Wien (red./APA). Soll der steirische Landeshauptmann Franz Voves Gespräche mit der FPÖ über eine Zusammenarbeit führen dürfen? Diese Frage entzweit die SPÖ-Granden vor dem Hintergrund, dass es im neuen steirischen Landtag eine rot-blaue Mehrheit gibt. Der burgenländische Landeschef Hans Niessl erklärte am Mittwoch, er habe „Verständnis dafür, dass der Franz Voves mit den Freiheitlichen verhandelt“. Wenn die ÖVP „diesen Zirkus, den sie die letzten fünf Jahre in der Regierung aufgeführt haben, weiter aufführen“, seien Verhandlungen mit der FPÖ angebracht.
Feststehen wird das Ergebnis der steirischen Wahl erst am Montag. Grund ist die lange Nachfrist für Briefwähler. Diese Frist könne nach Warnungen von Experten über mögliche Manipulationen künftig verknappt werden. Die SPÖ fordert schon länger Änderungen; auch die ÖVP erklärte sich zuletzt zu einer Reform bereit. Welche Frist künftig gelten soll, wollte man in der ÖVP aber am Mittwoch nicht präzisieren.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2010)
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