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Mitt Romney will Führungsrolle der USA forcieren

08.10.2012 | 11:05 |   (Die Presse)

Der US-Präsidentschaftskandidat brandmarkt die Außenpolitik Obamas als passiv.

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[WASHINGTON/vier] Im Zuge der Neudefinition seiner Präsidentschaftskampagne hat Mitt Romney vier Wochen vor der Wahl harsche Kritik an der Außenpolitik Barack Obamas geübt. Bei einer Grundsatzrede an der Militär-Uni in Virginia trat der republikanische Kandidat für eine verstärkte Führungsrolle der USA ein – im Kontrast zur „Führung aus der zweiten Reihe“. So charakterisiert die Opposition gemeinhin Washingtons Politik im Libyen-Krieg und in Nahost, eine Politik der Passivität und Schwäche.

„Hoffnung ist keine Strategie“, sagte Romney. Auch ausdauernde Drohnen-Angriffe könnten eine Strategie nicht ersetzen. „Wir müssen die Zügel in die Hand nehmen.“ Der Kandidat warf dem Präsidenten vor, die Beziehungen zu Israel auf eine Belastungsprobe gestellt und die Demokratiebewegung in Teheran 2009 im Stich gelassen zu haben. Im Atomstreit plädierte er für schärfere Sanktionen gegen den Iran, obgleich die iranische Wirtschaft inzwischen unter den Daumenschrauben stöhnt und die Währung zuletzt 40 Prozent an Wert eingebüßt hat. Im Persischen Golf will er mit der Entsendung von Kriegsschiffen eine Drohkulisse aufbauen.

Syrien: Bewaffnung der Rebellen

Im syrischen Bürgerkrieg fordert Romney die Bewaffnung der Rebellen. „Wir werden nicht vergessen, dass ihr uns vergessen habt“, zitierte er eine syrische Frau. Im Gegensatz zu seinen Äußerungen bei einem Spendendinner im Mai sprach er sich überdies für einen „freien und prosperierenden Palästinenserstaat“ aus. „Nur ein neuer Präsident bringt neuen Schwung.“ Dies klang vor fünf Monaten noch ganz anders.

Die Außenpolitik gilt als Stärke Obamas, der Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi hat indes Schwachpunkte offenbart. Ex-Außenministerin Madeleine Albright kritisierte die „Platitüden“ Romneys als leere Rhetorik.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 9. Oktober 2012)

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11 Kommentare

Führungsrolle der USA

Bedeutet das komplette Überwachung aller Menschen und Regierungen? Und wer nicht spurt, dem schickt er eine Drohne?


hier wird die illusion der wahl offensichtlich

dem military-industrial complex und den rothschild bankstern ist es herzlich egal, wer im weissen haus sitzt
oder im kongress

beide wollen weiter kriegfuehren
beider sind fuer mehr interventionen rund um den globus
beide sind weiterhin fuer nichtauthorisierte einsaetze des heers (nur der amerikanische kongress kann einem land den krieg erklaeren, nicht der praesident)
sehr sehr schade, washington, jefferson und madison drehen sich noch im grab um bei solchen aktionen

Gast: Demokrit
08.10.2012 20:51
1 1

Am Faden der US Kriegsmaschinerie

Dieser außenpolitische Dilettant soll - wenn er den von den USA, Saudi Arabien, Quatar usf. gesteuerten Bürgerkrieg anheizen will - doch seine 5 Söhne und 18 Enkel nach Aleppo, Damaskus etc. schicken.

Re: Am Faden der US Kriegsmaschinerie

während des Vietnam Krieges war der Clown auf Pfadfindermission in Frankreich...Bibi Netanyahu freut sich schon, wenn er ins Weisse Haus einzieht - dann hat er es noch etwas leichter als mit Mr. Soetoro!

Gast: Hamdudeldei
08.10.2012 15:12
3 2

"die unsere Werte teilen"

Die sind nicht schwer zu finden, Kriegstreiben und Zivilisten massakrieren tun sie doch alle.

Div. Kriegsmaterialien hat eh der Obama mit der Clinton schon abgesegnet .... Da sind sich die US-Parteien endlich mal einig.

...

Div. Kriegsmaterialien hat eh der Obama mit der Clinton schon abgesegnet .... Da sind sich die US-Parteien endlich mal einig.

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Der Kerl ist ein Genie

Der bringt es im Handumdrehen fertig, dass man gegen den eingenen Willen Obama-Fan wird... ;-)

Gast: hmmm
08.10.2012 13:17
5 2

Die syrischen Rebellen...

...werden von Al Quaida angeführt. Hat die USA, die nicht schon genug bewaffnet?

Und genau genommen fordert Romney _direkte_ Waffenlieferungen, über Drittstatten liefert die USA ja bereits...

Siehe auch ein Interview mit Obama bezüglich dieses Themas, http://www.youtube.com/watch?v=Hrerl8EwqH0

Gast: Ex-Blauhelm
08.10.2012 13:06
2 1

diejenigen Mitglieder der Oppositionstruppen zu identifizieren und zu organisieren, die unsere Werte teilen

LOL, da wird er eine Lupe brauchen und wahrscheinlich trotzdem scheitern (ausser er nimmt genug Geld in die Hand).
Aber das wird er schon von der Waffenlobby bekommen.

Gast: 1+1-2
08.10.2012 12:28
4 1

Wenn es für Assad eine strategische Niederlage bedeutet

warum führt die NATO dann einen illegalen Stellvertreterkrieg indem sie Logistik, Waffen und andere Unterstützung gewährt?

Ist das nicht ein Fall für die UNO?