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Israel schiebt Gaza-Hilfsaktivisten ab

06.02.2009 | 10:53 |   (DiePresse.com)

Eine Gruppe Libanesen und Syrer wollten 60 Tonnen Hilfsgüter in den blockierten Gazastreifen bringen. Die Hilfsaktion stelle eine "Provokation" dar, argumentiert Israel.

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Die israelischen Behörden haben am Freitag eine Gruppe von Personen abgeschoben, die mit dem unter togolesischer Flagge fahrenden Frachter "Tali" 60 Tonnen Hilfsgüter für die notleidende palästinensische Bevölkerung in den blockierten Gazastreifen bringen wollten. Unter den festgenommenen und abgeschobenen Menschen befand sich der 86-jährige griechisch-katholische Erzbischof Hilarion Capucci, Ehrenmitglied des Palästinensischen Nationalrates. Die 15 Libanesen und Syrer an Bord des Frachters wurden in ihre Heimatländer ausgewiesen. Zwei Inder und ein Brite blieben vor ihrem Heimflug zunächst noch in Polizeigewahrsam. Der Frachter war am Donnerstag vor der Küste des Gazastreifens gestoppt und in den israelischen Hafen Ashdod gebracht worden.

Die israelischen Behörden erklärten, sie seien besorgt gewesen, das Schiff, das in Zypern Zwischenstation gemacht hatte, könne in der libanesischen Hafenstadt Tripoli auch Waffen geladen haben. Die Hilfsaktion stelle eine "Provokation" dar. Es wurde veranlasst, rund 1000 Blutkonserven schnell zu entladen und in den Gazastreifen zu schicken. Weitere Versorgungsgüter würden untersucht und dann ebenfalls nach Gaza geschickt, sagte Militärsprecher Peter Lerner.

Scharfe Angriffe aus Beirut

Die libanesische Regierung hat das Vorgehen der israelischen Marine scharf verurteilt. Ministerpräsident Fouad Siniora erklärte in Beirut, "diejenigen, die unschuldige Menschen massakriert haben", ließen sich auch nicht daran hindern, "vor den Augen der Welt ein Schiff mit humanitären Hilfsgütern anzugreifen". Die französische Regierung drückte ihr "Bedauern" über das israelische Vorgehen aus. Frankreich habe sich dafür eingesetzt, dass das Schiff den Gazastreifen erreichen könne, erklärte der Quai d'Orsay. Bevor israelische Soldaten das Schiff enterten, wurde es nach Angaben von Augenzeugen beschossen. Die Marine habe dreimal auf das Schiff geschossen, berichteten Reporter des libanesischen Fernsehens und des Senders Al-Jazeera an Bord.

Erzbischof Capucci war in Israel in den 1970er-Jahren als melkitischer Patriarchalvikar von Jerusalem unter dem Verdacht des Waffenschmuggels für die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) verhaftet und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt hatte. Der aus Syrien stammende Würdenträger wurde nach zahllosen internationalen Protesten auf Intervention von Papst Paul VI. freigelassen und des Landes verwiesen. Er wurde dann von Papst Johannes Paul II. zum Apostolischen Visitator der melkitischen Gemeinden in Europa und Amerika ernannt.

(Ag.)

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15 Kommentare

böse böse juden mal wieder

frechheit, dass israel es nicht erlaubt, dass schiffe aus ländern, die israels existenzrecht nicht anerkennen, zutiefst antisemitische gesellschaften haben und durch mord und vertreibung "judenfrei" gemacht wurden, militärische sperrzonen betreten.

nur ein depp glaubt, dass hinter den absichten dieser israelfeinde nur humanitäre und keine politische ziele (deletimierung israels) stehen.

wenn es ihnen um humanitäre hilfe gehen würde, hätten sie die waren der UNRWA geben können. die verschleuert sowieso seit jahren milliarden unserer gelder sinnlos an palis.

Die Hilfsaktion stelle eine "Provokation" dar

wie können die es wagen
http://video.google.com/videoplay?docid=-2451908450811690589

Gast: Lepanto
06.02.2009 12:40
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WIE IMMER


Nach der gestrigen Horrormeldung -wie immer- die heutige Richtigstellung:

"könne in der libanesischen Hafenstadt Tripoli auch Waffen geladen haben. Die Hilfsaktion stelle eine "Provokation" dar. Es wurde veranlasst, rund 1000 Blutkonserven schnell zu entladen und in den Gazastreifen zu schicken. Weitere Versorgungsgüter würden untersucht und dann ebenfalls nach Gaza geschickt"

Perfektes Vorgehen Israels !


Re: WIE IMMER

Kommt aber noch immer nicht ausdrücklich vor, ob dieses Schiff eine Genehmigung hatte dort zu fahren. Wenn nicht ist es nämlich nichts anderes als ein Schmuggelschiff.

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Na bitte

Das klingt doch schon deutlich klarer, wie der gestrige Artikel. Die Israelis sollen sich auf das Ehrewort von Libanesen und Syrer(beide Staaten bis heute offiziell im Kriegszustand mit Israel!) verlassen, dass die auch wirklich keine Waffen mit dabei haben, sondern nur Hilfsgüter. Mit an Bord ein bereits einmal wegen Waffenschmuggels verurteilter Geistlicher (sehr vertrauenserweckend) und ein paar arabische Journalisten die für das nötige mediale Geschrei sorgen sollen. Schon ist der beste "die Juden sind Schuld"-Propaganda-Pallywood-Streifen fertig.

PS: Und den Hamasjublern hier im Forum, die wieder aufheulen werden, dass die bösen Israelis den armen Palästinensern Hilfsgüter vorenthalten. Im Artikel kann man lesen, dass die Hilfsgüter nach Prüfung in die Bevölkerung in den Gazastreifen weitergeschickt wird (sofern die heldenhaften Hamasler sie nicht wieder ihrer Bevölkerung wegstehlen), nur ohne die aktivistischen Wichtigtuer.

Re: Na bitte

sie haben völlig recht und es tut gut, noch vernünftige menschen hier zu sehen.

die leute, die hinfsgüter klauen und sogar bei der UNRWA auf der gehaltsliste stehen, sind die islamischen terroristen der hamas&co. aber natürlich wird so etwas unter verscluss gehalten. passt halt nicht zum "guten muslim, böser jude" propaganda der heutigen göbbels, julius streicher&co.

Re: Na bitte

test. kurze antworten kommen durch?

Re: Na bitte

Das Problem stellt etwas anderes dar. Das Problem ist das der Gazastreifen ein Open Air Gefängnis ist. Die Menschen können OHNE einwilligung der Juden, nicht ein kilo Tomaten importieren, geschweige den, einen Handel ausüben. Das Humanitäre Ladungen unter dem Vorwand ,,Waffen" behindert werden, ist für diese selbstverständlich. Selbst moderate Länder wie die Staatsspitze der Türkei erkennen was die Juden im Gazastreifen gemacht haben. In Davos wurde dies dementsprechent verurteilt. Leider erhalten Kindermörder einen Friedensnobelpreis.

Re: Re: Na bitte

juden als kindermörder...und sowas ist natürlich "objektiver israelkritik" heutzutage.

gäbe es israel nicht, würden die miesen kleinen judenhasser von heute es schwer haben, ihren judenhass zu verbergen.

Re: Re: Re: Na bitte

Ich bin kein Judenhasser. Im Gegenteil. Es ist nun mal eine Tatsache das der Israelische Staat auf Expansion aus ist. Damit die Regierung dieses Ziel erreicht, schreckt man halt auch nicht zurück über 400 Kinder umzubringen. Das sind diese die an den unmittelbaren Angriffen gestorben sind. Es ist zu rechnen das einige hundert noch an den schweren Verletzungen in den nächsten Wochen sterben werden. Ganz zu schweigen von den hunderttausenden traumatisierten Kindern die miterleben mussten wie alles zerstört wurde.Moscheen, Schulen, UN-Büros , Strassen. Sie mußten miterleben wie in der Nacht Phosphorbomben einschlugen und die Menschen bei lebendigen Leibe verbrannten.Das ist die reale Polikik eines Staates im Nahen Osten.Und Sie sprechen von Terror. Wer ist der Täter und wer sind die Opfer?Wenn es so weiter geht mit der Expansion Israels, wird die Türkei einem Großisrael als Nachbarn haben,und dann wird die Türkei zum Terrorstaat degradiert weil diese Ihre Bevölkerung zu schützen versucht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
09.02.2009 18:30
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Re: Re: Re: Re: Na bitte

"Ich bin kein Judenhasser. Im Gegenteil."

Ist leider gelogen.

Re: Re: Na bitte

Es ist kein Problem, wenn ohne Genehmigung der Israeli keine Einfuhr möglich ist - so lange diese Genehmigung nicht verweigert wird oder schlicht zu lange dauert.
Tatsächlich kann man die Dauer kritisieren.
Unter dem Vorwand "Waffen" wird in jedem zivilisierten Land jeder Flugpassagier kontrolliert, bevor er das Flugzeug betreten darf. An jeder Grenze wird zumindest stichprobenartig kontrolliert.
Bei Gaza sind eben aufgrund der politischen Situation strengere Kontrollen nötig. Fragen Sie die Ägypter.

Re: Re: Na bitte

Na versuchen Sie mal Hilfgüter ohne Genehmigung, Zollpapiere usw. in die Türkei einzuführen. Da können Sie noch so sehr auf arme kurdische Kinder verweisen - Schmuggel wird da sicher nicht geduldet.

Und gerade in Gaza sind die Kontrollen eben notwendig. Es hat schon einen Grund, dass auch Ägypten die Öffnung der Grenzen verweigert, so lange die nicht besser kontrolliert werden kann.

Es ist aber auch kein Problem, wenn nichts ohne Genehmigung eingeführt werden kann. Problematisch wird es erst, wenn die Genehmigungen nicht (oder zu langsam) ausgestellt werden.
Hier kann man durchaus Kritik üben. Aber da hilft es dann auch recht wenig, wenn man den Schmuggel verstärkt und damit die Israeli noch mehr Energie in die Kontrollen stecken müssen.

Re: Re: Re: Na bitte

Gut, das wäre legitim, wenn der Gazastreifen völkerrechtlich gesehen zum Staat Israel gehören würde. Tut es aber nicht. Genau so wenig nicht wie die Golanhöhen. Genausowenig wie Ostjerusalem.
Alleine die Mauer die errichtet worden ist, alles nicht legitim, da es nicht zwischen der Grenze sondern auf Palästinensischen Grund erbaut worden ist. Was sagt man zu dem illegalen Siedlungsbau. Das Problem ist das die Juden ........ Was sollen wir noch posten. Die haben einfach einen Freibrief für jeden Staatsterror den man sich vorstellen kann. Das ist DAS PROBLEM.

Antworten Antworten Gast: Gast
06.02.2009 13:40
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Re: Re: Na bitte

Ich verstehe das nicht ... wie kann man Menschen total absondern und einsperren, die auf ihrem eigenen Grund und Boden leben? (Dass die sich das nicht ewig gefallen lassen ist eigentlich verständlich.) - Wenn es nicht so furchtbar wäre könnte man wirklich gespannt sein, was man sich weiter ausdenkt, um diese "Häftlinge" zu dezimieren.