19.06.2013 16:45 Merkliste 0

Strasser wehrt sich: "Was meinen Sie mit Schmiergeld?"

20.06.2012 | 16:13 |  Hellin Sapinski (DiePresse.com)

TickerNachlese: Der Ex-Innenminister wies im U-Ausschuss Korruptions-Vorwürfe bei der Causa Blaulichtfunk zurück. Das BZÖ sorgte mit "Geheimdokumenten" für Wirbel.

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Der frühere VP-Innenminister Ernst Strasser ist am Mittwoch zur Causa Blaulichtfunk befragt worden. Strasser, der sich teils gelangweilt, teils aufbrausend gab, wies jede Schuld von sich. Bei der umstrittenen Vergabe des Behördenfunks habe er seinen Mitarbeitern "zu 100 Prozent" vertraut.

Konkret hatte er 2002 das Mastertalk-Konsortium beauftragt, das Behördenfunknetz zu digitalisieren - Projekt "Adonis". Im Juni 2003 schrieb er dieses neu aus, wegen "technischer Probleme". Ein Jahr später erhielt die Bietergruppe aus Motorola, Alcatel und Telekom Austria den Zuschlag für das Nachfolgeprojekt "Tetron". Er habe "Adonis" aber nicht "umgebracht", so Strasser. "Ich wollte Adonis retten."

Dass es bei der Neuvergabe zu ungeklärten Zahlungen von bis zu 4,4 Millionen Euro an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly gekommen sein soll, konnte sich Strasser nicht vorstellen: "Was meinen Sie denn mit Schmiergeld? Damit kann ich nichts anfangen."

Für Wirbel sorgten am Vormittag auch "Geheimdokumente" des BZÖ in dem von einem "Ultimatum des Innenministeriums (BMI) an das Finanzministerium (BMF)" die Rede sein soll. Laut dem Bündnispolitiker Stefan Petzner soll das BMI ein Fax an das BMF geschickt haben, wonach letzteres drei Stunden Zeit hätte, dem Digitalfunk-Projekt zuzustimmen. Kruz darauf sei die Zustimmung erfolgt. Strasser wetterte in Richtung Petzner: "Ich habe das Ministerium nicht erpresst und ich habe auch kein Ultimatum geschrieben." Die anderen Fraktionen bemängelten lautstark die "Wichtigtuerei" Petzners, der drei weitere "Geheimdokumente" auspackte.

Nach Strasser nahm Herbert Anderl im Parlament Platz, er war bei der Tetron-Vergabe im Innenministerium zuständig und wurde nach Strassers Ex-Kabinettchef Christoph Ulmer befragt. Dieser hatte einen Beratervertrag für das Innenministerium zum Thema Blaulichtfunk gehabt - obwohl er karenziert war. Er sei immer wieder nach London geflogen und habe unter anderem mit Motorola gesprochen, "ehrenamtlich", betonte Anderl. "Es hat aber sicher keine verbotenen Bietergespräche gegeben, zumindest hatte er dazu von mir keinen Auftrag."

Den Abschluss machte Erik Buxbaum, er war einst Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. Er hatte den Zuschlag für das Mastertalk-Konsortium unterschrieben. Petzner erklärte ihm, dass er dazu gar nicht befugt war. Buxbaum wirkte überrascht: "Das hat man mir nicht gesagt, da hat mich das Ministerium wohl geopfert."

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

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130 Kommentare
 
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Eine Banane da, ein Ruplikerl dort

und die "Milchbuberln" sind wieder "dauerblau".

Wenn selbst der Alarm des Homeoffice ein Pfusch ist, dann ist das so als ob die eigene Sicherung nicht nur geflickt sondern die gaaaanze Innensicherheit gefi**t wird.

Gast: traveler
21.06.2012 19:51
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james bond 000

in geheimer Mission

Gast: gczcuviftvz
21.06.2012 19:06
4 0

Der weiss nicht was Schmiergeld ist, obwohl er doch in dieser Angelegenheit gegen Geheimdienste ermittelt.

Warscheinlich gibt er zur Tarnung den Ahnungslosen. Schon ein Teufelskerl unser Ernstl.

Re: Der weiss nicht was Schmiergeld ist, obwohl er doch in dieser Angelegenheit gegen Geheimdienste ermittelt.

Kleine Korrektur:

Schon ein Teufel, unser Kerl Ernstl.

Antworten Antworten Gast: ungeliebter Heike
21.06.2012 22:48
12 0

"Strasserhops oder wie der Kerl heißt"

ist halt ein Tausendsassa.

Auf der schleißigen Homepage des BMI schreiben seine fleißigen Beamten jetzt täglich einen Aufsatz, in dem sie ihn beklatschen.

http://www.bmi.gv.at/cms/bmi/_news/bmi.aspx?id=63464D52493463397033513D&page=0&view=1

:-)

Antworten Antworten Antworten Gast: sdafsdf
22.06.2012 11:30
0 0

Re: "Strasserhops oder wie der Kerl heißt"

Die muss aber die Ministerin selber schreiben. Nirgends wird Strasser mehr gehasst als im BMI.

Gast: emil607
21.06.2012 16:46
1 0

ganz normale feundlwirtschaft?

bei uns ist freundlwirtschaft gesellschaftlich akzeptiert... wenn ich mich nicht falsch erinnere ist dies in vielen staaten nicht so bzw. nicht so ausgeprägt (auf die schnelle hab ich keine statistiken gefunden).

somit ist doch auch die politische korruption ( auch nichts anderes als freundlwitschaft) logisch bzw. sollte gesellschaftlich akzeptiert sein ?!


Alzheimer zu haben, war kein Grund, um unter Schüssel und Grasser Minister werden zu können, wichtig war nur, man kam aus Erwin Prölls Stall

Der ehemalige Innenminister ist vermutlich der einzige Österreicher, der nicht weiß, was Schmiergeld ist. Diese Tatsache prädestinierte ihn geradezu dafür, Minister unter Schüssel und Grasser zu werden; eine Voraussetzung war das sogar. Gelernt hat er diese Vergeßlichkeit unter den Fittichen des n.ö. Landesfürsten, Erwin Pröll. Durch dessen Schule gegangen zu sein, macht eben nach den Vorstellungen der ÖVP einen gestandenen Minister aus.

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Die beste Loesung

Die Regierung vor ein Volksgericht und fuer die Schuldigen folgendes Urteil:
Verfall des ergaunerten beweglichen und unbeweglichen Vermoegens zu gunsten des Staates.
ASVG- Mindestrente.
Einweisung in einen Gemeindebau.

Eine neue Regierung von Fachleuten mit Charakter und ohne Gier nach Macht und Geld.


Antworten Gast: kkkkj
21.06.2012 19:08
1 0

Re: Die beste Loesung

Erscheint mir ein wenig milde.

U-Ausschuss steht zur Zeit für

Unschulds-Ausschuss : soviele Unschuldslämmer auf einem Haufen gibt es sonst nur im Himmel.

Da all dies aber auf Erden und in Wien stattfindet kann es sich hier nur um ein Wunder handeln. Laut Wikipedia : "Als Wunder (griechisch thauma) gilt umgangssprachlich ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst."

Einige werden jetzt sagen, das ist kein Wunder sondern Zauberei. Auch hier bemühe ich Wikipedia: "Die Zauberkunst (auch: Zaubern, Zauberei, Magie) ist die Kunst, durch Tricks unterhaltsam Illusionen entstehen zu lassen."

Die Entscheidung fällt schwer - was ist es nun? Am Ende ist es gar ein Märchen, in dem der Bürger die Rolle des "Esel streck dich" inne hat.


Gast: Im Geheimdienst ihrer ÖVP
21.06.2012 13:37
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''Soviel ich weiß, haben Doppelnull-Agenten eine sehr niedrige Lebenserwartung.''


Gast: Ja_eh
21.06.2012 13:08
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der Preis der Gierigen

da muss es noch einen Doppelgänger im BKA geben - der den ELAK permanent sabotierte .Diese Personen werden erst dann still , wenn eine milde Gabe ihr Gutdünken findet .

Gast: Eva4711
21.06.2012 12:06
0 0

Korrupte Justiz

Ich kann nur sagen, dass ich unsere Justiz für SEHR korrupt halten: anders kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Strasser & Grasser noch nicht in U-Haft sitzen!

Gast: Honi soit qui mal y pense
21.06.2012 11:43
0 0

Sachen kommen da ans Licht...

...da fragt sich wahrscheinlich manch Bürger, ob ein schlaues Bäuerlein da nicht besser umgehen könnte mit dem Geld.

Gast: Meidlinger12
21.06.2012 11:02
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Gast: eamonclever
21.06.2012 09:38
0 1

tengg darf was andere nicht dürfen

tengg lädt die befassten beamten zum gemeinsamen rodeln ein und zahlt dieses event. Wenn andere zum onkel alfi jagen gehen wird ein riesen theater darum gemacht.
erklärt mir einmal den unterschied.

Gast: ende!
21.06.2012 09:07
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Wenn Strasser, Grasser und die Anderen nicht bald im Häfen hocken, kümmert sich das Volk um Gerechtigkeit.


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Re: Wenn Strasser, Grasser und die Anderen nicht bald im Häfen hocken, kümmert sich das Volk um Gerechtigkeit.

Na endlich ! Wenn sich das Volk darum kümmert, kann es nur besser werden. Insbesondere, wenn da solche Schwellköpfe dabei sind wie Sie

Antworten Antworten Gast: gv j. h
21.06.2012 19:10
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Re: Re: Wenn Strasser, Grasser und die Anderen nicht bald im Häfen hocken, kümmert sich das Volk um Gerechtigkeit.

Da schau her! Ein Strasser-Fan. Ist selten geworden.

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Re: Re: Re: Wenn Strasser, Grasser und die Anderen nicht bald im Häfen hocken, kümmert sich das Volk um Gerechtigkeit.

Ich war gegenüber Strasser schon negativ eingestellt, da haben Sie möglicherweise noch nicht gewusst, wer das ist. Doch bemühe ich mich trotzdem, möglichst objektiv zu denken und nicht jedes Geschwätz als reine Wahrheit zu akzeptieren.

Gast: dsafsdf
21.06.2012 09:04
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WANN WERDEN DIE ENDLICH ZUR RECHENSCHAFT GEZOGEN???

Wenn ein Polizist bei einer Einsatzfahrt einen Unfall hat, muss er den Schaden am Dienstfahrzeug zum Teil zumindest selber zahlen. Auch dann wenn die Einsatzfahrt rechtens war und der Fehler nachvollziehbar (wenn überhaupt einer vorliegt!). Und der Innenminister verursacht einen Schaden von Abermillionen und der muss nicht haften?

Österreich ist nicht einmal

eine Bananenrepublik! Sehr traurig!

Gast: fiona pferdovsky
21.06.2012 08:23
6 0

u-haft?

müssten die herren vor dem hintergrund derartiger verdächtigungen und beweismittel nicht in untersuchungshaft sitzen?

würde mich über einen aufklärerischen artikel in der presse freuen. oder darf nur der falter darüber schreiben?

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Re: u-haft?

Fazebuk ist leckerer als falter.

Gast: GE
21.06.2012 08:13
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Strassers Geschäftspartner

Wer gibt eigentlich dieser ahnungslosen Lichtgestalt noch Aufträge ?

 
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