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Pröll in die Hofburg, Mikl-Leitner nach Sankt Pölten?

10.07.2012 | 18:27 |  THOMAS PRIOR (Die Presse)

Erwin Pröll könnte 2016 doch Bundespräsident werden, heißt es in der ÖVP. In Niederösterreich stehen die Kronprinzen schon Schlange.

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Im März 2013 wird Erwin Pröll die niederösterreichische ÖVP zum fünften Mal in eine Landtagswahl führen – und dabei versuchen, die absolute Mehrheit aus dem Jahr 2008 (54,39 Prozent) zu verteidigen. Dass er sein Ziel erreichen wird – wenn auch nicht mehr im selben Ausmaß –, bezweifelt nicht einmal mehr die Opposition, obwohl sie im beginnenden Wahlkampf freilich anderes behauptet.

Doch was dann? Diese Frage stellen sich vor allem Prölls Kollegen in der Bundes-ÖVP, die Österreichs längst dienender Landeshauptmann (seit 1992) fast schon hobbymäßig nach seiner Pfeife tanzen lässt. Insofern ist es auch bundespolitisch nicht unerheblich, ob der 65-Jährige die ganze Legislaturperiode, also bis 2018, zu bleiben gedenkt. Nicht wenige gehen allerdings davon aus, dass Pröll 2016 ein Abenteuer wagen wird: Das Bundespräsidentenamt erschiene ihm als krönender Abschluss seiner Karriere, heißt es. Er selbst dementiert das vehement.

Dabei zeigte Pröll schon 2010 ernsthafte Ambitionen auf das höchste Amt im Staat. Eine Kandidatur scheiterte an Vizekanzler Josef Pröll (der mit einem Onkel in der Hofburg seine Kanzlerchancen minimiert sah) und am damaligen Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, der Pröll eine Finanzspritze für den Wahlkampf mit der Begründung verweigert haben soll, dass Heinz Fischer unschlagbar wäre.

2016 sind Fischers Tage in der Hofburg allerdings gezählt – das Gesetz erlaubt dem Präsidenten maximal zwei Amtsperioden. Pröll soll sich insofern gute Chancen ausrechnen, als die SPÖ aller Voraussicht nach Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in Stellung bringen wird.

Wer Pröll dann in Niederösterreich beerben könnte bzw. soll? Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka wohl nicht, er soll überschaubare Beliebtheitswerte haben. Agrarlandesrat Stephan Pernkopf ist zwar ein Bauernbündler wie Pröll, aber nicht annähernd so volksnah. Eher schon soll er dereinst Minister werden. Die besten Chancen werden derzeit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner eingeräumt, die als frühere Landesrätin und ÖVP-Geschäftsführerin das System Pröll geradezu verinnerlicht hat. Sie ist leutseliger als Pernkopf, geschmeidiger als Sobotka und loyaler als beide zusammen. Außerdem hätte Pröll einmal mehr alle überrascht, wenn er im Land der vielen Kronprinzen (auch Landesrat Karl Wilfing macht sich Hoffnungen) eine Kronprinzessin auf den Schild hebt.

 

E-Mails an: thomas.prior@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.07.2012)

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109 Kommentare
 
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Sollte E. Pröll ein weiteres Mal Ambitionen auf das Amt des Bundespräsidenten zeigen, wäre es tatsächlich besser, es abzuschaffen

Wir Niederösterreicher müssten uns in einem solchen Fall jedoch ernsthaft überlegen, ob es überhaupt Sinn macht, bei der nächsten Landtagswahl wählen zu gehen, wenn der Landesfürst als Lehensherr bereits heute schon erkennen lässt, das Lehen NÖ an seine ehemalige Landesrätin und Partei-Managerin übergeben zu wollen.
Mit ihrem Sager: „Her mit dem Zaster, her mit der Marie!“ hat sie wohl den Nachweis erbracht, dass sie dieser Funktion intellektuell vollauf gewachsen sein würde, jedoch ist es demokratiepolitisch mehr als bedenklich, wenn ein Landeshauptmann seine Nachfolgerin aus eigener Machtvollkommenheit bestimmt. Politische Inzucht kann das nur werden, was sogar dem bis in die Wolle schwarz gefärbten Niederösterreich nicht gut tun kann.
Ein Hoffnungsschimmer bleibt uns zwar, dass es wieder Prölls eigene Parteifreunde sein werden, die uns schon einmal vor einem Bundespräsidenten Pröll bewahrt haben. Sollte dieser jedoch ein weiteres Mal ernsthafte Ambitionen auf dieses Amt anmelden, dann wäre es tatsächlich besser, es abzuschaffen. Denn einen HBP, der dieses Amt als Krönung seiner politischen Laufbahn nur deshalb anstrebt, weil dies seinem Ego schmeichelt, brauchen wir tatsächlich nicht.
Dieses übersteigerte Selbstwertgefühl ist schon jetzt bei Erwin Pröll zu beobachten und macht ihn von Tag zu Tag unsympathischer, weil bereits körperlich sichtbar wird, dass er erschaudert vor der Größe der Aufgabe, die ihm ein allmächtiger Gott bzw. ein gnädiges Schicksal anvertraut hat.

Gast: EKO
15.07.2012 21:51
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Aber als ULBP

kann er wenigstens nichts mehr anstellen und NÖ bekäme wieder eine Chance

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In der Steiermark hat er wenig Freunde

In ganz Österreich als der Inbegriff des weit überzogenen Föderalismus. Die Steirer werden im nie verzeihen dass er jahrzehntelang den Semmeringtunnel verhindert hat (glatter Amtsmißbrauch).

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Versager wie Ferrero-Waldner

Wenn die ÖVP Pröll aufstellt, soll sie sich nicht wundern, wenn sie wieder auf der Verliererseite steht. Pröll hat nur die Wähler von NÖ hinter sich, für die anderen Wähler ist er ein Niemand.

Gast: Pröller
13.07.2012 20:08
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Willkommen

in Pröllistan. Erwin I. in der Hofburg wird der EU, den G9 und auch der Kirche und dem Vatikan (siehe das alte aber gute Video, wie er den Pfarrer in Maissau Tacheles gelehrt hat) zeigen, was Sache ist. So ein Universalgenie brauchen wir in der Hofburg, dann wird Österreich wieder Geltung und Gehör in der Welt haben. Glück auf!

Gast: gast_xyz
12.07.2012 15:42
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na ja

ich hoffe - und glaube - nicht, dass er ernsthaft Chancen hat. Mein Wunsch wäre ja, dass Alexander van der Bellen antritt....dann gäbe es mal wieder einen intelligenten und charismatischen Präsidenten in Österreich

Gast: Kindergartentante
11.07.2012 21:01
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Uje - heut' ham ma wieder Kindergarten-Kommentare-Runde

Einer intelligenter als der andere...

Gast: Schwarz Groß Gut
11.07.2012 20:55
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Ja, Pröll wäre einer der Besten.

Intelligent.
Ehrlich.
Direkt.
Durchsetzungsvermögen.
Zuverlässig.
Beliebt bei der Mehrheit der Wähler.
Löst er bei seinen Gegnern Dauerfrustation aus.
Da könnten die Nadelstreifsozis das Fracksausen kriegen :-))

Re: Ja, Pröll wäre einer der Besten. Glänzende Satire !


Sachliche Politik ist gefordert,

nicht ein Faschingscherz!

Gast: Die Fliegenden Melkkühe
11.07.2012 18:53
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Wir möchten aber den „Didi“ Mateschitz als nächsten Präsidenten in der Hofburg sitzen sehen.


Gast: oje
11.07.2012 17:55
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Wenn man glaubt, es geht nicht mehr schlimmer...

setzt die ÖVP noch einen drauf.

niemals mehr wird ein övp-ler in der hofburg sitzen ....

nur haben die das noch nicht begriffen.

arme, dumme övp.

Ob die Österreicher SO dumm sind, die zu wählen....

...ist fraglich.

Gast: Karl Gustav II.
11.07.2012 15:38
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Wenn die Überschrift wahr wird

gibt es gleich 2 gute Gründe zum Auswandern.

Warum so bescheiden?

Warum will er nicht gleich zum Kaiser von Österreich gekrönt werden?

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was würde eigentlich geschehen, wenn zu dieser Wahl keiner erscheint ?

was bedeuten würde das man gar niemanden in dieser Funktion mehr haben möchte ?

Statt dieses Land aufzuwerten, schafft man es tatsächlich, es weiterhin in der Welt lächerlich zu machen ?

Weg mit all dem Postenschacher und hin zu einer Expertenregierung, welche allein das zahlende Volk vertritt !!!

Antworten Gast: L.M.
11.07.2012 20:56
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Re: was würde eigentlich geschehen, wenn zu dieser Wahl keiner erscheint ?

Träumer!
Sag mal, wie alt bist denn eigentlich?
Wann kommt die Pubertät?
Danach kommt dann nämlich (vielleicht) der Verstand,

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Re:Sag mal, wie alt bist denn eigentlich?

einige Jahre über 50 und die Pupertät längst hinter mir, entgegen so manch andere ;-)

Antworten Gast: pas
11.07.2012 18:05
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Re: was würde eigentlich geschehen, wenn zu dieser Wahl keiner erscheint ?

- dann gewinnt automatisch Pröll^^

Gast: Bezirksrat
11.07.2012 14:50
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Also ich glaub' der Hans Krankl wär' die Idealbesetzung

Allseits bekannt, allseits beliebt und schlechter als der Fischer wird er es auch nicht machen.
Er kann ja nicht immer nur Zielpunkt-Werbung machen. Ein bissl Abwechslung würde ihm sicher auch gut tun....

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Schlechter als Fischer kann er nicht sein


und er hat wenigstens Ecken und Kanten.

Und bei Pröll höre ich zu, bei Fischer weg

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Re: Schlechter als Fischer kann er nicht sein

und besser auch nicht; ausserdem gehört dieses sinnloseste Amt ohnehin ersatzlos abgeschafft, wie auch sämtliche zu hohe Macht aller Landesfürsten !

Es gehört ausgemistet im Stall Ösistan, wo jeder meint solange er in der richtigen Partei sei, alles auf Kosten der Steuerzahler, tun zu dürfen !


Na ja, Fischer ist die Peinlichkeit selbst, aber Pröll wäre die Peinlichkeit²


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DROHUNG

Diese Ankündigung, kann nur als gefährliche Drohung angesehen werden. Ein Lanfesfürst, der sich wie ein allmächtiger Alleinherscher über demokratische Regeln hinwegsetzt- Ignorieren des Rechnungshofberichtes bezüglich des Baues von neuen Krankenhäusern, Verweigerung von Bildumgsreformen zugunsten von schwarzen Postenbesetzungen im Schulbereich, Kaiser bei der Verschuldung der Bundesländer -, sind das Referenzen für einen Bundespräsidenten ?

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Re: Ein Lanfesfürst, der sich wie ein allmächtiger Alleinherscher über demokratische Regeln hinwegsetzt- Ignorieren des Rechnungshofberichtes

trifft genau das denn nicht auch ebenso auf Wien samt dessen LH (BG) zu ???

Weg mit all dem alten Filz der ausser Kosten nichts wert ist, und hin zu neuem modernen und vor allem; sinnvollerem !

Das BP-Amt sollte man auch gleich mitentsorgen, denn das braucht unser Land ebensowenig wie einen Grinsekanzler samt seinem Witze !

 
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