Liberale: Karin Resetarits kandidiert bei Nationalratswahl

17.07.2008 | 18:25 |   (Die Presse)

Die Europaabgeordnete will auch im Hohen Haus sein. Sollte sie den Einzug schaffen, will sie ihr Brüsseler Mandat bis zur nächsten EU-Wahl im Juni 2009 behalten.

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wien (red./APA). Die EU-Abgeordnete Karin Resetarits (46) will bei der Nationalratswahl für das Liberale Forum kandidieren. Sie komme aber nicht als Spitzenkandidatin in Betracht, „ich bin nur eine Indianerin, ich werde mich engagieren“, betonte sie am Donnerstag gegenüber der Apa. Sie sehe immer noch LIF-Gründerin Heide Schmidt und den Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner als mögliche Listenführer.

Sollte sie den Einzug in den Nationalrat schaffen, will sie ihr Brüsseler Mandat bis zur nächsten EU-Wahl im Juni 2009 behalten. Sonst würde ihr Mandat an die Liste von Hans Peter Martin zurückfallen, der EU-Sitz würde für die Liberalen verloren gehen.


In Brüssel „Martin“-Mandat

Die frühere TV- und Radiomoderatorin hat 2004 auf dem zweiten Platz der „Liste Martin“ kandidiert. Martin erreichte 14 Prozent (Platz 3 in Österreich) und eben zwei Mandate. Nach einem Jahr trennte sich Resetarits nach andauernden Unstimmigkeiten von Martin und trat der Fraktion der EU-Liberalen, der „ALDE“, sowie dem österreichischen LIF bei.

2004 hat das LIF, das 1995–1999 in Brüssel ein Mandat hatte, nicht für die EU kandidiert. Das Antreten am 28.September hält Resetarits für eine historische Chance: „Wenn wir es diesmal nicht schaffen, schaffen wir es wahrscheinlich nie mehr in Österreich.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.07.2008)

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36 Kommentare
 
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Gast: AEIOU
20.09.2008 00:02
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Die Karin. Aus dem Resetarits-Clan.

Zugegeben eine tüchtige Sippschaft. Jeder hat ein medial wirksames Amtl. Karin, die Verfechterin und Präsentatorin der Fäkalkunst im ORF, der sie sich solange mit Herz und Seele verschrieben hat, bis es sogar dem ORF zu viel wurde, hat sich dann mit dem HPMartin zu einer für Emanzen erfreulichen Zweipersonenpartei zusammengeschlossen im fernen Brüssel, und weil mit Martin nicht gut Kirschen essen ist, sich dann an den Busen der ganz Linken, nach dem Halblinken, geworfen. Dort ruhte sie zumindest die für die Erreichung der Pension nötigen Zeiten um sich jetzt Heidi anzubiedern. Wurde sie geholt oder hat sie sich wieder "angeboten". Wie dem auch sei. Sie ist nunmehr am richtigen Ort. Was bleibt? Die Rückkehr, getreu dem Hochner-Vorbild, dem Pomfüneberer der AZ, zurück ins Heim. Pardon in den ORF. Der hat immer Platz für treue Linke.Dank unserer Maut.

Ich wuesste euch einen Listenfuehrer.

Den KHG. Der waere momentan eh billig zu haben.

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Bleibt trotz möglichem NR-Mandat noch in Brüssel hocken.

Tja, die Marie is ja ned schlecht, gell und aus eigenem Erfolg wird sie nie und nimmer nochmals nach Brüssel kommen.

Antworten Gast: AEIOU
20.09.2008 14:28
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Re: Bleibt trotz möglichem NR-Mandat noch in Brüssel hocken.

Will sie ja gar nicht. Ein kommodes Mandaterl in der Ringstraßenarene. Ihr Wunschtrum. Na, vielleicht klappts beim nächsten Mal. Die EU-Wahl wird auch keine Honigschlecken für unsere "Großisten" werden. Und ein Platzerl für Karin bei dem Gedränge wieder sehr schwierig. Bleibt nur der ORF. Sammelpool für "Ausflügler".

Viel Spaß Karin!

Hoffentlich nimmst den Grünen möglichst viele liberale Stimmen weg!

Die Spesen mit dem LIF aber rechtzeitig verrechnen, denn nach verlorenen Wahlen gibt es immer wieder Probleme mit der Zahlungs-Moral dieser Party,

der Mike musste sogar den Klage-Weg gegen die Tina Rabl beschreiten.

Noah von der Arche am Berg der Freude

Net bös sein, aber

die Resetarits ist komplett für¿n A.

Antworten Gast: AEIOU
20.09.2008 00:08
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Re: Net bös sein, aber

Das war sie im Rundfunk einmal in ihrer "Kultursendung". Nächtens. Für die arbeitsscheuen Lemuren die Prime-Time. Lächeln Sie. So wie unser Kanzler in spe es immer tut. Oder ist es nur der Entenschnabel der täuscht. Da hat der Martinek, Wolf Martin nennt er sich, eine gereimt Laudatio auf unseren neuen "Volkskanzler" zum besten gegeben. Eine Hommage. Zur Vollkommenheit fehlt ihm angeblich nur die ebenso beeindruckende Stimme, schreibt der Kronen-Wolf. Bei einem Entenschnabel ist das aber schwer möglich.

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@schmeggs

:-))) !!!

Gast: nachfrage
18.07.2008 09:14
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Gibt es zu diesem Bericht schon mehr Infos?

Gibt es zu diesem Bericht:

http://diepresse.com/home/politik/eu/392762/index.do?from=simarchiv

http://tinyurl.com/6mxd27

schon mehr Infos?


Gast: Jiri
18.07.2008 08:40
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homo politicus

besser auf 2 Hochzeiten tanzen als auf keiner?

wer sowas wählt, ist selber schuld!


Gast: hlsebastian
18.07.2008 08:16
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Nach dem EU-Abstimmungsergebnis

aus Irland hat die feine Dame in einem Interview der Wiener Zeitung gefordert, dass Irland aus der EU ausgeschlossen werden soll. Das demaskiert finde ich sehr schön die undemokratische Ausrichtung der Seitenblicke-Politikerin: Anstatt das eigene Unvermögen als EU-Parlamentarierin dafür verantwortlich zu machen, wenn eine massive Anti-EU-Stimmung herrscht, wird wenn ihr das Ergebnis einer Wahl nicht passt, nach Ausschluss geschrien ... für mich ein klares Votum diese Partei nicht zu wählen.

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Re: Nach dem EU-Abstimmungsergebnis

Im ORF war sie eine Plappertante und ist ihrem Stil treu geblieben. Auf der anderen Seite muß man sagen, dass sie sich bisher ganz schön erfolgreich durchgewechselt hat. Ich frag mich nur, welche Qualitäten einstens Martin und jetztens die LIF-Verantwortlichen an ihr entdeckt haben, damit es für eine Kandidatur reicht. Haben¿s sonst niemanden?

Re: Nach dem EU-Abstimmungsergebnis

Wenn¿s um Demokratieverständnis geht, kann man ÖVP und SPÖ auch nicht wählen!

Antworten Antworten Gast: hlsebastian
18.07.2008 12:15
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Re: Re: Nach dem EU-Abstimmungsergebnis

Für mich war eben so demaskierend, dass sich eine Politikerin betont demokratisch gibt um dann sofort demokratisch getroffene Entscheidungen zu kritisieren, die ihr nicht in den Kram passen. Aber Sie haben sicher Recht: Überall, wo - egal welche der - Parteien die absolute Mehrheit haben, leidet die Demokratie!

Wie schlägt sich den ihr Schritt

finanziell zu buche?
Ich möchte nämlich auch gerne zwei oder drei so gut bezahlte Jobs ohne Anwesneheitsverpflichtung. So richtig gearbeitet hätte ich bis jetzt genug.

bissi enttäuscht bin ich schon...

...von den bisherigen kommentaren: 1. weils kaum welche gibt, 2.weil die paar wenigen sich unerfreut über ihre entscheidung zeigen. wo, wenn nicht unter den presselesern, solls nochn paar echte liberale geben? die esoteroiden standard-möchtegernlinken und die traditionalisten der (rechts)rechten seite schimpfen doch lieber als dass sie zuerst dächten, um dann zu r3eden! und dass ein neuer und frecher liberalismus als evtl zünglien an der waage not täte (in zeiten des allgemeinen und nurmehrnoch banalen korrektionismus), scheint mir klar zu sein*. in diesem sinn wünsche ich dem LIF viel glück!

es ist zwar komisch, dass ich hier auf einen presse-artikel verweise, den ich für überaus hervorragend halte, aber ich tus halt!

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/398081/index.do

Antworten Gast: Munich Ösi
20.07.2008 23:16
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Re: bissi enttäuscht bin ich schon...

Danke für diesen gelungenen Beitrag!

Antworten Gast: kannlesenunddenken
18.07.2008 08:39
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Re: bissi enttäuscht bin ich schon...

Weil ihr "SuperLIF" eben keine Alternative ist sondern ganz im Gegenteil die skrupellose Machtpolitik auf die Spitze treibt. Nehmen wir nur den Anfang: da wird einfach von der Spitzenkandidatin der FPÖ SCHMIDT von rechts Außen nach links Außen gewechselt. Als Sicherheitssprecher nimmt man sich den Ex-WEGA Offizier SMOLINER der auch über nacht plötzlich überall Polizeitererror sieht. Die Mandate von den bösen "Ultrarechten" behält man natürlich schon. Dann wird man vom doch nicht so dummen Wahlvolk abgewählt und verschwindet.
Nach Jahren kandidiert man auf der Liste HPM und wird gewählt. Und weil es schon einmal so gut funktioniert hat "WECHSELT" man wieder einmal und schon ist das LIF im EU-Parlament.
Das soll die Alternative sein ???? Diese Ansammlung von skrupellosen Machtmenschen.
NEIN, DANKE !!!!!
Der einzige Protest ist ein großflächiger Wahlboykott !!!


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Re: Re: bissi enttäuscht bin ich schon...

Wenn ich mich richtig erinnere, war sie auch bei der SPÖ.

Antworten Gast: hlsebastian
18.07.2008 08:18
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Re: bissi enttäuscht bin ich schon...

Ich bin gegen den Liberalismus in dieser Partei ... hier wieder Uralt-Phantasien von den sich-selbst-regulierenden Märkten vertreten und ein allgemeiner Egoismus gepredigt.

Re: Re: bissi enttäuscht bin ich schon...

Na und was hat uns 50 Jahre Sozialismus gebracht? Eine völlige Entsozialisierung - "weil's eh wuascht is, zahlen tuns eh die anderen".

Märkte sind keine Phantasie,

sondern Realität, Phantasie ist nur der Wahn, diese "regulieren" oder "planen" zu können.

Warum sollten "echte Liberale"

über die Kandidatur einer offensichtlichen Opportunistin, die sich nicht scheut, mit einem prominenten Vertreter des Neosozialismus gemeinsam auf einer Liste zu stehen, erfreut sein?

Klar täte mehr Liberalismus gut, aber bitte nicht von der Sorte "fürsorgender Sozialstaat mit ein paar Feigenblattfreiheiten im privaten Bereich", sondern einen wirklichen, der den Menschen als individuelles, selbstverantwortliches und fähiges Wesen wahrnimmt.

Re: Warum sollten

Danke für Ihren Kommentar, genau meine Meinung. Was dem Land fehlt ist eine Rechtsliberale Partei als Gegenstück zu den Grünen. Freier Markt, weniger Bevormundung, mehr eigene Verantwortung und vor allem Stärkung der Eigentumsrechte.

Die Resetartis ist mE einfach dumm. Siehe Irland Kommentar und die Meinung, daß der besetzte Zypern-Nordteil endlich anerkannt werden solle. Eine intellektuell befreite Zone (CR FAZ), das österreichische Pendant zu Claudia Roth.

Liberal - ohne Zusätze.

Zusätzlich zu den genannten Punkten - die Kernpunkte jeder liberalen Politik, die ihre eigenen Grundsätze ernstnimmt sein müssen - sind auch Ideen aus dem Spektrum, das gemeinhin als "linksliberal" bezeichnet wird nötig.

In allen Bereichen gilt es den verderblichen Einfluss des Staates als Kollektiv zurückzudrängen und dem Bürger mehr Freiheit und Verantwortung zu geben.

ich bin ein bissl enttäuscht...

...von den bisherigen kommentaren: 1. weils kaum welche gibt, 2.weil die paar wenigen sich unerfreut über ihre entscheidung zeigen. wo, wenn nicht unter den presselesern, solls nochn paar echte liberale geben? die esoteroiden standard-möchtegernlinken und die traditionalisten der (rechts)rechten seite schimpfen doch lieber als dass sie zuerst dächten, um dann zu r3eden! und dass ein neuer und frecher liberalismus als evtl zünglien an der waage not täte (in zeiten des allgemeinen und nurmehrnoch banalen korrektionismus), scheint mir klar zu sein*. in diesem sinn wünsche ich dem LIF viel glück!

es ist zwar komisch, dass ich hier auf einen presse-artikel verweise, den ich für überaus hervorragend halte, aber ich tus halt!

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/398081/index.do


 
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