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Bericht: Bosse drängen Angestellte zur Romney-Wahl

27.10.2012 | 16:37 |   (DiePresse.com)

In Briefen an die Belegschaft prangern Firmenchefs die Obama-Politik an und geben Wahlempfehlungen ab. Es sei, wie Kindern zu befehlen, ihren Spinat zu essen, kommentiert einer der Chefs das Schreiben.

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Die Chefs mehrerer großer US-Firmen versuchen nach einem Bericht der "New York Times" Einfluss auf die Wahlentscheidung ihrer Angestellten zu nehmen - zugunsten Mitt Romneys. Einige warnen die Beschäftigten in den Schreiben demnach direkt vor möglichen Auswirkungen auf die Sicherheit ihrer eigenen Jobs, sollte US-Präsident Barack Obama für weitere vier Jahre wiedergewählt werden, berichtet auch "Spiegel Online" am Samstag unter Berufung auf das US-Blatt.

Die Unternehmenschefs kritisieren demnach in der Post für ihre Angestellten die von Obama durchgesetzte stärkere Regulierung der Wirtschaft, die Gesundheitsreform sowie angekündigte Steuererhöhungen. Die "New York Times" listet mehrere Beispiele auf. So habe David A. Siegel, Chef des Time-Sharing-Unternehmens "Westgate Resorts" an seine 7000 Angestellten geschrieben, ein Sieg Obamas werde Folgen für die Zukunft der Firma haben.

"Die wirtschaftliche Lage stellt im Moment keine Gefahr für Ihren Job da. Aber was Ihren Job gefährdet, sind noch einmal vier Jahre mit der gleichen Regierung", heißt es dem Bericht zufolge in dem Brief Siegels. Wenn neue Steuern erhoben würden, die er oder das Unternehmen zahlen müssten, habe er keine Wahl und müsste Stellen abbauen.

"Iss deinen Spinat!"

In einem Interview bestritt Siegel laut der Zeitung, seinen Angestellten eine bestimmte Wahl angeordnet zu haben. Es gebe keine Möglichkeit, Druck auf irgendwen auszuüben, er sei ja nicht in der Wahlkabine mit ihnen, so der Unternehmer. Er habe aber deutlich machen wollen, wie er vier weitere Jahre mit Obama sehe und welche Auswirkungen das für seine Angestellten haben könnte. Dabei ließ Siegel eine interessante Sicht auf seine Mitarbeiter erkennen. Er erklärte, sein Rat sei nichts anderes "als seinen Kindern zu sagen: Iss deinen Spinat, er ist gut für dich!"

Eine ähnliche Aktion habe Dave Robertson, Präsident des großen US-Unternehmens "Koch Industries" gestartet. Auch er versandte demnach ein Paket mit Informationen an mehr als 30.000 Mitarbeiter der Tochterfirma "Goergia-Pacific", einem Papier- und Zellstoffhersteller, so die "New York Times".

In dem Brief prangert Robertson nach dem Bericht die Regierungsfördergelder für einige wenige Unternehmen an und beklagt die Bürden, die durch wirtschaftliche Regulierung entstanden seien. Der Brief soll noch eine Beilage gehabt haben. Auf einem Flugblatt seien mehrere Kandidaten aufgelistet, die von den konservativen Koch-Brüdern unterstützt würden - angefangen mit Mitt Romney. Außerdem hätten die Beschäftigten Meinungsbeiträge der Koch-Brüder zugesandt bekommen, schreibt die Zeitung. Angestellte haben sich bereits irritiert über die Schreiben geäußert. Einer gab an, er traue sich nun nicht mehr, seinen Obama-Anstecker zur Arbeit zu tragen

Romney hatte um Unterstützung gebeten

Laut "New York Times" sind unter den Firmen, die Anti-Obama-Briefe verschickt haben noch das in Milwaukee ansässige Unternehmen Rite-Hite sowie ASG Software Solutions mit Sitz in Florida. Mitt Romney dürfte großen Gefallen an den Briefen der Unternehmer finden. Er hatte bereits im Juni Chefs dazu aufgerufen, an ihre Angestellten zu appellieren, ihn zu wählen. Obama hat weniger Fans unter den Wirtschaftsbossen: Wahlexperten haben bisher kein US-Unternehmen gefunden, das seine Angestellten zur Wahl Obamas aufruft, so die Zeitung.

Dass Chefs ihren Mitarbeitern Wahlempfehlungen geben, ist erst nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2010 rechtlich möglich. Zuvor war es nicht erlaubt, Firmengelder zu verwenden, um die politische Kampagne eines Kandidaten zu unterstützen oder Angestellten einen Wahlratschlag zu erteilen. Ob die jüngsten Empfehlungen für Romney rechtlich einwandfrei sind, ist unter Experten dennoch umstritten. Manche meinen, Angestellte würden eingeschüchtert.

(APA)

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55 Kommentare
 
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Für die US Elite ist es egal WER gewinnt!

Sind doch beide " IHRE Kinder".

US BOSSE

SIE wollen überhaupt KEINE Steuern zahlen und auch KEINEN Lohn bezahlen.Es reicht 1$ am Tag...............Dafür steht auch Romney!!!!

Yes, he can!

Mitt for President!

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Heute im Presseclub (ARD)

wurde Romney als der verhandlungsgeschicktere, bessere Problemlöser beschrieben. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Deutsche Journalisten finden Romney präidiabel und den "Heilsbringer" Obama nicht als Messias.

Ein Bespiel: Romney hat in Massachusetts eine Gesundheitsreform mit nahezu 100 % Zustimmung durchgebracht und das Land mit 80 %igem Anteil der Demokraten in den gesetzgebenden Körperschaften passabel regiert. Er wurde als ein lösungsorientierter Technokrat beschrieben.

Langsam frage ich mich, für was unser Journalisten ihre Gage bekommen, zeichnen sie fast nur mehr schwarz/weiß Bilder. Hier der gute Obama, dort der böse Romney.


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Und wenn sie ihr Kreuzerl machen,

steht hinter Ihnen ein Wahlbeaufsichtiger mit 'ner Desert Eagle...

Gast: Hanibal L.
28.10.2012 11:10
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kaffesudlesen

von wo hat der spiegel die infos her ? haben sie wallraff an die amis verborgt ?

Romny 4 President

Gast: Dr- Sowieso
28.10.2012 10:58
4 2

Österreich ist demokratischer

Zum Glück existieren solche Missstände nicht in Österreich, da bei einer Bewerbung bei staatsnahen Betrieben der potentielle Mitarbeiter schon im Vorfeld auf seine politische Zuverlässigkeit durchleuchtet wird.

Gast: Halbwissen
28.10.2012 10:12
0 1

Wie schlecht muss es Unternehmern gehen das sie so etwas machen ?

Anscheinend liegen die Nerven ziemlich blank.


In Österreich

must bei gewissen "Institutionen" gleich eingeschreibenes parteimitglied sein um den Job überhaupt zu bekommen - was regts Euch da über Amerika auf?

Witz des Tages: Ein bestens qualifizierter Bewerber und Mitglied bei der FPÖ kriegt einen Job bei der ÖBB !

Gast: Kowaski
28.10.2012 10:08
3 1

Traurig aber wahr

Wenn man hier die Kommentare durchliest bestaetigt es sich immer wieder wie ungebildet (dumm?) doch der "Otto Normalverbraucher" ist und ich wundere mich nicht warum es noch so viele SPOe / Gruene Waehler gibt.

Die New York Times ist ja ein aufdringlicher Unterstutzer von Obama.. jeden Tag liest man mehrere PRO OBAMA Berichte und noch mehr ANTI ROMNEY Berichte. Das ist natuerlich im Rahmen der Presse Freiheit ok... aber wehe wenn jemand OBAMA nicht hochleben laesst...

Die Presse macht da auch mit. Schade.


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Es ist nich alles so wie es scheint

Vor 4 BRD Bundestagswahlen berief die GeschLeitung der Fa. MAN, als ein Beispiel von vielen, die Belegschaft in die große Halle und stellte vor:
Wir haben in dieser schweren Zeit hier einen Stappel von LKW Bestellungen unserer Kunden.
Prtima
Aber: "Auf fast allen Bestellungen steht eine Bedingung. Sollten bei der Wahl die Sozialisten gewinnen, ist der Auftrag nicht wirksam und hinfällig". Nachzulesen im Spiegel-Archiv.
Jeder Mitarbeiter konnte selbst entscheiden, was er in der Wahlzelle nun ankreuzt.
Bei Wahl der S. hätte das Unternehmen 30 % der Mitarbeiter entlassen müssen wegen Pleitegefahr.

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Diese gierigen Verbr*cher

wollen sich mit allen Mitteln dagegen wehren, Steuern zahlen zu müssen, auch wenn sie dazu demokratiepolitisch bedenkliche Dinge tun müssen

Gehen die Bosse in die Wahlzelle mit?


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alles ist beser wie obama

Schließung Guantánamos ? (erweiterung des US-Navy Stützpunkt Guantánamo Bay um ein Internierungslager)
Bekämpfung der Staatsschulden? (!6Bil neu!)
Einwanderungsreform?(kommt nach dieser wahl so ködert er die hispanisch-stämmigen Landsleute)
Ende in Afghanistan?(Im Juni des vergangenen Jahres stellte eine Untersuchung des Senats fest, dass die Afghanistan-Politik von Obama gescheitert ist.)
Ein würdiger Friedensnobelpreisträger lässt gaddafi killen.
Obama neues Energiezeitalter?(Obama erlaubt Bohrungen in der Arktis)
Das Gesundheitsreformversprechen?(unfinanzierbar)
die welt wollte einen afroamerikanischen Präsidenten jetzt hat sie ihn, whats next? alien for president oder mal ein haustier weils so lustig ist


Antworten Gast: Andrew Kunar
28.10.2012 09:06
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Re: alles ist beser wie obama

You better take a closer look at US politics- Obama wanted to close Gitmo..the Repubs prevented it!
Health care is blocked by the Repubs in Congress!
In foreign affairs though he is a true follower of George W. - could not be worse!

Re: Re: alles ist beser wie obama

I beg you pardon? health care reform kicks in 2013, nobody is blocking it, but everybody is afraid of it. The Supreme Court recently even ruled it constitutional.
Guantanamo is open, because Obama WANTS it to be open!
this lame excuse is getting really boring, the republicans don't let him (the poor guy :-( )??? I wonder, in two years, in which the Democrats have both Houses (Congress and Senate) and the Presidency, who could have stopped him???

0 1

Re: Re: Re: alles ist beser wie obama

liebe Leserbriefschreiber: DEUTSCHsprachige Zeitung!

Antworten Antworten Gast: original sepp
28.10.2012 09:26
1 0

Re: Re: alles ist beser wie obama

i do also think so.

Dass grosse Konzerne Wahlwerbung fuer die Rep's machen, ist seit jeher nichts neues;

... aber dass sie ihre Angestellten damit erpressen, ist eine neue Qualitaet des US-"Demokratieverstaendnisses" !
Generell finde ich es pervers und beaengstigend, dass das Schicksal vieler Laender dieser Welt (unter anderem) von einer Wahlentscheidung abhaengt, die von ca. 3% der Weltbevoelkerung getroffen wird. Diese ca. 150 mio Waehler sind zu einem Gutteil politisch ignorant oder von gekauften Medien fehlinformiert, teilweise rassistisch und zum Teil komplett ahmungslos von der Welt ausserhalb der USA.

Aha

"Waehler sind zu einem Gutteil politisch ignorant oder von gekauften Medien fehlinformiert, teilweise rassistisch und zum Teil komplett ahmungslos von der Welt"

Also wie leider auch in Österreich.

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Re: Aha

Wollte gerade dasselbe schreieben. Das hätte auch Österreich betreffen können...

Antworten Antworten Gast: IQ
28.10.2012 09:34
0 2

Re: Aha

Und -WAS-wenn wir fragen dürfen, wollen Sie jetzt mit diesem-ALBERNEN-"NO/NA-GEFASEL" ZUM AUSDRUCK BRINGEN?!
Außer, dass Sie-SO SCHARFSINNIG UND CLEVER SEIEN-und alle anderen-SO DUMM!!
Das sagt alles über Ihr Selbstverständnis,Ihre Intelligenz sowie Ihren Scharfsinn aus!
Ignorant und unwissend präsentieren Sie sich-WAR DAS IHRE INTENTION?!
JA?! Ziel erreicht,Sir!

Wenn Sie etwas mitdenken würden

hätten Sie bemerkt, dass das "NO/NA-GEFASEL" ein Zitat aus dem Posting das ich beantwortete war.
Aber schnell was schreiben ohne zu wissen um was es geht ist ja leicht.

Gast: Bossbeobachter
28.10.2012 06:12
0 0

Bericht: Bosse draengen Bandenmitglieder zur Obama-Wahl

Bei den Crips & Bloods.... und der Presse.

4 0

Nichts neues

Die UdSSR lebt.

Antworten Gast: Hedwig Auerbach
28.10.2012 12:56
0 0

Re: Nichts neues

Da haben sie ganz recht. Der Kreis schließt sich.

 
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