"Monarchisten Österreichs" wollen kandidieren

25.07.2008 | 13:05 |   (DiePresse.com)

Die Schwarz-Gelbe Allianz will 2018 einen Monarchen mit "starkem Veto-Recht" krönen. Zuvor will sie bei den Neuwahlen ins Parlament einziehen - ohne Wahlkampf und vorläufig auch noch ohne Spitzenkandidaten.

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Die "Monarchisten Österreichs" wollen bei den Neuwahlen im September kandidieren. Das erklärten Obmann Manfred Körner, Vizeobmann Alexander Simec und der niederösterreichischen Spitzenkandidat Tibor Pasztory am Freitag.

Ihr Verein, die "Schwarz-Gelbe Allianz", formierte sich im Jahr 2004. Er tritt für die Reinstallation eines Monarchen mit "starkem Veto-Recht" bei gleichzeitiger Beibehaltung des Parlamentarismus bzw einer gewählten Regierung ein.

Ob die Gruppierung die notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen für einen bundesweite Antritt zusammenbringt, ist freilich mehr als fraglich. Die derzeitigen Mitgliederzahlen wollten die Vereins-Vertreter erst gar nicht nennen. Es handle sich um eine dreistellige Zahl. Diese wachse aber täglich. Aus der Bevölkerung vernimmt man ein "frappantes Echo".

Einen Wahlkampf werden die Monarchisten nach eigenen Angaben nicht führen. Auch nach einem bundesweiten Spitzenkandidaten wird noch gesucht.

Monarchie "derzeit unrealistisch"

Pasztory betonte, man wisse, dass die Wiedereinführung einer Monarchie derzeit unrealistisch sei. Ziel sei es aber, "aufzurütteln" und die Demokratie "zu fördern". So müsse etwa der Klubzwang im Parlament abgeschafft, der Bundesrat aufgewertet und das "freie Spiel der parlamentarischen Kräfte zugelassen" werden. Den Bundespräsidenten will man - wohl vorläufig - in seinem Amt lassen.

Langfristig strebt der Verein nämlich sehr wohl die Wiedereinführung eines monarchistischen Systems an, wie Simec erläuterte. Umgesetzt werden könnte dies "nach einem 100-jährigen republikanischen Interregnum" im Jahr 2018. Wer der künftige Monarch Österreichs werden soll, darüber schwiegen sich die Monarchisten aus. Diese Frage stelle sich derzeit nicht, so Simec. Letztendlich soll darüber die Bevölkerung in einer Volksabstimmung entscheiden.

(APA)

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    Bild: (c) APA (Heeresgeschichtliches Museum Wien) Die Schwarz-Gelbe Allianz will 2018 einen Monarchen mit "starkem Veto-Recht" krönen. Zuvor will sie bei den Neuwahlen ins Parlament einziehen - ohne Wahlkampf und vorläufig auch noch ohne Spitzenkandidaten.

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97 Kommentare
 
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Gast: Neffe
30.07.2008 17:07
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ja endlich

wird es wieder eine Sissi geben frei nach dem Motto: "sie war sehr schön - sie hat mich sehr erfreut"...

Gast: Graf Gudenus
30.07.2008 08:09
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Porträt /Büste - je nachdem für welchem Publikum bestimmt - stets unbezahlte publicity,

dieses (Machwerk) will offensichtlich eine (negative) Karrikatur sein. Hinsichtlich Bartwuchs, überladen.

Gast: Graf Gudenus
29.07.2008 09:59
0

Kaiser ward nackt, trotz wohl bekleideter Büste

Eintritt in der Gschichte als Absoluter, Austritt aus der Geschichte als rechtloser Monarch da - wie dort (3). Nun kommt die Medlung der letzte Absolute Monarch begibt sich seiner Rechte, der Monarch ist also nackt, wie man in Frankreich sagt. Ob Tonga schon in der Presse erscheint?

Billiger wäre ein Hofstaat als einer für jede Partei schon!

Man müsste halt alle 4 Jahre das gesamte Pack rauswerfen können - sonst können die mich.... wenn sie können ;-)

Königsidee

Wir wählen uns als Kaiser einfach den Sultan von Brunei oder den Emir von Kuweit. Dann haben wir wieder eine Doppelmonarchie und sind plötzlich eines der reichsten Länder der Welt.
PS: Und wenn wir dann noch eine neue Sisi für den Kaiser finden, das wäre dann überhaupt der totale Wahnsinn.....
Wie alt wäre das Lugner-Mausi eigentlich 2018??

Ein starkes Medium haben sie ja schon.

Die "Krone". Jetzt nur noch ein paar Leserbriefe schreiben und die Erbfolge von Dichand beweisen. Damit wäre Einzug ins Parlament gesichert.

Antworten Gast: Frido
15.08.2008 14:09
0

Re: Ein starkes Medium haben sie ja schon.

da der dichand und seine zeitung von der republik gesteuert werden, verweigert auch die krone eine seriöse berichterstattung. toll, dieses demokratie...

www.monarchisten.at

Gast: krone
28.07.2008 09:31
0

an meine neun völker, im westen, osten, norden und süden

kraft meines von gottes gnaden gegebenen amtes will ich euer aller onkel sein

euer onkel hans

Antworten Gast: Graf Gudenus
28.07.2008 10:28
0

Hans I. jedenfalls DER Nachfolger von Bruno I, das es um 2018 geht, heist die Frag:

2018, wer?

Gast: Graf Gudenus
28.07.2008 08:47
0

Man will einen Monarchen, nun gut - im Jahre 2018

Aus der Sicht von Einwohner an der Einmündung der Wien im Donaukanal will man dies, in fernen Jahren.

Es kommt offensichtlich nur eine Kopie der Gegenwart in Frage - man braucht sich also nur herumschauen. Der König ist nackt, wie in Frankreich gesagt wird.

Statue Franz Joseph I. wird hingestellt. Auch dieser war bei seinem Tode nackt. Als Absoluter trat er in die Geschichte, als blosse Unterschrift schied derselbe aus dieser. Gleich, ob in Wien, Budapest oder in Sarajevo.

Der Monarch, der Alleinherrscher ist somit Teil der Frühgeschichte.

Lebenslängliche Monarchen demokratischer Herkunft in Demokratien kennt man hingegen. Mitterrand (Frankreich), Kreisky (Öst'reich). ”Ich bin der Meinung” und schon gingen die “Demokraten” devot in die Knie.

Kein europäischer Monarch "zählt” ausser jener von Spanien; und das nur als Vorsitzender der Spanischsprachigen. Republikaner wissen, dass dereinst eine südameriaknische Republik Spanien ablösen wird.


Gast: corps
27.07.2008 23:43
0

hahaha

ja da sitzen sicher cv¿er hinter dieser idee und lachen sich eines ins fäustchen.....tja....typisch övp-kaderschmiede....konservativ reden....und linksliberale,internationale(Eu) (statt nationale) politik betreiben....cv¿er sind solche luschis

Antworten Gast: Frido
15.08.2008 14:12
0

Re: hahaha

natürlich gibt es patriotische studenten in unseren reihen, jedoch ist dies tatsächlich ein ernsthafter versuch, in der politik mitmischen zu können. ob Ö eine monarchie wird, entscheidet das volk. und es wird...

www.monarchisten.at

Antworten Gast: Graf Gudenus
28.07.2008 08:12
0

hahaha

wohl etwas primitiv verfasst!

Gast: reversal
27.07.2008 12:27
0

cv¿er

sicher so eine idee von ein paar verweichlichten CV¿ern....die nicht an ihr volk sondern an ein herrscherhaus glauben.....ach ja...warum verwendet ihr den korbschläger beim chargieren wenn ihr euch eh nicht fechten traut bzw damit umgehen könnt

"reversal"....................

(hoffendlich kein abfuehrmittel) - wohl beim pauken vergessen den stierkopf aufzusetzen.

Antworten Gast: Graf Gudenus
27.07.2008 13:27
0

cv¿er, ”ihr volk”

ihr?

Nun es wird ohnedies nur ein paar dieser Gattung angesprochen, die ganz unnotwendig ist

Monarchie und Demokratie

..da gab es die berühmten Doppelconferenzen mit Farkas und Waldbrunn..und einmal fragte der Blöde, was sei denn der Unterschied zwischen M und D.....Farkas antwortete ..in der Monarchie hat das Volk nichts mitzureden und die Aristocats bzw. Politiker machen was sie wollen...
in der Demokratie kann das Volk mitreden, trotzdem machen die Politiker was sie wollen.....
Kabarett und Wirklichkeit, könnte man sagen...

Gast: Ludwig Ammer
26.07.2008 22:25
0

Meine

Frau steht zur Verfügung. Sie hat dereinst vor ihrem Kombistudium der deutschen Philologie und der Publizistik ein bisserl mit dem Karli von Habsburg Jus studiert und ist Buchhändlerin im Ausland geworden, weil sie den immerwährenden Sozialismus nicht mehr ausgehalten hat. Jetzt reden sie die Leute schon an, sie sollte ob ihrer basisbezogenen politischen Fähigkeiten in Berlin sich statt eines Barak Obama feiern lassen, der ja bei uns in der ganzen EU nicht kandidieren darf. Barbara Ammer statt Barak Obama. Ich habe meine Frau vor der Hochzeit überredet, immer Österreicherin zu bleiben, weil auch ich als Bayer eigentlich altklerikaler Salzburger und Österreicher von allen Seiten bin. Unter den Samktionen gegen Österreich habe ich basisdemokratisch meinen Kopf hingehalten und mich bis zur Bitte an den Außenminister eines Staates, der damals im UN-Sicherheitsrat war, diplomatisch bemüht um die Aufhebung der Sanktionen und völkerrechtliche Bestrafung der Linken Europas. Benita Ferrero-Wald

Antworten Gast: Graf Gudenus
27.07.2008 10:26
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Name dropping

Kaiserenkel

Antworten Antworten Gast: Ludwig Ammer
27.07.2008 18:24
0

Re: Name dropping

Frau Benita Ferrero-Waldner hat sich als Außenministerin beim Dank für meinen Einsatz in Ossiach ein bisserl ausgeheult, weil die ganze Welt unseren beherzten Einsatz für mehr Demokratie nicht mehr sehen wollte. Der ORF Kärnten hat das zu Ossiach gefilmt und auch dezent die Kamera abgedreht, als die Tränen zu fließen begannen und sie immer noch meine Hand fest hielt, als könne sie mich gar nimmer loslassen. Ich wollte das nur noch erwähnen, um das Entsetzen von Frau Benita Ferrero-Waldner glaubhafter werden zu lassen, das sie in einem Interview in Die Presse kürzlich ob der Verwahrlosung des demokratischen Selbstverständnisses bei der SPÖ gezeigt hat. Gusenbauer hatte ja gespielt mit der Loslösung von Europa, wenn das Volk in Österreich wieder einmal kurz entschlossen einem Demagogen nachrennt. Als parteiische Floskel wirkt solche Emotionalität oft, wenn man nicht weiß, wie stark Frau Benita Ferrero-Waldner mit ihrem Herzen an diplomatischer Entwicklung und Sicherheitspolitik hängt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Ludwig Ammer
27.07.2008 18:54
0

Eppenstein

Die Grenzziehung der SGA gefällt mir gar nicht, weil ich als bayerischer Salzburger das bayerische Innviertel, den Rupertiwinkel und große Teile des Chiemgaus nicht ausgeschlossen sehen will. Wenn ich hier über das Land wandere, dann reden mich die Leute mit Blick auf ihre Höfe in Salzburger Stil immer wieder an, daß sie eigentlich lieber in Österreich wären, weil man da kultiviert fleißig sein darf, wohingegen die Deutschen einen immer in irgendeinen Sozialismus führen. Die Höfe und Wiesen können wir schlecht auf einen Tieflader legen und übersiedeln, also werden wir die kulturellen Bande nicht einmal auf eine arnoische Grenze beschränken sondern das Chiemseebistum mit der Erneuerung des Chiemseedoms auf der Grundgesetzinsel der Deutschen wieder anerkennen. Ich brauche in einem pollitisch geeinten Europa keine politische Regelung, aber territoriale Grenzziehungen im Leben der Leute auf dem Lande werden wir europäisch aufheben, bis jeder Depp ausgelacht wird, der uns bayerisch schimpft

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ludwig Ammer
27.07.2008 22:07
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Re: Eppenstein

Als Eppensteiner haben wir unere Wurzeln beim Kloster Weißenburg/Elsass, und die Eppensteiner im Taunus sind nur Namensepigonen nach 1122 gewesen, die auch den Chiemgaunamen Markwart tauften. Aber Eppenstein bei Frankenthal kann sich auf Weißenburg berufen, das vom fünften Bischof von Speyer Dragobodo gegründet worden war. Wir sollten mit den Stammburgen der Eppensteiner in der Steiermark (historisches Kärnten) an der Grenze zu Kärnten die österreichische Geschichte beginnen lassen. Mit den wormsgauer Eppensteinern machen wir uns den ersten althochdeutschen Dichter Otfried von Weißenstein (liber evangeliporum als erste Jesusstory) zum Schutzheiligen unseres äthiopisches Kaiserreich der Eppensteiner von den österreichischen Südstaaten über Chiemgau und Tirol bis nach Frankreich. Das hat mehr Zukunft als ein Habsburgerschmäh, weil wir uns als deutschsprachige Nation quer durch Mitteleuropa dem gleichsprachigen Preußentum stärker entgegenstellen als das seit Jahrhunderten verpreußte Wien.

Gast: NN
26.07.2008 19:31
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von Gottes Gnaden

Wenn ein Kaiser demokratisch gewählt wird , ist er doch schon keiner mehr, sondern irgend ein Präsident.Oder denkt man daran eine einmalige Wahl zu veranstalten und in weiterer Folge die Nachkommen zu installieren.

Re: von Gottes Gnaden

Richtig. Per Wahl sollte laut SGA nur die Monarchie wieder eingeführt werden, die folgenden Monarchen ergeben sich dann durch Erbfolge, so wie es auch in den anderen europäischen Monarchien der Fall ist.

Das wäre dann übrigens nicht von Gottes, sondern von Volkes Gnaden, wie es heutzutage üblich ist.

Antworten Gast: Graf Gudenus
27.07.2008 10:30
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von Gottes, nein von demokratischen Gnaden

Polen! Deren Könige, etc wurden von den Dynastien nie geschnitten, ja diese erhoften sogar Wahl möge auf einer ihrer Söhne fallen. 1780 Erloschenes Haus ex stirpe Habsburg kann hier mitreden

Gast: A.W.
26.07.2008 18:23
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Monarchisten wollen kandidieren

Der monarchischen Staatsform im Rahmen einer konstitutionellen Monarchie, mit verfassungsrechtlich klar definierten Eingriffsrechten des Monarchen, sollte man grundsätzlich positiv gegenüber stehen.
Mangels einer charismatischen Persönlichkeit und Geldmittel wird es schwierig sein, landesweit Kandidaten, Unterstützungserklärungen und Sponsoren aufzutreiben.

Diese Leute, die sich nun für die Realisierung der Monarchie einbringen, sollten nicht mit Hohn und Spott, sondern mit Respekt bedacht werden, denn auch dies gehört zum gelebten demokratischen Pluralismus.
Zu Monarchie- feindlichen Anmerkungen nur so viel: Ausbeuter und Verbrecher gab und gibt es in jeder Staatsform, das moralisch-rechtlich und „personifizierte Einigungselement“ ist in einer funktionierenden konstitutionellen Monarchie stärker ausgeprägt als in einer Republik, denken wir nur an den spanischen oder belgischen König! Vergessen wir auch nicht, dass das Amt des österreichischen Bundespräsidenten im Prinzip

 
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