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Schwarze Kandidaten: "Herausforderung für Österreicher"

22.09.2009 | 19:05 |  ANIA HAAR (Die Presse)

Bei den Wahlen in Oberösterreich treten zwei schwarze Kandidaten an. Wie reagieren Bürger auf eine schwarze Kandidatin? „Eigentlich sehr positiv“, meint Neopolitikerin Marie-Edwige Hartig.

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Marie-Edwige Hartig ist voll des Lobes über ihre Partei. „Die Grünen reden nicht nur über die Integration, sie leben es vor“, sagt die 28-Jährige, die auf dem vierten Listenplatz bei der Linzer Gemeinderatswahl an diesem Sonntag kandidiert. Die aus Kamerun stammende Österreicherin hat schon immer „ein grünes Herz gehabt“, wie sie sagt.

Ihr Entschluss, politisch aktiv zu werden, kam nach der Nationalratswahl im vergangenen Jahr. „Wenn ein Drittel der Österreicher rechts wählen, habe ich schon Bedenken.“ Was die Psychologiestudentin Hartig besonders stört: „Hetzparolen gegen Migranten.“ Beim Thema Integration gebe es „viele Herausforderungen, keine Frage“. Aber, so Hartig: „Man kann Probleme auch anders meistern.“ Wie? Nachbarschaftskonflikte über Lärm, sagt Hartig, könnten oft geschlichtet werden. Die Studentin ist jedenfalls sicher, dass „Integration vor Ort passiert, auf der kommunalen Ebene“.

Zu tun gibt es für die Neopolitikerin eine ganze Menge: angefangen von Integrationsprojekten in verschiedenen Linzer Stadtteilen, kostenlosen Sprachkursen und der Verbesserung des Zusammenlebens zwischen Einheimischen und Zugewanderten.

Wie reagieren Bürger auf eine schwarze Kandidatin? „Eigentlich sehr positiv“, meint sie. „Das Manko ist aber, dass sich manche in meiner Gegenwart nicht zu sagen trauen, was sie wirklich denken.“ Dennoch ist Hartig sehr optimistisch. „Der Wille ist da“, sagt sie energisch.

 

Kandidat für den Landtag

Ikechukwu Okafor sieht das ähnlich. Der 42-jährige gebürtige Nigerianer – er ist ebenfalls für die Grünen bei den Wahlen als Landtagskandidat auf dem siebenten Platz gereiht – war anfangs etwas skeptisch. „Ich wusste nicht, ob die Österreicher dieser Herausforderung (eines schwarzen Kandidaten, Anm. d. Red.) gewachsen sind“, meint er. Nun bekomme er viele positive Rückmeldungen: „Endlich, ein schwarzer Mann in der Politik!“ Okafor, der als Sozialarbeiter tätig ist, sieht sich selbst als Vorbild für andere Migranten.

 

„Nicht nur Asylwerber und Dealer“

Der Vater dreier Kinder hat zwei große politische Ziele: Er möchte zum einen das Zusammenleben zwischen Migranten und Österreichern und zum anderen das öffentliche Bild von den Afrikanern verbessern. „Sie werden nur als Asylbewerber oder Drogendealer dargestellt. Oder als Leute, die sich nicht integrieren wollen“, kritisiert Okafor. „Ich will mit meiner Kandidatur ein Zeichen setzen, dass ich mich integriert habe. Für mich heißt Integration Mitgestaltung.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.09.2009)

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58 Kommentare
 
1 2
Satori
02.10.2009 13:03
0 2

ist das etwa schlecht?

dürfen sich afrikaner nicht in der politik in österreich angagieren? sollen sie lieber in weiter minderwertigen berufen arbeiten? sollen sie schön brav den mund halten und kuschen?
das ist durchaus förderungswert, da haben die grünen (ausnahmsweise) etwas den anderen parteien voraus. aber die meisten menschen in europa, auch in österreich haben noch die selben vorstellungen wie im 19.Jhd... sie sehen wahrscheinlich in afrikanern immer noch sklaven die man treten und wie unbelebte dinge behandeln kann, als dumme untermenschen die den Europäern unterlegen ist und darum beherrscht werden muss. aber man vergisst eines: die afrikaner sind keine sklaven mehr und auch nicht minderwertige untermenschen. man sollte nicht die hautfarbe sehen, sondern den menschen. aber das können die weltmenschen ja nicht...

Gast: pour le merite
25.09.2009 10:29
3 1

Wie in Zentralafrika "Nachbarschaftskonflikte"

"gemeistert" werden, ist uns hinlänglich bekannt.

Dieses "Modell" brauchen wir hier nun wirklich nicht.

Aber, wenn man aus einer Region mit über 25 % Analphabeten abstammt, fühlt man sich bei den Grünen natürlich wie zu Hause.

ichmeine
25.09.2009 06:23
4 1

Die Grünen reden nicht nur über die Integration, sie leben von ihr


Gast: schockierter
24.09.2009 16:51
0 5

qualität der postings

ich hoffe die qualität der postings steigt wieder. ist unglaublich wie eingeschränkt und diskriminierend hier argumentiert wird. argumentiert ist teilweise noch übertrieben.
um ein paar gerüchte aus der welt zu setzen: 1 kind, psychologiestudium ausserhalb von linz

Gast: Der Usurpator
24.09.2009 12:50
0 5

Presseforum repräsentativ?

Falls ja, wirds Zeit dass der Alliierte Rat hier endlich tätig wird.

Widerlich.

Antworten Gast: Gast
24.09.2009 18:39
4 0

Re: Presseforum repräsentativ?

Die sollen nur kommen.....

rwschuster
23.09.2009 20:44
0 0

ICH SCHMEISS MICH WEG

Die schaut ja aus wie meine Frau. Gott sei euch gnädig, na gut dass ich in Brasilien lebe, da kann man flüchten wenns gefährlich wird.

Wird garantiert gewählt. Und ist eigentlich eine Spitzenidee. Wird Österreich international sicher nicht schaden

Gast: gaturro
23.09.2009 16:35
5 1

Eine 28-jaehrige Studentin...

...sollte vielleicht eher darauf schauen, dass sie schoen langsam endlich mal das Studium abschliesst, anstatt sich in der Politik weiter zu verzetteln...

Antworten schilehrer
24.09.2009 17:06
0 4

Re: Eine 28-jaehrige Studentin...

das geht dich genau nichts an.

Antworten Gast: sp
24.09.2009 14:18
2 0

Re: Eine 28-jaehrige Studentin...

wieso genau?

Gast: Markus
23.09.2009 12:56
1 8

Fremd

Fremd wirken auf mich nicht die beiden Kandidaten, sondern befremdend wirken auf mich die überwiegende Anzahl der Kommentare.

Antworten Gast: trainingsraum
23.09.2009 15:22
6 0

Re: Fremd

sie haben ja keine ahnung, was ihnen dank zensur entgeht.

Antworten Allah
23.09.2009 14:39
1 0

endlich

mal jemand mit Zivilcourage

;)

4x4
23.09.2009 12:45
7 1

grüner Rassismus

Dieselbe Person, nur mit heller Hautfarbe hätte wohl kaum dieselbe Chance auf diesen Listenplatz gehabt.

Antworten Gast: Geheimrat
23.09.2009 14:41
4 0

Re: grüner Rassismus

Auf keinen Fall!
Aber Gott sei Dank gibts ja die Grüninnen die sind ja soetwas von fortschrittlich und modern!

Allah
23.09.2009 12:23
1 0

Ich verstehe sie schon.

Würde ich als Österreicher im Iran leben und über das passive Wahlrecht verfügen, würde ich vermutlich auch die iranischen Grünen wählen und mich wennschon dort engagieren.

Antworten Gast: schlÄchter
23.09.2009 16:38
2 0

Re: Ich verstehe sie schon.

sg göttl. hoheit!

natürlich würden sie das, zumal grün ja die farbe des islam ist.

mfg
s.

Kreis6
23.09.2009 12:14
2 5

Ich finde das sich

die Grünen hier sehr anständig verhalten. Es
wird Zeit, das auch Zuwanderer sich an den
überaus reichlich vorhandenen Diäten beteiligen und mitnaschen. Vor allem sind
Nigerianer, die Lieblinge der Bevölkerung. Da
freud man sich schon auf den Familiennachzug
in Folge sich das Dorf auch nicht lumpen
lässt.

Der einzige "Schwarze Kandidat", den ich wähle,

ist LH Dr. Josef Pühringer.

freeman
23.09.2009 10:54
9 0

Schlechte Beispiele

Es ist bezeichnend für Österreich, daß es nur solche Leute in die Politik schaffen - Psychologiestudentin und Sozialarbeiter. Kein Wunder wenn die Staatsquote stetig ansteigt.

Wo bleiben Ingenieure, Facharbeiter, Betriebswirtschaftler? Leute die auch außerhalb der geschützten Werkstätten Erfolg haben?

Antworten Gast: WhyLee
23.09.2009 22:21
1 2

Re: Schlechte Beispiele

Ich bin auch Ingenieur seit einigen Jahren bei 95% des Studiums stecken geblieben und sehr erfolgreich bei meiner Arbeit. Ich finde es vor allem wichtig, daß keine Personen, die anfällig für Machtmißbrauch in Politischen Ämtern sitzen. Da habe ich bei Marie-Edwige Hartig keine Bedenken. Ich kenne sie als sehr sympatische Person, die nicht anfällig ist für solchen Scheiß. Im übrigen finde ich es nicht sehr fein, wenn man jemanden, der sein Studium nicht abgeschlossen hat als unqualifiziert herausstellt. Solche 'Psychologiestudenten und Sozialarbeiter' sind mir am Arsch lieber als z.B. ein KHG beim Gsicht. Der Staat ist kein kapitalistischer Betrieb, der gegen die Bürger arbeiten soll, sondern für sie. Darum sind sozial engagierte Menschen hier richtig in der Politik, da diese für Menschen sein soll.

Antworten Antworten ichmeine
25.09.2009 06:28
2 1

Ich kenne sie als sehr sympatische Person

armselig, wenn Grüne schon in diesem Miniforum Wahlwerbung betreiben (müssen?).

Antworten Antworten freeman
24.09.2009 12:20
3 0

Das Problem bei derart "sozial Engagierten" ist,

daß ihnen egal ist, wo das Geld herkommt, das sie gern verschenken würden.

Nichts gegen ehrliche Philantropen, die ihr Gewissen zu Lasten ihrer Privatschatulle verbessern - das ist ihr gutes Recht und eine gute Tat obendrein.

Unsere Sozialbürokraten jedoch operieren nicht mit ihrem eigenen Geld, sondern mit dem das anderen unter Zwang und Gewaltandrohung genommen haben - der moralische Status derart gewonnenen Kapitals entspricht dem Ertrag eines Zwangsarbeiters für seinen "Arbeitgeber".
Den einzigen Unterschied bildet die Tatsache, daß der fiskalische Zwangsarbeiter nicht zu 100% sondern nur zu rund 42% Sklave ist.

Antworten Justin
23.09.2009 20:42
0 0

Re: Schlechte Beispiele

Die können leider zumeist keine Produkte verkaufen. Ingenieure entwickeln sie, Quacksalber vermarkten sie. Würde die Welt nur aus Ingenieuren bestehen, wüsste keiner von einem guten Produkt des anderen.

Antworten Gerald
23.09.2009 16:26
2 0

Re: Schlechte Beispiele

Ja, wo bleiben die nur?

Die müssen wohl arbeiten, um die ganzen Heerscharen an unproduktiven Wenigleistern und Transferleistungsempfängern zu finanzieren...

Hondapeter
23.09.2009 09:44
0 0

.... bin ich dann rassistisch ?

Wenn ich die zwei nicht wähle - bin ich dann
"rassistisch" ?

 
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