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Polizeichefs: Strasser-Vertrauter vor Karrieresprung

24.08.2012 | 12:41 |  KLAUS STÖGER (Die Presse)

Personalentscheidungen über Landespolizeidirektoren stehen unmittelbar bevor - Pendel in Oberösterreich schlägt für Andreas Pilsl aus.

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Am 31.August stellt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner(ÖVP) in der Hofburg die neu bestellten Landespolizeidirektoren mit ihren jeweils zwei Stellvertretern vor. Bis dahin wird hinter den Kulissen noch heftig um die Personalentscheidungen gefeilscht. Im polizeiinternen Intranet wurden jedenfalls schon einmal die neuen Türschilder präsentiert.

In Oberösterreich dürfte der nicht unumstrittene Andreas Pilsl (43) zum Zug kommen. Er ist seit 2006 Landespolizeikommandant. Der fest in der ÖVP verankerte Offizier war Ende 2002 vom damaligen VP-Innenminister Ernst Strasser nach Wien geholt worden. Im Kabinett war Pilsl für Gendarmerie- und Polizeiangelegenheiten zuständig. Ex-Bundeskriminalamtschef Herwig Haidinger warf Pilsl vor, ihn aufgefordert zu haben, im Zuge der Bawag-Affäre Wahlkampfmunition gegen die SPÖ zu beschaffen. Pilsl dementierte – und zeigte seinen Landsmann Haidinger an. Pilsls Name fiel aber auch im Zusammenhang mit der „Causa Öllinger“: Die FPÖ warf dem Grünen-Politiker vor, bei seinen Recherchen über Verbindungen der oberösterreichischen Neonazi-Szene unsaubere Methoden angewandt zu haben. Daraufhin habe die Polizei auf Druck von Pilsl ermittelt, so die Grünen. Auch diese Vorwürfe wies er zurück. Als Mitfavorit für den neuen Spitzenposten galt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Fraglich ist, ob er als eventueller Stellvertreter Pilsls zur Verfügung stehen würde.

Im „roten“ Burgenland soll Landeshauptmann Hans Niessls Büroleiter Hans Peter Doskozil (er hat sich in letzter Minute beworben) ebenfalls fix sein. Dem lange Zeit als Favorit gehandelten Sicherheitsdirektor und SPÖ-Lokalpolitiker Erhard Aminger dürfte eine Anzeige gegen ihn geschadet haben. Aminger selbst weist den Vorwurf des Amtsmissbrauchs zurück, er spricht von „Nonsens“. Der Karrieresprung Doskozils erinnert an die Bestellung des burgenländischen Landes-Rechnungshofdirektors vor wenigen Wochen: Andreas Mihalitswerkte 2002–2007 ebenfalls im Büro Niessls.

Einer der beiden Stellvertreter im Burgenland wird einen „direkten Draht“ ins Ministerium haben: Für diesen Posten soll Christian Stella aus dem Kabinett von Mikl-Leitner vorgesehen sein. Laut „Presse“-Recherchen haben sich für die Stellvertreterposten österreichweit knapp 90 Polizisten beworben, darunter drei Frauen. Die Landespolizeichefs müssen sich mit ihren Vizes bei Entscheidungen künftig eng abstimmen.

 

E-Mails an: klaus.stoeger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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20 Kommentare
Gast: aber schauns fräuln marie
26.08.2012 14:32
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diese gelackten bubis

in goldbetresster uniform sollen unser land schützen. nein, danke!

Gast: Vita bene
25.08.2012 17:08
5 0

Verhönung für vollwertige Akademiker!

Nicht ein Jurist wird den Job bekommen sondern ein ÖVP Günstling.

Eine kleine Geschichte zu Herrn A.P.:

Hr. A. P absolvierte die Mittelschule und anschließend die Polizeischule bzw. Offiziersakademie und wurde durch diverse Mitgliedschaften bzw. Seilschaften in der ÖVP von ÖVP Innenminister Strasser endeckt.

Das war sein Durchbruch!

Es wurden ihm das Offizierspatent als BA angerechnet und somit konnte er in einem geschlossen Lehrgang für Beamte an der FH Wiener Neustadt seinen Kaugummiautomaten MA in Rekordzeit innerhalb der Dienstzeit inkl. Dienstauto absolvieren. Vielleicht werden bei diesem Lehrgang für Beamte ECTS Punkte für die Anreise aus OÖ vergeben.

Ja liebe Assistenten an den UNIS, so macht man den Aufstieg!

Aber A. P. kann ja im Zweifelsfall seine zweite Frau befragen. Die ist Juristin und hat unter fragwürdigsten Umständen an der BH-Perg einen leitenden Posten erhalten.

Dass ist aber eine andere ÖVP-Proporz Schmierengeschichte.

Was lernen wir:

Es gibt keine Chancengleichheit in Österreich.

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So wird sichergestellt

das ja nicht der Beste den Job bekomt. Polit-Bonzen wegen Amtsmissbrauch ins Gefängnis!

Gast: minority report
25.08.2012 16:00
2 0

Klasse Reform

Ist ja wirklich toll, welche Kapazunder uns diese sogenannte Jahrhundertreform bringt. Ein Bürscherl mit Mickymausstudium schwimmt auf der politischen Welle nach oben.
Verkauft wird das Ganze Machwerk ja sehr gut, aber wer hier glaubt, dass diese Reform wirklich Kosten spart, der lässt sich auch einreden, dass Zitronenfalter Zitronen falten - sorry für den abgelutschten Vergleich, aber so ist es leider.
Da wird ein Wasserkopf geschaffen, der seinesgleichen sucht - Leiter von Abteilungen, Büros, dann Stellvertreter und Stellvertreter der Stellvertreter, Koordinatoren mit tollen Bewertungen uvm.
Nur eines vergisst man: wo sind die Leute, die tatsächlich für etwas zuständig sind und die Arbeit machen?
Die ÖVP zementiert sich im BMI ein, indem sie lauter Bürscherl installiert, die es die nächsten 25 Jahre noch gibt, die Roten schlafen in der Pendeluhr, die Blauen sind durch ein paar Posten "für ihre Leut" ruhiggestellt und sonst überreißt das ganze auch niemand.

Gast: geoopster Heike
25.08.2012 13:59
12 0

Der schwarze Wunderwuzi

und ÖVP-Gemeinderat muss seine Kompetenz schon in der Windelhose bewiesen haben. Oder er weiß zu viel?

Seine Karriere wird etwas fürs Guinessbuch der Rekorde: mit 26 Jahren der jüngste Bezirksgendarmerie-Kommandant Österreichs. Aber mit knapp 37 der Bestgeeignete für den Landespolizeikommandanten ist trotzdem … *öhm* … irgendwie unwahrscheinlich. Und die nächsten Jahrzehnte jüngster bestgeeigneter Polizeidirektor? Bis sich keiner mehr erinnern kann, dass es auch anders geht?

Das erinnert ein bisschen an ferne Länder, wie Libyen u.ä., wo gleich mehrere Generationen Menschen nichts anderes kennengelernt haben und sich auch nichts anderes vorstellen konnten als das System Gaddafi. Gaddafi war der am längsten regierende Herrscher in Libyen und einer der am längsten herrschenden Machthaber außerhalb von Monarchien überhaupt, sodass etwa 80 Prozent der zum Zeitpunkt seines Todes lebenden Libyer unter seiner Herrschaft geboren wurden. Anscheinend wird das jetzt auch bei uns der politische Wille.

alleine als vertrautervon herrn strasser tituliert zu werden,

ohne sofort zu klagen, sagt alles!

Gast: Freundschaft Genossen
24.08.2012 22:53
1 0

Mit dem Vize eng abstimmen -


Das heißt aus 1 mach 2 : Chef ist schwarz, dann ist Vize rot oder andersrum Chef ist rot, dann ist Vize schwarz.

In altbewährter Manier aufgeteilt; daher ist die Exekutive und die Verwaltung dermaßen aufgebläht.

Der Steuerzahler wird dadurch mit doppelten Häuptlingsposten belastet.

Wäre kein Problem

Jeder bekommt die Hälfte bezahlt, wäre für diese Arbeit ja auch genug, da ja jeder nur die Hälfte tun muss. Das wäre übrigens bei all unseren Spitzenposten so zu behandeln.

Gast: Nano
24.08.2012 17:48
2 0

Der Artikel trifft die Situation im Innenministerium gut.

Kein Wort wir über Befähigung verloren. Es geht nur um den Stallgeruch.

Gast: Die ÖVP Puppenspieler
24.08.2012 16:48
1 0

Strasser-Vertrauter vor Karrieresprung

Zudem legte Pilz Akten vor, wonach der oberösterreichische Landespolizeikommandant, Andreas Pilsl, in der Causa Öllinger ermittelt habe, noch bevor eine Anzeige vorgelegen habe. Pilz vermutet nun, dass die Ermittlungen auf das Konto von ÖVP-nahen Beamten gehen. Sowohl Pilsl, als auch der jetzige Kabinettschef von Innenministerin Maria Fekter, Michael Kloibmüller, der laut Pilz ebenfalls Ermittlungen in Auftrag gegeben hat, bevor eine Anzeige vorlag, waren Mitarbeiter von Ex-ÖVP-Innenminister Ernst Strasser.

Schließlich ließ Pilz mit einem weiteren Akten-Zitat aufhorchen. Demnach zeigte eine Demonstrantin nach den Auseinandersetzungen bei der Demo zum 1. Mai in Linz einen Polizisten wegen Gewaltanwendung an. Daraufhin ordnete das Einsatzreferat die Einvernahme des betroffenen Beamten an - und lieferte den Entwurf für dessen Aussage gleich mit. So wird dem Beamten vorgeschlagen, auszusagen, dass die "Unterstellung" der Demonstrantin "meiner Ansicht nach den Tatbestand der Verleumdung darstellt." Immerhin schreibt der Ermittler zum Schluss: "Das ist nur ein Vorschlag, länger solls nicht werden und inhaltlich drückt es wohl eh alles aus."

Gast: geoopster Heike
24.08.2012 16:42
17 0

OÖ: Keplinger muss gehen

Rudolf Keplinger ist als Leiter des Landeskriminalamtes Oberösterreich Vergangenheit. Der Keplinger hat immerhin die ganze Polizei lächerlich gemacht mit seiner Expertise als Mitglied der Kasperlkommission.
:-)
Und Kollegen angeschüttet mit so aberwitzigen VORWÜRFEN, dass sie keinen DNA-Abrieb auf ihrem selbstgehäkelten Binden-Tascherl gemacht hätten und - angeblich - nicht gefragt haben, wem der Epilator gehört und wozu die selbst umhäkelten Kabelbinder dienten. Na wozu wohl?
Das inferiore Keplinger-Werk voller Vermutungen und Spekulationen als polizeiliche Ermittlungskritik muss man sich mal geben, das glaubt einem ja kleiner.
http://forwardme.de/641196.go
ha ha ha

Und sich danach weiter als Kampusch-Hetzer betätigt, um dem übergeschnappten Rzeszut beizuspringen. Ein bisserl heftig für eine leitende Position bei der Polizei.

Auch der Cold-Kas-Kampusch-Versager Nikolaus Koch (Landespolizeikommandant Burgenland) muss jetzt in die Pension statt neuer Polizeidirektor zu werden.
Eine späte Genugtuung, dass die Frau Kampusch wenigstens ein paar hochrangige Polizeikoffer abschießt, die an ihrem (nicht nur medialen) Desaster so maßgeblich beteiligt waren.
Und tschüss!

Gast: Zukunftinschwarz
24.08.2012 16:36
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Der Fall ist hoffnungslos

solange der Wähler diese korrupte Partie weiter unterstützt.
Ich versuche es beim nächsten mal mit dem Stronach.

Mich kotzt

diese ÖVP schon derart an!

Gast: niko12
24.08.2012 09:05
1 0

skandale von morgen

die Bestellungen zeigen, dass es sich die Parteien auch in Zukunft aussuchen werden, gegen wen bzw. gegen wen gerade nicht die Polizei tätig werden wird. Das kann wie üblich nur schief gehen und die Skandale von morgen sind so vorprogrammiert.

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Re: skandale von morgen

wie recht sie haben!
am besten kann man es ersehen,das verfahren und untersuchungen von schwarzen(schüssel,strasser und co.)
blauschwarzen(grasser) blauen (graf und seine brau-en)
sowie schwarzen bankern und grafen,
immer wieder abgeblockt oder bis zur verjährung behindert werden!
na ja, was soll man von einer schwarzen innen und justizministerin anderes verlangen!

Gast: oTTo
24.08.2012 01:47
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Der fest in der ÖVP verankerte Offizier???...........Niessls Büroleiter Hans Peter Doskozil (er hat sich in letzter Minute beworben)???....

....So und jetzt wieder einmal eine Frage: SPIELT ES 2012 NOCH IMMER EINE ROLLE WELCHER PARTEIFARBE MAN ANGEHÖRT UM BEI DER POLIZEI AUFZUSTEIGEN???......WIE passt das mit einer Demokratie zusammen, sind die Vorfälle der letzten Jahre KEIN abschreckendes Beispiel??? Das ist jetzt KEINE Bewertung der oben genannten Personen, ABER sollte man nicht eher nach FACHWISSEN als nach Parteifarben sortieren??? be.es: ich möchte auch noch erwähnen, dass man nicht jeden Menschen vorverurteilen sollte, NUR weil er bei Strasser angestreift ist, das ist auch nicht Zielführend!

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Mich kotzt dieses Land an!

Die Farbe des LH entscheidet über die Farbe des Landesdirektors. Wenn nicht die Leistung und Integrität bei solch wichtigen Personalentscheidungen zählen schwächt das unser Land.

Direkt aus dem LH Büro bestellt werden, da fehlen mir wirklich die Worte!!

Der Bürger wird das nicht mehr lange tolerieren. Wenn wir nicht so ein gesättigtes Volk wären, müssten wir täglich vor den Parlamenten demonstrieren!!

Antworten Gast: austria wien
24.08.2012 13:07
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Re: Mich kotzt dieses Land an!

der dumme österreicher wird es immer hinnehmen - der großteil ist selbst abhängig von so bestellungen zu irgendeinen amt oder einer arbeit - bei uns kommen schon lange nicht mehr die wirklich guten zum zug.

Nicht das land..........

die politiker - das land kann nichts dafuer, dass die waehler diese politiker waehlen und immer wieder bestaetigen - :O((

Gast: geoopster Heike
23.08.2012 23:31
20 0

vorher Pest und Cholera

(Lißl und Pilsl)

nachher Cholera und Pest
ha ha ha