22.05.2013 03:53 Merkliste 0

Schuldenabbau: Rechnungshof rüffelt Pröll

19.06.2012 | 18:12 |   (Die Presse)

Nach Kritik von Niederösterreichs Landeshauptmann und dessen Stellvertreter wehrt sich Josef Moser, der Präsident des Kontrollorgans. Er bleibt bei seinem Urteil über die finanzielle Lage Niederösterreichs.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Ett. Es kommt eher selten vor, dass der Präsident des Rechnungshofes zu einer Pressekonferenz in sein Haus lädt. Am Dienstag trat Josef Moser flankiert von Prüferinnen und Belegschaftsvertreter Markus Blank in der Dampfschiffgasse am Wiener Donaukanal vor die Journalisten. „Man kann nicht hergehen, dass man Zahlen und Fakten durch Emotionen und Unterstellungen ersetzt“, polterte Moser.

Adressaten waren Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und dessen Stellvertreter, Finanzreferent Wolfgang Sobotka (beide ÖVP). Anlass war, dass Pröll im „Wirtschaftsblatt“ nach Kritik des Kontrollorgans an der Finanzgebarung Niederösterreichs die fachliche Qualität der Prüfer („Wenn die das tatsächlich so meinen, müssen sie noch einmal in die Schule gehen“) massiv infrage gestellt hatte. Das ließ der Rechnungshofpräsident nicht auf seinen Leuten sitzen: „Das ist ein massiver Angriff gegen ein Kontrollorgan der Republik.“

Moser bekräftigte nicht nur die Kritik an der Finanz- und Schuldenentwicklung in Niederösterreich, sondern verwies darauf, dass sogar noch Maßnahmen des Landes nach Abschluss der Prüfung berücksichtigt worden seien. In der Sache bleibt der Rechnungshofchef beim harten Urteil: die finanzielle Lage Niederösterreichs – und auch Kärntens – habe sich von 2005 bis 2010 massiv verschlechtert; die Finanzschulden Niederösterreichs seien von 1,7 auf vier Mrd. Euro gestiegen; ein neues Budgetprogramm 2012 bis 2015 wird zwar positiv bewertet, allerdings hätten einnahmenseitige Maßnahmen nur eine geringe Langzeitwirkung. Landes-Vize Sobotka bekräftigte danach die Kritik an Moser: Denn Vermögenswerte seien nicht gegenübergestellt worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

81 Kommentare
 
12 3
Gast: Gast100
27.06.2012 20:01
0 0

Pröll verträgt keine Kritik,

da kann er schon einmal ausrasten!

Erwin "Doppelter Akademiker" Pröll ÖVP beschimpft Pfarrer :

http://www.youtube.com/watch?v=X2MLSZeEoUM


Gast: niederpröllereicher
20.06.2012 17:29
4 0

DEMOKRATIE im PRÖLLENLAND

Demokratie ist diesen Herren in Niederösterreich ein Fremdwort. Wenn das Ergegnis nicht in den Kram passt, wird weder ein Rechnungshof noch sonst wer akzeptiert - mir san mir in der Pröllokratur Niederösterreich.

Es muss aber auch anerkannt werden, dass unser erhabener Landesvater, seine Hoheit Erwin Pröll I., diese Woche mit einem hohen Herrn aus der Eurozone zusammengetroffen ist und versucht hat, von St. Pölten aus die EU und Europa zu retten! Genauso wie der Bundesregierung in Österreich sagt er auch denen in Brüssel, was Sache ist.


In diesem Fall ist deutlich sichtbar....

...wie Experten (Moser ist einer der wenigen echten Experten) einerseits und Politiker andererseits agieren. Pröll und seine ÖVP-Riege sind einfach letztklassige Demagogen. Und zwar ausnahmslos.

Gast: harras
20.06.2012 11:15
3 0

nach den Erkenntnissen

des Vordenkers und Mitbegründers der berühmten St.Pöltner Schule, Sobotka, ist also Griechenland gar nicht pleite, man muss natürlich die Vermögenswerte berücksichtigen. Scharfsinnig hat er auch erkannt, dass eine Investition erst dann im Eimer ist ,wenn man den Verlust realisiert hat.Merkwürdigerweise hat die Investmentbranche diese bahnbrechende Idee nicht übernommen. Damit solche Forschungsergebnisse nicht verloren gehen, sollte sich der Rektor, Pröll, dringend um die Gründung einer Elite-Wu kümmern.

Sobotka sollte wieder in die Schule gehen wo er herkommt

Nämlich in die Musikschule und sollte Finanzsachen Profis überlassen, oder mindestens Personen die abstrakt und in Zusammenhängen denken können.

Die Ausfälle meines Landesfürstens zeigt, dass die Situation längst aus dem Ruder gelaufen ist.

Das Versenken und Verschenken von Wohnbau-"Möglichkeiten" sind nur das Schlagobershäubchen auf dem Problemkuchen.

NÖ hätte viele Chancen, die aufgrund von Machtgelüsten (Gemeinden hängen am Geldtopf des Landes, EVN, ...) unterdrückt werden.

Gast: Analyst
20.06.2012 08:50
7 0

Nepotismus und absolute Parteiherrschaft ...

... sind die Kennzeichen jener Länder, die quasi ohne Kontrolle jedes Mass verloren haben, also eben jene, die der Rechnungshof rügt. Es ist absolut unverständlich, dass Pröll und Konsorten immer noch ungestraft machen und sagen können, was sie wollen und jede Kritik als Majestätsbeleidigung eingestuft wird. Herr Pröll samt Sateliten Sobotka sollen doch persönlich für die Wohnbaumilliarde etc. haften!

Gast: tc_t
20.06.2012 08:01
6 0

also wer einen pröll ernst nimmt, ist selber schuld...


Gast: hansvstein
20.06.2012 06:56
6 0

die Niederösterreicher haben die Landesregierung die sie verdienen

wer die Wein und Waldvierteler kennt weis, es soll alles so bleiben wie es ist, Hump, Dump, hauptsach mir halten zusammen, und die Schulden hat eh das Land.

Antworten Gast: Fatalist
20.06.2012 15:28
3 0

Re: die Niederösterreicher haben die Landesregierung die sie verdienen

Ich bin ein Weinviertler und muss Ihnen leider recht geben!
Wenn es nach den Weinviertlern geht, dann ist er auch die nächsten 20 Jahre Landeshauptmann!

Die Märchenerzähler

Wenn sie das tatsächlich so meinen, Herr Pröll, müssen sie noch einmal in die Schule gehen.
Von 1,7 auf vier Mrd. Euro gestiegen.

http://www.finanzradar.net/wordpress/?cat=1


Gast: Defender
19.06.2012 22:15
8 0

Der Schuldenkaiser von

NÖ fühlt sich offensichtlich auf den Schlips getreten - Gut so!
Noch besser wäre der Tritt an andere Stelle!

6 0

abgehoben

Wenn man lest wie proell & co hier abgehoben reagieren, sieht man erst wie egal im die menschen und die finanzgebahrung des landes noe sind. Danke erwin fuer den unnoetigen beeitrag.

10 0

Der Laienprediger Pröll erklärt

wieviel der EU Beitritt für NÖ gebracht hat und trotzdem ist NÖ eines der am höchsten verschuldeten Bundesländer.
Ein Dampfplauderer samt seinem Sobotka.

Re: Der Laienprediger Pröll erklärt/moeb2351

Die "Noesis" sehen das aber total anders. Wenn Sie "denen" mit Ihrem "Dampfgeplauder" kommen, fahren "die" ihre Krallen aus und Ihnen mit den Ellbogen ins Gesicht. "Erwin" ist dort eine Art "Designerdroge".

Unser Stalin aus St.Pröllten...

...tickt undemokratisch unter seiner Clownperücke!

Selber schuld, ...

... wer diesen dummen Bauernbuben ernst nimmt.

Gast: LuFa
19.06.2012 19:45
0 7

Na endlich ...

... können sich die Wiener (?) Roten (?) endlich mal wieder so richtig über "den Erwin" ereifern, dass der Geifer so richtig rinnt. Was an der Sache dran ist oder nicht? Völlig wurscht, Hauptsache man echauffiert sich.
Ich bin mir sicher, dass die Niederösterreicher "den Erwin" nicht wählen, weil er so lieb ist.

Antworten Gast: isschoguat
20.06.2012 12:34
1 0

Re: Na endlich ...

es braucht keinen roten um dies zu erkennen......

Gast: magra
19.06.2012 19:30
10 0

pröll ist nicht...

nur ein Populist, ist nicht nur ein kleiner Kaiser in Niederösterreich, sondern zeigt sich mit seinen Querschlägen auch von seiner proletoiden Seite. Schade, denn der Rechnungshof ist einer der wenigen Organe, die darauf achten, dass Österreich nicht den Bach runter geht, und die auch darauf schauen, ob Steuergelder nicht sinnlos verbraten werden. Und da laäufts halt nicht so rund wie Herr LH Pröll immer meint. ( Skylink; schlechte Spekulation mit Geldern,...)

Diener

Der Erwin vergisst halt gern, dass er kein Kaiser ist, sondern der Angestellte der Niederösterreicher.Nehmen Sie sich nicht gar so wichtig, Herr Pröll.

Gast: Hemingway
19.06.2012 18:53
11 0

Stimmt es, dass in Niederösterreich mehr als 1.000.000.000.-- Euro, mehr als 13 Milliarden ATS an Wohnbaugeldern zum Nachteil der do Bevölkerung verspekuliert wurden ? Wenn es stimmt, warum werden die Staatsanwälte nicht aktiv, warum klicken nicht die Handschellen ? Oder hängt es damit zusammen, dass das Innen- und das Justizministerium von der ÖVP befehligt werden ? Jeder Hendldieb wird zur Verantwortung gezogen, und mehr als 13 Milliarden, 760 Millionen ehemalige ATS spielen keine Rolle ? Da stimmt doch etwas nicht, in dieser Bananenrepublik !


Gast: panoptikum
19.06.2012 18:41
5 1

Wenn der Erwin so poltert, dann muss an der Kritik etwas dran sein!


Nicht notwendigerweise:

Der poltert IMMER!

als ob es

noch eines Beweises bedurft hätte, dass unsere "qualifizierten" Landeskaiser unnötiger als ein Kropf sind ;-)

Gast: Gehbitte
19.06.2012 18:17
8 0

Nun

manchesmal sollte man einfach den Schlapfen halten und ordentlich arbeiten, oder, Erwin?

Gast: Mimos
19.06.2012 18:17
13 0

Danke RH und Hr Moser für diese Klarheit!

Hier kann man sehr gut sehen, wer die Verantwortung trägt, dass in unserem schönen Land die Politik nicht gut läuft und auch nicht geschätzt wird.

Es ist nicht die Poliztikverdrossenheit (der Jugend), sondern die zu wenig kontrollierten Machtzentren, die jedem/r Demokraten/in den Mut rauben.

Danke, und bitte weiter so, lieber RH!

 
12 3