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Khol: "Beim Pensionssalzamt"

19.06.2012 | 18:12 |   (Die Presse)

Ruhestand mit 67? Für den ÖVP-Seniorenbund ist der steirische Vizelandeshauptmann Hermann Schützenhöfer fernab der Linie der Bundespartei und Michael Spindeleggers: Im Schnitt lieber später in Pension.

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Wien/Ett. Für den Chef des ÖVP-Seniorenbundes, Andreas Khol, war der letztwöchige Vorstoß seines ÖVP-Parteikollegen und steirischen Vizelandeshauptmannes Hermann Schützenhöfer ungefähr so unnötig wie ein Kropf. „Bei Pensionsfragen ist Schützenhöfer das Salzamt“: Mit diesen Worten stellte Khol vor Journalisten klar, welchen Stellenwert die Forderung des steirischen ÖVP-Chefs, das gesetzliche Pensionsalter schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen, hat. Khol sieht Schützenhöfer weit weg von der Linie der Bundespartei und Michael Spindeleggers. Diese sei dafür, durch Reformen das tatsächliche Pensionsantrittsalter, das derzeit in Österreich im Schnitt nur bei gut 58 Jahren liegt, zu erhöhen.

Wie die Regierung möchte der ÖVP-Seniorenbund dabei bei der Eindämmung der krankheitsbedingten Invaliditätspensionen und durch vermehrte Prävention schon in Betrieben den Hebel ansetzen. Auf Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) wartet dabei eine schwierige Aufgabe. Er soll nämlich noch vor der Sommerpause des Nationalrats einen Entwurf vorlegen, damit Personen unter 50 Jahren künftig nicht mehr schnurstracks in die Invaliditätspension gehen, sondern ein Übergangsgeld erhalten und verpflichtend eine medizinische oder berufliche Rehabilitation machen.

Laut Khol sind davon rund 10.000 Personen pro Jahr betroffen. Das wäre ungefähr jeder Dritte der derzeit rund 27.000 Neuzugänge in die Invaliditätspension.

Einen Wegfall der geltenden Zuverdienstgrenzen für Frühpensionisten lehnt Hundstorfer derzeit ab, weil er dann mehr Arbeitslose befürchtet. Daher verlangt der ÖVP-Seniorenbund nun eine Abschaffung in zwei Etappen. Schon mit der nächsten Pensionsnovelle im Herbst soll ab 2013 die Zuverdienstgrenze von rund 28 Euro pro Tag fallen. Mit dem Pensionskonto solle ab 2014 das komplette Ende kommen. Weiters werden von der Sozialversicherung finanzierte „Orientierungskurse“ vorgeschlagen, weil viele Pensionisten oft nicht wissen, was sie tun können.

 

„Hundstorfer schläft“

Frontal attackierte Khols Stellvertreterin Ingrid Korosec den Sozialminister, weil bei der bis Ende 2012 fälligen Strukturreform bei der Pflege vorerst nichts weitergeht. „Hundstorfer schläft“, wetterte die Seniorenbund-Vizechefin.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2012)

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6 Kommentare
Gast: karl b.
20.06.2012 20:03
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Die Jungen sollen zahlen

Was haben wir nicht alles geleistet in der Arbeit und die Jungen von heute haben keine Motivation. Ich habe bis zum 54 Jahr bei der Eisenbahn gearbeitet, da waren die meisten schon in Pension. Meine Rente habe ich mir redlich verdient. Die jungen Leute sollen ordentlich arbeiten, dann werden sie auch eine Pension bekommen.

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sympathisch?

Das ist es, was den Herrn K. so sympathisch(?) macht: Probleme, die erst in 30 Jahren schlagend werden interessieren ihn heute nicht, Die Leute, die in 30 Jahren in Pension gehen, zahlen aber heute schon Beiträge

Gast: fritz 1223
20.06.2012 14:28
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Pensionsmillionäre schröpfen.

Bisher haben die Kohls und Blechas nur auf Kosten der Jungen gelebt und bei den Pensionsreformen die Pensionen der heute Junge gekürzt oder die Abfertigung gestohlen. Nun ist es an der Zeit, dass die reichen Altpensionäre selbst einen Beitrag leisten und deren Pension neu berechnet wird. Nämlich nach dem Modell, dass sie den heute 30-jährigen zumuten.

Warum nicht Pension ab 50 für ALLE ???


NULL Arbeitslose u. somit Weltmeister in der OECD- Statistik ! Machbar mit nur 150% Einkommenssteuer für die Werktätigen alias Wertschöpfer.

Habe nur linkskranke Kinder-Ausplünderungspolitik zu Ende gedacht !

Nachdem Herr Hundstorfer schon die zügige Angleichung der Sonder-Pensionsrechte der Wiener Beamten (Pensionsanspruch mit 40 Dienstjahren !!) an die Bundesregelung verhindert hat (und dafür mit einem Ministerposten belohnt wurde), wird weitere Ausplünderung doch möglich sein.

Zynischer gehts nicht !!!!

Re: Warum nicht Pension ab 50 für ALLE ???

Schwachsinn!

Gast: strelnikov
19.06.2012 18:59
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Seniorenbünde/...vereine

Khol und Blecha haben bei ihrem Einkommen für mich keine Legitimation, Pensionisten zu vertreten. Weil jene, die ihr Leben lang gearbeitet haben, haben einen Bruchteil davon.