Kickl: "Fischer soll sich für Darabos entschuldigen"

25.05.2012 | 13:41 |   (DiePresse.com)

Der FP-Generalsekretär fordert vom Bundespräsidenten "klare Worte zu den israelfeindlichen Aussagen" des Verteidigungsministers. Letzterer ist für den Freiheitlichen "nun endgültig rücktrittsreif".

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FP-Generalsekretär Herbert Kickl fordert von Bundespräsident Heinz Fischer eine Entschuldigung für die Kritik von SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos an der israelischen Politik. Es sei höchste Zeit, dass Fischer „klare Worte zu den israelfeindlichen Aussagen" finde und sich „im Namen Österreichs für dessen peinliche Entgleisung entschuldigt", sagte der Freiheitliche am Freitag in einer Aussendung.

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„Das Schweigen des Staatsoberhauptes ist hier das falsche Signal, denn besonders Fischer als Oberbefehlshabers des Bundesheeres darf derartige Eigenmächtigkeiten zum Schaden Österreichs nicht durchgehen lassen", betonte Kickl. Nachdem VP-Außenminister Michael Spindelegger „in einem seltenen Anfall von Mut" Darabos habe ausrichten lassen, dass Darabos' Aussagen nicht die Meinung der österreichischen Bundesregierung wiedergeben, fehle eine „Klarstellung" Fischers, meinte Kickl, für den "Darabos nun endgültig rücktrittsreif ist".

Darabos hatte gegenüber der „Presse am Sonntag" Israels Drohungen gegen den Iran als „entbehrlich" und Außenminister Avigdor Lieberman als „unerträglich" bezeichnet. Darabos warf Israel zudem vor, „offenbar Außenfeinde wie den Iran oder auch die Palästinenser in den Vordergrund" zu stellen, um von inneren sozialen Problemen abzulenken.

Darabos-Aussagen "unerträglich"

Der Bund Sozialdemokratischer Juden übte am Donnerstag ebenfalls Kritik. Es sei „wirklich unerträglich, dass Sie sich (...) zu jenen gesellen, die, wenn es um Israel geht, bemerkenswert einseitig agieren", heißt es in einem vom Vorsitzenden Robert Sperling und Generalsekretär Peter Munk unterzeichneten Schreiben an den Minister.

(APA/Red.)

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43 Kommentare
 
12
Gast: richard28
26.05.2012 18:00
1

Keine Antisemitismus-Keule!


Wenn ich H.C. Strache wegen seiner politischen Ansichten als für mich unerträglich bezeichnen darf, sollte ich das auch von Avigdor Lieberman sagen dürfen.

Israel ist ein demokratischer Staat. Es wird dort eine Vielzahl von politischen Meinungen vertreten. Einige stehen meinen Auffassungen sehr nahe, aber es gibt auch solche, die ich vehement ablehne.

An Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen.

Kickl als Verteidiger der Zionisten....

Gast: advo
26.05.2012 17:25
0

National....

Kickl hält Liebermann die Stange, beide "nationale Idealisten"........Was ist mit Ahmedinejad..... dieser ist nur ein religiös Nationaler.
Dieser habe nach der offiziellen "Zeitungsente" von der Vernichtung Israels gesprochen, wobei anzunehmen war durch die iranische Atombombe.
Diese Äußerung ist in Wirklichkeit nie gefallen. Was ist also los, warum diese blöden Wortgefechte?!

Die wellen laufen schon aus............

dieser versuch, jetzt auch noch den hr. bp in das ganze theather mithineinzuziehen, ist laecherlich - kuemmert euch um die wirtschaft.............

Gast: eigentlich schade
26.05.2012 10:00
2

wollte...


bei den nächsten wahlen eigentlich blau wählen.....

aber die haben ja noch weniger rückrat als die roten (und das soll was heißen).

Antworten Gast: ösi - der echte
26.05.2012 12:49
1

Re: wollte...

Jetzt macht sich die FPÖ endgültig zur Lachnummer. In dem Fall eine Partei weniger, die wählbar ist. In dem Fall halte ich mich an den port. Schriftsteller Jose Saramago und sein Buch " Die Stadt der Sehenden ".

Gast: Freinstätter A
26.05.2012 09:34
3

Für so einen Roten Trotzkopf wie Darabos

genügt eine Entschuldigung nicht.

Rücktritt wäre das Einzige, wenn er Anstand und Moral hätte.

Antworten Gast: vor dem arlberg (echter)
26.05.2012 13:01
0

Re: Für so einen Roten Trotzkopf wie Darabos

Bin kein Fan von Hr. Darabos, aber weshalb entschuldigen? Hier gilt wieder einmal das Sprichwort: wer die Wahrheit geigt, dem haut man die Fiedel um den Kopf.

Gast: hmm
26.05.2012 09:14
0

na klar

Kickl und Fischer haben eine gemeinsame Abstammung die Darabosch einfach nicht hat. Darabosch muss daher immer bemüht sein und sich besonders vorsichtig benehmen ...

Es nützt halt alles nicht sehr viel, wenn das "rechte Geblüt" nicht vorhanden ist. Willkommen in der refeudalisierten Periode!

Gast: Adalbert Bush
26.05.2012 08:40
2

Der Witz der Woche

Die FPÖ, die fremdenfeindlichste Partei weit und breit, fordert eine Entschuldigung für Kritik am minderheitenfeindlichsten Politiker Israels?
Das ist ja zum Lachen - diese FPÖ ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, wie unmoralisch diese FP Politiker agieren..

Eher zum Weinen!


Grinsen

die zwei auf dem Foto nicht lieb? Oder lachen sie uns aus?

Herr Krickl, das wird nichts ...

ist schon klar, dass Sie Ihre Ideologie mit jener von Lieberman teilen. Trotz gemeinsamer Sympathie für die Apartheidsregime in Südafrika und Simbabwe sowie für die versuchte Unterwerfung von Kroaten und Slowenen durch Serbien, werden Ihnen die israelischen Machthaber immer den Stinkefinger zeigen.
Das hat Haider auch schon erfahren, obwohl er sich wirklich redlich in deren Hinterteil zu bohren versuchte. Ihr Fehler ist nicht Ihre politische Haltung (die ist ja harmlos im Vergleich zu jener von Lieberman und Konsorten), sondern Ihre Herkunft, Ihre österreichische Herkunft.

Gast: Ku Klux Klofrau
25.05.2012 19:49
5

Den Herrn Herbert Kickl

im Mastdarm eines Herrn Avigdor Lieberman verschwinden zu sehen, entbehrt nicht einer gewissen Bräune.

Re: Den Herrn Herbert Kickl

Sehr treffend!
Kickl ist ja nicht der erste Freiheitliche, der unterwürfig und flehend Einlass in die wunderbare braune Welt der israelischen rechtsradikalen Politiker begehrt.
Aber es wird wieder nichts. Sie mögen die Gleichgesinnten aus Österreich nicht. So ein Pech!

kickl? der, ausgerechnet der???

die tatsache, dass dieser göring-verschnitt immer noch ohne verhetzungsurteil rumrennt, ist eine schande für den rechtsstaat!!!!

Na bumm, da sind die freiheitlichen Rotstrichler flott unterwegs!


Antworten Gast: Till aus dem Haus der Freude
25.05.2012 19:48
7

Re: kickl? der, ausgerechnet der???

Verwechselt Guevara_der Primat nicht Göring mit Goebbels?

Geh' spielen.


Gast: Till aus dem Haus der Freude
25.05.2012 18:16
10

Aber geh',

Norbi ist Großmeister im Aussitzen:
- der vergurkte Eurofighter-Deal,
- die Wendehalsigkeit (alle Segler mögen mir verzeihen!) beim Meißeln des Milizsystems der Landesverteidigung in Stein,
- das Schassen seines Paddeigenossen Entachers samt Auffliegen seiner Untergriffe und Intrigen
- und jetzt kurzsichtige Statements zur Außenpolitik Israels, just als das Ahmadinejad-Regime (zum wie vielten Male eigentlich?) ebendieses Israel wortwörtlich als Krebsgeschwür bezeichnet, das man herausschneiden müsse!

Dass Darabos skrupellos ist, hat er mit vielen Politikern gemeinsam- aber dass er so däml... ist macht ihn gefährlich.

Zumindest für die Roten ;-)

Re: Aber geh',

"skrupellos und gefährlich", passt wohl eher auf den kleinen, dummen Kickl!

Re: Aber geh',

.. ist macht ihn gefährlich....Zumindest für die Roten ;-)
Dann hat es also doch etwas Gutes.

Gast: horst mayer
25.05.2012 18:06
4

da glaubt man die ikg macht sich lächerlich

und dann kommt der kickl und zeigt uns dass esnoch lächerlicher geht danke kickl

Antworten Gast: strelnikov
26.05.2012 12:51
1

Re: da glaubt man die ikg macht sich lächerlich

Vielleicht verleiht im die IKG die Ehrenmitglieschaft. Mit Ariel wird alles sauber.

Nationalstaat

Unabhängig von den politisch-strategischen Zusammenhängen im Nahen Osten, ist jedenfalls interessant, wie sich einer der eifrigsten "Geschichtspolitiker" in der SPÖ, nämlich Darabos, in den selbst ausgelegten ideologischen (Spinnen-)Netzen verhedert.
Anderseits sind auch die Motive der FPÖ intessant, sich zu diesem Thema zu Wort zu melden. Israel zu unterstützen, kann für eine Rechtspartei (z.B. Wilders in NL) aus verschiedenen Gründen schlüssig sein. Einer davon ist sicher, dass Israel anders als die Mitglieder der EU, in seinem Charakter als Nationalstaat von niemanden in Frage gestellt wird. Wer also für den Bestand von Österreich als Nationalstaat (FPÖ) ist, kann sich an Israel ein unverdächtiges Beispiel nehmen. Von den globalistsichen Feinden der Nationen wagt es ja noch niemand, Israel in seiner Souveränität zu beschneiden, anders als bei den EU Mitgliedern.

Gast: b754
25.05.2012 17:50
5

graf ist immer noch nicht zurückgetreten

das ist einfach nur unerträglich

Re: graf ist immer noch nicht zurückgetreten

Ihnen ist es unerträglich, mir ist es wurscht

 
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