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Spindelegger: "Niemand möchte mit mir tauschen"

14.05.2012 | 18:17 |  von Oliver Pink (Die Presse)

Entschlossener, aber auch selbstironischer als gewohnt inszenierte sich ÖVP-Obmann Michael Spindelegger bei seiner "Österreich-Rede" in der Hofburg als Anwalt der "Freiheit" und der Klein- und Mittelbetriebe.

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Wien. Vorn in der ersten Reihe wartete bereits sein bald 93-jähriger Vater Erich Spindelegger, einst ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Bürgermeister in der Hinterbrühl, auf ihn. Nach einer Tschaikowsky-Balletteinlage zog der ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler dann, gefolgt von seinen Regierungsmitgliedern, seinen Landespartei- und Bünde-Obleuten, in den Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg ein.

Und sehr persönlich legte der Sohn, Michael Spindelegger, auch seine Rede zur Lage der Nation an. Nachdem zuvor sein Schulfreund Ronnie Leitgeb noch eine einleitende Laudatio gehalten hatte. Spindelegger, so der ehemalige Thomas-Muster-Manager, sei ein „grundsolider Grundlinienspieler“.

Ein halbes Jahr lang, hob Michael Spindelegger zu Beginn seiner Rede an, habe sein Vater nach Ende des Zweiten Weltkriegs Europa durchquert, um wieder nach Hause zu kommen – wo er dann gemeinsam mit seiner Frau die ÖVP-Hinterbrühl gegründet habe. Nicht, weil er sonst nichts zu tun gehabt hätte, sondern weil er „die Freiheit“, die er nun endlich wiederhatte, mitgestalten wollte.

Der Begriff „Freiheit“ zog sich wie ein roter Faden durch Spindeleggers Rede. Immer wieder nahm er darauf Bezug. Ob nun im Falle der unternehmerischen Freiheit, der Wahlfreiheit in Familien- und Berufsangelegenheiten – oder ganz generell.

Der ÖVP-Chef versuchte, sich und seiner Partei Ecken und Kanten zu geben. „Die ÖVP macht da nicht mit!“, donnerte er etwa in den Saal, als er die Mentalität, sich stets auf den Staat zu verlassen, ansprach. „Ich weiß, viele finden mich zu brav, zu angepasst“, meinte er selbstkritisch. Aber er müsse seinen Mut nicht beweisen, indem er aus einem Flugzeug springe – eine Anspielung auf Heinz Fischer – und durch Discos toure und dort Getränke spendiere.

Wiewohl Spindelegger neben den ideologischen Pflöcken, die er einschlug, mit Seitenhieben auf die Konkurrenz beinahe schon eine Wahlkampfrede hielt. Der Vertrauensverlust in die Politik sei ein Nährboden für „Populisten wie Strache“ und „Politclowns wie die Piraten“. Solche „Figuren“ wie Peter Pilz und Stefan Petzner habe man als Moralapostel nicht nötig. Die ÖVP habe mit ihren Antikorruptionsregeln selbst die Initiative ergriffen. Die SPÖ sei „zukunftsängstlich“, die Grünen würden in einer „Scheinwelt der Gutmenschen leben“.

 

Sechs-Prozent-Quote für die Forschung

Die ÖVP hingegen, so Spindelegger, sollte an der Spitze des Fortschritts stehen. Die Quote für Forschung und Entwicklung möchte er von drei auf sechs Prozent heben. Österreich sei ein Hochsteuerland, das auf Diät gesetzt werden müsse. „Erst runter mit den Schulden, dann runter mit den Steuern.“ Einen Steuerfreibetrag pro Kind von 7000 Euro sollte es geben, dazu eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensgewinn.

Spindelegger gab sich als Anwalt der Klein- und Mittelbetriebe. Diese seien „keine ausbeuterischen Kapitalisten“, sondern hätten soziale Verantwortung. Und sie müssten mehr Wertschätzung erfahren. So schlug Spindelegger etwa einen Start-up-Fonds für Jungunternehmer vor, der aus Dividenden von staatlichen Beteiligungen gespeist werden sollte. Das Arbeitsmarktservice funktioniere zudem vielfach nicht so, wie man sich das vorstelle. Daher sollte es eine Prämie für AMS-Mitarbeiter geben, wenn sie erfolgreich einen Job vermitteln.

Wirtschaftliches Wachstum könne in Zeiten der Eurokrise nicht durch das „Anwerfen der Banknotenpresse“ erreicht werden, das sei vorgestrig. Er, Spindelegger, habe sich allerdings „in Europa“ bereits dafür stark gemacht, dass ein EU-Wachstumsfonds für KMU eingerichtet werde, verwaltet von Johannes Hahn.

Im Bildungskapitel beharrte der ÖVP-Chef auf einem Fortbestand der Gymnasien und forderte mehr Respekt für die Lehrer ein. Er selbst habe unlängst zwei Stunden an der Schule seines Sohnes unterrichtet. Conclusio: „Ich möchte nicht tauschen.“ Launiger Nachsatz: „Aber es möchte mit mir im Moment auch niemand tauschen.“

Diese Selbstironie kam beim Publikum besonders gut an. Dort saß nicht nur ÖVP-Prominenz, sondern auch der Apostolische Nuntius, Peter Stephan Zurbriggen, Präsident der Industriellenvereinigung Veit Sorger, Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny, der Lobbyist Wolfgang Rosam und die „Heute“-Herausgeberin Eva Dichand.

Dennoch wirkte Spindelegger entschlossener, ernsthafter als gewohnt. Der Auftritt war gut inszeniert. Mitunter etwas übertrieben, aufgesetzt vielleicht. Etwa als Spindelegger befand: „Jeder in diesem Land kann ein Mateschitz werden. Wir müssen den Menschen nur Flügel verleihen.“

 

„Mehr Demokratie wagen“

„Mehr Demokratie wagen“ – diesen Willy-Brandt-Slogan übernahm gestern auch der ÖVP-Chef. Zu diesem Zweck sollten zehn Prozent der Wahlberechtigten eine Volksabstimmung veranlassen können. Und die Bürger sollten zehn Prozent ihrer Steuern zweckwidmen können. Zudem möchte er einen „Generationenbeauftragten“, um in „unserer altersbunten Gesellschaft“ das Miteinander von Alt und Jung zu fördern.

Am Ende wurde Michael Spindelegger dann noch pathetisch: „Es gibt Parteien, die lassen sich von Umfragen leiten. Es gibt Parteien, die lassen sich von Zeitungen leiten. Und es gibt uns, die Volkspartei. Wir lassen uns von Werten leiten.“ Eva Dichand nahm das übrigens ungerührt auf. Gastkommentar Seite 27

Was bisher geschah

Reden zur Lage der Nation: Alois Mock hatte als ÖVP-Chef in den Achtzigerjahren damit begonnen. Wolfgang Schüssel ließ diese Tradition wieder aufleben. Er wählte dann auch die Hofburg als Ort dafür. Sein Nachfolger, Wilhelm Molterer, behielt nicht nur den Ort, sondern auch den Termin um den 15. Mai (Jahrestag der Staatsvertrag- Unterzeichnung) bei. An diese Tradition knüpfte nun auch Spindelegger an. Ausgeschert war Josef Pröll, der 2009 nicht nur den Termin auf den 14. Oktober verlegte, sondern auch den Ort ins Finanzministerium.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2012)

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232 Kommentare
 
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Gast: Herbert Fuchs
16.05.2012 11:06
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Tauschzentrale gesucht

sehr geehrter Herr Vizekanzler:
1. der selige Dr. Kirchschläger sprach vom trockenlegen der Sümpfe...ja das ist wohl ein Dauerbrenner hierzulande
2.man könnte eine ganze Farm aufmachen..lauter Unschuldslämmer die von NICHTS gewusst haben
und das in Top-Positionen und mit besten Verbindungen(Netzwerk)
3.da die Filzokratie sich auf alle Parlamentsparteien aufteilt,will keiner dem Anderen ans Bein pinkeln
4. Österreichs Meisterkoch (Mr. Giftpilz) kommt vor lauter giftgrüner Geiferei ja gar nicht zu elementaren zentralen parlamentarischen Aufgaben?
5. diese U-Ausschüsse sind ja recht unterhaltsam,aber nach Ende der Vorstellung gehen wir doch lieber zur Tagesordnung über?
denn direkte Verurteilungen gibt es ja keine
denn da kommen ja zuerst die Anwälte zwecks Beeinspruchung solcher Verdächtigungen(unSCHULDsvermutungen)
6. traurig ist ja nur die endlos lange Liste der
Geschädigten aus diesen Malversationen(A bis Z),man denke nur was die Banken verspekuliert haben(sog. Abschreibungen,Wertverluste,etc),d.h. im Klartext dass viele Zulieferer,KMU mit Quoten abgespeist werden..
7. für Banken ist immer genug Geld da,da sorgt schon die sog. Wirtschaftspartei dafür
8. bei der nächsten Wahl bleibt nur mehr der Würfel(Pest oder Cholera)....

Gast: total crash
16.05.2012 10:29
1 0

Spindelegger`s "Österreich-Rede"

= Sprechgake ersten Ranges [°µ°] Q S

Sein gesamtes Ansinnen war und ist doch gelebter-verantwortungsvoller-sozialer-gesellschaftlicher-politischer-normaler-ehr bzw respektvoller- öffentlicher-Umgang,nur in der VP hat man`s vergessen und / oder draufgschis*`n ;o)

Gast: UKW
15.05.2012 20:50
2 0

Apropos tauschen, warum hat man eigentlich den Titel zu diesem Artikel ausgetauscht?

Ist dieser angebliche "Anwalt der Freiheit und der Klein- und Mittelbetriebe" nicht viel eher der vierundvierzigste Beamtenlobbyist von links?

Einer der vom Planeten Jupiter herabgestiegen ist um die Menscheit mit seinen leeren Phrasen zu Tode zu langweilen?


Gast: ADVOCATUS DI
15.05.2012 19:45
1 0

KARIKATUR

Da hat er schon Recht, der Spindelegger, DASS NIEMAND SEINEN JOB WILL, aber nicht deshalb, weil sein Job an sich nicht attraktiv ist, sondern-WEIL KENER MEHR MITGLIED DES SCHWARZEN SCHÜTZENVEREINES SEI WILL!!
Das ist der Grund, und wenn Ihr so weitermacht, dann ist die ÖVP schon bald-EIN GEHEIMBUND-mit ein Paar-Tausend Mitgliedern!!

Oder man sich morgens gute Gewissens im Spiegel sehen kann !!!


Gast: Rede als Rohrkrepierer
15.05.2012 19:41
1 0

Conclusio: Wir werden von schaumschlagenden Blöffern beherrscht, d.h. nur ausgenützt und ausgepresst - und mit der "Freiheit" der Überwachung niedergebügelt, mit struktureller Gewalt aller Chancen beraubt - und der verwöhnte Witzekanzler quasselt nur selbstherrlich Haarsträubendes

Falls er echt glauben sollte, wovon er faselt, dann gehört er rasch entsorgt. Aufgrund seiner bisherigen vielen Fehlentscheidungen (z.B. Wahabitenzentrale, Diplomatenpässe, Griechenland, Euro-Rettungsschirm, Kurz, Personalpolitik, angebliches Transparenzpaket) ist zu vermuten, daß er echt glaubt, wovon er spricht. Damit outet er nur himmelschreiende Inkompetenz und staatsgefährdendes Nichtwissen, was für uns Steuerzahler fatal ist. Garniert mit Hinterfotzigkeit.

Denn wären wir alle wie Mateschitz Milliardäre, hätten wir Hyperinflation mit vielen Nullen, aber schwindende Kaufkraft, wie in den 1920er Jahren oder nach dem 2.Weltkrieg. Nur durch eine Währungsreform=Währungsschnitt und damit verbundene Geldvermögensvernichtung könnten die für das Pyramidenspiel "Kapitalismus" notwendigen differenzierenden Relationen (wenige Milliardäre : Masse der Habenichtse) wieder eingeführt werden.

Die Regierung vernichtet gerade wegen unglaublichen Knowhow-Defiziten (null Ahnung von fast allem) zugunsten der Machinationen der geldgierigen Bankster, dem tricksenden Griechenland und der anfängerfehlergespickten Euro-Fehlkonstruktion fleißig zig-Milliarden Volkswohlstand. Hinterfotzig wird nun von Witzekanzler Spindelegger dieses Totalversagen der Regierung der Bevölkerung zum Vorwurf gemacht, indem er behauptet, jeder Tüchtige könnte wie Mateschitz flugs Milliardär werden. Wer also noch nicht Superreicher ist, ist dieser Logik zufolge daran selber schuld, nicht die böse SPÖVP-Mißwirtschaft!?

Gast: Zyniker beuten uns aus
15.05.2012 18:33
3 0

Ich würde sofort voll Freude mit Spindelegger tauschen!

Für die Steuerzahler wäre das obendrein ein super Geschäft, da ich in ökonomischen Belangen ziemlich versiert bin. Auch die Physik der Macht beherrsche ich ganz ohne Coach. Dazu sehe ich gut aus. Und bin eloquent. Verhandlungssicher in 3 Fremdsprachen. Parkettsicher in Brüssel und an der Wallstreet. Dazu bich ich witzig. Reden kann ich locker weitaus bessere halten, inhaltsreichere, interessante, denn mein Wissensfundus ist groß. Verhandlungsgeschick ist meine Stärke. Der Steuerzahler würde also mit mir Rebbach machen. Und das Unternehmen Österreich florieren.

Dennoch verdiene ich trotz WU+Jus-Doktorat und Leistungsorientierung für mein aufgezwungenes Workaholicdasein nur 2.500 Euro netto, wovon ich als "Reicher" teure Wohnraumbeschaffung, Auto, Pensionsvorsorge, Privatschule der Kinder (wegen der Migranten-Analphabetenschulen) und einen Zuschuß für die superteure Pflege meiner bettlägrigen Eltern bezahlen muß, denn der feige Staat spart bei den hilflosen Alten rigoros ein (Enteignungsökonomie). Daher bin ich ständig knapp bei Kasse, auf Sonderangebotejagd, nie Urlaub.

Mein einziger Makel: ich habe kein Parteibuch, da mir Intriganten, Schlitzohren, Promis und Kleptokratendasein zuwider sind. Ebenso das ständige Lügenmüssen.

Unter diesen tristen Hamsterrad-Bedingungen als Zahldepp würde ich gerne sofort mit dem Herrn Witzekanzler tauschen. Der Job würde mir herrlichen Spaß machen. Und ich hätte erstmals im Leben richtig viel Geld. Die Kinder bekämen den heißersehnten iPad.

Antworten Gast: KHuber
16.05.2012 08:42
0 1

Re: Ich würde sofort voll Freude mit Spindelegger tauschen!

"richtig viel Geld"

Ihr Studium an der WU hat nicht viel gebracht.

Gast: TT1
15.05.2012 17:51
3 0

Niemand will mit Spindi tauschen

Das stimmt, "being Spindelegger" wäre wirklich kein Spaß. Aber seine Position, seine Möglichkeiten wären zweifelsohne interessante. In Österreich fehlt eine Partei, die den Mittelstand ehrlich vertritt. Diese ÖVP ist das nicht. Insofern hat Herr Spindelegger ordentlich Persönlichkeitsprobleme, die aber hervorragend in die ÖVP passen.

Gast: roll-mops
15.05.2012 17:50
1 0

ich möchte tauschen.

für so viel geld würd ich fast jeden job machen.

Gast: Franz456
15.05.2012 17:19
4 0

Wie abgehoben doch Spindelegger ist!

"Niemand" will seine € 200.000 Gage?

Jedem Volksschüler kann man diese Leistungen zumuten!

Gast: Politikerbeobachter
15.05.2012 17:03
1 0

Mann, ist das langweilig...

..schnarsch, schnarsch...

Antworten Gast: Walter45
15.05.2012 17:17
2 0

Re: Mann, ist das langweilig...

Das war er als ÖAAB Obman auch schon!

Spindelegger war schon immer "eine taube Nuss"!

Sind Politiker*I*nnen jetzt die "neuen Untermenschen"?

Als vor kurzem Herr Strache von Freiheitlichen als "die neuen Juden" sprach, heulte das entsprechende "Lager" entsprechend auf, und das anders entsprechende Lager heulte entsprechend zurück. Und das, obwohl dieser Vergleich nicht einmal hinken konnte - er war völlig beinlos! Was mir nun auffällt, ist, dass seit einiger Zeit in Foren ganz heftig gegen die Politik im Allgemeinen und deren "-er*I*nnen" im Besonderen aufgetreten wird. Unter der Tuchent der Schutzmantelmadonna "Anonymität" wird gespottet und - was ja wirklich widerlich ist - gehetzt, dass sich manche "Waffen" nur so biegen! Wut, Spott, Hohn und einiges mehr wird ausgegossen, und manche "Sanktion" wird angedroht. "Wahltag ist Zahltag" ist natürlich völlig legitim, Aufforderungen zu uneingeschränkter Haft und Drohungen mit dem "Laternenpfahl" sind es schon nicht mehr - bleiben aber dennoch weitgehend unzensuriert. Auch das Beschimpfungsvokabular mit "Trotteln", "Verräter", "Volksverräter", "Volksschädlinge", etc., wird immer heftiger. Na gut! Wir haben immerhin Meinungsfreiheit - oder nicht? Einiges davon ist seit 75 Jahren bestens bekannt und hat letztendlich als Vorwand für blindwütige Liquidation Unerwünschter gedient. Ich bleibe bei meiner Frage, denn irgendwann kommt, wenn es so weiter geht, das "Ja" als entsetzliche Antwort. Und die Antworter*I*nnen werden sich als absolut im Recht wähnen. Wir sollten dem gegensteuern, und auch ich werde mich bei der Nase nehmen.

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Re: Sind Politiker*I*nnen jetzt die "neuen Untermenschen"?

Einschränkung der Meinungsfreiheit als Heilmittel gegen die abweichende Stimmung in der Bevölkerung?
Feine Sache! Damit sind sie selbst dieser gewissen Zeit vor 75 Jahren näher als jeder, der seinen Unmut halt etwas derb zum Ausdruck bringt.

Im Übrigen ist dieser Unmut relativ einfach abzustellen: Entfernung all dieser korruptionsanfälligen, fremdgesteuerten Berufsfunktionäre und keine Koalition mit der SPÖ, jetzt und nach den Wahlen.... das letzte Mal als die ÖVP das durchgezogen hat, hat sie über 40% Zustimmung eingefahren, mehr als doppelt so viel als sie - laut Umfragen - jetzt hat.

Re: Re: Sind Politiker*I*nnen jetzt die "neuen Untermenschen"?/EvE

Aha, jetzt weiß ich es endlich! Beschimpfungen und Verleumdungen, die sehr wohl strafrechtliche Relevanz haben, sowie Aufruf zu Attacken bis hin zur Lynchjustiz - dies, wohlgemerkt, unter dem Schutzmantel "Anonymität" - sind für Sie RECHTMÄSSIGE Meinungs"freiheiten". Und, sollte dies auch körperlich umgesetzt werden (können), sprächen (schrieben) Sie also von "selbstverschuldeten Kollateralschäden"? Auch eine "Feine Sache".

Antworten Gast: Guckst du
15.05.2012 17:18
2 0

Re: Sind Politiker*I*nnen jetzt die "neuen Untermenschen"?

Dass Politiker nicht mehr ernst genommen werden, daran sind die wohl selber schuld. Wer sich immer nur nichtssagend artikuliert, dem traut man auch nichts mehr zu. Alle wollen sie sich unverbindlich in der Mitte auf engstem Raum bewegen, penibel darauf bedacht, ja nicht daneben zu treten. Das kann ja nur langweilig sein und auch so gut wie nichts bewegen.
Die sollten alle einfach mal die Bücher und Aussagen von Altkanzler Helmut Schmidt lesen, wie er über die heutigen Politiker denkt, wie er sie wahrnimmt, was er ihnen empfiehlt, dann gehen ihnen (vielleicht) die Augen auf, und sie erkennen, wie sie vom Volk wahrgenommen werden. Ob sie sich dann ändern, ist eine andere Frage.

Was das Beschimpfungsvokabular vieler Kommentatoren hier betrifft, gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Dass diese primitiven Verbalinjurien auf die Schreiber selber zurückfallen, bemerken diese natürlich in ihrer Einfachheit nicht.
Deshalb sollte da rigoros durchgegriffen und alle Kommentare, die persönliche Beleidigungen und primitive Hetze enthalten, umgehend gelöscht werden.
Vielleicht kann dann das Niveau wieder auf ein erträgliches Maß gehoben werden.

Gast: sosiehtsaus+
15.05.2012 16:37
4 0

Qualifikation - ein "Must Have"

Es wird Zeit, dass auch Politiker in bestimmten Posten eine Qualifikation aufweisen müssen! Es kann nicht sein, dass jemand Kanzler ist, der ständig nur grinst und sonst keine Ahnung hat. Weiters lässt es sich wohl nicht vermeiden, dass sein Nachfolger HC genauso wenig Hirn hat - von Kompetenz gar nicht zu reden.

Solange es in der Politik nicht auch klare Qualifikationserfordernisse gibt (z.B.: Wirtschaftsstudium für Finanz- /Wirtschaftsminister) wie in der Privatwirtschaft, kann jeder Clown (siehe Faymann, Strache) hohe Politposten erreichen und Österreich in den Abgrund wirtschaften.

Mechaniker sollen Mechaniker bleiben, und Zahnarztgehilfen sollen Zahnarztgehilfen bleiben. Die haben in der Politik nichts verloren.

Her mit den Experten und weg mit den Wichtigtuern und Besserwissern.

Re: Qualifikation - ein "Must Have"

Ich hatte vor einigen Monaten das Pech, durch Zufall (wirklich - ich schwöre) in eine halb-parteipolitische Veranstaltung zu geraten.

Es ist unvorstellbar.
Wirklich.

Da sind Leute, die irgendwelche Bezirksamterl innehaben und von Dingen plappern, von denen sie so derart null/nada/nix verstehen, dass es schon wehtut. Die haben aber in einer Partei schon ein wenig Einfluss. Und so scheint´s bis oben durchzugehen.

Das ist das "Problem" der Demokratie. Vertreter sind statistisch eben durchschnittlich informiert.
Aber noch hat mir niemand ein besseres System gezeigt.

Antworten Antworten Gast: sosiehtsaus+
15.05.2012 20:23
2 0

Re: Re: Qualifikation - ein "Must Have"

Das Problem ist schlichtweg, dass in den Parteizentralen nicht Qualifikation belohnt wird, sondern vorauseilender Gehorsam und Schleimerei beim Vorgesetzten.

Sozusagen "nach oben bückeln, nach unten treten".

Sind Politiker*I


Gast: Franz Hasenöhrl
15.05.2012 16:25
1 0

warum 10 Gebote und nicht das ganze StGB

x) ausser Kirchschläger und ev. Klestil fällt mir niemand ein der befugt und berufen war eine Rede an die Nation zu halten
die selbsternannten Redner von Gottes Gnaden waren niemals glaubwürdig und ernst zu nehmen.
x)es ist ja wirklich traurig: bitte welche Partei ist 2013 überhaupt noch wählbar?allein schon die zahlreichen Korruptionen quer durch den Gemüsegarten erschrecken viele Wähler
x)auch diese Regierung hat einfach kein Format-
einfach widerlich die Liste der Magensäure produzierenden Politiker
x) statt der Hofburg wäre eher ein Pfarrsaal angebracht gewesen-echt peinlich
x) medizinisch gesehen geht es hier ja auch um politische Triebtäter..egal welche Farbenlehre angewendet wird
x)der Almauftrieb der schwarzen Schafe mit Weihrauch sollte ja nur von den weiteren Mrd -Verpflichtungen ablenken die uns diese Regierung eingebrockt hat (EU,EMS,Griechenland,Bankenspekulationen,etc)
x)wo und wann gibt es endlich eine wählbare Partei in Össistan?
x) trotz der vielen Häme..fürs Aussehen kann der Vizekanzler aber nichts

Gast: Kläffffff
15.05.2012 16:00
4 0

Ich tausch mit Dir, Spindi

Dann krieg ich eine goldene Hundehütte samt Chauffeur und Du kommst in meine halb einstürzende Bude.
Die ÖVP stürzt auch von selbst unter 20 %, da braucht es weder Dich noch mich

Gast: Armer Hund
15.05.2012 15:51
3 0

ich schon - dann habe ich keine Mindestpension, sondern

einen Vizekanzler-Bezug, vielleicht auch einige Schwarzgelder. Privilegien und eventuell auch Zuwendungen von Mateschitz.
Dass ich die scheinheilige ÖVP an die Wand fahre, kann ich entschuldigen, die fährt sich schon selbst an die Wand.

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Spindelegger: "Niemand möchte mit mir tauschen"

Oh doch!
Denn zusehen zu müssen, wie die ÖVP seit vier Jahren mit Gewalt die Wand gefahren wird, - und das wieder und immer wieder - ist wirklich schmerzhaft.

Nur hat niemand das Plazet aus Niederösterreich dafür.....

Gast: Master of the Universe
15.05.2012 14:50
5 0

Ich würde sofort mit Spindelegger tauschen!

Das Salär des Vitzekanzlers ist nicht schlecht. Und die nächsten Wahlen verlieren würde ich (und jeder andere) auch zusammenbringen.

 
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