Nahost: 9.240.000.000.000 Euro seit 1991 vernichtet

27.01.2009 | 10:27 |   (DiePresse.com)

Seit 1991 kosteten die Konflikte im Nahen Osten die Wirtschaft über neun Billionen Euro. Das Pro-Kopf-Einkommen in der Region könnte fast doppelt so hoch sein.

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Während Medien im Zusammenhang mit Kriegen und Konflikten eher von Todesopfern und Zerstörung berichten, hat eine Expertenkommission in akribischer Forschungsarbeit die sogenannten Opportunitätskosten der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten ermittelt und ausgewertet. Demgemäß belaufen sich die entgangenen Erlöse - die dadurch entstehen, dass vorhandene Möglichkeiten, eben Opportunitäten, zur Nutzung von Ressourcen nicht wahrgenommen werden - im Nahen Osten seit 1991 auf 12 Billionen Dollar (9,24 Billionen Euro). Dies berichtet die Strategic Foresight Group (SFG), ein in Indien beheimateter Think Tank.

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Der Bericht beansprucht für sich, erstmals eine umfassende Bewertung der Kosten verschiedener Konflikte im Nahen Osten anhand von 97 unterschiedlichen Parametern erstellt zu haben: von den sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Kosten bis hin zu den Umweltkosten.

Opportunitätskosten
Opportunitätskosten sind die Kosten entgangener Möglichkeiten. Streng betrachtet sind es keine Kosten sondern Nicht-Erträge. Ein einfaches Beispiel:

Man hat 1000 Euro zur Verfügung und könnte sie auf ein Sparbuch mit vier Prozent Zinsen legen. Das würde 40 Euro pro Jahr Zinsertrag bringen.

Legt man das Geld aber statt dessen unter den Kopfpolster, so bekommt man diese 40 Euro nicht, ergo: man hat 40 Euro Opportunitätskosten.

Doppeltes Pro-Kopf-Einkommen möglich

Wenn der Konflikt im Nahen Osten im Jahre 1991 zu Zeiten des Friedensprozesses von Madrid gelöst worden wäre, würden fast alle Familien in der arabischen Welt sowie in Israel das doppelte Pro-Kopf-Einkommen im Vergleich zu heute genießen, ist der Studie zu entnehmen. So würde beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Irak mehr als fünfmal so hoch sein wie die für 2010 vorhergesagten 59 Milliarden Dollar.

Auch die Umweltkosten sind markant. Während des ersten Golfkriegs 1991 wurden 10 Millionen Barrel (15.898.400 hl) Öl ins Meer und 45 Millionen Barrel in die Wüste Kuwaits gegossen. In einem künftigen Krieg entspräche dies laut SFG der weltweiten Öllieferung eines halben Tages. Außerdem könnte ein künftiger Konflikt im Nahen oder Mittleren Osten mehr Kohlendioxid-Emissionen verursachen als ein industrialisiertes Land wie z.B. Großbritannien.

100 Millionen Arbeitsstunden gewartet

Das palästinensische Volk hat laut SFG seit dem Jahr 2000 über 100 Millionen Arbeitsstunden durch das Warten an Kontrollpunkten zwischen Ramallah und Jerusalem verloren. Gegenwärtig befinden sich über 11.000 Palästinenser in israelischen Gefangenenlagern. Die Arbeitslosigkeit in Gaza hat durch die Aussetzung von 95 Prozent der industriellen Tätigkeit über 50 Prozent erreicht, und das schon vor dem israelischen Angriff im Dezember 2008.

Auch die humanitären und psychologischen Kosten Israels sind nach den SFG-Berechnungen beträchtlich: Seit dem Jahr 2000 fanden über 34.000 Raketenangriffe auf das Land statt. In Angriffen auf Cafés, Schulen und Busse haben im gleichen Zeitraum fast 1000 israelische Bürger und 123 Minderjährige ihr Leben verloren. Über 90 Prozent der Israelis leben Umfragen zufolge in Angst vor Anschlägen.

Dem Bericht zufolge würde ein umfassendes Friedensabkommen etliche Projekte ermöglichen. Dazu zählen Gasverträge, Eisenbahnlinien und der viel diskutierte Kanal zwischen dem Roten und dem Toten Meer. Alle Länder in der Region würden außerdem durch einen Frieden von wirtschaftlichen Vorteilen profitieren. Diese betrügen jährlich pro israelischem Haushalt 4429 Dollar, pro ägyptischem Haushalt 500 Dollar und pro jordanischer Familie 1250 Dollar.

(APA/Red.)

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9 Kommentare

9.240.000.000.000 Euro seit 1991 vernichtet

Ein SPÖler darf diese Zahlen nie zu Gesicht zu bekommen, weil dann seine größte Sorge darin bestünde auzurechnen, wie viele Gesamtschulen man mit diesem Geld hätte errichten können.

Gast: gast
28.01.2009 12:37
0

die Zionisten sind die Mörder unserer Zivilisation

Was Zionisten?
Mörder ja; Kindermörder ja; Diebe ja;

Also sind die Zionisten der Abschaum der Menschheit und die Niemand als Nachbar haben will.

Die haben nicht nur den Palästinensern das Land, das Wasser, und ihre Freiheit geraubt. nein, die haben sogar die Essens Gewohnheiten der Palis geraubt weil die nicht mal eine Essenstradition gehabt haben. Geschweige was mit Judentum zu tun es sind Mörder in perverse Abart von Menschen, die sogar jüdische Gelehrte an die Gestapo verkauft haben um keine jüdischen Wiedersprecher zu haben.

Antworten Gast: Austrotürke
28.01.2009 13:16
0

Und wieder ein Lügen-Beitrag unserer islamistischen Terrorfreunde


und jezt hol dir brav dein EU-Geld von der Hamas ...


Gast: Gast
27.01.2009 13:38
0

Vor Gaza liegt Erdgas

und die Gazabewohner, die Eigentümer, sehen keinen Cent davon. Sie werden nur vom Meer aus beschossen.

Wir sollten die Sache mal so anfangen, daß Israel das illegal einbehaltene Erdgasgeld bzw. die hiefür zu zahlenden Lizenzgebühren an die Hamas auszahlt. Richtige Rechnung, gute Freunde. Mit der Abrechnerei haperts halt bei den Israeli.

Also, bevor die EU wieder devot die Schadenersatzverpflichtungen der, wie immer natürlich völlig und absolut unschuldigen Israeli zahlt, zuerst bei den Israeli die alten Schulden einkassieren gehen.

Und dann werden wir noch eine kleine Statistik über die kommenden Krebsfälle in Gaza aufmachen müssen, weil die neuen DIME Waffen sind konzipiert auf die Hervorrufung von Krebs und Unfruchtbarkeit.
Die ideale Waffe gegen Übervölkerung.
Dagegen sind die Phosphorbomben auf die kleinen Kinder, deren Fleisch dann bis auf die Knochen abgeschmolzen ist, ein altmodischer Klacks.

Antworten Gast: Austrotürke
28.01.2009 11:39
0

wie langweilig


keine Ahnung (DIME, Erdgas) vermischt mit den üblichen Terror-Lügen

spar dir die Mühe, Habibi. solchen wie dir glaubt man schon lange nichts mehr


Gast: plm
27.01.2009 13:29
0

bitte was ist das "palästinensische Volk" ?


ich verfolge den Nahostkonflikt seit gut 30 Jahren.

dieser Begriff ist neu

Re: bitte was ist das

Ich beobachte das nicht solange...gemein hin (es ist aber sehr umstritten) geht es um Kriterien wie, Sprache, Religion, Kultur, möglicherweise gemeinsame Vergangenheit...

Antworten Antworten Gast: plm
27.01.2009 21:28
0

völlig richtig - und zwar im Gegensatz zu anderen


und genau das haben die Araber in Gaza nicht

ist gar nicht böse gemeint ...

Wie denn nun?

Nahost oder Naher UND Mittlerer Osten? Letzteres wäre doch ein wenig umfangreicher.

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