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Bleibt Kärnten das einzige "freiheitliche Bundesland"?

Ausgangslage Eine Allianz gegen
Symbolbild / Bild: (c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com) 

Ausgangslage. SPÖ, ÖVP und Grüne haben einen Block gegen die FPK gebildet. Ihr Ziel: Landeschef Dörfler soll aus dem Amt gedrängt werden.

 (DiePresse.com)

Seit 14 Jahren sind in Kärnten die Freiheitlichen im Besitz des Landeshauptmann-Sessels. Bei der Landtagswahl am 3. März könnte die SPÖ der FPK diesen streitig machen - und damit die einzige freiheitliche Bastion zu Fall bringen.

Landeschef Gerhard Dörfler findet sich damit in der Rolle des Verteidigers wieder. Allerdings fällt diesmal der Jörg-Haider-Bonus weg, stattdessen hat die Partei mit Skandalen Negativschlagzeilen gemacht. In Umfragen ergibt sich dadurch bisweilen ein unterschiedliches Bild: Lag die FPK im Jänner noch zwischen 20 bis 25 Prozent, prognostizierte das Humaninstitut Mitte Februar 29 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Wahl 2009 konnte die Partei 44,9 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Vorsorglich wird daher der blaue Teppich in Richtung Team Stronach ausgerollt. So lobte Dörfler Parteichef Frank Stronach zuletzt als einen „hochinteressanten Menschen". Interessieren dürften ihn abseits von der Person aber vor allem die Umfragewerte der neuen Partei im Hinblick auf eine mögliche Koalition: Das Team liegt aktuell bei zehn bis 17 Prozent, Spitzenkandidat und Ex-SPÖ-Bürgermeister von Spittal, Gerhard Köfer, würden sogar 21 Prozent der Kärntner direkt zum Landeschef wählen - das sind nur zwei Prozentpunkte weniger, als Dörfler für sich verbuchen kann.

Allianz gegen die Freiheitlichen

SPÖ, ÖVP und Grüne lehnen eine Zusammenarbeit mit der FPK kategorisch ab und haben einen Block gegen die Freiheitlichen gebildet. Ihr Ziel: Dörfler aus dem Amt zu drängen - und danach gemeinsam regieren, wenn es sich prozentuell ausgeht. Die Aussichten hierfür sind durchwachsen: Führten die Roten mit Spitzenkandidat Peter Kaiser im Jänner in Umfragen mit 33 bis 37 Prozent, prognostizierte ihnen das Humaninstitut Mitte Februar nur noch 27 Prozent - damit lägen sie hinter der FPK. Die ÖVP mit Gabriel Obernosterer kommt auf neun bis zwölf Prozent, die Grünen mit Rolf Holub an der Spitze auf acht bis 17 Prozent. Allerdings ist ein großer Teil der Wähler noch unentschlossen.

Der orange Spitzenkandidat Josef Bucher will Dörfler indes nur dann zum Landeshauptmann wählen, wenn die Brüder Kurt und Uwe Scheuch keine Rolle mehr in der FPK spielen. Ob es das Bündnis in den Landtag schafft, ist jedoch fraglich. Laut Umfragen liegt es zwischen drei und fünf Prozent - letztere sind für einen Einzug notwendig. Lediglich das Humaninstitut wies den Orangen am 15. Februar zehn Prozent aus.

(c) APA / Bild: (c) APA 

Polit-Sumpf als Handicap

Eigentlich hätte in Kärnten erst 2014 ein neuer Landtag bestimmt werden sollen. Nach monatelangem politischen Gezerre wurde dieser jedoch am 13. Dezember aufgelöst und der Weg für Neuwahlen frei gemacht. Seit August hatte die FPK eine Abstimmung über einen Auflösungsantrag ein Dutzend Mal durch Auszüge aus dem Plenarsaal blockiert. Wäre es nach dem Willen von SPÖ, ÖVP und Grüne gegangen, wären die Wähler bereits im Herbst dazu aufgerufen worden, zu den Urnen zu gehen.

Vorangegangen war der vorzeitigen Auflösung der Birnbacher-Prozess. Der frühere VP-Parteichef Josef Martinz gestand vor Gericht, dass er und der mittlerweile verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider nach der Abwicklung des Hypo-Verkaufes die Idee entwickelt hätten, dass Teile des Geldes an die Parteien gehen sollen. Martinz trat zurück und wurde nicht rechtskräftig verurteilt. Nachwehen hat der Skandal auch für die FPK: Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Landesrat Harald Dobernig und Ex-Parteiobmann Uwe Scheuch. Es geht um den Vorwurf der Geldwäsche und der Untreue.

Von "Part of the game" bis "Top Team"

Daneben schlug auch die „Part of the game"-Affäre um Uwe Scheuch Wellen: Der ehemalige Landeshauptmann-Vize wurde Ende 2012 rechtskräftig verurteilt. Sein Bruder und Nachfolger Kurt musste sich indes erst kürzlich öffentlich für seinen „Kröten"-Sager entschuldigen. Derzeit laufen auch Ermittlungen gegen die FPK-Spitze wegen einer Broschüre von 2009, deren Design frappant an die Wahlkampflinie des BZÖ erinnerte. Landesvater Dörfler steht zudem im Verdacht der Korruption bei der Vergabe von Straßenbauten.

Gegen SPÖ-Politiker - Wolfgang Schantl, Reinhard Rohr, Gabriele Schaunig-Kandut und Peter Kaiser - gibt es wegen Aufträgen für die Werbeagentur „Top Team" Ermittlungen. Im Raum steht der Verdacht der Untreue. Undurchsichtigkeiten gibt es auch beim Team Stronach: Der Milliardär soll sein Schloss am Südufer des Wörthersees für einen extrem günstigen Quadratmeterpreis erstanden haben. Köfer wiederum hat Ärger mit einem Strandbadbau am Millstätter See. Nach einem geharnischten Rechnungshofbericht ermittelt die Justiz.

Alle Genannten bestreiten die Vorwürfe.

Abseits der Politskandale hat das Land auch noch mit zahlreichen anderen Problemen zu kämpfen: Von der Beschäftigtenquote über die Kaufkraft bis zur Landesverschuldung befindet sich Kärnten im Bundesländervergleich im hinteren Drittel.

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24 Kommentare

I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Döfler und seine Buberl Togga haben noch nie etwas für Kärnten geleistet !!!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
Dörfer der Versager ist ein Schuldenmacher und Steuergeldverschwender!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
A Lond fulla Togga und Hoftpficht befreit!!
Wegen dem Dörfler Togga müssen wir alle um 20% höhere Steuern bezahlen!!!!!!!!!!!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
Dörfler Togga hinterläßt nur Schulden Schulden Schulden Schulden Schulden u. Dummheit!!!
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT

I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Döfler und seine Buberl Togga haben noch nie etwas für Kärnten geleistet !!!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
Dörfer der Versager ist ein Schuldenmacher und Steuergeldverschwender!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
A Lond fulla Togga und Hoftpficht befreit!!
Wegen dem Dörfler Togga müssen wir alle um 20% höhere Steuern bezahlen!!!!!!!!!!!!
I bin lei a Kantna a klona Valott
Dörfler Togga hinterläßt nur Schulden Schulden Schulden Schulden Schulden u. Dummheit!!!
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT

I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)


spö-övp-grüne

diese idioten von rot grün schwarz haben noch immer nicht kapiert das ausgrenzung (fpk) in die hose geht
(siehe berlusconi eu-weite ausgrenzung)

Das rechtsprimitive System Haiders führte in den Abgrund


Wer jetzt noch diese korrupt rechtsprimitive FPK'ler wählt, ist jedenfalls sehr arm im Geiste.

Das wird der erste Probelauf für Rot/Grün- Schwarz

im Hinblick auf die Nationalratswahlen im Herbst, die sicherlich auch mit Rot/Grün- Schwarz enden werden. Und es wird sich in Kärnten zeigen, wie diese Dreier-Koalition regieren kann. Einfach wird's sicher nicht, weil ja Rot/Grün in Wien schon ein großes Problem für die Bürger und Steuerzahler ist.

wie die freiheitlichehen im Kärntener Landesregierung waren ist alles besser geworden

Kärnten is lei an's durch die freiheitlichen in Kärnten ist vieles entstanden so wie
KÄRNTEN LEUFT
DER JUGEND TAUSENDER
DER TEUERUNGS AUSGLEICH
DIE ORTSTAFEL IST UNTER GERHARD DÖRFLER UNTER DACH UND FACH GEBRACHT WORDEN WAS JAHRZEHNTE NICHT GEKLAPPT HAT

Re: wie die freiheitlichehen im Kärntener Landesregierung waren ist alles besser geworden

anderswo nennt man sowas stimmenkauf

aber kärnten kann sichs ja leisten

Re: wie die freiheitlichehen KÄRNTEN LEUFT:


DER JUGEND DAUSENTER
DER TEUERUNGS AUSGLEICH
DIE ORDSTAFEL IST UNTER GERHARD DÖRFLER UNTER DACH UND VACH GEBRACHD WORDEN WAS JAHRZEHNTE NICHT GEKLAPPERT HAT

wie die freiheitlichehen im Kärntener Landesregierung waren ist alles besser geworden

Kärnten is lei an's durch die freiheitlichen in Kärnten ist vieles entstanden so wie
KÄRNTEN LEUFT
DER JUGEND TAUSENDER
DER TEUERUNGS AUSGLEICH
DIE ORTSTAFEL IST UNTER GERHARD DÖRFLER UNTER DACH UND FACH GEBRACHT WORDEN WAS JAHRZEHNTE NICHT GEKLAPPT HAT

Bleibt Kärnten das einzige "freiheitliche Bundesland"?

Vermutlich JA.
Kärnten hat einen überdurchschnittlichen Anteil an Idioten!

Kärnten war schon immer anders...............

.............die Freiheitliche kamen nach dem Krieg hier im Land schnell auf 20 Prozent. Haider ist nur die logische Fortstzung der politischen Verhältnisse. Kärnten war ein absolutes Natsiland, schon vor dem "Anschluss" hatten hier die Natsis das Sagen. Sie haben sofort das "Slowenen-Problem" erledigt, indem sie die Leute in die KZs schickten oder umbrachten. Nach dem Krieg wurden die Natsi-Mörder (Dr. Ramsauer z.B.) schnell wieder in hohe Positionen gebracht. Der Großvater der Scheuchs war ein Natsi der ersten Stunde und gründete anschließend flugs die VDU mit. Seinen Enkeln sagen Dorfbewohner nach, einen Hang zu Natsi-Gesten und -Devotionalien zu haben!

Die jetzigen

Freiheitlichen sind einfach für bürgerliche Wähler schwer wählbar.

Beim städtischen Proletariat punkten sie, aber sonst sind die Ergebnisse sehr schwach. Das liegt nicht an der FPÖ an sich, sondern an der derzeitigen Schwerpunktsetzung und den handelnden Personen.

Unter einem Haider bestünde auch die Chance, daß Salzburg und Tirol blau würden. (bei der NR-Wahl 1999 lag die FPÖ in S an 1. Stelle, in Tirol an 2., bei der EU-Wahl 1996 lagen ÖVP und FPÖ in Tirol praktisch gleichauf)
Unter einem Haider hätte die FPÖ Wien nicht bloß in Floridsdorf 30%, sondern auch in der Inneren Stadt oder der Josefstadt mindestens 20%. Ein Strache erreicht in letzteren Hieben vielleicht 10 oder 11 %.

Man braucht sich nur die Wahlergebnisse der FPÖ (in Wr Bezirken, einem wahrlichen Mikrokosmos) bei der NR-Wahl 1999 und dann 2008 ansehen. Oder bezügl. der Landtagswahlen, aufgrund noch ähnlicherer Prozentpunkte wienweit, die LT-Wahlen 1996 und 2010.

Ein Graus für alle Bürgerlichen, denen die FPÖ zusagt.

Re: Die jetzigen

Was meinen Sie mit "bürgerlich"?
Schwarz, dass es hinten herausstaubt und guter Katholerer?
Echte Bürgerliche waren und sind rechtsliberal, Anhänger des Rechtsstaates und gegen jeden klerikalen Einfluss auf die Politik. Das heisst nicht, dass christliche Werte nicht im Grunde auch bürgerliche sind und gegen linke Aushöhlungsversuche zu verteidigen sind.
Und bürgerlich sind auch noch heute die, denen der schwarze Linksdrall in der Gesellschafts- und Zuwanderungspolitik auf die Nerven geht.

Trifft ein Freiheitlicher ...

... einen anderen. Fragt der eine: "Wie geht's?" Darauf der andere: "Wie geschmiert!"

Re: Trifft ein Freiheitlicher ...

Trifftvein Freiheitlicher einen anderen und fragt: "Wie geht´s?" Der gefragte antwortet "Danke, FABELHAFT und Ihnen?"
Der FPÖ-ler antwortet: "Dank der Nachfrage, aber leider nicht so gut wie Ihnen, EINZELHAFT"!

Es gab eine Zeit (so 1999)

da war auch salzburg ein potentieller Kandidat.
Aber die heutige FPÖ ist nicht mehr mit der Haider-FPÖ vergleichbar.

Deswegen: NEIN Kärnten bleibt das einzige (und womöglich WAR ES DAS LETZTE).
Es wäre schön wenn Kärnten WIRKLICH Orange wird.

Und nicht bloß wie damals Orangen mit DICKEN BLAUEN PUNKTEN!

ob diese Aufgabe

nicht von der Justiz gemacht wird..???..bei dieser Fülle von Ermittlungen gegen den Landestata und den echten Kärntner in Person des Herrn dober nic.....?? also ich halte es für durchaus möglich....

I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Dörfler mit seiner Buberl Partie (Scheucherl, Petzi) haben nichts für Kärnten geleistet.!
Diese Versager hinterlassen nur Schulden Schulden Schulden Schulden u. viel Dummheit!!
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT
A LOND VULLA TOGGA UND HOFTPFLICHT BEFREIT
Leider die bittere Wahrheit
I bin lei a Kantna a klona Valott

Re: I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Sprechen Sie was Schulden betrifft von den Bundesländern Wien, Salzburg und Niederösterreich?

Re: Re: I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Bei der pro Kopfverschuldung liegt Kärnten an der Spitze und Wien hat als Gegengewicht zu den Schulden rd. 220.000 Gemeidewohnungen, deren Wert ein Vielfaches der Schulden ausmacht.
Haider hätte je die Möglichkeit gehabt, solche Werte für das Land günstig anzuschaffen (Vorkaufsrecht ESG; € 500 je m2). Diese Chance hat er aber ordentlich verbockt!

kärnten-wahl

demokratieverständnis in österreich.

Es werden noch mehr werden

Keine Angst!
Nicht nur Kärnten wird freiheitlich bleiben, sondern es werden noch viele andere Bundesländer freiheitlich werden, wetten?
Und zu denen wird sicher auch einmal Wien gehören.

Re: Es werden noch mehr werden

Hoffen wir's - allein, mir fehlt der Glaube.

Eher wird das Burgenland schwarz, bevor ein anderes Bundesland neben Kärnten mehrheitlich erbläut.

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