Israel will ab 2. Dezember die Energieversorgung des Gaza-Streifens drosseln. Grund dafür ist der fortwährende Raketenbeschuss durch militante Palästinenser. Seit die die militante Palästinenser-Gruppe Hamas Mitte Juni die Macht im Gaza-Streifen übernommen hat, wurden mehr als 1000 Kassam-Raketen auf israelische Grenzstädte abgefeuert.
1,75 Millionen Liter Diesel pro Woche
Es sollen nur noch 1,75 statt 2,2 Millionen Liter Dieselkraftstoff pro Woche an die Kraftwerke im Gazastreifen geliefert werden. Dem Generalstaatsanwalt Menahem Masus zufolge wird das israelische Verteidigungsministerium die Folgen der Stromkürzungen im Auge behalten. Mit einer Petition vor dem Obersten Gerichtshof wollen nun zehn palästinensische und israelische Organisationen die Stromabschaltungen in letzter Minute verhindern.
Sie betonen, dass es keine Möglichkeit gibt, die Energieversorgung für den Gaza-Streifen so zu reduzieren, dass es nicht zu Stromabschaltungen für Krankenhäuser, Klinken, Brunnen, Wiederaufbereitungsanlagen und Schulen kommt. Kurz zuvor waren Pläne des israelischen Verteidigungsministerium publik geworden, wonach Israel die Energieversorgung durch die Hauptleitungen so verändern will, dass am Ende die Palästinenser selbst entscheiden müssten, wo sie dem Strom abschalten.
Israel ist Hauptstromlieferant
Israel liefert mehr als 60 Prozent der Energieversorgung an den Gaza-Streifen. In dem schmalen Landstrich leben rund 1,5 Millionen Palästinenser. Mit den Stromkürzung will Israel eigenen Angaben zufolge die palästinensische Zivilbevölkerung zu Maßnahmen gegen militante Gruppen bringen.
(APA/RED.)

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