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Nationalrat : Fekter verteidigt Euro-Hilfen

13.06.2012 | 16:30 |   (DiePresse.com)

Die Finanzministerin betonte, dass Österreich sich weiterhin zur gemeinsamen Währung bekenne. "Wir wollen keine Nationalismen ausarten lassen."

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VP-Finanzministerin Maria Fekter hat in der Beantwortung der Dringlichen Anfrage der FPÖ die Milliarden-Hilfen zur Bekämpfung der Eurokrise verteidigt. Österreich bekenne sich wie alle anderen Länder zur gemeinsamen Währung. Der Euro habe die volle Unterstützung aller Staaten. Diese Solidarität begründete Fekter mit dem "Friedensprojekt" Europa, das "unsere Heimat und eine Schicksalsgemeinschaft" sei. "Wir wollen keine Nationalismen ausarten lassen. Das hatten wir schon einmal und wir wissen, dass wir das vermeiden müssen."

Fekter relativierte gleichzeitig erneut ihre Aussagen zu Italien. Sie sei nicht der Meinung, dass Italien in absehbarer Zeit unter den Euro-Rettungsschirm kommen müsse.

Die von Österreich geleisteten Hilfen bezifferte die Finanzministerin wie folgt: An Griechenland seien bilateral 1,5 Milliarden Euro geflossen. Darüber hinaus hafte Österreich mit 4,2 Milliarden Euro, davon jeweils 400 Millionen für Irland und Portugal sowie 2,2 Milliarden zugunsten von Griechenland. Der Rest entfalle auf Liquiditätsversorgung und Kassenreserven.

Bankenkrisen seit 2008

Europa habe seit 2008 schon mehrere Krisen bewältigen müssen, so Fekter. Begonnen habe das mit einer Bankenkrise, bei der Europa geholfen habe, insbesondere Österreichs Banken zu retten. Dann sei die Schuldenkrise gekommen. Damals habe man aber keine Instrumente gehabt, um diese Probleme zu lösen. "Jetzt haben wir wieder eine Bankenkrise und zwar in Spanien", sagte die Ministerin.

Die maroden Banken in Spanien seien deswegen in Schwierigkeiten geraten, weil eine Immobilienblase entstanden und den Banken die Eigenkapitaldecke ausgegangen sei. Es sei in Europa aber einhellige Meinung, dass man Spanien helfen werde, allerdings unter Bedingungen. Die Bedingungen, die den spanischen Banken auferlegt worden seien, seien eine Voraussetzung für die Hilfe, so Fekter, die das Parlament bei dieser Gelegenheit ersuchte, den Euro-Rettungsschirm ESM zu ratifizieren.

Zu diesen Krisen sei eine schwächelnde Konjunktur dazugekommen. Um diese zu bekämpfen, bekenne sie sich zu Wachstumsimpulsen, meinte Fekter. Die in Österreich gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise lobte die Ressortchefin. Diese hätte für eine geringere Arbeitslosigkeit und stabile Konjunktur gesorgt.

FPÖ: "Österreich wird Geld nicht mehr sehen"

FP-Chef Heinz-Christian Strache kritisierte bei der Begründung der Dringlichen Anfrage einmal mehr das Verhalten der EU in der Krise und prophezeite neuerlich, dass Österreich von dem Geld, das nach Griechenland geflossen ist, "nichts mehr sehen wird". Er warnte vor einer Transferunion und infolgedessen einer Entwertung des Geldes. Man zahle "gesundes Geld in ein kaputtes System". Es habe 14 Rettungsmaßnahmen in nur einem Jahr gegeben. Da könne man wohl nicht von einem sicheren Euro sprechen, so Strache.

Dabei sei die EU in der Euro-Krise "nie ehrlich gewesen." Die Informationen seien von Beginn an nur stückweise bekanntgegeben worden. Gleichzeitig seien Kritiker wie die FPÖ als "Hetzer" dargestellt worden, jetzt würden ihnen die Ökonomen aber recht geben. Die verantwortliche Politik würde sich aber weiter weigern, "das Übel an der Wurzel zu packen". Die Probleme werden verschleppt und dadurch potenziert. Strache verlangte, dass Banken auf ihr Kerngeschäft beschränkt und nicht noch größer gemacht werden, damit sie nicht mehr"ganze Volkswirtschaften in den Abgrund reißen" können.

(APA)

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75 Kommentare
 
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Gast: Minister Rating
15.06.2012 00:13
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Kein österreichischer Wähler der bei Verstand ist, glaubt noch an Maria Fekters Geschäftsfähigkeit.


Gast: gerry
15.06.2012 00:05
0 0

Vom Hochstapler zur Provinzkarikatur

Nicht jeder Sohn eines Gebrauchtwagenhändlers wird Finanzminister und auch nicht jede Provinzlokalgewerbetreibende wird Finanzministerin.
Mir ist trotz macher Vorbehalte aber kein SPÖ-Finanzminister in erinnerung, den man als Hochstapler oder Provinzplappermaul hätte qualifizieren müssen. In der schwarzblauen riege von Grasser zu fekter aber schon. Von der Hochstapelei zum politischen Möchtegern - erbärmlich.

Gast: Beinhart D.
14.06.2012 18:50
1 0

Hallo Schottermitzi,

viel besser, du würdest öfter die Go halten.
Das würde uns einiges ersparen.

Gast: Moderndenkender
14.06.2012 13:02
0 0

Laut den Postings...

...werden offenbar bestimmte Waeherschichten mit den herben Aussagen Fekters auf jeden Fall angesprochen.

Fekter weiss, was sie sagt. Es geht darum, Waehler zu lukrieren.

Antworten Gast: xxxx
14.06.2012 13:26
0 0

Re: Laut den Postings...

jajajaja!
Und jetzt erklären Sie mir bitte wie das mit blonden Haaren sein kann.
Bin gespannt!

Gast: Bonn
14.06.2012 11:16
2 1

Recht hat die Ministerin

Der französische Präsident redet seit Wochen von den Eurobonds. Dadurch werden die Anstrengungen der Schuldenländer auch verringert. In Italien verhindern Parteien die notwendigen Reformen. Monti hat sein Pulver verschossen. Frau Fekter rüttelt Monti wach.

Gast: franz44
14.06.2012 11:10
4 0

rettungsschirm

Wann bekommen wir den Rettungsschirm .Bei uns wird gespart und den Pleitestaaten wirft man das Geld nur so nach. Raus aus diesen Verein,damit wir wieder Herr im eigenen Land sind.

Zahlen dürfen wir Österreicher, schließlich sind wir Nettozahler!

Aber sagen dürfen wir nix.
Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

Antworten Gast: Uovo
14.06.2012 15:48
0 0

Re: Zahlen dürfen wir Österreicher, schließlich sind wir Nettozahler!

Seit Kanzler von der SPÖ nach Kreisky ge-
stellt wurden, sind nur Weicheier in der Regierung, siehe auch die zugehörenden
Verkehrsminister in der Verkehrspolitik in
Transitfragen und Tonnagehöhen.

Antworten Gast: franz44
14.06.2012 11:20
2 0

Re: Zahlen dürfen wir Österreicher, schließlich sind wir Nettozahler!

Wie recht Sie haben!

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Mund verbieten

Abgeshen davon, dass mich ihre Rethorik nervt, dürfen Österreichs Spitzenpolitiker nichts mehr sagen? Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein bitte! Dem Junker verbietet auch keiner was (Chef der Eurogruppe hin oder her). Zu Strache, Van der Bellen: Oppositonsgeplenkel.

Wenn Italien wegen der Größe seiner Probleme

für den Rettungsschirm einfach zu gross ist, dann ist Schweigen besser als Reden. Fekters Markenzeichen aber ist es, immer fehlerhaft oder falsch zu informieren. Letzteres ist ein Qualitätsmerkmal fast aller Minister der ÖVP!

Schweigen ist besser als Reden?

Das, worüber man nicht spricht, existiert auch nicht.

Tolle Logik.

Gast: gast45
14.06.2012 09:07
1 0

nebenbei ..

beim efsf sind derzeit 16 jobs offen, die für einen schuppen, der nur kredite abwickeln soll, absolut nicht notwendig sind ..
da baut sich gerade die nächste höchstbezahlte eu-tintenburg auf, in die man dann leute hineinversorgen kann .. vielleicht sind deshalb alle dafür ?

http://www.efsf.europa.eu/about/jobs/index.htm

Gast: Kaufmann 1010
14.06.2012 09:00
4 4

In der Privatwirtschaft wäre solches Verhalten undenkbar

Jemand schadet dem eigenen Unternehmen und seinen wirtschaftlichen Partnern.

Die Äusserungen Fekters schaden Österreich!
Und sie schaden unseren Partnerstaaten!

Da sollte ein Hr. Spinelegger endlich ein Machtwort sprechen!

In einem Unternehmen würde das ein Generaldirekton nicht hinnehmen.


1 0

Re: In der Privatwirtschaft wäre solches Verhalten undenkbar

möglich, aber ein CFO wird sich trotzdem äussern ...

Re: Re: In der Privatwirtschaft wäre solches Verhalten undenkbar

kommts da nicht darauf an was und wie man etwas sagt?

die deutsche sprache bietet da ein umfassendes spektrum.

scheint unserem blondi zu intellektuell zu sein

Gast: peacenow
14.06.2012 08:56
3 0

ja das "Friedensprojekt EU", von dem Fekter sich noch allen Ernstes zu sprechen getraut

stiftet schon längst Unfrieden, oder meint die Ministerin Merkel in Griechenland in Naziuniform plakatiert, ist Zeichen des Friedens?

Oder werden die Ungarn, denen vorgeworfen wird ihre Nationalbank nicht unabhängig zu gestalten und deswegen verklagt werden und ihnen Gelder verweigert werden, zufrieden sind, wenn die österr. NB gerade wieder parteipolitisch besetzt wird und keiner in der EU regt sich dort darüber auf?

Oder meint die Ministerin, dass all die Milliarden, die aus österr.Steuermitteln nun Richtung Griechenland & Co. fließen (zusätzlich zu jenen Steuergeldern, die der Nettozahler Österreich ohnehin schon alljährlich abliefert) den Frieden vergrößert, wenn im eigenen Land bereits die Millionen nicht aufgebracht werden können, zB für Universitäten?

Oder wenn österr. Unternehmen österr. Arbeiter durch billigere Arbeitskräfte aus dem EU Raum ersetzen ein Beitrag zum Frieden ist?

Oder wenn manche EUStaaten sich wider den Verträgen verhalten und nicht dem Euro beitreten und dadurch sich Vorteile auf Kosten anderer verschaffen bzw manche den Beitritt sich erschleichen, obwohl noch nicht die Kriterien erfüllt sind, diese Rosinenpickerei Frieden schafft? uvm.

Gast: xxxx
14.06.2012 08:54
3 0

Was denkt sich wohl ein Beamter bei der Finanzhilfe für Spanien?

"Ja, so eine Sauerei! Mit der Besoldungsrform bekomme ich nur 400 Euro mehr im Monat! Jetzt hackel ich noch weniger als nichts!"

Gast: Humerus
14.06.2012 08:47
2 1

was ist die Überraschung?

Warum zahlen die Italiener so hohe Zinsen auf Ihre neuen Anleihen?

Seit wann hören die Finanzmärkte so sensibel auf unsere Politiker?


Antworten Gast: Kaufmann 1010
14.06.2012 09:01
1 2

Re: was ist die Überraschung?

Sie Ahnungsloser. Finanzmärkte reagieren auf kleinste Äusserungen!

Antworten Antworten Gast: trader1
14.06.2012 09:25
0 0

Re: Re: was ist die Überraschung?

ja eh .. weil ich eine ratingagentur, einen nowotny, eine fekter oder einen faymann brauche, um die situation richtig einzuschätzen ):-):-):-):-)

Gast: leit. Manager (A.G.)
14.06.2012 08:43
0 2

In der Privatwirtschaft wäre Fekter längst geliefert

Wer sich im leitenden Management eines Konzerns mit unbedachten und vorwitzigen Äußerungen hervortut, schadet auf jeden Fall seiner Firma.

Solche Leute haben in Führungspositionen absolut keinen Platz!

Es ist eine entsetzlich Schand

mit welcher Politik Europa zu Grunde geführt wird.

Dieser einst so mächtige Kontinent ist von einem Projekt das sich "EU" nennt vernichtet worden. Nun versuchen führende Politiker Mittel und Wege zu finden die das vereinigte Europa wieder aus der Krise führen könnten.

Ich kritisierte die Aussagen des SPÖ-EU Abgeordneten Swoboda und gehe nicht konform mit seiner Aussage das sich Europa nach einer Auflösung der EU nicht wieder erholen wird und es zu schweren wirtschaftlichen Verlusten kommen wird.

Die Politiker sollten sich nicht mehr zu sehr auf die Europäische Union verlassen sondern es wäre an der Zeit sich umzustellen und Europa wieder zu dem Kontinent zu machen der der einst war. Eigenständig und Unabhängig wo jeder Staat frei arbeiten und agieren. Es kann nicht mehr alles schlechter sondern nur noch besser werden. Wenn die EU endlich ihre Konsequenzen zieht.

Der Artikel ist pure Desinformation!


Fekter wollte keine wichtigen Auskünfte geben!

Wir wissen z.B. auch jetzt noch nicht, wieviel Gold wir noch besitzen und wo es liegt, falls noch vorhanden...

Fragen an die Innenministerin oder Finanzministerin kann man sich eigentlich sparen, da kann man auch gleich einen Randstein fragen!

Pöll ist völlig unfähig eine detaillierte Analyse der gestrigen "aktuellen Stunde" zu liefern!

Von der Presse erwarte ich mir besseres!

Frau Pöll, versuchen Sie es doch bei "Heute" oder "Österreich"!

Da enttäuschen Sie wenigstens die Leser nicht!


Ein kleiner Einblick in die Mentalität

Die Kaninchen (Retter und Gerettete) blicken wie gebannt auf die Schlange (Märkte). Und das Motto lautet offensichtlich, nur nicht auffallen, vielleicht übersehen sie uns.

Das hier noch so getan wird, als seien solche Aussagen tatsächlich irgendwie marktbeeinflußend, liefert, nach den Aussagen der letzten Jahre in der gegenteiligen Richtung und gepaart mit einigen hundert Milliarden, wohl nur einen deutlichen Hinweis auf notorische Selbstüberschätzung.

Denn die "Märkte" werden weder die Fekter-Aussage, noch die Dementis benötigen, um sich selbst ein Bild der Lage zu machen.

 
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