen und „verstanden, dass es nicht der Staat ist, der Geschenke macht".

So siehts wirklich aus:
ATX-Manager verdienen im Schnitt 1,3 Mio. Euro
Laut AK-Analyse bekommen Manager in den Leitunternehmen im Wiener Börsenindex ATX im Schnitt um 20 Prozent mehr als im Vorjahr. „ Mit 1,3 Millionen Euro Vorstandsgage verdienen ATX-Manager wieder das 48-fache von durchschnittlichen Arbeitnehmern. Das ist so viel wie im Rekordjahr 2008. Im Jahr 2000 war es noch das 20-fache. Ein ATX-Manager bekommt binnen zwölf Monaten, wofür andere ein Leben lang arbeiten. Das steht in absolut keiner Relation zur Leistung!“, kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel.

http://wien.arbeiterkammer.at/online/managergehaelter-13-millionen-euro-55682.html

Antworten Gast: cogolin
14.05.2012 19:20
0 0

Re: Mit 1,3 Millionen Euro Vorstandsgage verdienen ATX-Manager wieder das 48-fache von durchschnittlichen Arbeitnehmern. Das ist so viel wie im Rekordjahr 2008. Im Jahr 2000 war es noch das 20-fache.

Ist schon gut,der Neid, der Neid, der Neid schlimm sowas.

Antworten Antworten Gast: Dummheit ist noch schlimmer
14.05.2012 20:06
1 0

Re: Re: Mit 1,3 Millionen Euro Vorstandsgage verdienen ATX-Manager wieder das 48-fache von durchschnittlichen Arbeitnehmern. Das ist so viel wie im Rekordjahr 2008. Im Jahr 2000 war es noch das 20-fache.

Hoffen wir für Sie, dass sie nicht weh tut, Herr (Möchtegern)Topmanager.

Antworten Gast: Gerne nur Gast
14.05.2012 18:55
3 1

Hallo Arbeiterkämmler!


Schreiben sie das in der Freizeit oder in ihrer Dienstzeit?

Wieviel bekommt denn ihr Chef Herr AK "Präsident" Tumpel pro Monat bzw. Jahr?
Ein ATX-AG-Manager ist seinen Anteilseignern gegenüber verantwortlich, und Herr Tumpel? Zahlen die Arbeitnehmer den AK-Beitrag freiwillig oder ungefragt?

Antworten Antworten Gast: selig sind die Armen (damit waren aber nicht die Dummen gemeint)
14.05.2012 20:05
0 1

Re: Hallo Arbeiterkämmler!

Ich schreibe das, weil es wahr ist und habe mit der AK nichts zu tun. Die hat nur die entsprechenden Zahlen angeführt. Man sollte sich die Frage stellen, ob CEOs heute soviel besser sind als vor 10 Jahren- die Frage kann man nach all den Skandalen wohl eindeutig beantworten, also verdienen sie auch nicht 2,5 mal soviel Entlohnung wie vor 10 Jahren.

 
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