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Merkel drängt auf israelischen Siedlungsstopp

27.08.2009 | 18:37 |   (Die Presse)

Israels Premier Netanjahu wurde von Kanzlerin und Außenminister empfangen. Merkel sieht eine "Gelegenheit für neue Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung".

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Berlin (e.m.). „Man darf das Zeitfenster nicht verstreichen lassen.“ Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Zusammentreffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mehr Kompromissbereitschaft von Israel verlangt und auf einen Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten gedrängt. Die Gelegenheit für neue Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung sei günstig, so Merkel, ein Siedlungsstopp wäre dafür ein wichtiger Baustein. Die Kanzlerin räumte zugleich ein, für Netanjahu seien damit innenpolitische Schwierigkeiten verbunden.

In den Gesprächen ging es auch um einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas und das Schicksal des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der sich seit Juni 2006 in der Gewalt der Hamas befindet. Diese will ihn nur nach Israel zurückkehren lassen, wenn im Gegenzug palästinensische Häftlinge freigelassen werden; Berlin versucht zu vermitteln.

Der israelische Premier war zuvor auch mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammengetroffen, der betonte, beide Seiten müssten „konkrete Schritte“ unternehmen, um die Gespräche substanziell voranzubringen. Vom Chefredakteur der „Bild“-Zeitung wurden Netanjahu die Originalpläne des Vernichtungslagers Auschwitz für die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem überreicht. Israels Premier besuchte auch das Haus der Wannsee-Konferenz.

Als im März 2008 in Jerusalem die ersten israelisch-deutschen Regierungskonsultationen stattfanden, sprach der damalige Premier Ehud Olmert von einem „vielleicht historischen Ereignis“. Dabei wurde vereinbart, dass die Beratungen jährlich stattfinden sollten. Wegen des Regierungswechsels in Israel verzögerte sich das zweite Treffen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2009)

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7 Kommentare
Gast: Birgit
29.08.2009 19:35
0 0

Teilung Israel-nein

auf keinen Fall

Jetzt weiß ich das Angela Merkel kein Christ sein kann
wenn ich sie wähle mache ich mich schuldig

In der Bibel steht in Joel 4 wie es denen ergeht die Israel teilen

mehrdad
29.08.2009 12:24
0 0

doppelmoral...

gestern hat israel 90.000 muslims das beten auf dem tempelberg ermöglicht.

ich finde es u.a. wegen diese tatsache eine bodenlose frechheit, wenn dann antisemiten hierher kommen und israel massakar, rassismus, apartheid, völkermord oder sonstwas vorwerfen!

als ostjerusalem 1948-1967 jordanisch besetzt war, wurden alle synagogen gesprengt, die jüdischen häuser unbewohnbar gemacht und alle juden aus ostjerusalem vertrieben. das sind ganz einfach FAKTEN und TATSACHEN!

israel behandelt seine erzfeinde 1000x besser, als diese die juden behandelt haben oder wieder behandeln würden, wenn sie macht über sie hätten.

Gast: Brülhart-Roggo Hans E.
29.08.2009 07:28
0 0

Ueberheblich !

In Anbetracht dessen, was sich Deutschland 1939-1945 im Verhältnis zum Jüdischen Volk geleistet hat, ist unverständlich, wie und warum sich Frau Merkel heute als Kanzlerin in die inneren Angelegenheiten Israels einmischt. Sie kann dies gefl. Präsident Obama überlassen, welcher die Initiative zur Befriedung ergriffen hat. Sie sollte ihr überhebliches Vorgehen nicht zu Wahlppropaganda für sich missbrauchen, davon ausgehend, sie sei als ‚mächtigste Frau der Welt’ ohnehin auch hier zuständig..

Ophicus
28.08.2009 09:44
0 0

Zeitfenster?

Wieso sollen gerade jetzt die Bedingungen für Verhandlungen so günstig sein? Hab ich irgendwas verpasst?

Alien
27.08.2009 18:00
0 0

Die traut sich was!

Als Deutsche israelische Politik oder Handlungen zu kritisieren ist doch offiziell National-sozialismus pur!

mehrdad
27.08.2009 16:54
0 0

ja ist klar...

in israel dürfen weit über 1.000.000 meist staatsfeindlich eingestellte muslime leben und sich rasant vermehren, aber westbank+ostjerusalem und gaza sollen gefälligst judenrein gemacht werden?

Antworten Gast:
27.08.2009 22:13
0 0

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