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Die Regierungsparteien sind fast pleite

25.05.2012 | 18:39 |  KARL ETTINGER, RAINER NOWAK UND THOMAS PRIOR (Die Presse)

Spätestens seit der Nationalratswahl 2008 haben SPÖ und ÖVP Schulden in Millionenhöhe. Vor diesem Hintergrund erscheint die geplante Erhöhung der Parteienförderung in neuem Licht.

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Wien. Auf dem Höhepunkt der Verhandlungen über eine Reform der Parteienfinanzierung soll das Wort Konkurs gefallen sein – warnend ausgesprochen von ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch über ein mögliches Szenario seiner Partei. Bestätigt ist das nicht. Aber es ergäbe Sinn. Denn eineinhalb Jahre vor der Nationalratswahl sind die Regierungsparteien fast pleite.

Der Schuldenstand der SPÖ beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro, wie Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter der „Presse“ erklärt hat. Und um die Außenstände der ÖVP ranken sich die abenteuerlichsten Gerüchte: Sie reichen von vier über sechs bis hin zu acht Millionen Euro. Einblick in ihre Finanzen gewährt die Partei nicht: „Kein Kommentar“ zur Schuldenhöhe. Der Finanzreferent der Bundes-ÖVP, der niederösterreichische Landtagspräsident Hans Penz, verhehlt zumindest nicht, dass die finanzielle Situation „angespannt“ sei. Ein Konkurs drohe aber nicht, versichert der Parteikassier.

Doch die Volkspartei hat noch immer alle Mühe, die Altlasten von der (vorgezogenen) Nationalratswahl im September 2008 abzubauen. Damals sollen es acht Millionen Euro gewesen sein. Nicht wenige in der ÖVP vermuten oder glauben sogar zu wissen, dass das Loch in der Parteikasse noch größer war. Penz schweigt dazu beharrlich – nur so viel ist ihm zu entlocken: „Ich habe kräftig abgebaut.“

 

Einsparungen beim Personal

Die missliche Finanzlage der SPÖ hat ähnliche Ursachen. Durch die Stimmenverluste bei der Nationalratswahl 2008 und Kürzungen bei der Parteienförderung im Sparpaket von Loipersdorf (2010) klagt die Kanzlerpartei über Mindereinnahmen von einer Million Euro im Jahr – bei einem Durchschnittsbudget von zehn Millionen Euro. Kräuter verordnete seiner Partei eine Entschuldungskur, die sich in bewährter SPÖ- bzw. Regierungstradition aus Einsparungen und Einnahmen zusammensetzt: Die Mitgliedsbeiträge wurden erhöht, die Personalkosten reduziert. Im vergangenen Jahr trennte sich die SPÖ von sieben Mitarbeitern. Auch die ÖVP verschlankte notgedrungen ihre Strukturen: Beim Obmannwechsel von Josef Pröll zu Michael Spindelegger wurden beispielsweise die Bereichsleiter eingespart.

 

Spendenregel: „Wenig Freude“

Dass die Regierung den Parteien und damit auch sich selbst strengere Transparenzregeln auferlegt, macht die Entschuldung nicht gerade leichter – insbesondere für die ÖVP. Ab einer Höhe von 5000 Euro müssen Spenden demnächst offengelegt werden. Das könnte manchen Gönner abschrecken, befürchtet auch ÖVP-Finanzreferent Penz. Bestimmte Personen würden Ideen der ÖVP unterstützen, hätten aber „wenig Freude, wenn dann nachzulesen ist, wie viel sie gespendet haben“.

Andere Maßnahmen im Parteienfinanzierungsgesetz erscheinen angesichts zweier finanzmaroder Regierungsparteien in neuem Licht: Die Wahlkampfkostenobergrenze von sieben Millionen Euro pro Partei könnte auch als Selbstschutzmaßnahme gelesen werden.

Und dann wäre da noch die neue Parteienförderung: Derzeit schüttet der Bund rund 15,3 Millionen Euro pro Jahr an die Parteien aus – künftig sollen es zumindest 31,65 Millionen sein. Die Begründung der Regierung für diese Verdoppelung? Im Gegenzug werde die Wahlkampfkostenrückerstattung gestrichen. Ergo handle es sich um ein Nullsummenspiel.

Allein, die Rechnung geht nicht auf. Denn die staatlichen Ausgaben für die Wahlkampfkostenrückerstattung belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro im Jahr. Bereinigt um diesen Wert, wird die Parteienförderung unter dem Strich noch immer um elf Millionen Euro erhöht. Wohlgemerkt: nur im Bund.

Wenn diese Änderung, wie geplant, mit 1.Juli in Kraft tritt, bekommen die Parteien bereits im zweiten Halbjahr 2012 mehr Geld. Ausbezahlt würde der Differenzbetrag zur derzeit gültigen Regelung dann im ersten Quartal 2013. Also rechtzeitig vor Wahlkampfbeginn.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.05.2012)

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286 Kommentare
 
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Gast: Be-obachter
29.05.2012 15:37
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Als vor einigen Jahren

die SPÖ unter Gusenbauer völlig pleite war, wurde sie quasi von einem Tag auf den anderen saniert. Zeitgleich ging aber die BAWAG pleite.

Welche Bank ist nun dran?

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Negeranten

Bringen nicht nur den Staat in den Konkurs sondern auch die eigenen Parteien.
Wer Parteien Geld verwalten läßt,gibt dem Hund die Wurst zum aufpassen.

Parteienfinanzierung = Steuergeldveruntreuung

Von sinnloser Vergeudung gar nicht zu reden !!!

Gast: Plach2
28.05.2012 14:48
3 0

Alles noch zu wenig?

10.4.2010: Parteien kassieren 170,6 Mio Steuergeld, im Vorjahr 168 Mio

6.2.2011: 10 Mio haben sich ÖVP und SPÖ Seniorenvertreter aus dem Sozialbudget selbst genehmigt. Rechnungshofpräsident Fidler kritisiert das als verdeckte Parteienförderung. Es handelt sich bei beiden Gruppen um Vorfeldorganisationen von SPÖ+ÖVP. Nachdem nun zu wenig Geld im Sozialtopf vorhanden ist, müssen ALLE Pensionisten beim kommenden Belastungspaket dafür zahlen!

So wie sie mit unserem Steuergeld "wirtschaften" so verwalten sie auch das Parteivermögen.

Forderung

Maximal 2 Millionen Euro für jede Partei ob im Parlament oder nicht !!!!

Schuldenkaiser

Sie können's einfach nicht lassen das Steuergeld zu verschwenden. Es wird sich leider nichts ändern, da diese Politikergeneration nie etwas anderes gesehen hat. Bevor wir den Staatsbankrott nicht erreichen, wir es auch keinen Umbau der ineffizienten Strukturen und sinnlosen Förderungen geben!!!

Gast: 123max
28.05.2012 12:14
2 0

hey...

....der Artikel wird ganz heimlich ins abseits manövriert, diepresse sollter zur PRESSE stehen und den wieder ganz oben erscheinen lassen, zeigen euch die Kommentare nicht das dieses Thema ganz heiss ist...

mfg

fragt mal bei den Saudis an .. die schwimmen im Geld...


Antworten Gast: IO
28.05.2012 09:25
6 0

Re: fragt mal bei den Saudis an .. die schwimmen im Geld...

Machen die eh schon deshalb lassen sie ja ganz Österreich mit ihren Kasernen sprich Moscheen zupflastern!
Landesverrat ist eben käuflich.

Scheinbar nicht!

Immerhin haben sie genug Geld, um uns mit teuren APA-OTS Meldungen zu belästigen. Wobei belästigen vielleicht der falsche Ausdruck ist. Denn der Schwachsinn, den die PolitikerInnen da täglich um tausende Euros versenden taucht zu Recht oft eh nicht mehr in Medien auf. Aber wer masochistisch genug ist, sollte sich das manchmal durchlesen. Einfach nur peinlich.
http://bit.ly/JtJXUV

Gast: Bezirksrat
27.05.2012 15:32
6 0

Die sind selbst zu allem zu blöd

und wollen uns vorschreiben wie wir uns zu verhalten haben.....

WIR SPAREN DAMIT SIE VERSCHWENDEN.


Heuchler, Pharisäer und Taugenichtse erster Güte


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Die Regierungsparteien sind fast pleite ...

und erhöhen sich auf steuerzahlers kosten einfach die parteienförderung.

das ganze läuft dann unter transparenz und sparsamkeit. für wie blöd halten die die bürger?

gut so


Antworten Gast: kommentar zur situation...
27.05.2012 10:56
0 0

Re: gut so

JOU

:-)

Re: Re: gut so

really sorry. Ich kann die Abkürzung nicht interpretieren. Bitte erklären.

danke

Antworten Antworten Antworten Gast: jou ist JA
28.05.2012 14:24
0 0

Re: Re: Re: gut so

im gedehnten dialekt...*ggg

Alles nur Zufall...

Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Fischer Artikel für Postings heute schon geschlossen. Der Artikel über seine Lebenspartei SPÖ hat anscheinend spätere Sperrstunde. Also posten wir hier über ihn. Solange man noch posten darf.


Von den Worten und Taten des jetzigen Dalai Lamas werden sich die Menschen, in der ganzen Welt, auch noch in Jahrzehnten erzählen.

Vaclav Havel, ein Mann der nicht Schweigen konnte, der zu seinen Überzeugungen stand und nur deshalb ins Gefängnis musste. Zu einer Zeit, in der Fischer, schon damals Parteisoldat der SPÖ, in einer Position war zu helfen. Aber er schwieg.

Nur zwei Beispiele von vielen. Von Menschen die Vorbilder waren, sind und auch in Zukunft sein werden.

Fischers Moral dagegen, war immer die, wie er am besten der Partei dienen kann. Ob er damit Opfer des Nationalsozialismus, wie Simon Wiesenthal, an den Rand der Vernichtung treiben könnte oder nicht war kein Kriterium seines Handelns.

Wenn in Österreich jetzt, während er bequem im Elfenbeinturm des Ballhausplatzes sitzt, die Demokratie Monat für Monat, schleichend, abgebaut wird. Weil quasi alle Leitmedien des Landes mit seiner SPÖ in viel zu enger Kooperation stehen - dann ist ihm dies nicht einmal einen Nebensatz wert.

Ein Mann, der wohl selber nie finanziell korrupt war, aber dennoch vielleicht noch schlimmer ist: weil er schweigt wo Demokratie langsam abgebaut wird. Und zwar deshalb, weil es die Macht seiner SPÖ festigt.

Ein Mann, der wohl heute nicht in seinem Amtssitz war. Als der Dalai Lama, das Gegenstück zu seiner Lebensauffassung, redete.

Ein Mann, der in Jahrzehnten, wenn sie in der Bundeshymne von großen Töchtern und Söhnen singen, sicher nicht gemeint sein kann.

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Die Parfteien gehen nie Pleite

wir schon!

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Martin:Schlaff macht's wieder gut


Re: Martin:Schlaff macht's wieder gut

und das Giebelkreuz!!!

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Re: Re: Martin:Schlaff macht's wieder gut

Richtig.
Beides, SPÖ Ndrangetta oder ÖVP Mafia, beides ist abzulehnen.
Das ganze völlig verrottete Parteien-Finanzierungssystem gehört von Grund auch neu aufgestellt

2 0

Den heutigen Leitartikel sollte man in alle Parlamentsabgeordneten hineinprügeln!

http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leitartikel/Leitartikel;art11085,893664

wenn sie ihn nach hundertmal lesen nicht fehlerfrei wiedergeben können.

Gast: Reflector
26.05.2012 20:29
16 0

Geistiger, Moralischer und Ökonomischer Konkurs


Und dann schwafeln diese Muppets noch über Werte.

Elendige Versager seid ihr!

 
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