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Romney: "Ich habe meine Frau, Obama hat Bill Clinton"

19.10.2012 | 08:51 |   (DiePresse.com)

Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung der Kirche versuchen sich die beiden Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl als Komiker.

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Nach dem harten Schlagabtausch beim zweiten TV-Duell haben sich US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney am Donnerstagabend wieder zu einem Rededuell getroffen. Diesmal versuchten sie es aber mit Humor: Beim traditionellen Al-Smith-Dinner im vornehmen Hotel Waldorf Astoria rissen sie Witze über einander und sich selbst. "Ich war bei der zweiten TV-Debatte so aktiv...weil ich von dem Nickerchen bei der ersten Debatte gut ausgeruht war", sagte Obama unter dem Gelächter der Gäste mit Blick auf seinen Flop bei der ersten Debatte.

Obama ließ es sich auch nicht entgehen, auf den Reichtum des Multimillionärs Romney anzuspielen: "Ich war heute in Midtown New York in ein paar Geschäften einkaufen....während der Gouverneur ein paar Geschäfte einkaufen war". Auch die außenpolitischen Patzer Romneys bei dessen Europatrip dienten dem Präsidenten als Vorlage. Er selbst sei ja vor vier Jahren in Europa wie ein Star empfangen worden, meinte Obama. "Ich bin beeindruckt, wie Gouverneur Romney das vermieden hat."

Auch Romney, der oft als hölzern und humorlos charakterisiert wird, sparte nicht mit spitzen Bemerkungen. Er spielte auf die große Bill-Clinton-Rede beim Wahlparteitag der Demokraten an: Jeder Politiker brauche jemand, auf den er sich voll verlassen und dem er 100 Prozent vertrauen kann. "Ich habe meine wunderschöne Ehefrau Ann - er hat Bill Clinton."

"Endlich können wir uns so anziehen wie zu Hause"

Doch Wahlkämpfe mit einem so vornehmen Dinner wie im Waldorf Astoria hätten auch ihr Gutes, fügte Romney hinzu. "Endlich können Ann und ich uns so anziehen wie zu Hause." Zum Ausklang verabschiedet sich Romney mit einem Papst-Witz. Obama treffe Papst Benedikt und meinte: "Sehen Sie, Heiliger Vater, was immer sie für ein Problem haben, sagen sie einfach, es ist die Schuld von Johannes Paul." Romney fasste damit Obamas Taktik ins Augen, die Probleme seiner Amtszeit häufig als Erbe seines Vorgängers darzustellen.

Zu dem Dinner lädt der katholische Bischof von New York alle vier Jahre in der Hochphase des US-Präsidentenwahlkampfes ein. Diesmal waren unter anderem die ehemaligen Außenminister Henry Kissinger und Cyrus Vance dabei. Es heißt, die Kirche habe rund fünf Millionen Dollar an (3,81 Mio. Euro) Spenden gesammelt.

(APA/dpa)

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6 Kommentare

Was ist denn mit der Trennung von Staat und Religion???

Ist sowas denn eigentlich Demokratisch??

Antworten Gast: Wasserlaeufer
19.10.2012 11:51
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Re: Was ist denn mit der Trennung von Staat und Religion???

Demokratisch ist wenn man zwischen Pest und Colera waehlen kann.

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wenn das stimmt,

dann ist das keine schlechte Unterstützung. Herr Clinton hat nach 8 Jahren ein wirtschaftliches Hoch mit kräftigen Überschüssen an Herrn Bush übergeben. Der hat alles "verblasen" und uns die sogenannte Krise eingebrockt. Diese Suppe in 4Jahren auszulöffeln, war selbst Herrn Obama nicht möglich. Ob das der Herr Romney mit seiner schöne Frau schaffen würde? Viel mehr als eine weitere DokuSoap und ein paar g'spassige Fettnäpfchen würden es wohl nicht sein.

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Da haben Sie etwas ausgeblendet!

Clinton hat mit Greenspan (einem Republikaner aus der Ära Bush sen) die Niedrigzinspolitik verstärkt weiter geführt und mit dem CRA act Banken verpflichtet, Kredite in sozial schwache Regionen zu vergeben. Außerdem hat er das aus dem Jahre 1933 stammende Gesetz der Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken aufgehoben.
Entstanden ist dadurch eine riesige Blase, mit den entsprechenden - kurzfristigen - Einnahmen für den Staat. Die Konsequenzen dieser Politik tragen wir jetzt.

PS: das Clinton das US-Verteidigungsbudget nach Zusammenbruch des Ostblocks reduzieren konnte ist ein weiterer Grund.


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Re: wenn das stimmt,

Obama ist ein Sozialist - der kann gar nicht anderes als Schulden machen und die Menschen aus ihrer Eigenverantwortung entlassen.

Re: wenn das stimmt,

der "nette Herr Clinton" hat dieses Wachstum vorallem durch die Niedrigzinspolitik, die komplette Deregulierung der Wallstreet und die Aufhebung von Glass-Steagall geschafft!