20.06.2013 10:47 Merkliste 0

Chavez : "Ich würde Obama wählen und er mich"

01.10.2012 | 08:43 |   (DiePresse.com)

Venezuelas sozialistischer Präsident Hugo Chávez hat sich für die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten ausgesprochen. "Ich hoffe, das schadet Obama nicht".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat sich überraschend für die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama ausgesprochen. "Ich hoffe, das schadet Obama nicht", sagte der Sozialist am Sonntag im staatlichen Fernsehen. "Aber wenn ich aus den USA wäre, würde ich für Obama stimmen."

Vermutlich würde Obama bei der Wahl in Venezuela am kommenden Wochenende auch für ihn stimmen, sagte Chavez weiter. "Obama ist ein feiner Kerl ... wenn er aus Barlovento oder einem Stadtteil von Caracas käme, würde er für Chavez stimmen." In der Küstenstadt Barlovento stammen viele Einwohner von Afrikanern ab.

Von der "Schande" zum Wahltipp?

Ob die Wahlempfehlung von Chavez Obama freut, ist fraglich. Die Gegner des amtierenden US-Präsidenten versuchten nämlich schon öfters, Obama als Sozialisten zu verunglimpfen. Nun erhält er ungefragt Unterstützung von einem Mann, der sich selbst als Kämpfer für den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" sieht.

Zudem gehört Chavez zu den schärfsten Kritikern der USA. US-Präsident George W. Bush beschimpfte er als "Alkoholiker" und "Teufel". Nach der Wahl Obamas mäßigte er zwar zunächst seinen Tonfall, später warf er ihm jedoch vor, Bushs Politik fortzuführen und nannte den Demokraten eine "Schande für die Afrikaner". In den USA findet die Prösidentschaftswahl am 6. November statt.

Chavez wünscht sich "normale" Beziehungen

Auch hinsichtlich der Beziehungen zu den USA kommen völlig neue Töne von Venezuelas Präsidenten. Er wünsche sich einen "normalen" Umgang. Derzeit ist das Verhältnis zwischen beiden Staaten angespannt, seit 2010 haben sie keine Botschafter mehr ins andere Land entsandt.

(Red./APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

8 Kommentare

Krankhafter Geltungs- und Zerstörungsdrang

bis jetzt hat er für sein Land nichts geleistet. Ich würde ihm einen Job anbieten: in der Pharmaindustrie, als Tester für Zäpfchen.

wenigsten ehrlich ist er!

was man von Obama nicht behaupten kann.

romney dankt...


Venezuela

ist ein klassisches Bsp. wohin sich ein Land entwickelt das zu lange von Sozialisten regiert wird. Da helfen nicht einmal die immensen Bodenschätze vor dem Bankrott.

Es wäre zu wünschen dass über die "Wahlen" in dieser Bananenrepublik möglichst ausführlich berichtet wird.

Re: Venezuela

Venezuela wird das zweite Simbabwe wenn Chavez nicht bald abdankt. Wetten?

Ja, paßt.


Gast: Uncle Sams Neffe
01.10.2012 09:16
4 0

Dieser Mann kann einem ja

fast leid tun.

Wenn man keinen Ausweg aus selbstverschuldeten Problemen hat dann sucht man halt Sündenböcke und wer könnte dazu besser dienen als das bewährte classische Feindbild USA.

Chavez ist nun schon total lange Präsident und seit er dieses Amt führt hat er den Westen aus dem Land gejagd. Jetzt die USA für sein Versagen verantwortlich zu machen ist eigentlich traurig.

Er sollte besser mal auf Caracas schauen und die Rekordkriminalität eindämmen.

Antworten Gast: gast0815
01.10.2012 19:10
0 0

Re: Dieser Mann kann einem ja

Irgendwo habe ich gelesen, dass es in Caracas (oder war ganz Venezuela gemeint) jedes Wochenende mehr Morde gibt als in Österreich im ganzen Jahr.

Im Fadenkreuz der Terroristen

Umfrage