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Neue Vorwürfe gegen Graf: Ordner bei Neonazi-Auftritt?

05.10.2008 | 20:24 |   (DiePresse.com)

SPÖ und ÖVP wollen FPÖ-Graf trotz der "Neonazi-Affäre" zum Dritten Nationalrats-Präsidenten wählen. Die FPÖ sieht eine "Schmutzkübel-Kampagne".

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Neue Vorwürfe gegen den Kandidaten für das Amt des Dritten Nationalratspräsidenten, Martin Graf (FPÖ): Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, soll Graf, Mitglied der Burschenschaft "Olympia", 1987 bei einem Auftritt des deutschen Neonazis Reinhold Oberlercher Ordnerdienst versehen haben.

Oberlercher vertrat laut "profil" im November 1987 am Wiener Juridikum die Ansicht, dass sich "der Jude auf Gedeih und Verderb anpassen" müsse, um "nicht als Krankheitserreger ausgeschieden" zu werden. Oberlercher sah auch keine "Notwendigkeit", sich von "Auschwitz zu distanzieren", so das "profil". Moderiert worden war die Veranstaltung vom damaligen RFS-Jus-Obmann Harald Stefan, heute Nationalratsabgeordneter der FPÖ.

Von Graf selbst gibt es dazu noch keine Stellungnahme. Harald Vilimsky, Generalsekretär der FPÖ, bezeichnete die Vorwürfe als "Schmutzkübelkampagne gegen eine untadelige Persönlichkeit". Vilimsky verweist darauf, dass Oberlercher zuvor im Umfeld des linken Studentenführers Rudi Dutschke aktiv war, ehe er nach rechts abdriftete. Er sei damals für politisch Interessierte wohl eine „interessante Figur“ gewesen.

SPÖ und ÖVP wählen Graf trotz der Affäre

Josef Cap, Klubchef der SPÖ, bleibt dabei: „Es ist Tradition, dass jede Partei ihren Kandidaten vorschlägt.“ Und dieser werde dann in geheimer Wahl gewählt. FPÖ-Kandidat Martin Graf habe weiter die Unterstützung der SPÖ, obwohl auch ihm, Cap, klar ist, dass er in geheimer Wahl wohl kein berauschendes Ergebnis einfahren werde. „Dass alle anderen Erscheinungen rund um Graf zu kritisieren sind, ist ohnehin klar.“

Auch die ÖVP bleibt dabei, Graf zu wählen. Und wie Cap macht man auch dort darauf aufmerksam, dass die nun so kritischen Grünen kein Problem damit hatten, Graf zum Chef des Banken-U-Ausschusses zu wählen und bei den Studiengebühren gemeinsame Sache mit ihm zu machen.

Der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, forderte ÖVP und SPÖ auf, von einer Wahl Grafs abzusehen: "Graf ist spätestens jetzt unwählbar geworden."

 

(oli/Red.)

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106 Kommentare
 
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pennpatrik
07.10.2008 08:09
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Als man merkte , dass der rote Fischer

.... in Deutschland am Boden liegende Polizisten mit Füßen getreten hat, haben die Linken empört aufgejault, dass man nach sovielen Jahren keine Jugendsünden mehr aufwärmen dürfe.
Ach Gott, was sind die Moralisten doch unmoralisch.

Antworten Gast: deigezzn
08.10.2008 15:01
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Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

...also was wollen Sie uns damit jetzt sagen?
Weil Herr Fischer damals auf Polizisten getreten hat, darf Herr Graf von der rechtsradikalen Olympia 3.NRP werden???


Antworten Gast: deigezzn
07.10.2008 10:56
0 0

Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

Es geht um "Lernfähigkeit". Fischer war einer der besten Aussenminister die Deutschland jemals hatte!
Graf hat sich nie von seiner Deutschtümelei distanziert und die Olympia ist ja nachgewiesenermaßen ein Sammelbecken österreichfeindlicher Gestalten.

Antworten Antworten harbard
07.10.2008 18:19
0 0

Re: Re: Als man merkte ...

...geh bitte!

Re: Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

der "bullenklatscher" (def. einer deutschen zeitung) hat völlig versagt: angetreten als grüner pazifist hat er 2 kriege toleriert - ja unterstützt.

Antworten Antworten Antworten Gast: deigezzn
08.10.2008 14:51
0 0

Re: Re: Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

"BILD am Sonntag"?

Re: Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

Blablabla! Fischer hat sich nie von seiner RAF-Vergangenheit wirklich distanziert und war übrigens auch ein mieser Außenminister!!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: deigezzn
08.10.2008 14:50
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Re: Re: Re: Als man merkte , dass der rote Fischer

Bitte um Quellenangabe, wonach sich Fischer nicht von RAF diszanziert hätte.
Danke im Voraus!

Gast: pravda
06.10.2008 19:39
0 0

Was ist ein Gutmensch

Ein Gutmensch ist jemand, der aus Mangel an sachlichen Argumenten eine politische Diskussion auf die moralische Ebene zu verlagern versucht. Bei ihnen gilt "rechts = unmoralisch".

Wie viele Abgeordnete könnte man von einer Wahl zum 1., 2. oder 3. Nationalratspräsidenten ausschließen wenn man ihnen z.B. unterstellen würde, dass sie sich nicht ausreichend von ihrer ehebrecherischen Vergangenheit distanziert hätten?

Da werden so lächerliche Argumentationsketten geknüpft wie dass Herr X bei einem Popkonzert der Frau Y anwesend war und diese Frau Y früher einmal wegen Drogenbesitz verurteilt wurde. Und jetzt soll sich Herr X "ausreichend davon distanzieren" und schwören, dass er noch Jungfrau ist.

Lächerliche Gesslerhut-Exerzitien.

Antworten Tom93
09.10.2008 15:29
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Re: Was ist ein nazi?

als sie finden es nicht unmoralisch nazi-apologeten und holocaust-verniedlicher einzuladen und den saalschutz für sie zu machen?

sagt doch alles über ihre gesinnung aus!

Re: Re: Was ist ein nazi?

Und was haben Sie für eine Gesinnung? Verherrlichung des Massenmörders Guevara!!! Sie sind um keinen Deut besser!!!!

Antworten Gast: deigezzn
07.10.2008 11:23
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Re: Was ist ein Gutmensch

Dieser Begriff wurde von rechten Gesellen ins Leben gerufen und wird für alles Menschen gebraucht die nicht reaktionär und braun angehaucht sind.
Auch Kübler von der Caritas bekam dieses Attribut umgehängt. Ja, und ich bin auch ein "Gutmensch" und habe damit kein Problem. Lieber ein "Gutmensch" sein, als eine Kreatur wie zB. maßgebliche Funktionäre der FPÖ.

Antworten Antworten Gast: e.e.
14.01.2009 23:00
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Re: Re: Was ist ein Gutmensch

Eigentlich sollten man alle Extremen egal ob links oder rechts, Berufsdemonstrierer und Kriegsverehrer in den Gazastreifen schicken damit sie sehen wie gut es uns in Österreich geht. Lernen was Krieg und Feindschaft wirklich bedeutet => z.B. Dauerhaftes Leid wenn die Füße fehlen.

Antworten Antworten Gast: bin ein mensch
07.10.2008 13:03
0 0

Re: Re: Was ist ein Gutmensch

bin weder ein braun angehauchter noch reaktionärer mensch, möchte mich jedoch auch nicht als gutmensch bezeichnen lassen.
ich würde nie einen anderen menschen als kreatur bezeichnen (= menschenverachtlich). und ich finde es auch nicht "gut", wenn man auf österreicher einschimpft. für mich zählt der mensch und gerechtigkeit. und ich mag weder, dass einwanderer noch österreicher ungerecht behandelt werden. es gibt probleme in österreich mit einwanderern, jedoch sollte man 1. diese auch aussprechen dürfen ohne gleich als nazi beschimpft zu werden und 2. wäre es gut nach gemeinsamen lösungen zu suchen.
weiters vermisse ich bei vielen "gutmenschen" die toleranz, die sie jedoch von anderen immer wieder verlangen.

Re: Re: Re: Was ist ein Gutmensch

Ein Gutmensch ist ein Mensch, dessen Moral sich im erhobenen Zeigefinger erschöpft!

Antworten Antworten Antworten Antworten generator
08.10.2008 21:29
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Re: Re: Re: Re: Was ist ein Gutmensch

Der Gutmensch ist die Inkarnation des Übels.

Wenn es wirklich etwas zu fürchten gibt, ist dies die Intoleranz der Toleranten. Da sie sich fortwährend selbst belügen und beruhigen müssen, erreicht ihr Glaubenseifer und ihre Intoleranz schnell hysterische Dimensionen.

Damit dabei nicht allzu schnell sichtbar wird, wie reif für die Klapse sie eigentlich sind, flüchten sie sich gerne in eine Attitüde von Überlegenheit und erfinden dabei die „teuflische Rhetorik der Gutmenschen"

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: deigezzn
08.10.2008 14:52
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Re: Re: Re: Re: Was ist ein Gutmensch

Ist also und zB. Herr Kübler von der Caritas so einer?

Antworten pennpatrik
07.10.2008 08:14
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Re: Was ist ein Gutmensch 2

Gutmenschen sind auch Menschen, die über von ihnen angerichteten Katastrophen die Hände überm Kopf zusammenschlagen und rufen: "Ich habs ja nur gut gemeint". Die nenne ich Gutmeiner und finde sie als den letzten Abschaum.

Antworten Antworten Gast: e.e.
14.01.2009 23:02
0 0

Re: Re: Was ist ein Gutmensch 2

speziell wenn sie Gutes mit fremden Geld bewirken wollen!

violet
06.10.2008 15:13
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"Ordnerdienste" oder "Fan" und Burschenschaften

Aus den Informationen geht nicht hervor, welche "Ordnerdienste" Herr Graf damals versehen haben soll, darunter kann man viel verstehen.
Sollte sich jedoch herausstellen, dass Herr Graf dort als großer "Fan" dieses Herrn Oberlercher zugegen war und dessen menschenverachtende und radikale Aussagen, wie die oben zitierten, heute noch unterstützt, bin ich der Meinung, dass er im österreichischen politischen Leben in einem offiziellen Amt nichts verloren hat!

Im Übrigen bin ich generell nicht besonders begeistert von Burschenschaftern in politischen Ämtern, denn die Lieblingsbetätigungen Saufen und (v.a. in rechten Kreisen beliebte) "militärische Übungen" sprechen meiner Meinung nach nicht für politische Qualitäten wie eine verantwortungsvolle, nachhaltige Politik, eine angemessene Gesprächskultur oder ernstgemeinte Dialogbereitschaft. Aber so etwas ist ja offenbar nicht gefragt, schade.

Antworten generator
08.10.2008 10:38
0 0

Re: violet

"dessen menschenverachtende und radikale Aussagen, wie die oben zitierten, heute noch unterstützt"
=================

Wo haben sie denn das her, dass Hr. Graf überhaupt jemals diese Aussagen unterstützt hat?

Ich würde empfehlen genauer zu lesen und nicht Behauptungen aus der Nase zu bohren.

Antworten Antworten violet
08.10.2008 11:19
0 0

Re: Re: violet

Ich würde Ihnen empfehlen, mein Posting genauer zu lesen. Dort steht nämlich "Sollte sich jedoch herausstellen, dass Herr Graf dort als großer "Fan" dieses Herrn Oberlercher zugegen war und dessen menschenverachtende und radikale Aussagen, wie die oben zitierten, heute noch unterstützt (...)"

Ich "bohre" also keine "Behauptungen aus der Nase", wie Sie es so schön ausdrücken, sondern gebe an, was ich in diesem möglichen (aber niemals von mir als Behauptung oder Tatsache hingestellten!!!) Fall als richtig ansehe, nicht mehr und nicht weniger. Und das "heute noch unterstützt" würde sich auf die Möglichkeit beziehen, dass Graf damals eben als "Fan" anwesend war und diese Begeisterung weitergetragen hätte, wobei ich natürlich ebenfalls nicht wissen kann, ob dem so ist, und das auch nie behauptet habe.

Ich schreibe ja selbst, dass ich nicht wissen kann, was er damals gemacht hat.

Also nicht wieder blindlings loswüten hier, sondern die eigenen Ratschläge zu Herzen nehmen.

Antworten Antworten Antworten generator
08.10.2008 19:31
0 0

Re: Re: Re: violet

Ha,Ha du verstehst scheinbar selber gar nicht was du schreibst.

Antworten Antworten Antworten Antworten violet
08.10.2008 20:35
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Re: Re: Re: Re: violet

1. sind Sie offenbar so sehr darauf aus, Personen mit anderen Ansichten als den Ihrigen irgendetwas zu unterstellen und deren Argumente nicht gelten zu lassen, dass Sie es offenbar nicht lassen koennen, mit seltsamen Anschuldigungen daherzukommen. Erbaermlich.

Und 2. beherrsche ich offenbar die Regeln der deutschen Rechtschreibung (z.B. Interpunktion) besser als Sie und faellt es mir daher leichter, mich richtig auszudruecken.

PS: Schon mal gehoert: "Das ,scheinbar' hoer' ich weinend, du meinst gewiss anscheinend." ;) (Eselsbruecke zur richtigen Wortwahl) Oder meinen Sie, ich wuerde mich hier nur verstellen und so tun, als ob ich nicht verstuende, was ich schreibe?

PPS: Bevor Sie mir schon wieder etwas ankreiden wollen: Ich befinde mich gerade im Ausland und habe hier leider keine Umlaute auf der Tastatur zur Verfuegung.

Antworten pennpatrik
07.10.2008 08:12
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Wenn sich herausstellt ...

... dass er dessen menschenverachtende und radikale Aussagen, wie die oben zitierten, heute noch unterstützt, bin ich der Meinung, dass er im österreichischen politischen Leben in einem offiziellen Amt selbstverständlich etwas verloren hat, weil es das Wesen einer represäntativen Demokratie ist, dass das Parlament die Denkungsrichtungen der Menschen widerspiegeln soll.
Anders ist es nur in Oligarchien und Diktaturen.

Antworten Antworten violet
07.10.2008 13:06
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Re: Wenn sich herausstellt ...

Einer der wichtigsten Grundsätze der Demokratie ist die Gleichwertigkeit aller Menschen. Das heißt, jeder zählt, jeder hat die gleichen Rechte.

Mit diesem Grundsatz ist nicht vereinbar, dass eine Menschengruppe pauschal herabgewürdigt wird, wie es in der oberen Aussage und vielen diese einschließende Ideologien der Fall ist. Daher ist es selbstverständlich Aufgabe der Demokratie, diesen Grundsatz zu verteidigen, solche Tendenzen zu verurteilen und die Menschen zu schützen.

 
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