Antreten abgesagt: Hans-Peter Martin kandidiert nicht

16.07.2008 | 12:06 |   (DiePresse.com)

Zu einer gemeinsamen Liste des EU-Abgeordneten und Fritz Dinkhauser wird es nun doch nicht kommen. Martin will sich auf die Arbeit in der EU konzentrieren.

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"Die persönliche Chemie zwischen uns würde stimmen", sagt Hans-Peter Martin. Und dennoch gibt der EU-Abgeordnete dem Tiroler ÖVP-Dissidenten Fritz Dinkhauser einen Korb. Er werde bei den Neuwahlen im Herbst nicht antreten, verkündete Martin am Mittwoch.

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Zuvor hatte es mit Dinkhauser Gespräche über eine mögliche gemeinsame Kandidatur gegeben, für Mittwoch war ursprünglich noch ein weiteres Treffen geplant.

Martin will sich nun wieder ganz auf seine Arbeit in der EU konzentrieren. Dabei hat er vor allem den Reformvertrag von Lissabon im Visier: Dieser schade den europäischen Idealen von Demokratie, politischer Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit, so Martin.

Dinkhauser: "Kein Rückschlag"  

Dinkhauser erklärte am Mittwoch, Martins Absage sei kein Rückschlag für seine Pläne für eine bundesweite Kandidatur. "Wir haben das gleiche Ziel, aber einen anderen Weg".

Das Interesse, mit seiner Liste Fritz zusammenzuarbeiten, sei österreichweit nach wie vor "enorm", sagte Dinkhauser.  Das Problem sei aber, dass die meisten "nicht nur das Rezept wollen, sondern auch gleich den Koch dazu". Soll heißen: Es gebe viele Mitläufer, aber wenige Mitkämpfer und Mitzahler.

Am Wochenende will sich Dinkhauser in Wien wieder mit Interessenten treffen. In den nächsten zwei Wochen soll dann eine endgültige Entscheidung fallen, ob ein österreichweiter Antritt zustande kommt.

(Ag./Red.)

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32 Kommentare
 
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Hans-Peter Martin kandidiert nicht!

Echt schade. Aber ich versteh's natürlich auch. Man wird sich ja nicht in der Innenpolitik selber entzaubern.

Gast: Angelika Seibl
16.07.2008 19:11
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ots von heute

"Die gezielten Denunzierungen haben ihren Ursprung in der Kandidatur Martins in Wien als Spitzenkandidat für die SPÖ bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 1999. Schon damals schrieben Michael Köhlmeier, Peter Turrini, Robert Schindel und Willi
Resetarits in einem gemeinsamen Leserbrief an das Magazin "Profil": "Seit Hans-Peter Martin zum SPÖ-Kandidaten für das Europäische Parlament nominiert wurde, wird gesagt und geschrieben, dass er ein
'grüner Khmer', ein 'Wahnverfolgter' sei und keine Freunde habe. Er wird also mit Massenmördern in Verbindung gebracht, isoliert und zum
Geisteskranken erklärt. Merken diejenigen, die solches tun, nicht, dass auch in der Sprache Krieg und Vertreibung stattfinden können?"

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HPM-Krone-Faymann

Ja wen hätte da die Krone unterstützen müssen im kommenden Wahlkampf. Dichand als "Onkel" von Faymann hätte dan uU den HPM den Laufpass geben müssen, wenn dieser gegen die SPÖ wahlgekämpft hätte.
Wer ist stärker? I oder I. Aber das hätte CATO wahrscheinlich auch nicht ganz gepackt.

Gast: Habitator
16.07.2008 14:13
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Nachtrag

Geamtbelastung Wohnung Makler 7,2% incl., 20% MwSt.,3,5% Grunderwerbsteuer, 1% Eintragungsgebühr. Nebekosten 31,7%. Und das ganze für ein Dach über den Kopf. Bezahlt vom lohnversteuerten Einkommen. So richtig gerecht halt. Und der Herr Bakdirektor kriegt das 5 mal so wertvolle penthouse zum Schnäppchen und bezahlt dazu auch noch Schnäppchensteuern. Wieso keine Anzeige wegen Abgabenverkürzung?

Ein Verlust den viele mit Schadenfreude quittieren, aber den Finger ins eigene Auge stecken!

Viel mehr Demokratie statt Häme könnte das Denken verändern.

Das System von SPÖVP gilt dem wechselweisen Hemmen aller noch so guten Ideen.

Das macht diese Politkier zum Schadstoff der Demokratie, die nicht Absolutherrschaft der Mehrheit bedeutet, sonder das Miteinander und dem Ausgleich dienen soll.

Dazu sind Parteidiktaturen, das ist erwiesen, nicht in der Lage.

Die permanente (wenn auch berechtigte) Kritik ist noch kein Wahlprogramm.

HPM hat erkannt daß es noch viel zu viel Arbeit in viel zu kurzer Zeit verlangt hätte in September als vollwertige Partei zur Wahl anzutreten. Sein Rückzug zeugt vom politischen Realismus und Erwachsensein. Das Schicksal wird wahrscheinlich alle Kleinparteien treffen, nicht alle werden sich dessen so bewusst sein.

Antworten Gast: habitator
16.07.2008 14:05
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Re: Die permanente (wenn auch berechtigte) Kritik ist noch kein Wahlprogramm.

Und was haben die andern für ein Programm. 15 Din A4 Seiten? Lächerlich. Die haben alle kein ordentliches Programm. Das eigentliche Programm kommt dann hinterher von den Einflüsterern. Zum Beispiel von jenen die veranlaßt haben , das ¿Wohnungseigentumserwerber zu ¿Wohnzwecken die gleich Grunderwerbsteuer zu zahlen haben wie Spekulanten, nämlich 3,5% des Wohnungswertes. Davor zahlten erstere 0, und die Spekulanten 7%. Echt gerecht halt.
Passiert unter der Regierung Klima. Und alle haben die Goschn kaltn.

Re: Re: Die permanente (wenn auch berechtigte) Kritik ist noch kein Wahlprogramm.

Ich vergleiche HPM mit niemanden und versuche ich weder schlecht noch gut zu machen. Ich befürchte bloss daß die sogenannte Kleinparteien ausser momentanen, punktuellen Protest, absolut nichts konkretes zu wichtigen Dingen wie Witschaft oder Soziales zu sagen haben.

Gast: Kevin Zimmermann
16.07.2008 13:11
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Es hätte ein großes und breites Bürgerprojekt werden können

schade, dass nichts daraus wurde. Es wäre eine tolle Fortsetzung des Pilotprojekts von HPM geworden, das er mit den "Weissen" 2006 aus der Taufe gehoben hat. Ich hoffe Dinkhauser bleibt unabhänig, ansonsten würde die demokratische Bürgerbewegung in Österreich einen großen Schaden erleiden.

WOFÜR STEHT DENN DER KERL ÜBERHAUPT ? DIE KOMPLEMENTÄRFRAKTION DER ÖVP ?

Die paar bla bla Fetzen die man bis jetzt als Positionierung lesen konnte, lassen bestenfalls darauf schließen, daß die liste Frtz sich halt noch nicht und eben nicht allzu billig zu einer Koalition mit der ÖVP bereit macht. "Aber dann eben doch" scheint die Devise der Dinkhauser Liste zu sein.

Und wie wir sicher alle schon wissen, würde die ÖVP auch mit der Liste Beelzebub koalieren und was immer die ÖVP vor der Wahl von sich gibt wird im Hinblick auf den puren Machterhalt so schnell vergessen sein wie die letzte Liebesnacht mit einem Alzheimerpatienten einen Tag darauf.

Re: WOFÜR STEHT DENN DER KERL ÜBERHAUPT ? DIE KOMPLEMENTÄRFRAKTION DER ÖVP ?

deine analyse ist gut...aber das ÖVP must mit SPÖ und BZÖ ersetzen....dann stimmt alles

Gast: Skeptisch
16.07.2008 12:52
0

Glück für Dinkhauser

Aus meiner Sicht ich HPM zumindest ebenso betrügerisch unterwegs wie die Leute, die er des Betrugs bezichtigt. Selbstgerechtigkeit und Hybris sprechen aus seinen Beiträgen zu Europa. Damit mag er etwas mit Dinkhauser gemein haben, ich weiss es nicht.

Insofern hat Dinkhauser Glück oder Verstand nicht in die HPM-Falle gestolpert zu sein. Dann kann er unbelastet seine Agenda vertreten.

Nur weil man vielleicht Probleme mit den Entscheidungen der EU hat, muss man schliesslich kein Fan von HPM sein.

Gast: Gastschreiber
16.07.2008 12:37
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Erfolgreich ist was er macht noch immer

ich habe kürzlich ein Video auf Youtube entdeckt wo HPM mit RTL gegen jene EU-Abgeordnete vorgeht, die sich die Taschen mit Spesen voll stecken wollen. Das Video war wirklich extraklasse. Wenn auch nur ein einziger davon es nicht noch einmal macht, dann hat HPM schon mehr Steuergeld für uns eingespart als alle restlichen EU-Abgeordneten zusammen. Das Video gibts hier zu sehen:
http://de.youtube.com/results?search_query=%22Hans-Peter+Martin%22&search_type=&aq=f


Gast: Claudia Schöndorfer
16.07.2008 12:26
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Schade das aus dem Projekt nichts geworden ist,

es hätte der Demokratie in Österreich wirklich gut getan. Aber trotzdem finde ich es sehr gut das sich Hans-Peter Martin weiter auf die EU konzentriert. Ich wünsche ihm viel Kraft und Ausdauer.

HPM

Liest man den Kommentar des noch- EU- Abgeordneten, muß man glauben, er hat ihn nicht gelesen.
HPM steht eben ausschließlich für sich selbst.
Der nächste Witz- die Liste Fritz.


Antworten Gast: Meinungsforscher
16.07.2008 12:28
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Re: HPM

Welchen Kommentar meinen Sie, jenen der kürzlich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter dem Titel "Lasst uns eine kühne Demokratie wagen" erschienen ist? Also ich fand die demokratiepolischen Argumente mehr als schlüssig. Den Beitrag kann man auch im Internet lesen: www.eti.info

blaues auge

da ist dinkhauser mit einem blauen auge davon gekommen......martin hat halt noch ein paar werbemillionen auf der hohen kante.....aber seine unsympathiewerte sind hoch...keiner mag ihn wirklich....das nasale alpenhörnchen

Antworten Gast: tc_t
16.07.2008 12:16
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na geh

ich dachte eine pechschwarze krähe hackt der anderen kein auge aus ...

Re: na geh

der h.p.martin ist pechschwarz????

Die persönliche Chemie...

...ist bei Martin eine eigene Wissenschaft.

Derzeit mag sie ja stimmen, im Falle einer gemeinsamen Kandidatur wären jedoch wohl spätestens zu Weihnachten die ersten Spannungen aufgetreten.

In einem Jahr wäre Dinkhauser - laut Martin - zum Gottseibeiuns persönlich mutiert.

Mit solchen Leuten ist keine Partei und schon gar kein Staat zu machen.

Dinki hat den Braten gerochen

Wird sich wohl mit früheren Weggefährten des Herrn Martin unterhalten haben.
Martin ist nicht nur teamunfähig, sondern hat seit der letzten NR-Wahl auch sein Siegerimage verloren.

Antworten Gast: Robert Luchs
16.07.2008 12:32
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Re: Mitastreiter für Martin in einem offenen Brief

Mitarbeiter und Mitstreiter haben sich soeben mit einem offenen Brief an Van der Bellen gewandt. Über 20 Personen aus der ganzen Welt stellen sich hinter Martin und bezeugen die gute Zusammenarbeit mit ihm. Meinen sie, dass sich Herr Dinkhauser mit diesen Unterhalten hat.

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080716_OTS0096&ch=politik

Antworten Antworten Gast: Peterle
16.07.2008 13:10
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20 Unbekannte

deren Existenz nicht einmal verifizierbar ist, stellen sich hinter HPM. Wie überzeugend.

Antworten Antworten Antworten Gast: Robert Luchs
16.07.2008 14:05
0

Re: 20 Unbekannte

Sie können gerne die EU-Abgeordneten die mit auf der Liste sind anrufen. Nur weil sie niemanden kennen, sind die Personen noch lange nicht unbekannt.

der Martin hat sich bei den Eurokraten schon mal die Finger verbrannt

. . . was bliebe und helfe wären Volksabstimungen, doch die Eurokraten würgen sie einfach ab.
Nicht was Irland wünschte, die europäische Bürokratie setzt sich hinweg und strebt mit ihren künstlichen elitären Projekten alles zu egalisieren.

"Die persönliche Chemie zwischen uns würde stimmen",

..es hapert halt bloß an der sypathie!

 
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