"Niederösterreichfest": SPÖ gibt sich kämpferisch

22.02.2013 | 20:27 |   (DiePresse.com)

Die SPÖ inszenierte sich beim "Niederösterreichfest" als Partei mit "ehrlichem Programm" und wetterte gegen die "Casino-Mentalität" der ÖVP.

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Mit nach Parteiangaben "über 3000" Besuchern ist am Freitagabend auf dem Messegelände in Wieselburg ein "Niederösterreichfest" der SPÖ als Höhepunkt im Landtagswahlkampf über die Bühne gegangen. Spitzenkandidat und Landeshauptmannstellvertreter Sepp Leitner rief in seinem Heimatort dazu auf, am 3. März die Sozialdemokratie zu stärken. Gleichzeitig gelte es, die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen.

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Als "Wahlhelfer" waren auch Bundeskanzler Werner Faymann, mit Alfred Gusenbauer und Franz Vranitzky zwei seiner Amtsvorgänger sowie Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas ins Mostviertel gekommen. In Wieselburg dabei waren außerdem die Minister Gabriele Heinisch-Hosek und Rudolf Hundstorfer.

Es gehe ihm um "ein faires Österreich, ein faires Niederösterreich", betonte Faymann. Die letzten Tage im Wahlkampf sollten genützt werden, damit die Sozialdemokratie im Bundesland gestärkt aus dem 3. März hervorgeht - damit Beschäftigung etwas zähle, Arbeitslosigkeit bekämpft werde und es "menschenwürdig zugeht" für Junge wie für Ältere.

"Wir haben die Konzepte für die Zukunft"

"Zwei lebenserfahrene Herren", mit denen - ungenannt - Landeshauptmann Erwin Pröll (V) und Frank Stronach gemeint waren, würden einander beschimpfen und sich über die Vergangenheit unterhalten, sagte Leitner. Sachthemen rückten dabei in den Hintergrund. "Wir Sozialdemokraten haben die Konzepte für die Zukunft." Dafür sei ein "ehrliches Programm" erarbeitet worden. Die SPÖ stehe auch dafür, dass gemeinsam für Niederösterreich gearbeitet werde.

Einmal mehr ging Leitner auf die Spekulationen mit Wohnbaugeldern ein. Mittlerweile sei "ein Schaden von 1,8 Milliarden Euro entstanden". Pröll und LHStv. Wolfgang Sobotka (ÖVP) wollten "so weitermachen, als wäre nichts passiert". Der 3. März sei daher auch eine Volksabstimmung, bei der die SPÖ bitte, "dieser Casino-Mentalität endgültig eine Absage zu erteilen". Zu politischer Kultur gehöre nämlich auch, dass man Fehler eingestehe.

Euphorischer Steindl

Geradezu euphorisch zeigte sich Landesgeschäftsführer Günter Steindl in Wieselburg. Die SPÖ habe "gute Chancen, stärker zu werden", noch "viel besser" sei, dass "die ÖVP bei 47 Prozent" liege. "Die Absolute ist weg", rief er mehr als eine Woche vor der Wahl in den Saal.

(APA)

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9 Kommentare

Wenn die niederösterreichische SPÖ propagiert ....

.... näher beim Menschen sein zu wollen, dann nur deswegen, damit sie näher an den Geldbörsen der Menschen sind.

Der Wahlkampfslogan ist für Niederösterreich eine gefährliche Drohung! Man sieht es in Wien, wie die SPÖ nach den Wahlen gewildert hat, um ihr Klientel mit Sozialleistungen weiterhin an der Stange zu halten.

Peinlichkeit - Sepp Leitner ist Dein Name


Mit der Performance die Sepp Leitner gerade im ORF bei der Elefantenrund geliefert hat...


sichert er der SPÖ 10% Wählerstimmen zu. Maximal. So einen Tölpel wie den Sepp Leitner öffentlich auftreten zu lassen - na dafür muss man der SPÖ herzlich danken. Noch sie ein Auftritt und die SPÖ ist in der außerparlamentarischen Opposition.

ich bin kein Freund des Übervaters Pröll - aber gegen solche Gegner ist das Gewinnen leicht. Wie wenn austrainierter Casus Clay gegen ein eng gefesseltes stark sediertes Kleinkind um Schwergewicht antritt.


Die SPÖ wird weiter abnehmen, sagt mir mein...

Bauch. So auf rund 20%

Jessas - soviel Prominenz in Wieselburg

Trotzdem wird NÖ schwarz bleiben - was auch ganz wichtig als Gegenpol zum rot-grünen Wien ist.

wahlkampf

bei dieser unterstützung für den leitner ist dem lh pröll die absolute fast sicher!

SPÖ-Niederösterreich

Eine weitgehend unbekannte Truppe schmeißt eine Woche vor der Wahl eine Party für 3.000 Parteisoldaten, die ohnehin alle rot wählen. Ich Frage mich wozu? Als Motivation für Funktionäre reichlich spät. Wozu sonst?
Wer so wahlkämpft, braucht sich über ein schlechtes Ergebnis nicht wundern.

der Mann in der Bildmitte

schaut aber nicht gut aus.
zu viel Champagner?

Re: der Mann in der Bildmitte

die schauen alle drei nicht gut aus!
und nach der Wahl werden sie noch blaser aussehen!

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