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Obama beschwört Schicksalswahl

07.09.2012 | 05:48 |   (DiePresse.com)

Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede.

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US-Präsident Barack Obama hat die neuerliche Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten am Donnerstagabend (Ortszeit) angenommen. In seiner zentralen Rede auf dem Parteitag in Charlotte wies er die Amerikaner auf die schicksalhafte Bedeutung der bevorstehenden Wahl hin. In Washington stünden in den kommenden Jahren große Entscheidungen bevor, deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen sehr lange zu spüren sein würden. Aber "unsere Probleme können gelöst werden", betonte der Amtsinhaber.

"Wahl zwischen zwei Wegen"

Es gehe bei der Wahl am 6. November nicht nur um zwei Kandidaten oder zwei Parteien. "Es wird eine Wahl zwischen zwei verschiedenen Wegen für Amerika sein ... Eine Wahl zwischen zwei fundamental verschiedenen Visionen für die Zukunft", sagte Obama. "Der Weg, den wir einschlagen werden, ist vielleicht steiniger, aber er führt zu einem besseren Ort", so der Präsident und fügte hinzu: "Und ich bitte sie, diese Zukunft zu wählen." "Ich werde nicht so tun, als ob der Weg, den ich Ihnen anbiete, einfach oder schnell sein wird", erklärte er. "Das habe ich nie." Er sei nicht gewählt worden, um das zu sagen, was die Menschen hören wollten.

Er habe klare Ziele für die Stärkung der Wirtschaft, ein besseres Bildungssystem und mehr Unabhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland. Er biete einen "erreichbaren Plan" und eine klare Alternative zu seinem Herausforderer Mitt Romney. Den Republikanern warf er vor, auf ihrem Parteitag keine konkreten politischen Ziele genannt zu haben. "Sie wollen Ihre Stimme, aber sie wollen nicht, dass Sie ihren Plan kennen." Die Strategen der Demokraten hatten bei der Nominierungsrede von Romney das Fehlen einer Blaupause für Wirtschaftsreformen als Versäumnis ausgemacht. Entsprechend stellte sich Obama Ziele für die kommenden Jahre: Bis 2016 sollen eine Million Arbeitsplätze in der Industrie geschaffen, bis 2020 die Öl-Importe halbiert und bis 2022 100.000 Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften eingestellt werden.

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Obama setzt weiter auf Militär

In der Außenpolitik kündigte Obama an, die USA würden weiterhin "die schlagkräftigste Armee unterhalten, die die Welt je gesehen hat". Er sprach von Erfolgen seiner Regierung: "Vor vier Jahren habe ich Ihnen versprochen, den Krieg im Irak zu beenden. Das haben wir." Die Taliban seien in Afghanistan zurückgedrängt worden und 2014 werde dort der längste Krieg der USA zu Ende gehen. "Die Al-Kaida steht vor einer Niederlage und Osama bin Laden ist tot."

Hinsichtlich der Außenpolitik brandmarkte Obama Romney als Neuling, der sich mit einer missglückten Auslandsreise im Juli auf dem internationalen Parkett bereits unmöglich gemacht habe. "In einer Welt neuer Bedrohungen und neuer Herausforderungen könnt Ihr die Führung wählen, die getestet wurde und sich bewährt hat", sagte Obama.

Enge Wahl

Obama steht im Wahlkampf unter Druck. Das Rennen ist äußerst eng: Der jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge liegt der Amtsinhaber einen Prozentpunkt hinter Romney, andere Umfragen sehen Obama mit einem hauchdünnen Vorsprung. Die unabhängigen Wähler sind bisher auf der Seite des Republikaners. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist zudem kein Präsident bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als acht Prozent wiedergewählt worden. Im Moment steht sie bei 8,3 Prozent.

Nach dem Parteitag der Demokraten sind die nächsten wichtigen Termine im Wahlkampf die drei TV-Debatten zwischen Obama und Romney im Oktober. Auch ihre Stellvertreter treten gegeneinander an. Die Wahl findet am 6. November statt. Neben dem Präsidenten werden das gesamte Repräsentantenhaus, ein Drittel des Senats und Abertausende Posten auf Landes- und Kommunalebene gewählt.

 

(APA)

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24 Kommentare

ich möchte einen politiker dieses formats in österreich!


Gast: Blasius Bullenbeisser
07.09.2012 19:11
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"Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten"

Doch. Genau deshalb ist er gewählt worden, weil er den Menschen nach dem Mund geredet hat, der werte Dampfplauderer.

Auf der einen Seite läßt er sein pazifismus-geschwängertes, pseudo-visionäres Gefasel ab, auf der anderen Seite lässt er TerrorVERDÄCHTIGE mittels Drohnen hinrichten, das Folterlager Guantanamo offen halten und den Patriot-Act weiterhin gelten.

Den Friedensnobelpreis hat er auch nicht bekommen, weil er irgendetwas in Richtung Frieden getan hat, sondern weil er die entsprechenden pazifistischen Reden gehalten hat.

Gast: africano
07.09.2012 18:03
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Wie lange gibt es noch die Vereinigten Staaten von Amerika ??


Gast: Freiheit
07.09.2012 17:09
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es ist schon sehr einseitig wie in Europa nur positives

ueber Obama geschrieben wird. wenn man durch die USA reisst und mit klein-mittelstaendischen unternehmen egal welcher minderheit zu tun hat erkennt man quer durch alle lager extreme negative stimmung. ein hispano sagte mir sogar er wird, seine ganze familie mobilisieren um gegen obama zu stimmen obwohl er damals fuer ihn gestimmt hatte. obwohl ich ja gestehen muss, dass an sich unternehmer mit hispano herkunft in den usa grossteils alles republikaner sind. bei den arbeitern ist es etwas anders. obama hat fuer die amerikaner versagt auch wenn er einige erfolge a la gleichgeschlechtlichen rechte erreicht hat. in europa kann sein schoen reden zwar noch traeumer zur bewunderung bringen aber jene die mit der realitaet zu tun haben sind schon laengst wo anders. bush war eine enttaeuschung (verschuldung, regulierung, krieg) aber obama ist ein desaster(noch mehr verschuldung, noch mehr regulierung, noch mehr richtlinien, noch mehr gesetze, noch weniger freiheiten, und bis auf irak auch kriege) ich frage mich oft was hat er anders als bush gemacht? ausser dass er goldman sach gerettet hat wo bush lehman brothers untergehen hat lassen....

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Re: es ist schon sehr einseitig wie in Europa nur positives

Hier in Europa ist er schließlich DAS politisch korrekte role model. Wenn schon keine Frau, dann wenigstens ein Schwarzer. Alles andere zählt nicht.

Antworten Gast: regah
07.09.2012 17:36
1 1

Re: es ist schon sehr einseitig wie in Europa nur positives

Ja aber Obama ist bei vielen seiner Vorhaben von den Republikanern blockiert worden und konnte sich so nicht durchsetzen!

Antworten Antworten Gast: Freiheit
07.09.2012 22:19
1 0

Re: Re: es ist schon sehr einseitig wie in Europa nur positives

wirklich?? oder ist das schon wieder so eine europaeische propaganda. die ersten 2 jahre hatte er ja die mehrheit mit den demokraten. in letzten 2 ja nicht mehr. ganz so wie sie es darstellen ist es ja auch nicht. klar haben die republikaner auch schuld.
by the way - habe gerade eine email von unserem US buchhalter fuer die niederlassung erhalten - 2013 - medicare steuer (contribution tax) wird um 3.8% erhoeht und 0.9% surtax erhoeht. Danke herr obama.... aber sie haben doch gesagt ihre health care reform wird ohne steuern stattfinden....

Gast: Killary Hlinton
07.09.2012 16:08
1 5


Obamas Wahlkampf

Dass Osama bin Laden tot ist und die Al Kaida zurückgedrängt wurde, hat man viel mehr seinem Vorgänger zu verdanken, weil der sicherlich viel mehr darin investiert hat als Obama.
Obama hat viel mehr Geld in ein Sozialsystem investiert, wodurch die Amerikaner Schulden machen, die noch nie so hoch waren wie jetzt. Natürlich verspricht er den Wählern in seinem Wahlkampf viel zu viel als sie bezahlen können. Wenn das so weiter geht wird dieses System sicher sehr bald zusammenstürzen.

Antworten Gast: Hannes Kannes
07.09.2012 19:07
0 4

Re: Obamas Wahlkampf

"Obama hat viel mehr Geld in ein Sozialsystem investiert, wodurch die Amerikaner Schulden machen, die noch nie so hoch waren wie jetzt"

Blödsinn. Die Schulden sind so hoch, weil Bush extrem teure und unnötige Angriffskriege (Afghanistan, Irak) geführt hat.

Antworten Gast: etc.etc.
07.09.2012 14:17
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Re: Obamas Wahlkampf

Hier sehen Sie, wie die privaten Schulden während Obamas Amtszeit sichtlich zurückgegangen sind.
Die Grafik zeigt das Verhältnis von privaten Schulden zum BIP:
http://bit.ly/Q3PfZB

Re: Re: Obamas Wahlkampf

ja sie haben da vielleicht recht
vergessen darf man aber nicht, dass sein Vorgänger einen unvermeidlichen krieg geführt hat und die Statistik deswegen so ausschaut. Ich muss mich ausbessern: In Friedenszeiten hat noch kein President so viele schulden gemacht.

Gast: Gast954
07.09.2012 12:00
9 11

Bitte nicht noch 4 Jahre

diesen Totalversager!

Re: Bitte nicht noch 4 Jahre

Wer sind Sie, dass Sie diesen Mann Totalversager nennen können?

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Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

sondern um das zu sagen, was seine Strippenzieher hören wollen. Vergaß er nur, dazuzusagen.

Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

das tun alle Politker.
Bei Romney kommt noch dazu das vor den Strippenziehern noch die Finanzwirtschaft und ihre gierigen Spekulanten stecken.
Obama for President

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Re: Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

Was macht Sie glauben, daß Obama - vor allem angesichts der Performance während seiner ersten Amtszeit - besser ist als Romney? Die sind beide höchst fragwürdig, wenn auch aus anderen Gründen.

Re: Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

Genau, wie die ganzen Ex-Godman Sachs Mitarbeiter in der jetzigen Obama Regierung beweisen...

Bitte auch nicht vergessen, wer am meisten Wahlkampfgelder dem Messias zur Verfügung gestellt hat...(kleiner Tipp, beginnt mit G und hört mit s auf)..

Antworten Antworten Antworten Gast: rf6
07.09.2012 19:22
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Re: Re: Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

DIE GANZEN EX-GODMAN SACHS ? Waren sie vielleicht vorher nur halbert?
Wegen der Wahlkampfgelder hätte ich gerne den Beweis.

Re: Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

Es ist unwichtig, welchen Präsidenten oder welche Partei die Menschen wählen. Es werden so oder so nicht die Interessen der Wähler, dafür aber die der Macht, die hinter der Politik steht, vertreten. Obama hätte den Friedensnobelpreis nie annehmen dürfen, wenn er ehrlich gewesen wäre. Schließlich hat er das Werk des militärisch-industriellen Komplexes brav weitergeführt. Aber im orwellschen Neusprech, welches dem Durchschnittsbürger tagtäglich eingetrichtert wird, muss Frieden bekanntlich durch Krieg erzwungen werden. Tolle Gleichung Krieg = Frieden.... Schöne neue Welt, diese Geschichte auf diesem Planeten wird für uns nicht gut ausgehen.

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Re: Re: Re: Er sei nicht gewählt worden, um zu sagen, was die Menschen hören wollten, sagt der US-Präsident in seiner Nominierungsrede,

Wer den Unfug vom Frieden durch Krieg glaubt, ist ohnehin ein Fall für die Klapse.

Die Wahrheit ist, daß die Amerikaner zur Sicherung eigener Interessen Krieg führen. Und, wenn man ehrlich ist, vermochte noch kein Staat jemals sich auf andere Weise Ressourcen zu sichern, wenn auch oft nur vorübergehende.

Man sieht allerdings angesichts der wahnwitzigen Vorgänge in der EU, daß Politik alleine auch zu nichts Gutem führt. Wir glauben offensichtlich gegen alle historische Evidenz, daß man durch herumlavieren und korrupte Diplomatie auch nur einen Millimeter weiterkommt.

7 9

........

ich verachte diesen Menschen und dieses System so sehr.......

Aber was zum lachen gibts auch =):
http://www.youtube.com/watch?v=UCToWrkiwpw

Re: ........

das (+) musste sein ^^. p.s. leider spielt ron paul keine rolle mehr.

Re: ........

Romney ist Ihnen lieber. Diese ewig falsch grinsende Maske !