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Letztes TV-Duell: Obama punktet gegen zahmen Romney

23.10.2012 | 11:22 |   (DiePresse.com)

Der US-Präsident gewinnt zwar das TV-Duell gegen Romney. Viel helfen dürfte ihm das aber nicht: Denn sein Herausforderer gibt sich staatsmännisch - und besteht damit den Commander-in-Chief-Test.

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Es war das letzte TV-Duell vor der US-Präsidentenwahl und ein angriffslustiger Amtsinhaber Barack Obama hat es für sich entschieden - laut Blitzumfragen mit 53 zu 23 Prozent (CBS). Obama fuhr eine Doppelstrategie: Er versuchte in der Debatte über die US-Außenpolitik mitunter humorvoll die Glaubwürdigkeit seines republikanischen Herausforderers Mitt Romney anzugreifen und ihm eine rückwärtsgewandte Politik, ja ein veraltetes Weltbild nachzuweisen.

Stellenweise führte Obama, als US-Präsident auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte, den Außenpolitik-Neuling Romney vor. Ein Höhepunkt der Debatte: "Wir haben diese Dinger, Flugzeugträger genannt, da können Flugzeuge drauf landen", erklärte er Romney. Der Republikaner hatte kritisiert, dass die US-Flotte auf den Stand von 1917 geschrumpft sei. Obama klärte weiter auf: Die US-Armee habe zudem auch weniger Pferde und Bajonette.

--> Pferde und Bajonette: Netz spottet über Romney

Und mit der Bezeichnung Russlands als "geopolitischer Gegner" führe Romney die USA auf einen Standpunkt des Kalten Krieges zurück, kritisierte der Präsident. "Sie wollen offenbar die Außenpolitik der 80er Jahre zurückholen."

"Mich anzugreifen ist noch kein Programm"

Romney ließ die Attacken gelassen über sich ergehen. Nur einmal erklärte er dem Präsidenten: "Mich anzugreifen ist noch kein Programm." Der zahme, staatsmännische Auftritt des im ersten TV-Duell noch so angriffslustigen Herausforderers mag aber durchaus Taktik gewesen sein:  Romneys Ziel war es weniger die Debatte zu gewinnen als den "Commander-in-Chief"-Test zu bestehen. Romney musste zeigen, dass er das Zeug zum Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte hat - und Amerika nicht in das nächste militärische Abenteuer führen würde, wie das der letzte republikanische US-Präsident, George W. Bush getan hat. Aggressive Töne wären da eher hinderlich gewesen.Und Romney hat den Test bestanden, wie etwa der politische Kommentator und Ex-Präsidentenberater David Gergen auf CNN urteilte.

Analysten des Nachrichtensenders wunderten sich nach der Debatte dennoch, wie oft Romney der Politik und den Ausführungen des US-Präsidenten im Verlauf der Debatte zugestimmt hatte. Die umstrittenen Drohnen-Angriffe? Sind "richtig", befand Romney. In Syrien würde auch er nicht Krieg führen. Allerdings warf er der Obama-Administration vor, zugesehen zu haben, als eine "Welle des Chaos" über die Region hereingebrochen sei. Der Republikaner forderte eine nachhaltige Strategie. Ländern wie Syrien oder Ägypten müsse geholfen werden, sich aus eigenen Stücken gegen Extremisten und Terroristen zu wehren.

Obama und Romney machten auch jeweils klar, dass sie eine weltweite Führungsrolle für die USA beanspruchen. "Amerika muss stark sein. Amerika muss führen", sagte Romney. Ganz ähnlich Obama, er unterstrich aber zugleich seine eigenen Erfolge. "Die Welt braucht ein starkes Amerika." Die USA seien jetzt stärker als vor vier Jahren. Zudem habe er nach der Bush-Ära die Beziehungen zu vielen Staaten und Verbündeten verbessert, sagte Obama. Dazu zähle auch Europa.

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Romney beharrte bei der Debatte in Boca Raton (Florida) darauf, dass Obamas Politik gegenüber dem Iran kein Erfolg gewesen sei. "Der Iran ist jetzt näher an Atomwaffen als vor vier Jahren", warf er dem Präsidenten vor. Beide Politiker bekräftigten, dass sie keine atomare Bewaffnung des Iran dulden würden. "Solange ich Präsident der Vereinigten Staaten bin, wird Iran keine Atomwaffen erhalten", sagte Obama. Außerdem betonte der Präsident seine Unterstützung für den engen Verbündeten Israel, der sich durch das iranische Atomprogramm direkt bedroht sieht. "Ich werde an der Seite Israels stehen, wenn es angegriffen wird", sagte er.

Romney für Militäraktion gegen Iran

Romney kritisierte dagegen, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Israel unter Obama verschlechtert hätten. Die "Spannungen" seien "sehr bedauerlich", sagte er. Der Republikaner erklärte, das iranische Atomprogramm sei "inakzeptabel". Als Präsident werde er sich für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran einsetzen. Außerdem müsse die iranische Führung international weiter isoliert werden. "Und natürlich ist eine militärische Aktion das letzte Mittel", sagte Romney.

Zu einem harten Schlagaustausch kam es beim Thema China. Romney versprach eine harte Gangart etwa gegen Währungsmanipulationen Pekings sowie gegen unfairen Handel. Der Präsident betonte, er betrachte China als Partner, solange es sich an die Regeln halte.

Am Abzugstermin aus Afghanistan zum Ende des Jahres 2014 gab es aus Sicht beider Rede-Kontrahenten nichts zu rütteln. 

USA wählen am 6. November

Die US-Präsidentenwahl findet am 6. November statt. Die erste wirtschafts- und innenpolitische TV-Debatte am 3. Oktober hatte Romney für sich entschieden, in der zweiten am Dienstag vergangener Woche hatte Obama gepunktet. In die dritte Konfrontation ging der Amtsinhaber mit Vorschusslorbeeren. Viele US-Bürger trauten ihm noch vor der Debatte eine bessere Außenpolitik zu. Und der Kinderkanal Nickelodeon organisierte eine Abstimmung, bei der Obama bei Kindern mit 65 Prozent deutlich als Sieger hervorging. Moderatorin Linda Ellerbee verwies im Hinblick auf die Präsidentenwahl am 6. November darauf, dass die Abstimmungen der Kinder bei fünf von sechs vorangegangenen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereingestimmt hätten. Die beiden Kontrahenten liefern sich laut anderen Umfragen bisher aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

(Red./APA/dpa/Reuters/AFP)

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49 Kommentare
 
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Beide untragbar - Amerika braucht einen Mann der 9/11 richtig aufarbeitet!


Antworten Gast: gast11
24.10.2012 22:28
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Re: Beide untragbar - Amerika braucht einen Mann der 9/11 richtig aufarbeitet!

mitnichten, denn in den letzten 50 Jahren hat jeder einzelne US-Präsident einen Kriegsvorwand erfunden, geschürt oder inszeniert.

die rüstungsindustrie der staaten ist ein wichtiger wirtschaftlicher faktor und der ressourcen-raubzug muss fortgesetzt werden!

die wahrheit ist das erste opfer des krieges...

klingt abgedroschen, aber e ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera

Die Oligarchen schicken zwei Kandidaten ins Rennen, beide aus dem selben Stall. Beide werden mit Milliarden gedopt.

Nach dem Rennen zieht der Sieger den Karren der siegreichen Oligarchengruppe.

Gast: gast11
23.10.2012 18:13
1 0

die Bezeichnung Russlands als "geopolitischer Gegner"

ist falsch übersetzt, denn "enemy" dürfte man nur mit "Feind" übersetzen.

Gast: Bärenfalle....
23.10.2012 17:37
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Gmahte Wiesen...

Gast bei Bilderberg:

2004: Bush
2008: Obama
2012: Romney


2013: Präsident Romney empfängt Bundeskanzler Strache!

Wäre gut für beide Länder!

Antworten Gast: Bärenfalle...
23.10.2012 18:46
0 1

Re: 2013: Kim Jong-un koaliert mit der SPÖ in Nordkorea

2015, nach 2 Jahren Koalition mit der Exil-SPÖ unter Fischer erklärt Nordkorea den Staatsbankrott und bittet die EU um einen Bail-Out.

Antworten Antworten Gast: xxxyyyzzz
24.10.2012 13:14
1 0

Re: Re: 2013: Kim Jong-un koaliert mit der SPÖ in Nordkorea

2015: Der Bail-Out Nordkoreas kommt für die EU allerdings nicht infrage, da sie bereits sämtliche Resourcen für die Rettung Österreich, das durch die 3 Jahre Strache-FPÖ bankrott ist, einsetzen muss.

Antworten Gast: xxxyyyzzz
23.10.2012 16:31
1 1

Moment, ich hab' auch noch einen: 2014: Papst Ahmadinedschad empfängt Pulitzer-Preisträger Dominic Heinzl


Antworten Gast: ein fragender
23.10.2012 15:47
2 2

Re: 2013: Präsident Romney empfängt Bundeskanzler Strache!

lol, wo haben sie ihre horrorfantasien her? und wieso soll der amerikanische präsident so unbedeutend sein, einen strache einzuladen (weil bundeskanzler wird der nie)?


0 1

Noch authetischer finde ich,

wenn Schauspieler für die Präsidentschaft kanditieren.

Gast: amabo kcarab
23.10.2012 14:26
1 1

Letztes TV-Duell?

Komplette Zeilenfüller und onnötig als Berichterstattung in Europa:

1. Kann USAmerika nirgendwo als Vorbil auftreten

2. Wen interessiert das überhaupt?

Polit-Berichte über Faymann/Spindelegger strapazieren selbst die Inseraten-Bereitschaft gekaufter Medien!

"..dass die Abstimmungen der Kinder bei fünf von sechs vorangegangenen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereingestimmt hätten."

ich halte diese gleichstellung von kindern und erwachsenen für empörend!
kinder wären viel verantwortungsvollere und klügere wähler.

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Re: "..dass die Abstimmungen der Kinder bei fünf von sechs vorangegangenen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereingestimmt hätten."

Das zeigt, dass der Intellekt der Erwachsenen nicht weit weg ist von dem der Kinder

Re: Re: "..dass die Abstimmungen der Kinder bei fünf von sechs vorangegangenen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereingestimmt hätten."

Erwachsene sagen bei Umfragen, aus welchen Gründen auch immer, oft nicht das was sie tatsächlich denken. Kinder hören im Elternhaus allerdings zumeist was die Eltern denken. Wenn man die Kinder dann befragt antworten diese dann auch "wahrheitsgemäß".
In Diktaturen ist das traurigerweise ein beliebtes Mittel um herauszufinden was deren Eltern denken - die Kinder sind zumeist verpflichtend in Jugendorganisationen in denen der Staat Zugriff auf sie hat.

Antworten Antworten Gast: Alter Intellekt ...
23.10.2012 14:32
0 1

Re: Re: "..dass die Abstimmungen der Kinder bei fünf von sechs vorangegangenen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereingestimmt hätten."

"Der Intellekt" hat mit dem Alter nichts zu tun; hier geht's aber um die Information überhaupt; während US-inder noch Puppen oder Kuhbub spielen sind deren erwachsene itbürger auf den Kriegsschauplätzen. Eine unhaltbare Anmerkung, dass Kinder nicht über den Intellekt der Erwachsenen verfügen!

Gast: Hamdudeldei
23.10.2012 12:31
1 6

" Ländern wie Syrien ... müsse geholfen werden, sich ... gegen ... Terroristen zu wehren."

Hilfe brauchen die gar nicht. Es waere schon viel gewonnen, wenn die USA einfach die Unterstuetzung der Terroristen einstellte.

Antworten Gast: kcarab amabo
23.10.2012 14:35
1 2

Re: "die USA einfach die Unterstuetzung"?

Nicht einstellen, es wäre konstuktiver, die Terroristen in die Staaten zurück zu beordern!

Gast: Hanibal L.
23.10.2012 12:24
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Romney 4 President

.. weil man ja Ron Paul net wählen kann :(

Re: Romney 4 President

Romney hat mit Ron Paul so viel zu tun wie die Krone mit Qualitätsjournalismus. Die Programme des libertären Ron Paul einerseits und Romneys andererseits, der sich mehr um die wirren Tea-Party-Anhänger und radikal-religiösen Evangelikalen bemüht, sind bei weitem nicht ident.

Re: Re: Romney 4 President

Sie haben absolut Recht! Aber Romney ist nun mal das kleinere Übel. Die wenigsten wollen das Obamablabla noch 4 Jahre hören!

Antworten Gast: nofame
23.10.2012 13:11
1 1

Re: Romney 4 President

rp nicht wählen zu können ist schon einmal ein fortschritt...

Gast: EFF EFF
23.10.2012 12:21
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Nicht akzeptabel,

was diese beiden Us-Muppets liefern. Der Führungsanspruch der USA ist antiquar. Ich brauche keine amerikanischen Flachwichser und diese beiden US-Muppets sollten das Maul nicht zu voll nehmen. Die weltpolitischen Karten waren nach der Jahrhundertwende neu gemischt. Die USA sehen auch militärisch nicht mehr besonders gut aus. Obamas infantile Lachnummern täuschen darüber nicht hinweg. Der militärische Entwicklungsvorsprung der USA schmilzt weg.
Der Unterschied zwischen Flugzeugträgern und Bajonetten ist ungefähr so groß wie der zwischen Staatsmännern und Muppets.

Re: Nicht akzeptabel,

pfoah sie kennen sich aber super aus.

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
23.10.2012 13:11
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Re: Re: Nicht akzeptabel,

sg siger von lepanto!
nun so unrecht hat der vorposter mmn nicht. die usa sind militärisch tatsächlich "overstretched" - irak, afghanistan: beides zumindestens politisch und auch militärisch verlorene assymetrische kriege, beides "quagmires" in welchen flugzeugträger wirklich nicht den ausschlag gaben.
und die standpunkte romneys zu russland oder dem iran sind wirklich relikte - die es zu überdenken gibt, angesichts der umwälzungen in fernost -massive aufrüstung chinas - und der entwicklungen in der islamischen welt?

mfg
s.


Schauspiel fürs Volk

Wer gewinnt ist egal. Drehbuch ist schon lange geschrieben worden. Gewinner ist Wallstreet und die Rüstungsindustrie. Falls das Volk aufbegehrt die FEMA wartet.

 
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