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Iran: Ahmadinejad nennt Holocaust ein "Märchen"

18.09.2009 | 12:08 |   (DiePresse.com)

Anlässlich des Jerusalem-Tags schwingt Irans Präsident anti-israelische Reden. Die Opposition protestiert indessen zum ersten Mal seit Mitte Juli gegen das Regime. Dabei kommt es auch zu Zusammenstößen.

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Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat den Holocaust erneut bestritten. Es sei "eine falsche Behauptung, ein Märchen, das als Vorwand für Verbrechen gegen die Menschlichkeit benutzt wird", sagte Ahmadinejad bei einer anti-israelischen Kundgebung zum Jerusalem-Tag. Der letzte Freitag im Ramadan ist seit 1979 der Tag für Kundgebungen gegen Israel, in Solidarität für die Palästinenser. Indessen demonstrierten zum ersten Mal seit Mitte Juli Anhänger der Opposition gegen die umstrittene Regierung.

Ahmadinejad sagte, falls die Europäer Millionen von Juden getötet haben sollten, dann sollten sie den Juden auch "in Europa, Amerika oder Kanada" Land schaffen. "Warum sollen die Palästinenser wegen eines Vorfalls leiden, an dem sie nicht beteiligt waren?", fragte Ahmadinejad. "Es ist unsere nationale, religiöse und islamische Pflicht, dem zionistischen Regime weiterhin entgegenzutreten." Israel bedrohe die nationale Sicherheit aller Staaten im Mittleren Osten. Die mit dem Westen verbündeten arabischen Staaten sollten sich nicht mit Israel einlassen. "Dieses Regime wird nicht lange überleben", erklärte er. "Sein Leben ist am Ende." Die Menschenmenge skandierte "Tod Israel!". Ahmadinejad hat seit seiner Wahl 2005 mehrfach mit der Leugnung des Mordes an sechs Millionen Juden für Empörung im Westen gesorgt.

 

Gewalttätige Proteste in Teheran

Indessen kam es im Zentrum von Teheran Augenzeugen zufolge zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Anhängern von Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi. Es soll Verhaftungen und Verletzte gegeben haben. Nach Angaben von Zeugen schlugen mehrere Hardliner auf eine Gruppe von Oppositionellen ein, die die Demonstration verließ. Auch Ex-Präsident Mohammed Khatami wurde angegriffen, berichtete eine reformorientierte Internetseite.

Khatami sei inmitten einer Gruppe von Oppositionellen unterwegs gewesen. Konservative Regierungsanhänger hätten ihn zu Boden gestoßen. Anhänger der Opposition seien ihm zu Hilfe geeilt und hätten die Angreifer zurückgeschlagen. Khatami hatte sich im Streit um das Wahlergebnis der Präsidentenwahl auf die Seite der Opposition geschlagen.

 

Tausende Oppositionelle auf den Straßen

Seit Tagen drohte das Regime, allen voran die mächtigen Revolutionsgarden, jedem, wie sie es nennen, "Missbrauch" des Jerusalemtages, mit Entschlossenheit entgegenzutreten. Dennoch gingen tausende Anhänger von Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi zum Protest auf die Straße.
Auf den Internetseiten der Opposition gibt es Bilder riesiger grüner Märsche. Die Menge rief "Lasst die politischen Gefangenen frei" und "Keine Angst, wir sind alle zusammen", wie Augenzeugen berichteten.

Das Regime hat jedenfalls auch Angst. Sämtliche religiöse oder politischen Feiern während der vergangenen Wochen des Ramadan wurden abgesagt, um möglichen Massenkundgebungen vorzubeugen. Dies auch mit dem Jerusalemtag zu tun, wäre ein zu großes Eingeständnis gewesen.

Der Jerusalem-Tag
Seit der islamischen Revolution von 1979 wird im Iran auf staatlich organisierten anti-israelischen Massendemonstrationen alljährlich zur Befreiung Jerusalems von "zionistischen Besatzern" aufgerufen. Historischer Hintergrund des al-Quds-Tags ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem.

(Ag.)

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15 Kommentare
Gast: alquds
20.09.2009 16:53
0 0

presse auch schon auf mainstream

muss leider bemerken, dass die Presse auch "erfolgreich" in die Reihe der gleichgeschalteten Massenmedien eingereiht wurde. Hat wahrscheinlich mit den neuen Eigentümern zu tun.
Einerseits wird die militärische Bedrohung durch israel und USA totgeschwiegen, ja sogar gerechtfertigt. Alle kritischen Kommentare werden unterdrückt.
Andererseits wird die von den USA ausgehende hysterisierung und Volksverhetzung von Reuters und Co kritiklos mitgetragen und unterstützt.
jeder Presse - Journalist der da mittut, macht sich mitschuldig....

Gast: Fidel Gastro
18.09.2009 20:04
2 0

Galileo Galilei ...

... (* 15. Februar 1564 in Pisa; † 8. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz) war ein italienischer Mathematiker, Physiker und Astronom, der bahnbrechende Entdeckungen auf mehreren Gebieten der Naturwissenschaften machte.

Ich liebe Physik, Chemie und Mathematik! Und vor allem ihre Anwendung in der Praxis ...

Gast: ASVG-Sklave
18.09.2009 19:48
0 2

Kaum zu fassen !


Als stolzer Österreicher schäme ich mich für den rechtsrechten Lügenmüll, der hier verbreitet wird.

Das ahnungslose Geschwafel einer birgit u.a. gehört in den Iran zu einem radikalen, europafeindlichen Mullahregime.

In Österreich hat so ein brauner Unsinn nichts verloren.


0 0

Re: Kaum zu fassen !

lieber sklave, geh doch in den Iran, wenn's dort so supi-toll ist.

dann musst wenigstens keine ASVG-Beiträge mehr zahlen.

kannst allerdings auch nicht bei bedarf in der sozialen hängematte liegen.

und ein religionswechsel wäre vielleicht auch hilfreich.

es sei denn, du bist schon ein friedensideologieanhänger.

falls das zutrifft, würde es zumindest deine kommentare erklären.

ich für meinen teil, würde lieber in den USA oder Israel leben. ganz ehrlich. und in den USA noch lieber als im verblödeten Europa. zumindest spätestens dann, wenn aus Europa ...abia geworden ist.

dann wird's nämlich hier ungemütlich. vor allem für die "Guten".

Antworten Gast: Fidel Gastro
19.09.2009 01:37
2 0

Schade ...

... dass Ihre IP-Adresse nicht angezeigt wird ... dann würden die Leser nämlich merken, wer hier alles schreibt ...

Gast: Klagenfurter
18.09.2009 16:49
3 8

Rechte, braune Schlechtmenschen und radikale Islamisten haben viel gemeinsam


Der Chef des Mullah-Regimes und braune Schwachköpfe wie " karlmarx" oder "oftgesperrtabergut" sind die natürlichen Feinde jedes aufgeklärten Europäers.


Antworten birgit
18.09.2009 18:40
5 0

Re: Rechte, braune Schlechtmenschen und radikale Islamisten haben viel gemeinsam

der natürliche feind der demokratie ist redeverbot und verbot der freien meinungsäußerung. das gerede über die große gefahr der braunen faschisten in österreich hängt allen schon zum halse raus. die zeit der verbrecherischen nazis ist schon lange vorbei und es darf keine kollektivschuld geben. ansonsten müßten wir für jede nation verbote finden und in der verfassung verankern.

1 9

Einreiseverbot für Ahmadinejad nach Österreich, Deutschland und der gesamten EU-Raumes

Der Europäische Rat möge beschließen, dass ein absolutes Einreiseverbot gegen Ahmadinejad besteht.

Ebenso soll die Verfassung erweitert werden, dass Ahmadinejad niemals Staatsbürger Österreichs werden darf und sich nie als Bundespräsitent kanidieren darf.

Das BIA soll überprüfen, ob es Verwandte oder Freunde von Ahmadinejad in Österreich aufhältig sind und diese Abschieben.

Diplomatisch empfehle ich durch Vertreter des Ministeriums oder durch Bundespräsitenten ihm ein Buch zur Aufklärung in seiner Amtsprache zukommen zulassen, um Historische Differenzen balancieren zu können.

Antworten immune
18.09.2009 17:41
0 4

Re: Einreiseverbot für Ahmadinejad nach Österreich, Deutschland und der gesamten EU-Raumes

Im Gegenteil! Wir sollten ihn nach Mauthausen ins schöne Mühlviertel einladen. Er bekommt auch eine Gratisführung von mir.

20 1

Nachdem man in Österreich nichts dazu sagen darf


kann man nur immer wieder erwähnen, daß das Verbo-tsgesetz einer Demokratie unwürdig ist !

Keiner will wegen einer Aussage oder Meinung in unserem, so freien Österreich, in den Knast.


Gast: gast
18.09.2009 15:24
0 2

alahu akbar ...

ich denke, der wird bald vor gericht stehen ..

birgit
18.09.2009 14:00
6 1

Gutes Buch

Das neue Buch in der von Juergen Elsaesser herausgegebenen COMPACT-Reihe ist erschienen: Andrea Ricci: „GAZA. Die is*raelischen Kriegs*ver*brechen“

Gast: Panarcus
18.09.2009 13:19
9 0

Na ja. In Iran ist das nicht verboten

Genau wie in der USA, GB oder in vielen anderen Länder.
Wir durften sogar über Mohammed öffentlich Scherzen und bis auf ein paar Ausnahmen - ohne Konsequenzen.

grinch
18.09.2009 12:21
2 16

Ein absoluter Zirkusclown.

Ob dem Ir.an ein Kri.eg gegen Is.rael oder Am.erika tatsächlich helfen würde?

Einerseits wäre das Land dann wieder geeint,
andererseits würde es in Schutt und Asche liegen...

Damit hätte es dann wieder "Wachstumspotential". X)

Antworten Gast: netter gast
18.09.2009 12:47
7 9

Re: Ein absoluter Zirkusclown.

In unseren Medien wird die antiiranische Propaganda nachgeplappert .
Wird vom Journalismus die immer zu stellende Frage nach geschichtlicher Wahrheit mit dem Kampfmittel "Holoca*stleugner" gleichgesetzt ?
Ein militärischer Angriff durch Isra*l oder
die USA auf den Iran ist deutlich wahrscheinlicher als umgekehrt .
Ein Angriff des Iran auf Isra*l ist auf Grund der militärischen Unterlegenheit und isra*ls Schutzmacht USA auszuschließen

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