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Auch Grippenmasken-Hersteller zahlte Mensdorff-Pouilly

23.06.2012 | 13:48 |   (DiePresse.com)

Das Gesundheitsministerium unter Rauch-Kallat kaufte 2006 Schutzmasken. Ein Auftragsempfänger soll dem Gatten der damaligen Ministerin zeitgleich 275.000 Euro überwiesen haben. Rauch-Kallat: "Kein Zusammenhang."

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Der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly soll 2006 auf der Payroll des deutschen Grippemasken-Hersteller Dräger gestanden sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Konret soll Mensdorffs Wiener MPA Handelsgesellschaft von dem Medizintechnik-Konzern für "Marktstudien" insgesamt 275.591 Euro bekommen haben.

Zur gleichen Zeit erhielt das Unternehmen vom Gesundheitsministerium den Auftrag zur Lieferung von Millionen Grippemasken. Ressortchefin war damals Mensdorffs Ehefrau Maria Rauch-Kallat (ÖVP). Sein Anwalt Harald Schuster wies die Vorwürfe zurück.

Die gelieferten Pandemie-Schutzmasken waren zum Schutz vor der damals grassierenden Vogelgrippe vorgesehen. Das deutsche Unternehmen war zwar in einer öffentlichen Ausschreibung der Bundesbeschaffungsagentur wegen überhöhter Preise durchgefallen, kam aber schließlich doch zum Zug. Zwischen März und Dezember 2006 langten für angebliche "Marktstudien" 275.591 Euro auf dem Konto von Mensdorffs MPA Handelsgesellschaft ein.

"Es gibt hier keinen Zusammenhang"

Rauch-Kallat stellt einen Zusammenhang mit dem Lieferauftrag für die Grippemasken gegenüber "profil" in Abrede: "Es gibt hier mit Sicherheit keinen Zusammenhang. Ich habe mich in diese Auftragsvergabe nicht eingemischt. Mein Mann und ich haben Privates und Berufliches immer streng getrennt."

Auch eine Sprecherin von Dräger hielt fest: "Die MPA Handelsgesellschaft hat Dräger Austria bei der Erschließung des südosteuropäischen Markts unterstützt (beispielsweise mit Marktstudien) und erhielt vertraglich geregelte, aufwandsabhängige Zahlungen."

Schutzmasken wurden zu Ladenhütern

Die schließlich neun Millionen Schutzmasken kamen aufgrund von Lieferengpässen erst im Herbst 2006 in den Handel - und entwickelten sich nach Abklingen der Hysterie zu Ladenhütern. Laut dem Magazin wurde bis Ende 2007 nur rund knapp eine Million verkauft. Das Gesundheitsministerium musste 7,7 Millionen Masken zu einem Stückpreis von 55 Cent einlagern.

Der Kaufpreis habe sich insgesamt auf 4,2 Millionen Euro belaufen. Die Masken seien später an die Bundesländer weitergereicht und ein Kontingent von 460.000 Stück der Ukraine geschenkt worden.

Mensdorff kämpft an mehreren Fronten

Erst am Freitag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Wien gegen Mensdorff-Pouilly einen Strafantrag wegen Verdachts auf Geldwäsche, falscher Beweisaussage in zwei Untersuchungsausschüssen und der Vorlage eines angeblich verfälschten Beweismittels im gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahren eingebracht hat. Er weist die Vorwürfe zurück. Sein Anwalt sagt: "Das wird eine Riesenblamage für die Staatsanwaltschaft."

Im Korruptions-U-Ausschuss wird der Lobbyist am Dienstag ebenfalls befragt. Bei der Neuvergabe des Behördenfunks unter dem damaligen VP-Innenminister Ernst Strasser soll er bis zu 4,4 Millionen Euro erhalten haben.

 

 

(APA)

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162 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Korrupty
24.06.2012 20:35
1 0

Halali

Halali der Jäger wird zum gejagden
Gibt es doch eine gerechte Justiz in Österreich
Sperrt diese sinnlose Figur mit seiner Parteitussi doch endlich in den Häfen
Die haben den Steuerzahler schon genug betrogen
Weidmanns Heil an die Justiz

Gast: Grippevogel
24.06.2012 17:34
1 0

Heimat bist Du großer Töchter

ohne weitere Worte

4 0

unnütz teure Schutzmasken, Tamiflu oder auch dii Kyotostrafzahlungen

bzw der Handel mit Zertifikaten; ... alles auf dem selben Mist gewachsen um daran bestens mitverdienen zu können seit langem bekannt, und nun ganz plötzlich sogar in der einem nahem Medium zu lsesen ?

Wenn nun die Justiz ihrer eigentlichen zugedachten Tätigkeit nachkommen würde oder gar wird, könnte man sogar Hoffnung schöpfen das dieser Albtraum ein Ende hat; leider aber weiss man als gelernter Ösi das es anders kommt !


ein satz


mir graust, vor diesen, es gilt die unschuldsvermutung.

Gast: nicholasblarney
24.06.2012 12:05
1 0

Die "Provision" ist eine Sache,...

...viel interessanter jedoch erscheint mir die Frage, wie mit Politikern zu verfahren ist, die solch hanebüchenen Unsinn wie diese Masken aus Steuergeldern ankaufen.

Gast: egi
24.06.2012 10:38
2 0

Na und?

Die Justiz wird anklagen, aber nichts finden, wie gewohnt, so wie man auch im roten Wien nie etwas finden wird, wenn bei kriminellen Aktionen Politikerinnen oder deren Freunde involviert sind. Denn eines haben unsere Politikerinnen samt ihren Familien und Freunden den einfachen Kriminellen voraus, unsere Justiz tanzt nach ihrer Musik, weil sie bereits ihnen gehört, da läuft nichts aus dem Ruder, aber wie gesagt, es gilt für alles die Unschuldsvermutung und es ist wahrscheinlich nur so ein Gefühl, ob bei Faymann oder MP, Strasser etc. etc....

Gast: harakiri
24.06.2012 10:13
5 1

da sind sie wieder , diese

Linkslinken, wollen der armen Frau am Zeuge flicken, nur weil sie bei IHM Ministerin war. Dabei
ist das alles nur purer Zufall, der Graf fertigt doch
solche Gutachten reihenweise,nachts, wenn er am Hochstand hockt und es kommt grad kein Hirsch vorbei.

Antworten Gast: Der ihm un-endlich ans Bein pinkelt…
26.06.2012 14:43
0 0

Re: da sind sie wieder , diese


Gast: Abdisu
24.06.2012 08:38
6 0

Das ist ja eine Krimi-Parodie!

Das Operettenpersonal mit der reifen Soubrette und dem Grafen, der inkognito als „Jäger" umgeht, die Vogelgrippe, die Millionen Gesichtsmasken im Depot, die auch beim zweiten Versuch mit der Schweinegrippe niemand will - ein Zwitter aus „Dritter Mann", „Kottan" und „Gräfin Mariza". Jetzt sollte aber dringend jemand nachschauen, wer die Tantiemen für die geänderte Bundeshymne kassiert! Unfassbar ist jedenfalls die aggressive Frechheit und Korruputionsbereitschaft der Pharmagangster und ihrer Entourage, die sich alle paar Jahre eine neue Pandemie einfallen lassen und die Welt für deppert genug halten, das zu glauben. Und noch schlimmer: Die Welt ist fast so deppert. Aber nicht deppert genug für die Gesichtsmasken.

Gast: fj
24.06.2012 06:45
1 0

Zauberei

Schon eigenartig. Immer wenn jemand unter Schmiergeldverdacht gerät, werden plötzlich Marktanalysen und Marktstudien aus dem Hut gezaubert. Frage: Wo sind diese?
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

Wo hat der nicht seine Finger drin?

Und Frau Kallat weiß natürlich von nichts. Ist ja nur ihr Mann.
Griechenland ist näher, als man glaubt.

5 0

Der Hersteller hat das kaum gezahlt

denn geliefert wurde der letzte Dreck, völlig unverwendbarer Mist, nicht zertifiziert aus irgend einer chinesischen Spelunke.
Gezahlt wurde an die Handelsfirma - und die gehörte wem?

Na 1 x dürfen sie raten...

Gast: subjektive
23.06.2012 23:40
13 0

JaJa

Jetzt ist es klar, weshalb Frau RK für sich und ihren Ehemann einen Diplomatenpaß/Status benötigt.
Es tut mir Herr Spindelegger sehr leid. Aber diese Partei ist nicht mehr wählbar. Mit oder ohne neuen Verhaltenscodex.
Heutzutage geht es nicht mehr darum der Republik zu dienen, heutzutage nur mehr darum
so viel wie möglich an sich zu raffen ( Geld, Einfluß,...)
Was sind das für Menschen....

3 0

Re: JaJa

das Problem ist, daß eigentlich keiner mehr wählbar ist. Die ÖVP und ihre Gutsherren, die SPÖ und ihre Baunetzwerke in Wien, die BZÖ/FPÖ mit den fleißigen und ehrlichen Selbstbedienern, die Grünen mit kompromißlosen Ideologen, die sich dann doch für Pöstchen verkaufen (S.Pilz, v.d.Bellen) - wen zur Hölle soll man denn noch wählen? Die Piraten???

es wird Zeit für neue Parteien in Österreich.

0 0

tja

ist doch ganz einfach. Her mit den Marktstudien von Mensdorff. Wenn Gutachter feststellen daß diese tatsächlich so viel Wert waren dann wird man nicht viel machen können ausser man findet andere Beweise daß es Absprachen gab. Wenn nicht....

Das ist doch sicher alles nicht wahr,


da besteht doch klarerweise keinerlei Zusammenhang wie in allen anderen Fällen des Jägers, von Eurofighter über Tetron bis zur Telekom. Alles reiner Zufall.

Schmiergelder? Aber bitte, den Ausdruck hat er ebensowenig gekannt wie Strasser.

Der Graf ist eben ein Allroundgenie und macht blitzschnell Studien für jede Firma und jede Branche und jedes gewünschte Land. Deshalb wird er ja von Weltfirmen beauftragt, denn das kann sonst niemand.

7 0

Nachlass

Also hat die Rauch-Kallat uns weit mehr hinterlassen als nur eine unnötig verschantelte Hymne.

Gast: vor dem arlberg
23.06.2012 19:34
1 0

Wo ist

ein starker Mann, der endlich aufräumt. Auf meine Hilfe kann er zählen!

1 0

in der Hofburg :-)


0 0

Re: in der Hofburg :-)

SEHR WITZIG......

Alles reiner Zufall natürlich ...

auch dass das Unternehmen, das da so locker 275.591 Euro für "Marktstudien" hingelegt hat, wegen überhöhter Preise urpsrünglich bei der Bundesbeschaffungsagentur durchgefallen ist.
Reiner Zufall also dass die Gattin des Marktstudierers die zuständige Ministerin war und der Auftrag dann doch erteilt wurde.

Antworten Gast: erdferkler
24.06.2012 12:15
3 0

Re: Alles reiner Zufall natürlich ...

na selbstverständlich, purer Zufall, ausserdem, was kann die grosse Tochter der Heimat dafür, wenn diese Ausländer dem Gemahl Marktstudien aus der Hand reissen. Alles linkslinke Stänkerei.

Gast: Franz Kakfa
23.06.2012 18:46
7 0

Mitbefangen mit mitgfangen

Ach wie gut dass niemand im Ministerium weiss, dass es Befangenheitsbestimmungen gibt. Diese werden als totes Recht und Zierrat gesehen. Also hat sicher nix mit nix zu tun. Sagen Sie Frau Bundeshymnenexpertininin, für wie deppert halten Sie die Bevölkerung.

Gast: HelleOlga
23.06.2012 18:45
7 0

Aber Hauptsache, es gab 2011 noch einen Orden für die Rauch-Kallat und Blumen für den Ali

http://derstandard.at/1319182398629/Die-Blumen-des-Boesen

9. November 2011:
Wien, Rathaus, Stadtsenatssitzungssaal: Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien für Maria Rauch-Kallat, Blumen für den Gatten Alfons Mensdorff-Pouilly.

Kleine Ergänzung dazu:
Maria Rauch-Kallat bedankte sich unter anderem auch bei Alt-Bundeskanzler Schüssel für dessen Mut zu Schweigen.

Mehr braucht man nicht.

Gast: b754
23.06.2012 18:38
0 0

neuwahlen jetzt

die övp darf nicht weiter in der regierung bleiben

Gast: Parteiloser (Ex-VP-Wähler)
23.06.2012 18:27
4 3

Blaue Brühe, schwarze Brühe ... Die schwarz-blaue Schüsselregierung war durch und durch kriminell


Für mich hat Korruption zwei Kürzel: ÖVP und FPÖ.

 
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