Nach der Gemeinderatswahl dürfte in Innsbruck eine sogenannte "Ampelregierung" fix sein. Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der Liste "Für Innsbruck" (FI; Parteifarbe gelb; Anm.) will mit SPÖ und Grünen eine Koalition bilden.
Am Montagabend gibt es noch Sitzungen der Parteigremien von FI, SPÖ und Grünen. Am Dienstag könnte die neue Koalitionsregierung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für Mittwoch wurde die konstituierende Gemeinderatssitzung bereits einberufen.
Am Montagnachmittag hatte die ÖVP Oppitz-Plörer noch ein "Ultimatum" bis 18 Uhr gestellt und unter anderem die Funktion des Vizebürgermeisters gefordert. Die Bürgermeisterin wollte den dreiseitigen Brief der ÖVP nicht kommentieren. Sie erklärte aber, dass am ausverhandelten Arbeitsübereinkommen mit den übrigen Parteien nicht mehr gerüttelt werde.
In dem einstimmig vom Stadtparteivorstand beschlossenen Brief verwies die ÖVP auf das Ergebnis der Gemeinderatswahl und die beiden Durchgänge der Bürgermeisterwahl. Der Wählerwille bringe dabei "eindeutig" zum Ausdruck, dass die VP die Funktion des Ersten Vizebürgermeisters übernehmen solle.
Die Auseinandersetzungen zwischen Oppitz-Plörer und Platzgummer reichen noch in die Ära der mittlerweile verstorbenen Innsbrucker Stadtchefin Hilde Zach zurück und fanden im Wahlkampf einen weiteren Höhepunkt. Oppitz-Plörer attackierte dabei auch massiv VP-Landesparteichef Landeshauptmann Günther Platter, der Platzgummer nach dessen Ausscheiden aus der Landespolitik für "Zukunftsfragen" ins Landhaus geholt hatte.
(APA)
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