Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstag in Berlin mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammengekommen. Es ist das erste Treffen beider seit dem Amtsantritt Netanyahus vor fünf Monaten. Merkel forderte nach dem Gespräch einen Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten.
Ein Stopp des Siedlungsbaus ist laut Merkel ein wichtiger Baustein, um die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern über den Frieden voranzubringen. Sie sei überzeugt, dass die Möglichkeiten für eine Friedenslösung gegenwärtig sehr gut seien. Sie wisse, dass die Umsetzung dieses Plans und der Stopp des Siedlungsbaus innenpolitisch nicht sehr einfach seien, erklärte Merkel am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanyahu. "Wir wollen, dass es einen Staat Israel geben wird, in dem die Menschen sicher leben können", betonte sie.
Sanktions-Drohungen gegen den Iran
Die Kanzlerin drohte außerdem dem Iran weitere Strafmaßnahmen an, falls das Land nicht in Verhandlungen über sein Atomprogramm einwilligt. Der Iran müsse im September auf die Vorschläge der internationalen Gemeinschaft antworten. Wenn diese Antwort nicht befriedigend ausfalle, müsse man über weitere Sanktionen im Energie- und Finanzbereich nachdenken, so Merkel.
Netanyahu forderte "lähmende Sanktionen" gegen die Islamische Republik. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines Energiegewinnungsprogramms heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.
(Ag.)
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