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EU: Mobbing-Vorwürfe gegen Werthmann

17.05.2012 | 12:05 |   (DiePresse.com)

Fünf Mitarbeiterinnen der Europaabgeordneten Angelika Werthmann beschwerten sich über "tägliche Schikanen". Diese bestreitet die Vorwürfe. Die Frauen sollen an Abmagerung, Sehstörungen und Migräne leiden.

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Mehrere Ex-Mitarbeiterinnen werfen der fraktionslosen Salzburger Europaabgeordneten Angelika Werthmann Mobbing vor, was diese bestreitet. Fünf Ex-Assistentinnen, die in den vergangenen Monaten bei ihr beschäftigt waren, beschwerten sich bei der Assistentenvereinigung des Europaparlaments (EP) über "tägliche Schikanen und Mobbingattacken", "exzessive Arbeitszeiten" und "mangelnden Respekt der Privatsphäre". Auf die Vorwürfe angesprochen sagte Werthmann am Mittwoch: "Natürlich ist das unrichtig."

Vier von den Frauen klagen über gesundheitliche Probleme wie starke Abmagerung, Gastritis, Schlaf- und Sehstörungen und Migräne, die sie auf die psychische Belastung in der Arbeit zurückführen. "Ich verstehe das nicht. Wir haben ein gutes Arbeitsklima gehabt", sagte Werthmann, die sich "erstaunt und überrascht" von den "rufschädigenden Vorwürfen" zeigte, welche sie unverzüglich ihrem Anwalt weitergeben werde. "Gar nichts ist da dran", betonte sie.

"Verhalten einer Arbeitgeberin unwürdig"

Frank Puskarev, Mitglied des Personalrates der Abgeordneten-Assistenten und Mitarbeiter des deutschen Europaabgeordneten Thomas Händel (Die Linke), erklärte: "Sollten die Vorwürfe gegen Frau Werthmann zutreffen, und ich habe vor dem Hintergrund der Aussagen mehrerer ehemaliger Kolleginnen keinen Anlass daran zu zweifeln, dann ist dieses Verhalten einer Abgeordneten und Arbeitgeberin unwürdig. Man kann nach den Angaben der Beschäftigten durchaus von Psychoterror und Mobbing sprechen. Pikant dabei ist, dass Frau Werthmann sich im EP als Kämpferin gegen Mobbing am Arbeitsplatz engagiert, für sie selbst scheinen diese Maßstäbe aber nicht zu gelten."

Eine für allgemeine Sekretariatstätigkeiten eingestellte Mitarbeiterin beklagte, sie habe innerhalb von acht Stunden eine nach wissenschaftlichen Kriterien zitierte Arbeit verfassen müssen, "in der ich einen detaillierten Gesetzesvergleich von fünf bis sechs Mitgliedsstaaten anstellen sollte" und auch internationales und EU-Recht behandelt werden sollte. Von einem Tag auf den anderen habe Werthmann von ihr verlangt, rund 20 Berichte für die nächste Plenartagung des EU-Parlaments mit Hintergrundrecherchen, Konfliktpunkten und Stimmempfehlung auszuarbeiten.

"Stöbern in privaten Unterlagen"

Eine andere Ex-Assistentin erklärte, Werthmann habe "ein reges, über die menschliche Neugierde hinaus reichendes Interesse am Privatleben ihrer Mitarbeiter an den Tag gelegt, vorzugsweise nicht direkt, sondern über die anderen Mitarbeiter". Werthmann sagte dazu, sie habe in regelmäßigen Meetings und in Kaffeepausen mit ihren Assistenten gesprochen, dabei wollte sie lediglich "Anteil nehmen am Leben" der Mitarbeiter. Eine Ex-Mitarbeiterin schilderte, Werthmann habe unter dem Vorwand, das Büro aufzuräumen, den Schreibtisch einer damaligen Kollegin durchsucht und in privaten Unterlagen gestöbert.

Puskarev kritisierte, das EU-Beamten-Statut und Paragrafen zum Schutz vor Belästigung, Mobbing und ungerechtfertigten Entscheidungen des Arbeitgebers würden in der Praxis kaum greifen. "Die Freiheit des Mandats wird in diesen Fällen über den Schutz der Arbeitnehmer gestellt und diesen bleibt häufig nur der äußerst beschwerliche und teure Weg zum EuGH. Dieser Zustand ist mit den Zielen und Ansprüchen der Union von sozialen Schutz und Gleichbehandlung nach meiner Ansicht nicht vereinbar", sagte Puskarev. Mit der anstehenden Änderung des Statuts könnte dieser Missstand behoben werden.

(APA/Red.)

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45 Kommentare
 
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Gast: Blumengesteck
18.05.2012 11:02
2 0

Wenn jemand vom EU-Parlament hier mitliest

schaut euch doch mal näher an, wofür Fr. Werthmann Rechnungen einreicht, WAS also der Steuerzahler hier an Rechnungen der Frau Werthmann und WOFÜR bezahlt. Und dann überprüft auch mal, wofür sie die € 4.000 im Monat Büropauschale ausgibt. Da müssen ja Rechnungen da sein. Wurde das Geld nicht nachweislich wie vorgesehen ausgegeben, dann wie bei Hans Peter Martin das Geld zurück fordern!

Antworten Gast: Gegen Unbedarfte
20.05.2012 17:15
0 1

Re: Wenn jemand vom EU-Parlament hier mitliest

Wenn du hier Anschuldigungen verbreitest, dann musst du schon vorher Beweise habenl und erst dann ein Kommentar verfassen.
Deine Art jedoch ist eine ganz perfide, eine gerdezu charackterlose.

Antworten Antworten Gast: Blumengesteck
21.05.2012 10:04
0 0

Re: Re: Wenn jemand vom EU-Parlament hier mitliest

Keine Anschuldigung - mich würde nur interessieren was Fr. Werthmann mit dem Geld macht und ob sie es zurückzahlt wenn sie es nicht widmungsgemäß verwendet. Das sollte man mal überprüfen. Bezügl. perfide, charakterlose Art. Vielleicht ein Ausgleich zur "anständigen", "charaktervollen" und "kompetenten" Frau Werthmann?

Antworten Antworten Gast: Peter Pan
21.05.2012 09:24
0 0

Re: Re: Wenn jemand vom EU-Parlament hier mitliest

Wo bitte lesen Sie da Anschuldigungen? Das sind berechtigte Fragen (würde ich nicht nur Fr. Werthmann stellen) und OLAF sollte sich mal näher ansehen WAS die Damen und Herren Abgeordneten mit UNSEREM Steuergeld hier so machen. Es stimmt nämlich, dass JEDER Abgeordnete € 4.000,- (das ist fast vielmal so viel als ich verdiene!!) NETTO pro Monat nur für sein Büro bekommt. Und WO ist das Büro der Frau Werthmann?? Ich schließe mich der Forderung von Blumengesteck an und werde diesen Link an OLAF mailen. Warum nehmen Sie Fr. Werthmann eigentlich in Schutz? Sind Sie es selbst?

Re: Re: Re: Wenn jemand vom EU-Parlament hier mitliest

Also bitte, doch nicht OLAF. Das ist doch wohl die Oberplanierorganisation des EU-Parlaments. Oder was ist aus den Untersuchungen in Sachen Sekretariatszulage, Upgradings, fingierten Wonhortwechseln etc geworden? Da gehts pro involviertem MEP (und so wenige dürften´s nicht sein, denn 2008 sollen bei einer Stichprobe bei 91% der Dienstleistungsverträge "Mängel" festgestellt worden sein...) um Schadenssummen, für die Otto Normalverbraucher für 10 Jahre (Höchststrafe bei Vermögensdelikten) in den Bau einfahren würde. Inzwischen sind 4 Jahre ins Land gezogen und die Gauner sitzen wahrscheinlich großteils noch immer im EU-Parlament. Der Herr OLAF hat also ganze Arbeit geleistet - wie es halt seine Aufgabe ist... ;-)

Scheint ja ein reiner Frauenladen zu sein.

Ach so, eine Männerquote haben die ja nicht.

Gast: Robert Sabitzer
18.05.2012 09:11
0 0

Vorwürfe gegen Fr. Werthmann

Ich habe erst heute von den Vorwürfen gegen Fr. Werthmann erfahren und die Postings hier gelesen. Sammeler (kennen wir uns persönlich?) hat mich aufgefordert, Stellung zu nehmen, was ich hiermit gerne tue. Ich habe, ebenso wie andere mir bekannte Menschen, unangenehme Erfahrungen mit Fr. Werthmann machen müssen. Die Liste an Menschen die das bestätigen können, ist recht lang. Ich werde hier nicht öffentlich Schmutwäsche waschen bin aber gerne bereit, mich mit interessierten Menschen auszutauschen. Man kann über robsab@aon.at gerne mit mir in Kontakt treten.

Antworten Gast: Annanys
19.05.2012 19:15
0 1

Re: Vorwürfe gegen Fr. Werthmann

Robert Sabitzer - laut Google Assistent vom EU-Abgeordneten Martin Ehrenhauser.

Scheint als hat da jemand noch eine Rechnung offen?

Wenn sie allen gleichzeitig ans Bein pinkeln wollen landet der Sud wahrscheins nur an ihrer eigenen Hose Herr Ehrenhauser/Sabitzer.

Gast: nina blum
17.05.2012 20:38
0 1

Wenn es mir wo nicht taugt, dann kann ich ja kündigen, oder?

Und jeder der nicht kündigt, dem kann es ja nur taugen!
Oder er ist zu blöd.

Antworten Gast: Blumengesteck
18.05.2012 09:24
4 0

Re: Wenn es mir wo nicht taugt, dann kann ich ja kündigen, oder?

Nina, das ist wohl leichter gesagt als getan. Stellen Sie sich vor, Sie nehmen einen Job als EU-Assistentin an, verlegen Ihren Lebensmittelpunkt nach Brüssel (Wohnung suchen, mieten, etc....) und müssen an Ihrem neuen Arbeitsplatz dann diese Erfahrungen machen. Sie müssen Miete zahlen, et... Das braucht eine Weile bis man sich lösen kann. Und wenn Werthman in 2 Jahren 5 und mehr Mitarbeiterinnen verbraucht, sagt das ja schon recht viel.

Antworten Antworten Gast: nina blum
18.05.2012 10:12
0 2

Re: Re: Wenn es mir wo nicht taugt, dann kann ich ja kündigen, oder?

Und für was haben wir ein soziales Netz?
Geht halt einmal stempeln, die Gute!
Und Urlaubsgeld wird ja auch ausbezahlt und im Resturlaub kann man auch die Wohnung auflösen, oder?

NUR AUSREDEN!

Antworten Antworten Antworten Gast: Blumengesteck
18.05.2012 10:57
3 0

Re: Re: Re: Wenn es mir wo nicht taugt, dann kann ich ja kündigen, oder?

Wenn Sie eine Wohnung mieten, können Sie in der Regel nicht von einem Monat auf den nächsten Monat kündigen - da zahlen Sie dann monatelang Mieter weiter. Und als Assistent verdient man normalerweise auch nicht das große Geld. Mit stempeln gehen haben Sie Recht - damit soll Fr. Werthmann ja in der Vergangenheit ausgiebig Erfahrung gemacht haben. Nur scheint sie diese Erfahrung nicht so gerne weitergeben zu wollen. Nicht wahr?

Angelika Werthmann und Robert Sabitzer

Angelika Werthmann war sehr viel arbeitslos. Hans-Peter Martin, dem offenbar die Menschenkenntnis fehlt, war so dumm, ihr eine Chance zu geben. Jetzt lebt sie sich aus und lebt das Gegenteil von dem, was sie behauptete zu sein. Bevor die Justiz nach ihr greift sollte sie zurücktreten. Warum meldet sich eigentlich Robert Sabitzer nicht? Der wurde doch von ihr besonders schlecht behandelt!

Antworten Gast: Der kleine Prinz
18.05.2012 09:28
0 0

Re: Angelika Werthmann und Robert Sabitzer

Nicht nur Hr. Sabitzer - die ganze Dr. Martin Truppe wurde von Fr. Werthmann schlecht behandelt und bis auf einen ähnlich gestrickten Kandidaten aus 2006 und Hans Peter Martin selbst ist nicht bekannt, dass jemand eine gute Meinung oder gute Erfahrungen mit dieser Frau gemacht hat. Selbst ihre beste Freundin aus dieser Gruppe wurde von ihr gemobbt...

Re: Re: Angelika Werthmann und Robert Sabitzer

Ich weiss nicht, ob mit dieser Freundin die Person gemeint ist, die ich kenne. Offenbar gibt es aber nicht nur in Brüssel, sondern auch in Österreich viele Opfer von Frau Werthmann. Hoffentlich haben sie jetzt auch den Mut, sich an die Öffentlichkeit oder an Gerichte zu wenden wie die Frauen in Brüssel. Auch HP Martin hat sich doch schon von Frau Werthmann abgewendet, auf die er wie offenbar viele andere auch hereingefallen ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: Blumenladen
18.05.2012 11:08
0 0

Re: Re: Re: Angelika Werthmann - Öffentlichkeit

Es wird sich hier bald eine weitere Betroffene (wahrscheinlich meinen Sie diese Frau) zu Wort melden - ebenso mit Kontaktadresse. Hoffentlich lesen die Betroffenen Damen aus dem Büro in Brüssel hier mit und vernetzen sich.

Gast: wertfrau
17.05.2012 18:50
3 0

Sie heißt ...mann und sieht meiner Meinung nach auch so aus.

Das Bossing wundert mich aber nicht. Die EUdSSR ruiniert ganze Nationen, also warum sollten die Menschen dort etwas zu lachen haben?

Gast: bergziege
17.05.2012 18:04
1 0

Bossing

nennt sich das in diesem Fall. Stimmt das, so kann ich die fünf Mitarbeiterinnen sehr gut verstehen. Wenn einem so etwas passiert, muss man lernen, sich über einiges hinwegzusetzen. Nichtsdestotrotz braucht man sehr viel Kraft. Alle die Mobben oder Bossing betreiben sind selbstverständlich sehr korrekt. Es ist ihnen auch meistens extrem schwer nachzuweisen. Im Grunde genommen sind sie gute Arbeitgeber für alle jene Berufsgruppen, die den Gemobbten offiziell helfen. Ich kenne diese Situation seit fast elinem Jahrzehnt. Nachdem es trotz allem Dinge gibt, die mir gefallen, habe ich mich damit arrangiert und nehme mir Freiheiten, wenn ich meine, sie stehen mir zu. Die mich vorerst mobbende und nachdem durch Tricks in eine Führungsposition gekommene Person, lässt keine Möglichkeit zum Bossing aus. Das Positive an der Sache ist, dass wenn man es geschafft hat, damit umzugehen, ist man hundertprozentig persönlich gewachsen. Man traut sich mehr und es bringt einen vor allem nichts mehr so rasch aus der Ruhe. Es kann außerdem recht amüsant sein, wenn man die Mobber und Bosser mit den eigenen Waffen ein wenig ärgert. Im Grunde genommen sind sie die Schwachen. Auch wenn sie Vorgesetzte sind. Ausgeglichene Menschen haben es nicht notwendig auf Kosten anderer zu glänzen.

Antworten Gast: nina blum
17.05.2012 19:16
0 2

Re: Bossing

Ja, da haben Sie natürlich vollkommen recht blablablablablabla.........
Seien Sie doch keine Heulsuse!
Seien Sie ein Mann!!!!!

Antworten Antworten Gast: bergziege
17.05.2012 20:27
1 0

Re: Re: Bossing

Sie wissen nicht wovon Sie schreiben.
Ziemlich dummer Kommentar.

Re: Re: Bossing

Robert Sabitzer, wo bist Du? Du könnest doch noch ganz andere Wahrheitem über Angelika Werthmann berichten. Warum hast Du sie eigentlich nicht geklagt???

es gibt verschiedene möglichkeiten für den wähler, seine stimme zu vergeuden.

die eine war, die liste hpm zu wählen. viel propaganda, die sich als lügen entpuppten.

die andere war, die liste des faulsten abgeordneten von ganz europa zu wählen (andreas mölzer von der propaganda-partei ist dies laut einer eu-parlamentsstatistik).

Gast: Kibietz
17.05.2012 15:54
1 1

Geh bitte! Die wollen a.) ordentlich abkassieren und b.) die Frau wie den Martin fertig machen. Und da stehen die genauso korrupten EUler voll dahinter.

Ein Komplott gegen die Demokratie und den steuerzahlenden EU-Bürger!
Pfui!

Re: Geh bitte! Die wollen a.) ordentlich abkassieren und b.) die Frau wie den Martin fertig machen. Und da stehen die genauso korrupten EUler voll dahinter.

Das glaube ich nicht. Angelika Werthmann, die Arbeitslose, hat sich in dem Moment als Furie entpuppt, als sie gewählt war. Wer bezahlt etwa ihre hohen Anwaltsgebühren im Kampf für sie selbst. Doch nicht etwa die Eu über die Steuern. Das wäre doch strafbar.

Antworten Antworten Gast: Blumengesteck
18.05.2012 09:36
3 0

@Sammler - Anwaltsgebühren

DAS ist sicher eine sehr interessante Frage, um die sich OLAF kümmern sollte. Ebenso sollte man sich ansehen, was die Frau mit den € 4.000,- macht, die sie monatlich!!! als Sekretariataszulage erhält. Büro betreibt sie ja keines (zumindest gibt sie keines an). Steckt sie das Geld vielleicht Monat für Monat in ihre eigene Tasche?

Gast: triste
17.05.2012 15:19
2 0

Krank, einfach krank.

Die Frau ist echt krank. Was kann man noch erwarten von einer Segelschullehrerin, die plötzlich unbegrenzte Macht und Steuergelder ohne Ende bekommen hat? Für eine 8-seitige wissenschaftliche Arbeit mit Quellen, etc. braucht man mindestens einen vollen Tag und das ohne Unterbrechung für andere Tätigkeiten. das weiß doch jede(r) StudentIn. Und noch was - kein Assistent im EP kriegt 10.000 EUR. Der/die Abgeordnete muss schon eine sehr wichtige Person im EP sein, dass die Assistentin so viel kassiert.

 
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