Weniger als zwei Monate vor der Präsidentenwahl in den USA baut Amtsinhaber Barack Obama seinen Vorsprung in den Umfragen aus. Am Donnerstag lag er in einer Reuters/Ipsos-Umfrage sieben Prozentpunkte vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. In Summe stimmten 48 Prozent der Befragten für Obama, 41 Prozent sympathisierten für den Mormonen.
Obama hatte in der Umfrage am 7. September, durchgeführt nach dem Parteitag der regierenden Demokraten, erstmals die Führung übernommen. Zuvor waren beide Kandidaten etwa gleichauf lagen. Seitdem wächst der Vorsprung des Amtsinhabers. Für die Umfrage werden täglich fast 1000 potenzielle Wähler befragt; in das Ergebnis gehen immer die Werte der jeweils vorangegangene vier Tage ein. Die Wahl findet am 6. November statt.
"Romney ist eine sehr traurige Figur"
Während Obama zufrieden sein kann, gerät Romney zusehends unter Druck. Der Grund: ein übereiltes Statement. Denn der Republikaner hatte - noch bevor Demonstranten die US-Botschaft in Kairo stürmten - den ägyptischen Diplomaten vorgeworfen, eine fatale Neigung zur Leisetreterei zu haben. Obama warf er später vor, sich praktisch bei den Angreifern entschuldigt zu haben und führungsschwach zu sein.
US-Demokraten werfen Romney nun vor, mit scharfen Formulierungen aus einer Tragödie politisches Kapital schlagen zu wollen, berichtete "Spiegel Online" am Freitag. Obama sagte: "Gouverneur Romney scheint eine Tendenz zu haben, zuerst zu schießen und dann zu zielen." Der demokratische Senator John Kerry befand: "Romney ist eine sehr traurige Figur."
(Red./APA/Reuters)
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