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Kopf-an-Kopf: Romney holt in Umfragen auf

06.10.2012 | 07:58 |   (DiePresse.com)

US-Präsident Barack Obama gerät nach der ersten TV-Debatte unter Druck, sein Herausforderer Mitt Romney übernimmt in einigen der umkämpften Wechselwählerstaaten die Führung.

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Aktuelle Umfragen lassen die Anhänger des amtierenden US-Präsidenten Barack Obamas bangen. Denn seit dem ersten TV-Duell mit seinem Kontrahenten Mitt Romney geht es mit den Werten für den Demokraten bergab. In wichtigen Wechselwählerstaaten (Swing States) verliert er an Rückhalt. Auf nationaler Ebene führt der Präsident allerdings weiterhin - laut Gallup-Institut gar mit 50 zu 45 Prozent gegenüber Romney.

Unterdessen frisst Romney Kreide, wie Kommentatoren meinen. In seinen Aussagen zielt er immer mehr auf die alles entscheidenden ungebundenen Wechselwähler. Für eine Beleidigung der Obama-Anhänger entschuldigte er sich sogar.

Rollentausch in Florida

Laut Zahlen des Rasmussen-Instituts vom Freitag legte Romney im besonders umkämpften Wechselwähler-Staat Florida um zwei Prozentpunkte zu und führt mit 49 zu 47 Prozent gegen Obama. In Virginia lag Romney demnach mit 49 zu 48 Prozent vorn. Allerdings wurden bei der Umfrage lediglich rund 500 wahrscheinliche Wähler telefonisch befragt, die Aussage der Umfrage gilt daher als eher begrenzt. Auch das Institut WeAskAmerica sieht den Herausforderer Romney im Aufwind.

Allerdings: Alle Umfragenwerte sind derart knapp, dass ihre Ergebnisse im Bereich des statistischen Irrtums liegen. Wie seit Monaten deutet alles weiter darauf hin, dass es am 6. November ein extrem spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geben dürfte.

Arbeitslosenquote als Zünglein an der Waage?

Nach seinem Debattenflop am Mittwoch waren die neusten Arbeitsmarktzahlen wie ein warmer Regen für Obama. Die Quote sank auf 7,8 Prozent Arbeitslose, so niedrig wie seit seinem Amtsantritt nicht mehr. Obama muss dennoch bangen: Seit Jahrzehnten wurde kein Präsident im Amt bestätigt, wenn die Arbeitslosenquote über acht Prozent lag.

Auch die Entschuldigung Romneys ist eine Genugtuung für den Präsidenten. "Ich habe etwas Falsches gesagt", meinte der Republikaner - und bezog sich auf seine umstrittene Äußerung, wonach Obama-Wähler Sozialschmarotzer seien, die keine Steuern zahlten, aber Sozialleistungen beanspruchten.

"Romney bewegt sich in Richtung Mitte"

Zudem deuten mehrere Äußerungen Romneys bei der Debatte darauf hin, dass er nach seinem Rechtsruck bei den Vorwahlen nun auf die moderaten Wechselwähler abzielt. So bestritt er in der Debatte, dass er Steuererleichterungen für Millionäre plane, machte klar, dass er nicht die gesamte Gesundheitsreform Obamas kippen wollte und äußerte sich ungewöhnlich offen für gemeinsame politische Lösungen mit den Demokraten.

"Romney bewegt sich in Richtung Mitte", titelte die "New York Times". Während der parteiinternen Vorwahlen im Frühjahr hatte es Romney dagegen vor allem der erzkonservativen "Tea-Party" recht machen müssen und hatte rechte Positionen besetzt.

(APA/dpa)

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3 Kommentare

Dieser Rombey


ist so schmierig den könnte man glatt durch einen Gartenschlauch pressen.

Gast: Analyst 829
06.10.2012 14:25
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Egal wer Präsident wird

Sicher gewinnt Romney, die Präsidentenwahl. Warum sollte es gerade in den USA im Zuge der Wirtschatskrise nicht zu einem, wenn auch nur scheinbaren, Machtwechsel kommen.

Im Grunde ist es heutzutage fast schon wichtiger wenn ein Fahrrad in China umfällt, als wer Präsident in den USA ist.

Ihn Wahrheit regiert Goldman-Sachs bzw. die Fed die USA. Was die Chefs dieser Firmen sagen, das müssen die Präsidenten tun. Denen ist es völlig egal ob die Demokraten oder Republikaner sind.

Was ausser Schulden haben die USA noch? Ein Militär, aber auch das pfeift in Wahrheit schon aus den letzen Löchern und kann sich z. B. keinen Überfall mehr auf den Iran leisten, da da die Russen sehr wohl mitmischen würden und die haben dank Heimvorteil einen viel längeren Atem als die USA und werden sich keine Rohstoffe mehr vor der Haustür stehlen lassen.

Dabei würde sich Russland selbst gar nicht die Finger schmutzig machen, sondern eben einfach Waffen an den Iran liefern, die der dann irgendwann mit Erdöllieferungen zahlen wird.

Einen Krieg gegen den Iran können die USA nur verlieren, sie sind einfach schon zu schwach.

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Re: Egal wer Präsident wird

Wenn die Entwertung der iranischen Währung so weiter geht, braucht es gar keinen Krieg mehr. Dadurch, dass wie Sie richtig sagen Goldmann-Sachs und Fed Amerika regieren hat ein Taktikwechsel stattgefunden. Kriege werden nicht mehr mit Waffen sondern mit Währungen geführt. Ein paar Klicks im Internet und die Preise in irgendeinem Land steigen und steigen, bis die Bevölkerung auf die Barrikaden steigt (steigen muss).
Aber generell würde ich sagen, dass Amerika heute die Welt mehr denn je kontrolliert, weil in immer mehr Ländern Fernseher (amerikanische) Filme und Serien verbreiten sowie das Turbo-Kapitalismussytem Marke USA regiert.