19.05.2013 14:33 Merkliste 0

"Pferde und Bajonette": Netz spottet über Romney

23.10.2012 | 09:20 |   (DiePresse.com)

Der Republikaner klagte bei der dritten TV-Debatte darüber, dass die US-Navy heute weniger Schiffe hat als 1916. Obamas Konter löste einen Trend auf Twitter und Facebook aus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

"Pferde und Bajonette" haben den "Ordner voller Frauen" abgelöst. Unter letzterem Schlagwort ging nach der zweiten TV-Debatte im Internet eine Welle von Spott über Mitt Romney nieder. Der republikanische Kandidat hatte in der Diskussion erzählt, wie er als Gouverneur von Massachusetts nach weiblichen Bewerbern für sein Kabinett fahndete und sich dafür "Ordner voller Frauen" bringen ließ. Die dritte und letzte TV-Debatte brachte nun einen neuen Anlass für Häme.

Romney beklagte in der außenpolitischen Diskussion am Montagabend, dass die Navy heute weniger Schiffe habe als 1916. Präsident Barack Obama konterte: "Gouverneur, wir haben auch weniger Pferde und Bajonette. ... Wir haben diese Dinger namens Flugzeugträger, auf denen Flugzeuge landen. Wir haben diese Schiffe, die unter Wasser tauchen, Atom-U-Boote".

Sofort wurde der Hashtag #horsesandbayonets zum Nummer-eins-Trend auf Twitter in den USA. Auf Facebook haben User bereits mehr als 50 Seiten mit dem Namen "Horses an Bayonets" erstellt (--> zum Beispiel diese). Auf Fotomontagen reitet Romney auf Pferden und ruft "Bringt mir mein Bajonett!"

(c) Twitter #horsesandbayonets

vergrößern

Aber auch andere Momente der Debatte brachten Romney Spott ein. "Syrien ist der einzige Verbündete des Iran in der Arabischen Welt. Es ist seine Verbindung zum Meer", sagte der Präsidentschaftskandidat. Allerdings: Der Iran hat eine hunderte Kilometer lange Küste. Und er grenzt nicht an Syrien.

 

(kron)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

17 Kommentare

"Die Presse"-Berichterstattung

So weit bei Barry O drin, daß sie vorn wieder rauskommt.

Streitkräfte bestehen nicht nur aus Flugzeugträgern. Bajonette werden heute noch gebraucht. Bei jedem hand-to hand Combat. Deshalb machen sich Soldaten im Netz über Obama lustig. Wird aber hier natürlich nicht erwähnt.

Die Systemmedien

Sie haben erfolgreiche Arbeit geleistet, wenn man sich die ganzen Kommentare hier und da anschaut. Die Bürger in Österreich sind komplett im Dunkeln und glauben die Strohmänner, die man ihnen vormalt, hassen wen sie hassen sollen und denken wie sie denken sollen. Die ganze Art und Weise, wie österreichische Poster Mitt Romney für das Böse auf Erden, einen Kriegsfürsten und Hungermacher halten, und Barack Obama für sein Gegenteil, zeigt deutlich die politische Ahnungslosigkeit und Desinformation. Solchen Leuten würde ich immer gern ein Flugticket in ein vom jetzigen Präsidenten bombardiertes Land schenken, oder in ein Arbeitslosenviertel in den USA. Aber der Messias-Präsident lächelt das einfach weg, und uns ist egal. Es betrifft uns ja nicht...

Re: Die Systemmedien

Meinen Sie ein unter Bush bombardierter Irak war irgendwie gemütlicher?

Re: Re: Die Systemmedien

Ich verstehe die Frage nicht. Wird Unrecht Recht, weil es Tradition hat, oder wie? Das ist doch der springende Punkt: Die Bush-Obama-Ära sollte jetzt mal zuende gehen, und was Romney gesagt hat, war richtig: "We cannot kill our way out of this mess." Darum geht es, aufzuhören so zu tun, als wären Bomben, Drohnen und Attentate für irgendwas eine Lösung. Man muss die Menschen gewinnen und sie überzeugen, dass der Islamismus keine Lösung ist für ihre Probleme. Und auf dieser Ebene hat die jetzige US-Regierung 4 Jahre lang total versagt.

1 1

Re: Re: Re: Die Systemmedien

Bush-Obama Ära? Eine Legislaturperiode unter den herrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reicht bei weitem nicht.
Romney als Vertreter republikanischer Interessen zuzutrauen, Menschen zu gewinnen ist schon sehr paradox. Waren doch die Republikaner die letzten vier Jahre praktisch ausschließlich damit beschäftigt, alles zu kippen was von Obama kam. Und zwar völlig unabhängig davon ob es gut oder schlecht für die USA gewesen wäre. Das von Ihnen angesprochene Versagen ist in erster Linie der Blockadepolitik der Republikaner anzulasten.

Re: Re: Re: Re: Die Systemmedien

Sie verstehen das Konzept der Demokratie offenbar nicht. In einer Republik herrscht kein Präsident, er macht keine Gesetze, und er hat den Leuten nicht zu sagen, wie sie zu leben haben. Sondern es gibt einen Bereich der öffentlichen Sache, wo ein Parlament gewählt wird, das die gesetzgebende Gewalt hat. Das Parlament ist nicht verpflichtet, abzunicken, was der Präsident und seine Regierung will. Die Republikaner haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus, und wenn die vom Volk gewählten Repräsentanten etwas nicht wollen, ist es ihr Recht und ihre Pflicht so abzustimmen, wie sie es wollen und ihren Wählern in der Pflicht sind. Das als Blockadepolitik zu bezeichnen verrät eine monarchische Gesinnung und komplettes Unverständnis gegenüber dem demokratisch-republikanisch Geist eines parlamentarischen Systems.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Die Systemmedien

Allerdings negieren Sie die politische amerikanische Realität, die zugegebenermassen nur wenig mit dem Konzept der Demokratie zu tun hat.
Und ja das ist Blockadepolitik, ob sie dieser nun ein monarchisches Mäntelchen umhängen wollen, sei Ihnen unbenommen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die Systemmedien

Sie sind ein typischer staatsgläubiger Mensch, der sich freut, wenn die Obrigkeit viel Aktivität zeigt, neue Gesetze beschließt und mehr Macht ergreift. Parlamente sind dazu da, um zu blockieren, sie sind da, um der Regierungsmacht Schranken zu setzen, sie sind da, um das Individuum vor den Ansprüchen des Kollektivs zu schützen. Der Amerikanische Präsident hat sich mittlerweile das Recht verschafft, Bürger ohne Gericht, ohne Anhörung, ohne Vorlage der Beweismittel, UNBEGRENZT inhaftieren zu lassen, auf seinen bloßen Befehl hin. Ist es schon genug oder was muss für Leute wie Sie eigentlich noch passieren, bevor sie mal einer Regierung entgegentreten wollen und nicht die, die es tun, Blockierer nennen? Sie mögen es tun, ich denke, auf diese Titulation kann man sogar stolz sein.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die Systemmedien

Ist schon recht, ich sehe sie sind ein Verfechter der grauen Theorie, der mit tatsächlichen politischen Realitäten nicht viel am Hut hat. Ein demkokratisches Konzept kann durchaus durch Lobbyisten, wie in den USA der Fall, pervertiert werden. Und zwar spätestens dann, wenn es ausschlicßlich um Fundamentaloppostion und nicht mehr um Inhalte und konstruktive Enscheidungen geht. Das Sie das nicht sehen wollen sei Ihnen unbenommen. Feiner Sie weiter mit der konstruktiven Tea-Party und deren sauberen Zugang zur Demokratie fröhlich Urständ und lassen Sie mich aus dem Kraut. Wer in den Republikanern die Herren des Friedens sieht, dem ist ohnehin aus meiner Sicht nicht zu helfen...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die Systemmedien

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude daran, hier in Österreich unbedroht zu sein von den Drohnen des von Ihnen sicher sehr geschätzten Herrn Friedensnobelpreisträgers - anders als die Menschen in Jemen, Somalia, Pakistan, Irak, Lybien, Afghanistan usw. Und dass Sie nicht von Food Stamps leben wie mittlerweile fast 50 Mio. Amerikaner, weil die Wirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig ist und darniederliegt. Dass Ihr Einkommen nicht weginflationiert wird von der FED lediglich ist kein Freudesgrund, wir sind dafür mit der EZB gesegnet. Dafür haben wir keine Wallstreet-Regulationen, die von Wallstreet-Leuten selbst geschrieben wurden. Oder doch? Und keine Bundesbehörden, die via NDAA das eigene Volk ausspionieren und einsperren. Ach je auch dieser Vorteil schmilzt jäh dahin. Nein, wir sind genauso 1984 angekommen wie die USA. Ich nehme alles zurück, nur das mit den Drohnen, ja leben dürfen wir noch. Darum brauchen wir beim Staat noch nicht um Erlaubnis betteln. Danke für Ihre Unterstützung. Auf dem Weg weiter bis 2084...

romney braucht eh keine ahnung von schiffen, bajonetten und ähnlichem zu haben.

hauptsache dass er alles brav unterschreibt, was ihm der militärisch-industrielle komplex vorlegt.

braver mitt, wir zählen auf dich!

Gast: 3400
23.10.2012 12:28
1 2

Romney & Geographie

Bei der Vorstellung dass ein Präsident Romney seine (Drohnen-)Kavallerie in Länder schickt, von denen er offenbar nicht einmal weiß wo sie legen, stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Re: Romney & Geographie

Das mit den Drohnen könnte man ja noch einigermaßen verstehen. Aber wenn ich mir denke, dass so eine Knalltüte Herr über den roten Knopf wäre wird mir Angst und bang.

Antworten Antworten Gast: User Nelson
23.10.2012 17:19
0 2

Re: Re: Romney & Geographie

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, den roten Knopf gibt es nicht :-)

Re: Re: Re: Romney

Genauso wie das rote Telefon und das rote Eichhörnchen...

Trotzdem ist es als Metapher allen verständlich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: User Nelson
24.10.2012 11:58
0 0

Re: Re: Re: Re: Romney

Man hätte die Ironie bei diesem Geheimnisverrat erkennen können.

Entspannen Sie sich mal, das Leben ist ernst genug.

Re: Re: Re: Romney & Geographie

Vollkommen egal ob es den roten Knopf so gibt oder nicht. Wir wissen alle worum es geht.

Umfrage

  • SPÖ und ÖVP abgestürzt: Was bedeutet das Salzburg-Ergebnis für die Bundespolitik?
  • Salzburg zeigt den Abwärtstrend der Regierungsparteien, der auch bei der Nationalratswahl anhalten wird
  • Salzburg ist ein Sonderfall, das Ergebnis wird keine Auswirkungen auf die Nationalratswahl haben
  • Weiß nicht / egal